Seite 2.
Freitag
9. Januar.
qualitativen Verhältnis zur Reizwirkung, letztere kann ganz verschieden von der ersteren sein. Der äußere Reizeinstuß bedingt nur einen Auslölungsprozeß, wie das Berühren des Hahnes an einem Gewehr, bereits vorhandene Kräfte werden durch den Reiz ihrer Fessel befreit und zur Entfaltung gebracht. Ist ’ auch, wie Redner betonte, dieses Forschungsgebiet noch nicht lange erschlossen und deshalb das Wissen in dieser Beziehung noch ziemlich lückenhaft, so brachte der Vornag doch viel Neues und Interessantes. Reicher Beifall folgte demselben.
* Kaufmännischer Verein. Wie aus dem Jme- ratenteil ersichtlich, findet am kommenden Sonntag dir Jahres-Hauptversammlung der Bereinigung der Rhein-Main- Gau-Kreisoereme im Verbände deutscher Handlungsgehilfen in Leipzig, wozu auch der hiesige K a u i- mân nische Verein gehört, im DnUichen Haus hier statt Zu dem am Vormittag anberaumten öffentlichen Vortrag hat Jedermann, welcher sich rör die Sache des Handlunasgeöilwn« standes interessiert, freien Zutritt, während die Danderver- iammlung am Nachmittag nur den Mitgliedern des genannten Verbandes zugängi'g ist. Das Referat liegt in bewährten Händen und dürfte es sich ganz besonders für die Angehörigen des Gebilfenstandes empfehlen, sich die Gelegenheit, einen Einblick in die Gebilfenbewegung zu gewinnen und aus dem Vortrag« „Die Ausbildung des Kaufmanns" praktische Winke zur persönlichen Verwertung zu erhalten, nicht entgehen zu lassen.
^ Der evangelische Arbeiterverein hielt am Mittwoch abend eine zahlreich besuchte MonatSver'ammlung ab. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten fand eine lebhafte Erörterung über die vollzogene Stadtverordnetenwahl statt. Die Versammlung bedauerte sehr, daß auch diesmal wieder die Dorbrreiiungen zur Aufstellung eines geeigneten Kandidaten, wie überhaupt alle Vorbereitungen zur Wahl, io wenig vor der Oeffentlichkeit geschehen seien. Sie glaubt, daß die geringe Beteiligung an der Wahl durch diese Art der Behandlung mit heroorgerulen sei Des Weiteren brachte der Zlbend einen Vortrag über das „Eherne Lohn- gesetz." An diese Darbietung knüpfte sich eine lebhafte Aussprache. Die Geburtstagsfeier Sr. Majestät des Kaisers wird der Verein am 28. Januar im Weismantel'schen Saale begehen.
* Einen recht tragischen Ausgang hätte am letzten Montag die Fahrt eines hiesigen Holzluhrwerkes nach dem oberen Kahlgrunde nehmen können. Zwischen der Herrnmühle und Niedersteinbach ist die Kahl infolge der starken Regengüsse über ihre Ufer getreten und hat die Distriktsstraße unter Waffer gesetzt. Der Lenker des mit ca. 70 —80 Zentner beladenen Fuhrwerkes hielt diese Ueberschwemmung für nicht bedeutend und fuhr demgemäß durch die an dieser Stelle einem wahren See gleiche Distriktsstraße. Als das Fuhrwerk ziemlich in der Mitte der Überschwemmung angelangt war, geriet der Vorderwagen an einer Kurve der Distriktsstraße in den Graben, sodaß die beiden Pferde mit umgriffen wurden und der Fuhrwerkslenker zwischen die Deichsel zu liegen kam und so eingeklemmt wurde, daß er weder vor- noch rückwärts konnte. Auf das Hilfegeschrei hin kam der in nächster Nähe sich befindende Herr Gendarm Kolb von Alzenau herbei und leistete dem in einer sehr bedrängten Lage befindlichen Fuhrmann die erste Hilfe. Es kostete viele Mühe und Arbeit, das schwer beladene Fuhrwerk aus seiner gefährlichen Situation herauszubefördern. Ei» wahres Glück ist es zu nennen, daß sofort Hilfe am Platze war, sonst wären unzweifelhaft Fuhrmann samt Pferde im Wasser umgekommeu.
