Seite 2. laufen und klagen könne, der bekomme nm meisten, nicht aber der Bedürftigste. — Oberbürgermeister Dr. Kebefchus betont nochmals, diele Art der gemeinsamen Auskunft habe sich in Halle sehr gut bewährt, sodaß mehrfaches Geben ganz ausgeschlossen sek.' Herr Jung habe ihm neulich erst wieder einen Mann namhaft gemacht, der unerwartet in Not geraten war und dem geholfen wurde, ohne daß die öffentliche Armenpflege beteiligt war. Die Stiftungen haben den Zweck, jemand wieder wirtschaftlich auf die Beine zu stellen, die Armenunier- stützung ist dafür da, den Armen vor dem Verhungern zu schützen.
Bei dem Titel Ausgaben bringt Stadtv. Craß eine ganze Reihe von Beschwerden vor, die angebliche Uebergriffe des Armcnverwaliers darstellen sollen. So hätten bei ihm 2 Leute Beschwerde geführt, die um Armenunterstützung nachgesucht haben, und dabei grob behandelt worden wären, dem Stiefvater des Ferd. Sturm habe der Armenverwalter gesagt, der Junge werde in die Erziehungsanstalt gebracht, noch ehe die Untersuchung abgeschlossen und eine Schuld des St. an dem ihm zur Last gelegten Raub lestgestellt war, ein fernerer Beschwerdefall betrifft eine Frau M., weiter beanstandet Redner die Brot- lieferung ; infolge der Vergebung in Submission werde minderwertige Qualität gesteuert, das auch die alten Leme mit geschwächtem Magen bekämen, man solle diesen wenigstens erste Qualität geben. Es lei auch nicht richtig, daß der Lehrer den Kindern, die Schuhe benötigten, die Bescheinigung schreibe, die Bedürftigen würden durch die öffentliche Verhandlung in den Augen ihrer Mitschüler herabgesetzt. Die Kost in dem Landtrankenhause erklärte Redner für ganz ungenügend. Dann habe ein Arbeiter die Mitteilung, daß die ihm bisher gezahlte Wohnungsmieie entzogen sei, erst an dem Tage erhalten, wo die neue Miete wieder fällig war, ein Arbeiter, der um Beschäftigung bei den Notttandsarbeiten nachgeiucht, sei abgewiesen worden, weil seine Frau verdiene, dieser Verdienst sei aber so gering, daß keine zwei Leute b^ücn leben könnten. Redner bittet um Annahme einer Resolution, dahingehend, den Magistrat zu ersuchen, eineVorlage vorzulegen, die bestimme, daß auch Arbeiter- vertreter bei der Armeno-rwaltung mitwirken.
Oberbürgermeister Dr. G e b e s ch u s erwidert, der große Speisezettel, den L>err Craß vorgelegt, würde sich wahrscheinlich sehr verringert haben, wenn man so freundlich gewesen wäre, vorher mit ihm Rück pracke zu nehmen. Derartige Dinge gehörten zunächst vor den Chef der Verwaltung und wenn da keine Abhilfe geschaffen werde, dann erst sei es an der Zeit, an die Stadtverordneten-Versammlung zu appellieren. Er spreche wiederholt seine Verwunderung "aus, daß man bei Beschwerden seine Tür nicht finden könne. Er habe noch niemand gebissen, auch noch niemand, der nicht gerade grob gewesen, hinausgegrault. Redner widerlegt die Fälle Sturm und M. und erklärt es für Hirngespinste, daß Jemand durch Annahme des Gldcs für einen Impfschein um sein Wahlrecht gebracht werden solle. Es würden nur allgemeine Behauptungen aufgestellt, die er nicht glaube. Zumeist seien es Firlefanzereien, die in jedem einzelnen Falle untersucht werden müßten, sonst könne man grauslich Hinlers Lickt geführt werden. Bezüglich der Broilieferung erklärt Redner, daß er mehrfach mit dem Oberme ster der Bäckerinnung Rücksprache genommen und eine Aenderung des bisherigen Verfahrens in die Wege geleitet habe. Das Brot sei 1. Qualität und dasselbe, was Jedermann in Hanau bekomme. Etwaige minderwertige Mischungen könne man allerdings nicht Nachweisen. Der Obermeister der Bäckerinnung habe selbst gebeten, die Brotlieferung nicht, wie angeregt worden, im Turnus zu vergeben, da dies zu Uneinigkeiten führe. Es werde in Zukunft so verfahren, daß auf der Armenverwaltung Bons ausgegeben werden, womit dann jeder sein Brot holen könne, wo er wolle. Diese Aenderung sei al>o nicht das Verdienst von heute abend. Bezüglich der Kost im Landkrankenhause erklärt Redner, soweit er Gelegenheit gefunden, dieselbe zu prüfen, sei sie gut und reichlich gewesen, Schwierigkeiten in der Verpflegung bei der großen Anzahl der Kranken und deren verschiedene Krankheiten ließen sich natürlich nicht so ohne weiteres beseitigen. Doch sei er gern bereit, bei der Abstellung erwiesener Mängel m ^umirfen. Er babe aar nichts daoegen,
