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durch derartige Zeitungserörterungen eines außer aller Wahrscheinlichkeit liegenden Falles auszuschließen, wird der § 9 des Planes durch folgenden Zusatz ergänzt: „Sollte in derjenigen Halbtagsziehung, in welcher hiernach die Prämie zur Ausspielung zu gelangen hat, ein Gewinn von 1000 Mk. oder mehr nicht m«Lr gezogen werden, so wird die Prämie von 300 000 Mk. demjenigen Gewinn zugeschlagen, welcher überhaupt zuletzt gezogen wird.
* Landratskonferenz. Unter dem Vorsitz Sr. Op zellenz des Oberpräsidenten fand am Freitag vormittag in Castel eine Konferenz sämtlicher Landrâie des Regierungsbezirks Castel statt. Es wurden durchweg Verwaltungsange- legenheiten besprochen.
* Kreissparkasse zu Hanair. In der heutigen amtlichen Beilage werden die neuen Statuten her Kreissparkasse zu Hanau zum Abdruck gebracht, worauf wir die JnteressnUen besonders aufmerk am machen.
* Verbrauchsabgaben. Im Laufe des Monats
April 1903 wurden im hiesigen Schlachthause geschlachtet: 97 Ochsen, mehr gegen den Monat April 1902 2 Stück
151 Kühe, weniger
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37 Rinder, „
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429 Kälber, mehr
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104 Hämmel, weniger
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2 Lämmer mehr
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2 Ziegen, „
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Die Accss-Einnahme hiervon beträgt . Mk. 4283.30
An eingeführten Fsesschwaren rc. wurden versteuert: 30 327 Kilogramm, mehr gegen den Monat April 1902: 2034 Kilogramm.
Hiervon die Accis-Einnahme mit . . Mk. 975,09
Summa Mk. 5258.39
Ges am« - Accts - Einnahme im Monat April 1902 ......Mk. 5230.41
Mithin weniger gegen den Monat April IPm . . '. . . . . Mk. 22.02.
" ^ghresseft. Morgen Sonntag feiert her hieft ;e eogl. Uunyex- und In!fllingsvcr?in nachm tiaqs gV| Uhr sein Jahres fest im ey g l. Vereiushaufe. Die Festpredigt HÄt Herr Pfarrer W i t t e k i n d t aus Oberissigheim. Daran schließt sich die Nackftier mit Kaffeetrinkcn. Eintritt 40Pfg. Jedermann ist freundlichst ein»..«den.
8 Ausflug. Der Arends'jche Stenographenverein „Concordia" unternimmt am Sonntag den 10 b. M. einen Ausflug nach Kesselsta'df, Restauration „zum goldenen Schwan". Jedermann ist Gelegenheit geboten, hierbei recht vergnügte «Stunden zu genießen, da für Unterhaltung bestens geforgft ist. Ein urzemüilicher Komiker wird die Lachmuskeln der Anwesenden in Bewegung bringen und der unvermeidliche Tanz im Verein mit einer guten Musikkapelle wird drzu beitragen, die werten Gäste in vollem Maße zu befriedigen.
* Wettspiel. Morgen nachmittag ^4 Uhr spielt auf deüi hiesigen Exerzierplatz der Hanauer Fußballklub „Docker" gegen den Frankfurter Fußballklub „Arminia".
* Wiener Spitze. Morgen tritt in'dem beliebten Konrertetablissement „Wiener Spitze" die Münchener Humo- ristiiche Gesellschaft „Böchl" auf.
* Kurort Wilhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad Konzert der Infanterie-Kapelle Nr. 166 statt.
* Parolemufik Die Jnsanteriekapell? spielt morgen mittag folc nde Stücke: 1) „Hurrah Boys", Marsch, J. La- calle; 2) Ouvertüre z. Opt. „Leichte Kavallerie", v. Suppé; 3) „Ein Künstlerfesi", Walzer, J. Klein; 4) „Schön, sind , Veilchen", Lied a. d. Opt. „Heißes Blut", W. Schenk;
5) Potpourri a. d. Opt. „Gasparone", C. Millöcker.