* ♦
□ Niedervorselven, 8. Januar. (Bürgermeister- Wahl.) Am vergangenen Dienstag war in hiesigem Orte die Bürgermeister-Neuwahl vorzunehmen. Als ein ehrendes Zeugnis für die elfjährige Tätigkeit des bisherigen Gemeinde- oberhauptes Herrn Hofmann kann es angesehen werden, daß derselbe von den 14 Stimmberechtigten einhellig wieder- gewählt wurde, somit von einer Gegnerschaft erfreulicherweise nicht die Rede sein kann.
Telegraphischer Wetterbericht Der deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 9. Zanuar,
9 Mr 35 Min.
Ein Maximum über 764 mm lagert über Südssteuropa, rin Minimum unter 740 mm vorm Kaua'. Zn Deutschland ist das Wetter ruhig, meist kälikk, im Norden trübe, im Süden wi$ heiter.
Prognose für den 10, Januar: Mildes, teilwei r Heilerts Wetter wahrscheinlich.
Barometerstand
Be'mndlg
760
750
740
730
780
720
720
710
710
Veränderlich
Regen (Wind)
Viel Regen
Sturm
Hauaner Perrins- u. yergnügungsaachrichten für Freitag den 9. Januar.
Ztadttheatrr in Hanau: »Der Fall Clemenceau'' Anfang 7 Uhr.
E'. VrrrmkhanS : ZienbS 8'/» Uhr: Intern«. - Stbrtijeriammlnug.
Hanauer Kellnerverein' VereinSabend 'N bet Restauration infamer. Turn- u FcchtUub : Fechten uno Turnen.
Ääunèraöteiluno der Turnaemeinde; Turnen, Verein für Homöovatbie und Naturheilkunde- VereinSabend in der »goldenen ©erste*.
Verein bet Badern: VereinSabend im Gasthaus „jur Sonne" Klub »Ämic.tia' : VereinSabend im Restaurant .z. groben Kurfürsten". £luf bet „Harmlosen“: Gemütl. Auiammenkuwt im „Frankfurter Bau". Klub »schlaraMa": Vereinsabend M der Restauration .All:mania'. S cdcle-Klub 1896: Klubabend in »Kaiser Friedrich". ÄUeüfcbaft „SâaneS ES': Ordentliche Gen eralversammlun g. Bico-leklub .Hansvia": Klubabend in der »Restauration Carlsberg". Hanaue. Schützenvereiu : Abends 9 Uhr: Zimmerstutzenschießen. Achletenklub .Germania": Riegenstemmen :md Ringen der 1., 2. mH 8 Klaffe (Restauration Wagenbach, BaradevlatzH MeâS'scher Stenogravhen - Verein: FortvkH'ungskursnS »zur Sonne" Stemm« u. Rmg-Slub »Eiche": Kb GtbS von 9— IC Ubr : Ehreavre:?- stemmea. von 10—11 Ringen (Restauration »Wiener Spitze".
für Samstag den 10, Ianua
B-reia Kinderart: Nachmittags 5", Uhr: Generalversammlung Marienstraße 7.
Standesamt der Stadt Hanau.
Berzcichnitz
der in der Zeit vom 2. bis 8. Januar vorgekommenen
Aufgebote.
Am 5. Januar. Johann Joseph Zahn, Korbmacher in Dietesheim, mit Elisabeth Grasmück dahier. 6. Wilhelm Ludwig Krell, Buchbinder dahier, mit Anna Löhmer dahier. 6. Philipp Metzler, Telegraphenarbeiter in Orb, mit Karharine Schneeweis daselbst. 7. Karl Bohl, Hüttner in Eichenzell, mit Hildegard Heiner in Kernzell. 7. Ludwig Mayer, Gärtner dahier, mit Christine Wilhelmine Emilie Bingel in Singhofen. 7. Georg Löschengruber, Gold« arbeitet dahier, mit Henriette Loch dahier. 8. Johannes Schwing, Dizefeldw.-bkl dahier, mit Anna Katharine Gonther in Wiera. 8. Wilhelm Schabacker, Bäcker, z. Zt. Silbers steifer dahier, mit Margarete Weingärtner basier. 8. Andreas Mor genw eck, Ciseleur dahier, mit Fanny Bae gy dahier. 8. Wilhelm Meyer, Schlauchmacher in Gelnhausen, mit Margareta Geiger dahier.