tobten und auch an den Pforten un eres Vaterlandes schon drohend rüttelten, von friedlicher Rube und frohen Hoffnungen. Heute haben wir ein Vaterland, und jeden Augenb ick dürfen wir uns stolz dieses Glückes freuen, sonderlich uns freuen, daß unsere Vaterstadt ein lebendiges Glied in einem starken und gesunden Staatsorganismus ist. Mögen wir uns auch in dieser Stunde des Beispieles erinnern, das uns unser Gründer, Ulrich I. von Hanau, vor Augen stellt, der unentwegt und treu ;u Kaiser und Reich hielt und dadurch seine Stadt, unsere Stadt erschaffen hat. Möge der heutige Tag, der uns so eng verbunden sieht mit einer bedeut amen Vergangenheit, möge er der Anfang fein eines neu-n glücklichen Jahrhunderts, eines ferneren segensreichen Gedeihens unseres teuren Hanau. Und wie wir als treue Deutsche, als treue Landeskinder allzeit unserm Kaiser Gefolgschaft leisten mit dem Feldgeschrei: Hie allewege gut Zollern, hie allewege gut deutsch, so wollen wir als treue Kinder unserer Stadt heute und alle Tage, die da kommen, in Glück wie Leid mit Herz und Mund bekennen: Hie allewege gut Hanau! Mit diesem Gedanken empfängt unsere Feier ihren Inhalt, ihre Weihe,
Willkommen denn zum Jubelfeste,
Ihr Kinder umrer Stabt, ihr Gäste, Denn Hanans Glückstag feiern wir.
Der Vaierstadt gilt innre Freude,
Und laut erschall' der Ruf ins weite: Glück auf! Hanovia sei's Panier!
Berichtigungen: Nr. 28, Sp. 2, Zeile 5 ist m leien: „— so schön eingeleitet durch den Klang der Instrumente, die untern Jubel, durch S ng und Dichterwort, die die weise Leitung u. i. w."
Nr. 28, Sp. 3, Z. I ist zu lesen: „Die Gerichtsbarkeit, die die Städte wohl gar mit dem Blutbanne belaße", ist dem Landesherrn Vorbehalten, im Namen des Königs wird Recht gesprochen."
Nr. 29, S. 2, Sp. 1, Z. 7: „um mich des Wortes eines unserer größten Kulturh storiker zu bedienen."
Nr 29, S. 3, Sp. 1, Z. 20; „gewöhnlich" st. aewichiig.
Nr. 29, S. 3, Sp. 3, Z. 8 v. u.: „sehr zierlich gewesen fein *
Nr. 30, S. 3, Sp. 2 z. E>: „an der Reuß fast im Angesichte seiner Stammburg."
Freitag
wenn bei der Armenkommission auch Arbeiterverlreler mitwirkien, doch erübrige sich die Reioluliou, da ja die Stadto.-Pers. die Gc- legenbeit habe, solche zu wâblen. — Stadtv. Küstne r weist barauf hin, daß neulich erst Herr Dr. Wagner ausdrücklich erklärt habe, cs bestände in Hanau ein ganz ungerechtfertigtes Vorurteil gegen das LandkrankenhauS, und daß dies eine ganz vorzügliche und in jeder Hinsicht musterhaft geleitete Anstalt sei. — Stadtv. Hoffmann pflichtet dem Oberbürgermeister bei, daß Beschwerden wie die vorhin vorgcbrachtcn zuerst vor den Oberbürgermeister gehören und erst im Falle der Nichtbeachtung vor die Stadtverordneten-Versammlung. Er bitte die Beschwerdeführer, etwas mehr Rücksicht auf die Zeit der Mitglieder zu nehmen. — Stadtv. Dr. Heraeus nimmt den Armenverwalter in Schutz, der ein eminent schwieriges Amt habe und vielfach angefeindet werde. Redner bittet ebenfalls, mit der Zeit etwas sparsamer umzugehen, denn wo solle es hinführen, wenn man jede einzelne Behauptung hier lang und breit erörtern wolle. — Oberb. Dr. Gebeschus erwidert auf eine Aeußerung des Stadtv. Craß, daß er bezüglich des Armenverwalters nur der allgemein in der Stadt verbreiteten Ansicht Ausdruck gebe, mit allgemeinen Redensarten sei nichts zu machen, man solle ihm bestimmte Talsachen angeben. — Stadtv. Schroeter erklärt, er sei auch dafür, daß Arbeiteivertreter bei der Armenverwaltung mitwirken, aber solche zu wählen, hätten wir bereits das Recht, die Resolution Craß wäre daher überflüssig und für UeberflüssigeS sei er nicht zu bab-n.