* Viel Phantasie. Nach unseren genaueren Informationen ergibt sich, daß die uns gestern zugegangenen Mitteilungen eines Gelegenheitsberichterstatters über in Aussicht stehenden Garnison-Neubauten wohl mehr der Phantasie desselben entsprungen sind. Auch die andere Nachricht über die
mann hielt im Namen des Vereins den Festvortrag im Stadttheater. — Drittens wurde jedem Mitgliede des Vereins ein Exemplar der Festschrift zugesandt, welche Beiträge von Herrn Professor Dr. S u ch i e r, Herrn Baurat I. P. Thyriot mit vielen Abbildungen enthält.
Ehrenmitgliedschaft.
Die Herren Oberbürgermeister Dr. Gebeschu s, Stadtverordnetenvorsteher F. C a n t h a l und Sanitätsral Dr. Eisenach wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und ihnen am Heiligen Abend die betreffenden Diplome überreicht.
Andere Vereinsangelegenheiten.
Das 50jährige Amtsjubiläum des Herrn Geh. Oberjustizrats Koppen, 2. Vorsitzenden des Vereins, gab dem Vorstand Veranlassung, durch eine Deputation dem Jubilar die Glückwünsche des Vereins zu übermitteln.
Teilnahme an auswärtigen Versammlungen.
Am 14., 15. und 16. Juni fand die vvjâhrize Jubelfeier des Germanischen Museums zu Nürnberg statt, zu welcher der Verein eine Einladung erhielt und Herrn Dr. Küster als Teilnehmer delegierte. Am 21., 22. und 23. August v. J. fand die Jahresversammlung des hessischen Geschichtsvereins in Gelnhausen statt und wurde dieselbe vom Vorstande aus durch Herrn Profesior Suchier und Herr Bückmann besucht. Herr Dr. Küster beteiligte sich in unserem Namen an den Verhandlungen des Verbandstages süd- und westdeutscher Ge- schichts- und Altertums-Vereine für römisch-germanische Forschung in Mainz durch einen Vortrag über eine in- teresiante Fundstätte und Fundstücke bei Butterstadt. Hier ist darauf hinzuweisen, daß unser Verein engere Fühlung zu nehmen beginnt, mit dem genannten Verbände und trägt hierzu folgendes Ereignis wesentlich bei: Das kaiserlich deutsche archäologische Institut, welches für seine Forschungen in Rom und in Athen je eine Station errichtet hat, hat neuerdings eine solche auch in Frankfurt a. M. ins Leben gerufen und hat der genannte Verband süd- und westdeutscher Vereine das
Samstag
^^^^^^^^^^......■ ■■—.■......—...... Ji , u„........„,,.—mW——........I.........II II — Verlegung eines Brigadestabs nadb Hanau bauen wir wohl- weiSlich nur als kursierendes Gerückt bezeichnet. Als solckcs kann es auch nur beirackjet treiben Süllen, die unterrichtet fein säumen, wissen nickts davon.
* Alkoholvergiftung. Ein dem Sânopsleufel ner« faOener, auf einem benachbarten fi:ut8W arbeitender stOjähriger Knecht hatte vorgestern abend hier dem Alkobol stark zugesprochen, sodaß er nach Hause geschleppt werden mußte. Am andren Moraen früh lag er ipi in seinem Sette.
* Vier Einbrüche. In der nerfloffenen Nacht wurden in hiesiger Stadt vier Einbrüche verübt und zwar ganz i t der ähnlichen Weise als vor einigen Monaten. Sicherlich hat man es mit einer auswärts wohnenden Diebesgesellschaft zu tun. Die nnaebetene Gesellschau stattete den Kontoren der Firmen Horst & Sohn, Gertenbach & Kaiser, G. Siebert und der Ggsstzhrjk Besuche ab, gingen durch die offenen Vorgarten- türen und öffneten mittelst Nachschlüssel die in die Kontore führenden Türen. Nennenswerte Beute wurde nicht gemacht, nur bei her erstgenannten Firma soll dem Vernehmen nach ein Geldbetrag gestohlen worden sein, dessen Höhe noch nicht feststeht.