Eheschließungen.
Am 3. Januar. August Scharrer, Kapellmeister und Komponist in München, mit Rosa Schlingloff von hier. 3. Otto Fritsche, Stallbursche dahier, mit Marie Jüngling dahier. 5. Karl Vinson, Schriftsetzer dahier, mit Helene Rother in Kleinsteinheim. 5. Heinrich Holzderber, Bäcker dahier, mit Marie Omert dahier. 7. Theodor S t e in- bach, Taglöhner dahier, mit Margarete Herbert dahier.
Geburten.
Am 26. D;zbr. Wilhelm Hermann, S. des Vizefeld- webels Karl Richter. 29. Ungen. S. des Restaurateurs Ludwig Haas. 30. Matilde, T. des Formers Karl Grün. 30. Anna Marie, T. des Formenschreiners Wilhelm Ruth. 31. Justus David und August Paul, Zillingssöhne des Tag- löhrers Johann Pippert. 1. Januar. Karl und Willy, Zwillingssöhne des Heizers Karl Grün. 1. Wilhelm Friedrich, S. des Oekonomen Konrad Schadt. 1. Reinhold Hans Rudolf, S. des Magistrats-Sekretairs Richard Kleiß. 2. Josef Wilhelm, S. des Maurers Philipp Heck. 2. Heinrich Karl Philipp, S. des Oekonomen Philipp Fleckenstein. 3. Karl Andreas, S. des Schreiners Johannes Schien. 3. Karl Jean, I. des Schreiners Ludwig Geb. 3. Karl Wilhelm, S. des Goldarbeiters Andreas Wild. 3. Paul Edwin, S. des Ausläufers Philipp Sach?. 3. Friedrich Karl Ferdinand, S. des Sch öfters Ferdinand Barrmann. 4. Helene, T. des Ma- schinrnführers Johann Martan. 4, Friedrich Theodor, S. des Goldarbei'.ers Friedrich Ullrich.
Todesfälle.
Am 31. Dezbr. Witwe Berta MuhtinghauS geb. Schauff von Barmen, alt 69 J. 31. Jakob Friedrich Postweiler, Schneider in Kirchbrackt, alt 49 J. 31. Wilhelm Schäfer, Sol barfeiter dahier, alt 69 J. 1. Januar. Louis, Sohn des Goldarbeiwrs Louis Düttenklepper dahier, alt 13 J. 1. Ehefrau des Fabrikarbeiters Josef Pelz dahier, Maria geb. Martan, alt 37 J. 1. Heinrich Jakob Stieger, Taglöbner dahier, ult 60 J. 4. Ludwig Eberhard, Janizrath dahier, alt 80 Z. 4. Ignaz Büttner, Sckrenier von Dietesheim, alt 23 J. 5. Witwe Chrisimr Eü'abe'h Böckler geb. Frank dahier, alt 77 Z. 6. Witwe Maria Magdalena gen. Katharine Gerlach geb. Stelz dahier, alt 80 I. 6. Witwe Marie Köberer gen. Maurer dahier, alt 81 Z. 6. Konstantin Fritz Schilling, Makler dahier, alt 74 J. 6. Zohaan Georg Aßmann, Hausdiener dahier, alt 78 J. 7. Anton Georg, S. des Formen- schreiners Heinrich Bühl dahier.
Hue Jtab und fern,
Caffel, 8. Januar. Ein Wechsel in 22. Division steht in Kür^ bevor. Wie die „0. $.* auS bester Quelle erfährt, bat seine Exzellenz GeneraUeutnant von Rabe die Absickt, sein Abschitdsgt'llch einzureicben. GmeralleMnant von Rabe, der aus der Kavallerie heroorgegangen und hier der Nachfolger Sr. Kgl. Hoheit des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen geworden ist, ist gegen ®8rtig der rangältesie Divisionskommandeur der preußischen Armee. Wie die genannte Zeitung weiter ersâhrt, wird auch der Generalmajor von Werber, Kommandeur der 44. Znfanteriebrigade, sein Abschiedsgesuch ein« reichen.