Der Etat der Armenverwaltung wird nach dem Voranschlag genehmigt, die Re olulion Craß abgelehnt.
Haushaltsplan der Wasserwerkskasse.
Die Einnahmen betragen 129 200, die Ausgaben 114 200 Mark, sodaß sich ebenso wie im Vorjahr ein an dieSladtkasse abzuführender Ueberschuß von 15 000 Mk. ergibt. Der Etat wird ohne Debatte genehmigt.
Bauliche Herstellungen im Stadttheater.
Die Mogffratsvorlage verlangt Einstellung von 50 000 Mark in den Haushaltsplan für 1903 für Herstellung einer Treppenanlage und elektr. Beleuchtung im Sladttheater.
Der Referent Dr. H eraeus verbreitet sich eingehend über die Vorgeschichte der Vorlage. Vor 10 Jahren seien bereits größere Umbauten am Stadttheater im Interesse der Feuersicherbeil vorgenommen worden, die einen Kostenaufwand von 35,000 Mk. erforderten. Es wurde eine Brandmauer eingezogen, der eiserne Vorhang angebracht und eine neue Treppen- anlage geschaffen, 2 Balkons hergerichtet u. s. w. Man habe aber damals schon das Gefühl gehabt, daß nicht in absolut hinreichender Weist für die Feuerstcherheit gesorgt sei, es wäre aber kaum möglich gewesen, weiter zu gehen, da für weitere Treppenanlagen kein Raum mehr vorhanden war. Dies habe sich jetzt geändert. Das neben dem Theater liegende Pfarrhaus sei in den Besitz der Stadt übergegangen und da sei sofort der Plan einer weiteren Treppenanlage wieder aufgetaucht. Redner erörtert die inzwischen vorgenommene Besichtigung des Stadttheaters durch den Finanz- und Bau- ansschutz, an welcher auch die übrigen Mitglieder, sowie der Ober- kommandant der sreiw. Feuerwehr, Herr Lieber, und einer der Herren Direktoren teilgenommen habe. Herr Lieber habe die elekwiiche Beleuchtung empfohlen, aber schließlich anerkannt, daß dies hohe Kosten verursache und auf diesen Teil seines Gutachtens weniger Wert gelegt, dagegen die Treppenanlage für unbedingt noiw.ndiz erklärt. Bei einer Panik sei es erforderlich, daß vom 1. Rang aus ein gesonderter Aufgang vorhanden sei, ebenso von der linksseitiaen Gallerie. Redner empfiehlt schließlich den von der Finanzkommission nach langer und eingehender Debatte gefaßten Beschluß, demzufolge an den Magistrat das Ersuchen gerichtet werden soll, eine neue Vorlage ausarbeiten zu lassen für die Herstellung eines in einfacher Weise auszuführenden Treppenhauses unter Benutzung des Pfarrhauses, sowie eine Untersuchung des Gaslüsters durch den Gaswerksdirektor unter Zuziehung des Schlosscrmeisters Zilg als Sachverständigen herbeizuführen. — Auf eine diesbezügliche Anfrage des Stadtv. Eberhard wird festgestellt, daß das Theater imGanzen 66IPersonen faßt. — Stadtv.Dr.Fues verspricht sich von einer neuen Treppenanlage nicht viel, im Falle einer Panik, wo alles nach den Ausgängen stürze, helfen alle Treppen nicht viel. Für viel wichtiger halte er es, das Publikum mit den Sicherheitsvorkehrungen bekannt zu machen und es zu belehren, daß, wenn alles kaltes Blut bewahrt, absolut nichts zu befürchten sei. Redner empfiehlt schließlich auf der linken Seite die Anbringung feuersicherer Leitern, wie sie bereits auf der rechten bestehen. — Stadtv. Küstner legt dar, daß Herr Lieber erklärt habe, die Sicherheitsvorkehrungen gegen Feuersgesabr im Stadttheater seien die denkbar besten. Es sind 7 Hydranten vorhanden, bei denen je ein Feuerwehrmann postiert und der binnen wenigen Sekunden in der Lage ist, einzugreifen, dann ist die Regenvorrichiung vorhanden, vermittelst