* Das Sahnenkammhans ist morgen Sonn- tag geöffnet.
* Sehenswürdigkeiten. „Museum der Wetterani- schen Gesellschaft" (Wtfiabter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- unb Feiertagen vormittags von 11 bis ’/sl Uhr. Kindern ohne Segleihtng Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet.
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•$< Wachenbuchen, 8. Mai. (Nenherrichtgng der Kirche.) Zu einer einfachen und doch denkwürdigen Feier versammelten sich heute vormittag um 11 Uhr Mitglieder der kirchlichen und bürgepli^en Gemeindeverwaltung vor der Kirche. Nachdem die Oberklasse der Schule aus dem Liede Nr. 140 die 7. und 8. Strophe gesungen hatte, trat der Ortspfarrer auf ein Podium und verlas nach einigen einleitenden Worten folgende Urkunde: „Im Namen des dreieinigen Gottes! Jm Jahre des Heils eintausend neunhundert und drei, als Wilhelm IT. ans dem Haute Hohenzollern Kaiser in Deutschland und König von Preußen war, am siebenten Mai wurde diese Urkunde in einer versiegelten Flasch? rechts vom Turmeingaug auf der südwestlichen Ecke des Schiffs hinter dem Sockelstein eingemauert : Nachdem das groß? Presbyterium der evang?!isch- nG erkn Kirche zu Wachenbuchen im Landkreise Hanau in seiner Sitzung vom 26. Januar 1902 die gründliche Herstellung unb am 18. Februar 1903 auch die Erweiterung der Kirche nach den von Herrn Architekten I. Bernges in Hanau an gefertigten Plänen und Zeichnungen beschlossen hatte, wurde am 14. April 1903 die vollständige Herstellung und Erweiterung der Kirche an den genannten Architekten, Herrn Bernges, für die Summe von 26 000 Mark deutscher Reichswährung vergeben und am 20. April desselben Jahres mit dem Abbruch des Daches und der Heiden Längswände der Kirche begonnen. Der allmächtige barmherzige Gott und Vater unsres Herrn Jesu Christi wolle feine schützende und bewahrende Hand über den Bau und die Bauleute halten, damit derselbe ohne Unfall seiner Vollendung entgegengehe. Er wolle auch dazu Gnade verleihen, daß dieses neu hergestellte Gotteshaus, welches zum Preise seines heiligen Namens errichtet wird, eine Stätte werde, in welcher daS lautere Evangelium von Jesu Christo, dem Sünderheilande, allezeit kräftig verkündigt und die heiligen Sakramente nach der Einsetzung des Herrn Jesu und nach der Ordnung der evangelischen Kirche verwaltet werden, in welcher aber auch eine gläubige Gemeinde sich versammele, die sich mit Mund und Herz bekennt zu Jesu Christo, dem gekreuzigten unb auferftanbenen Sohne Gottes, der zur rechten Gott s sitzt, und durch Wort und Wandel Zeugnis davon ablegt, daß in keinem andern Heil ist, als in Jesu Christo, und daß kein anderer Name den Menschen gegeben sei, darinnen sie sollen selig werden, a's den Namen Jesus Christus, der da ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. Möge dieses neu hergerichtete Gotteshaus bewahrt bleiben vor allem Unglück und Schaden, damit es noch
Recht erhalten unb bereits einmal ausgeübt, von den 18 Mitgliedern dieser Korporation 5 zu erwählen. Die anderen 13 werden von dem Herrn Reichskanzler direkt ernannt.
Rechnrmgsablagss.