Marburg, 7. Januar. Eine Dame aus Frankfurt a. M., die gestern mit dem Abendzuge hier ankam, wurde auf dem Bahnhs'e plötzlich irrsinnig.
Fulda, 8. Januar. Der Königs. Gymnasial - Direktor Herr Proseffor Dr. Wesener ist vom 1. April b. Z. ab in gleicher Eigenschaft an daS König!. Gymnasiam an Marzellen in Köln versetzt worden.
Wolshagen, 7. Januar. Dieser Tage wurde unsere Feuerwehr nach Ippinghausen gerufen, da dort Großfeuer
lautete. Das Wohnhaus des dortigen Einwohners Reitz war in Brand geraten und mit demselben noch 5 andere alte Häuser links am Eingänge des Dorfes eingeäfâert. Acht Familien verloren ihr Obdach. Der vorletzte Brand in Epping« bauten, der auch ein Wohnhaus verzehrte, war bloß eine Woche früher. Soweit bekannt ist, hatten alle Abgebrannten auch ibr Mobiliar versichert.
Birstein, 7. Jan. Die Fürstin von Jsenburg-Birftein, gekorene Prinzessin von Solms-Braunfels, ist heute Nacht von einer Tochter entbunden worden.
St. Frankfurt, 8. Januar. Ein Konzert vornehmster Art boten Herr Professor James Kwasi und Fran Kwasi- Hodaph mit ihrem gestrigen Klavier-Abend. Schwung und Eleganz begleiteten sämtliche Vorträge, welche reichsten Beifall errangen. — Donnerstag den 22. d. Mts. veranstaltet Herr Eugen d'AIbert einen Klavier-Abend, worauf heute schon hingewiesen sei.
2 Grotz-Lteinheim, 8. Jan. Obgleich das Regen- wclter seit gestern günstigerer Witterung wich, ist der Mainstrom in'ständigem Steigen begriffen und läßt setzt Desorg- niffr wegen drohender Hochwaffcrgefahr aufkommen. Seit gestern ist der amtliche Damrsiands-Depefchendienst von Würzburg und Aschaffenburg aus eingerichtet, der öfter den Gemeinden des Unlermainbezirks den jeweiliyen Wasserstand meldet, damit die Uferbewohner die Sicherheitsvorkehrungen rechlzeitig zu ergreifen in der Lage sind. Don Würzburg wurden heute 4,15 Meter und von Aschaffenburg sogar 4,35 Meter Wasserstand gemeldet. Weiteres Anwachsen des Stromes steht nicht zu befürchten. Nach den zu Beginn des Vorjahr: i in Wirksamkeit getretenen Dorschr ften der Schiffahrtspolizeir^v- orbnung muß die Schiffahrt eingestellt werden, sobald der Pegel einen Wasserstand von 4,25 Meter anzeigt. Floßfakrten und Leinzüge ruhen dagegen schon bei 3 Meter Wasserstand. — Vom Obermain werden starke Derheerunaen des Hoâwaffers gemeldet. ^Die großen Wörthwiesen Bei Lohr sind vollnändig unter Waffer gesetzt. Der Kaibach schwemmte verschiedene kleinere Drücken mit sich fort und riß ganze Quadersteine aus den Ufermanern. Der Rechenbach zertrümmerte die erst im Vorjahre erbaute Waldbrücke, und in Reâimbach mußten sich die Landwirte beeilen, das stark gefährdete Vieh vor den in die Stallungen einbriugenben Wasserfluten zu retten.
Walperkskirchen (Bayern), 5. Januar. Am Neu- jghrsabend nahm das 15iâbri;e Dienstmädchen Therese Gandl dahier das zweijährige Söhnchen des Gastwirtes Büchlmann aus dem Bett, eilte damit ins Freie und setzte das nur mit einem Hemdchen bekleidete Kind aus, um es dem ErfrieruugE tob zu überliefern. Der heimkehrende Dienstknecht Michael Maiec Hörle hinter einer Hecke leiies Wimmern, begab sich an den Ort und rettete das fast erstarrte Kind. Die Th. Gand!, die eingestand, daß sie den Tod des Kindes herbeiführen wollte, um aus dem Dienste zu kommen, wurde in die FrolMfeüe Erding eingeliefert.