deren die Bühne sofort unter Wasser gesetzt werden kann und ferner der eiserne Vorhang, der nach Auslölung sofort selbsttätig in die Höhe geht. Eine Feuersgefahr sei also vollständig ausgeschlossen. Herr Lieber habe in Gemeinschaft mit Herrn OK öfters die Entleerung des Theaters beobachtet und dabei sestgestellt, daß selbst bei ausverkauftem Hause dieselbe nie länger als 4 Minuten in Anspruch genommen habe. In dieser Hinsicht sei also nichts zu fürchten. Aber bei einer Panik stürze alles übereinander, die Ausgänge würden verstopft und darum müßten wir auch hierfür alles tun, was sich tun lasse. Die linke Seite sei etwas stiefmütterlich behandelt, deshalb sei er dafür, daß das Projekt einer feuer- sichercn Treppe von der Gallerie bis zum Boden erörtert werde. — Stadtv. Treusch rügt den mangelhaften Zugang zu den Parterrelogen und bittet um Abhilfe. — Stadiv. Kehl ist der Meinung, das Pfarrhaus sei unser Ung ück. Hätten wir das nicht, dann wärm auch keine Beunruhigungsgedanken aufgetaucht. Vor drei Jahren erst babe die Regierung den eingereichten Plan für völlig gut befunden, wir sollten daher nicht päpstlicher fein» wie der Papst und es bei den jetzigen ausreichenden Vorkehrungen bewenden lassen. Später sonnten wir weiter gehen, was jetzt geschaffen werden solle, sei doch nur etwas halbes. Redner bittet um Ablehnung aller
6. Februar.
— .....—-------
Vorschläge. — Stadtbaurat Schmidt macht darauf aufmerksam, daß die Vorlage die Folge eines früheren Beschlusses der Stadtverordneten-Versammlung ist, wobei betont wurde, es sollten alle Möglichkeiten einer Sickerbeitsoorkehrung untersucht werden. — Stadtverordneter Hoffmann ist dafür, daß etwas geschehe, nicht wegen der Feuersgeiahr, sondern gegen eine etwaige Panik. Die Nolausgänge sollten als ständige Ausgänge benutzt werden, damit sich das Publikum daran gewöhne und im Falle einer Gefahr mit ihnen bekannt sei. — Oberbürgermeister Dr. Gebeschus führt aus, eine Feuersgefahr sei ganz ausgeschlossen, die Bühne könne sofort feuersicher abgesperrt werden, der Zuschauerraum sei binnen einer Minute entleert. Es könne nur etwas passieren durch die Unvernunft der Menschen, denn wenn der Mensch in Gefahr komme, dann erwache die Bestie in ihm und wenn das eintrete, dann könne man fo viel Treppenhäuser bauen wie man wolle, es werde doch nichts helfen. — Nachdem noch die Stadlverordneten Craß und Schwabe sich zu der Vorlage geäußert, wird der Vorschlag der.Fianzkommijsion mit knapper Majorität angenommen.
Verlängerung des Th eatervachtvertrage s auf 3 Jahre vom 1. Mai 1904 an.
Die Direktoren des Stadltheaters weisen in ihrem Gesuch darauf hin, daß es sehr schwer sei, geeignete Kräfte für die nur 6monatliche Spielzeit der Hanauer Bühne zu verpflichten und sei für die Existenz des Hanauer Siadttheaters die Vereinigung mit Homburg und Offenbach noiwendig. Die Vorbedingung für diese Vereinigung sei aber ein längerer Vertrag mit Hanau. Die Vorlage sieht die Verlängerung des Vertrags en!sprechend vor, der Referent empfiehlt Annahme. — Stadtv. Craß erklärt, für ihn und seine Freunde sei die Annahme des Vertrags unannehmbar, und motiviert dies mit der angeblich schlechten Gagenzahlung der Direkioren an die Schauspieler. — Oberbürgermeister Dr. Gebeschus widcr- legt diese unbewiesenen Behauptungen in längeren Ausführungen, worauf die Vorlage mit allen gegen 2 Stimmen angenommen wird. (Schluß folgt.)