Tie von dem Kassierer Herrn W. Bückmann vorge- getragene Rechnung zeigte, daß die Ausgaben des vergangenen Jahres etwas größer waren als die Einnahmen. Die Rechnung ist geprüft und als richtig befunden worden. Der Jahresbeitrag wurde wie seither auf 4 Mk. festgesetzt. — Herr Professor Dr. Wackermann regte die Herausgabe von „Mitteilungen" an die Vereinsmitglieder an. Mit dieser Angelegenheit wird sich der Vorstand näher befassen.
Sommer-Ausflug.
Ueber einen Sommer-Ausflug des Vereins lagen drei Vorschläge vor, die als Endziel die Saalburg (an einem Wochentage), Mainz oder Wiesbaden (an einem Sonntage) ins Auge faßten. Bei der Abstimmung wurde mit großer Majorität der Ausflug nack der Saalburg an einem Wochentag? beschlossen. Sachkundige Führung hat Herr Baurat Jacoby im voraus zugesichert. Jedenfalls findet her Ausflug im Monat Juni statt.
Vorflandswahlen.
Die bisherigen Vorstandsmitglieder wurden auf dahingehenden Vorschlag aus der Mitte der Versammlung einhellig wiedergewählt.
„Die mpkenische Zeit und ihre Kultur."
Im Anschluß an die geschäftlichen Verhandlungen hielt Herr Gymnasialoberlehrer Prof. Dr. V o m b e r g einen Vortrag über das Thema: „Die mykenische Zeit und ihre Kultur", bessert Inhalt wir hier skizzenhaft wiedergeben: Seitdem die gebildeten Nationen Europas, ja sogar die Amerikaner in den letzten Jahrzehnten des verflossenen Jahrhunderts im edelsten Wettbewerb den Spaten eingesetzt haben unb aus dem treu bewahrenden Schoße der Erde laut redende Zeugen längst entschwundener Zeilen ans Licht gebracht haben, ist unsere Kennt-
Maß
ste'e an dem Twe, oit welchem bet Herr Christus wieder kommen wird, um seine läubigeGemeinbezuvollendcn nnddahin zu führen, wo kein H an unb Sheet ist, sondern einiger Fried", wo keine persönlichen und irdischen Interessen mehr gelten, sturern nur die eine Scaicrbc, Ibn, den e höhien Heilan a»',ubuen, ihm zu dienen, ihn zu loben und zu preisen in die Ewigkeit der Ewigkeiten. Das walte Gott. Auen". — Sodann wurden noch die Naiven derer verlesen, welche zur Zeit in der kirchlichen unb bürge licken Gemeinde ein Amt ' bekleiden. Das ganze ^ chriftsiück wurde jetzt zusammengerollt und in "ine Flasche ge eckt, welche fest verkorkt mb in den taju hercc- richteten Behälter vermauert wurde. Hierauf tat der Orts- Pfairer die drei üblich n Hammerschlâoe mit den Worten: „Ghre sei Gott in der Höh', und Friete auf E-dev, und den Menschen ein Wohlgef llen." Mit f e.n Gehst des Herin, Absingung der heißen letzten Strophen des Liedes Nr. 141 unb dem Segen des H-rrn hatte die Feier ihr Epde erreicht.
^Langendiebach, 8. Mai. (Vogelscheuchen.) Mqn sieht nickt nur in hiesiger Gemarkung, sondern auch anderwärts sehr hâusiq, daß Vogelscheuchen aus Kadavern bergestellt werden, indem man Tierleichen (Raben, Sperlinge rc.) mit einem Bindsaden an einem Stock befestigt. Abgesehen ba-- vpn. daß eine solche Schaustellung für die Vorübergehenden, insbesondere für die vielen Tierfreunde gerade nickt angenehm ist, so gehen die Kadaver nach kurzer Zeit in Verwesung über, wodurch außer einem üblen Geruch noch bie Gefahr besteht, daß durch die auf den Tierleichen sitzenden Fliegen sehr leicht Blutvergiftungen auf Menschen übertragen werden können. Sonderbar ist es, daß die betreffenden Grundstücksbesitzer, die solche Vogelscheuchen aufstellen, nicht an eine solche Möglichkeit denken, und sogar bereits in Verwesung übergegangene Tiere nicht einmal entfernen. Deshalb ist es angebracht, daß die Ortspolizeibehèrdkn gegen dieses polizeiwidrige Verfahren esn- f(breiten unb ihre Feldhüter anweisen, daß derartige Vogelscheuchen unbedingt zu entfernen sind, auch wäre darauf zu achten, daß die Kadaver ordnungsmäßig verscharrt werden.