Hue aller Mett
Bon einem Bullen getötet. Ein Knecht des Landwirts P. zu Wermeke wurde von einem wild gewordenen Bullen derart schwer verletzt, daß nach wenigen Augenblicken der Tod eintrat. Ein zur Zeit auf dem Gute in Urlaub weilender Soldat, welcher dem Knechte zu Hilfe eilte und mit dem Seitengewehr dem wütenden Tier zu Leibe ging, • - - mit. knapper Not gerettet werden.
Einen schlechten Weihnachtsscheez erlaubte wie die „Deutsche Wockenschrift in den Niederlanden" greife ein Einsender unter einem falschen Namen in einem AmNr- bamer Blatte. Er nannte sich Dr. van Everdingen, wohnkcn in Rotterdam, und teilte mit, daß er in seinem Hause außer- ordknrlich viel von Mäusen zu leiden habe, alle mailichen Mittel, selbst Gift und Katzen, könnten den Mäuseschwarm nicht vertreiben. Er glaubte an eine ähnliche Mäusiwanderung, rme im Jahre 1781. Die Tierchen zeigten eine ganz andere Färbung, wie die gewöhnliche Hausmaus, hätten eine viel spitzigere Schnauze u. i. w. Im Interesse der Wissenschaft ersuche er alle Naturfreunde, ihm ähnliche Exemplare zuzu- 'enden. Der wirkliche Dr. van Everdingen hatte von die r Veröffentlichung keine Abnung; er war deshalb sehr ersten!--, als er zum Wechnschtifest ungefähr ein Dutzend smtnèCr Pakete erhielt, in welchen es sehr lebhaft zuging. In Geger- wart seiner neugierigen Gemahlin und Töchter öffnete er ein Paket. Markdurchdringmdr Schreie! Frau und Sicher kkpim mit hochgelegenen Röcken ans Stuhle und Tstè Papa setzt mit der Feuerzange einigen Möwen naS, die fick unterm Ofen verkriechen. BÄ fitzt hat der arme Doktor 6$ Postsendungen Manie erhalten. Er bittet die edlen M-n^i?- freunde, dem Mäuseseoen Einhalt zu tun.
Eine schöne Geschichte. Im lebten »Simplirijiuru- finden wir folgende Schul-Anekdote: Der Lehrer 1-: dm Kleinen der Vorschule eine Geschichte erzählt. Als er sie beendet hat, fragt er: „Ikun, kann mir denn von Euch auch einer eine schöne Geschichte erzählens* Lavtlose Stille. Dann hebt sich schüchtern ein kleiner Finger empor. „Siehst Dir, Karlchm,* munterte her Lehrk auf/ Ntcb habe mir doch gleich gedacht, daß Du eine schöne Geschichte weißt. Nun, erzähle sie unS mal Der fängt denn auch an, erst stockend, bann lebhafter: „Einmal, da waren w r bei meiner Tante eingeladen, die den großen Garten hat. Zum Mittagessen, da habe ich ein Gia? Dein bekommen und dann kriegten wir eine Menge Schlagsahne und Erdbeerm. Dann sagte meine Tante zu mir: „Du kannst jetzt im Garten spielen Md so viel Obst essen, wie Du magst* Da bin ich gleich zu den Stachelbeeren gegangen und habe da am meisten von gegessen. Meine Tante hat auch Birnen, die waren aber noch unreif, ich habe aber doch welche davon gegessen. Die Kirschen mochte ich nicht gern, die schmeckten ganz sauer. Dann habe ich den ganzen Nachmittag im ©arten gespielt, bi« ich ganz heiß war. Dann gab mir meine Tante ein großes Glas voll Milch, die war ganz frisch von ihren Kühen gemolken. Und abends durfte ich" beim Essen ein Glas Bwr mittrinken. Sonst kriege ich nicht Bier. Dann sind wir nach Hause gefahren. Ich