* Der Februar gestaltet sich, wenn Falb Recht behält, ziemlich trocken, nur im ersten Drittel des Monats sollen Niederschläge und Schneefälle eintreten, zwischen dem 9. und 14. aber Gewitierneignnq herrschen. Den 12. Februar bezeichnet Falb als einen kritischen Termin erster, den 27. als einen solchen zweiter Ordnung. Der hundertjährige Kalender stellt uns für dielen Monat folgende Proznoie: Vom 3.-5. große Kälte, am 6. Schnee, 7.—10. Kälte, 11. milde Witterung, 12.—14. heftiger Sturm mit Schnee, 15. trüb, 20. schön und warm, 21.—27. regnerisch, 28. Gewstter. Nach den alten Bauernregeln muß im Februar klares Wetter herrschen und möglichst viel Schnee liegen, denn frierts im Februar nicht ein, wirds ein schlechtes Kornjahr sein.
* Vortrag. Im evangel. Vereinshause wurde vorgestern abend der 4. Abonnementsvortrag von Herrn Psarrer Franke aus Cassel gehalten. Derlelbe steht im Dienst der Inneren Mission als Vereinsgeistlicher und Leiter der Stadtmission in Cassel und konnte auf Grund persönlicher Erfahrung über die fchwierige und doch so notwendige Arbeit an den Verlorenen unsercs Volkes eingehende Mitteilung machen. Seine schlichten und warmen Ausführungen über das Elend der durch eigene oder fremde Schuld Heruntergekommenen machten a<f die Herzen der Zuhörer einen tiefen Eindruck und haben gewiß auch in vielen die Liebe aufs neue geweckt, an diejer Arbeit mitzuhklstn.
* Stadttheater. Wir weisen nockmals auf die heute stattfindende Wiederholung von Fulda's Lustspiel: „Die Zwilkingsschwester" hin. — Am Sonntag geht als 1L (statt 10.) Vorstellung im IV. Abonnement Richard Voß's Schaulpiel „Eva" neu einstudiert in Szene. Die Wiederaufnahme d°s vortrefflichen Stückes in den Spielplan dürfte allgemeine Anerkennung finden. Die Titelrolle wird Fräul. Hobenfels darstellen.
* Offizielle Festpostkarte zur 600 Jahrfeier. Wie wir hören, hat sich der Verleger Herr Stützen entschlossen, am Samstag den 7. d. M. noch eine kleine Anzahl Postkarten in den Verkehr zu bringen, da es vielen infolge der großen Nachfrage bereits am Dienstag nicht mehr möglich war, Karten zu erhalten. Die Karten werden das richtige Datum, 2. Februar, tragen, und es dürfte sich bei der nur kleinen Auflage empfehlen, rechtzeitig einzukaufen.
* Hanauer Schiitzenverein. Sonntag den 8. cr., nachmittags halb 4 Uhr, tm Restaurant Mohr: Vorstandsund Ausschußsitzung des Zimmerschützenverbands „Maingau". Sonntag den 1. März, nachmittags 3 Uhr: Beginn des Verbands- und Konkurrenzschießen im „Deutschen Haus". Nlchlvereinsschützen erhalten kostenlos Waffe und Munition.
* Der Hanauer Postunterbeamten-Berein feiert, wie schon an dieser Stelle berichtet wurde, kommenden Sonntag den 8. d. M. in den Sälen der „Cenlralhalle" sein 7. Stiftungsfest, verbunden mit Abendunterhaliung und Ball.
* Die silberne Hochzeit feiern heute die Eheleute Heinrich Z e u l und Frau.
* Zum ersten Male im neuen Heim wird am kommenden Sonntag der homöopathische Verein seine Mitglieder und Freunde zu einem Familienabend versammeln und den Besilchern so viele schöne Ueberraschungen bieten, daß der kleine Eintrittspreis vollauf gerechtfertigt erscheint, zumal, nach Abwickelung des Programms dem Tanzbein noch genügend Zeit zu seiner Betätigung verbleibt.
* Die Kinzig abgefacht. Gestern wurde von der Wilhelmsbrücke abwärts die Kinzig abgesucht, um eventuell die Leiche des kürzlich, wie sicher angenommen werden kann, in den Tod gegangenen Dienstmädchens zu länden.
Hue IN ab und fern.
Eschwege, 4. Februar. Ein Bauplatz ist hier von zuständiger Stelle gekauft worden, auf dem ein großes evangelisches Vereinshaus erbaut werden soll.
Rövelheim, 5. Februar. Die Sektion der Leiche der zehnjährigen Julie Simon aus Rödelheim, die aus der Nied