^ Grytz-Krotzenburg, 8. Mai. (Flußbereisung.) Mittelst eines Regierungs-Dampfbootchens wurde neuerdings eine Flußbereiinng auf dem Mainstrom von Würzburg abwärts bis zur Kahlmündung oberhalb Groß-Krotzenburg unter- nommkn. Den Vorsitz der Kommission führte Herr Baurat Fleischmann aus Würzburg. Das Reiseziel wurde heute erreicht. Dem Vernehmen nach wird Prinz Ludwig von Bayern in der zweiten Hälfte des Wonnemonats ebenfalls die bayrische- Mainstrecke bereisen.
Kanauer Uereins- «. UergnügttttgKnachrichten
für Samstag den 9. Mai.
Turngesellschaft: Abends von 7—9 Uhr: Vorturnerstunde.
Tnrngemèindè : Kürturnen und 53orturnerfiitnbe.
Evang. Männer- u. IüngUngsverein: Unterhaltung iEv. VeremshauS). Evangelischer Arbeiterverein: Bereinsabend und Mitgliederaufnahme im Vereinslokale zur „Brauerei Weismantel".
nis der Geschichte des Menschengeschlechtes gesteigert worden und damit die Altertumswissenschaft aufs neue zu Ehren gekommen. Besonders war dieser unerwartete Forschungseifer für den Werdegang der schönheitstrunkenen Helenen von Vorteil, indem uns die Ausgrabungen in dem genannten Zeitraum die Kulturzustände eines bisher unbekannten Jahrtausends erkennen und damit Schlüsse auf die damaligen staatlichen, militärischen und gesellschaftlichen Verhältnisfe ziehen lassen. — In erster Linie verdanken wir diesen ungeahnten Aufschwung der Altertumswissenschaft dem unermüdlichen Forscher Schliemann, der in sich eine glückliche Mischung von glühendem Idealismus und seltener praktischer Begabung vereinigte, welche Eigenheit sich in ihm durch allerlei abenteuerliche Lebensführungen zu einer treibenden Kraft steigerte, die ihn befähigte, an die Ausgrabung von Troja, an bessert tatsächliche Existenz sein frommer Kinderglaube in allen Stürmen des Lebens sestgehalten hatte, heranzugehen. Führte auch anfangs feine mit erstaunlicher Zähigkeit und Ausdauer betriebene Tätigkeit, der sich auch die Unbill des Klimas, die Schikanen der türkischen Regierung, die Beutelust und Raubgier der heimischen Bevölkerung und diè Anfeindungen der gelehrten Welt oft hemmend in den Weg stellten, zu keinem befriedigenden Ergebnis, so setzte er doch in den letzten Jahren im Verein mit Dr. Dörpfeld, dem jetzigen Vorsteher des „Archäologischen Instituts" zu Athen und mit anderen namhaften Altertumsforschern bis zu seinem Lebensende auf dem in der troilchen Ebene gelegenen Hügel Hissarlik fort, die nach seinem Tode der ebengenannte deutsche Gelehrte Dörpfeld zum eigentlichen Abschluß gebracht hat. Durch diese bis 1893 fortgesetzten Grabungen wurde nicht nur bewiesen, daß mehr oder weniger bedeutende Reste von neun verschiedenen Ansiedelungen erhalten waren, sondern auch festgestellt, daß von diesen Schichten die fünf untersten aus der prähistorischen Zeit, daß die VL Schicht der von Homer besungenen mykentschen Periode und die brtt höheren (VII. — IX.) der jüngeren griechischen und römischen Epoche angehören. Wußte man infolge der Gering-