Telegraphischer Wetterbericht der dentscheb Seewarte.
Telegramm aus HKmburst vom 4. Mai.
9 Uhr 35 Min.
Die Lustdruckverteilunst ist Mchmäßig, ein Maximum über 761 mm liegt über Jnnerrnßland, eine Depression Unter 740 mm vor dem Kanal. In Deutschland ist das Wetter ruhig, trocken, warm, heiter, nur an der Westgrenze trübe.
Prognose für den o. Mai: Trübes Wetter mit Regen- sällen wahrscheinlich.
mittags 12 Uhr am 2./5.
Barometerstand *
•4./5. '
Sehr trocken ,
Beständig
Schön
Veränderlich
Regen (Wind)
770'
,760
740
Sturm
720,
,720
„710
Drahtnachrichten.
Nom, 3. Mai. Vor dem heutigen Galadiner empfing der Kaiser den Ministerpräsidenten AotNürdelli. Der Kaiser verlieh dem Botschafter Grafen v. Mottis den Kronenorden erster Klaffe.
Rom, 3. Mai. Bei dem heutigen Galadittèr im Quirittäl brachte König Victor Emanuel in italienischer Sprache folgenden Trinkspruch aus: „Heute ist feilt Freudeutag für mein Haus. Es weilt neben mir Eure Majestät, meist treuer Verbündeter. Wie treue Verbündete warm unsere ruhmreichen Großväter, Kaiser Wilhelm I. und König Victor Emastuel II., und unsere Väter waldlosen Angödestkcns. Bei uns hier weiten die jungen Prinzen, die Söhne Erirtzp Majestät, der Stolz des Vaterherzens, die Hoffnung des deutschen Vaterlandes, und wir können auch Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Auguste Victoria als zugegen ansehen, welche sicher im Geiste bei uns ist, wie wir mit unseren Gedanken bei ihr. weilen. Ich danke daher lebhaft Eurer Majestät, welche in allen unsern Schicksalswandlungen Italien einen Beweis beständigen Interesses und herzlicher Sympatie geben wollte,^ ein Pfand der innigen Freundschaft, die ein festes Band ist schon seit drei Generationen zioischon unseren Familien, unseren feeren und unseren Völkern. Die heutige Be- gegnung ist eine neueBekräftigung des gemeinsamen Willens
Montag
*
Deutschlands und Italiens, alle ihre Anstrengungen und ihr einträchtiges Wirken unter den Auspizien des gegcitfdtißén Bündnisses nitf die Beförderung des Friedens zu richtest. So wende ich mit voller Treue meinen Wustsch Eurer Majestät edlem Reiche zu, welches, groß durch gewaltige Ueberlieferungen, auch auf dem Gebiete jeglichen Fortschrittes der Gesittung groß sein will, und trinke auf die Gesundheit Eurer Majestät, Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin, der erlauchten Prinzen, die heilte meine Gäste sind, nnd der gesalliten Familie Eurer Majestät." Nach diesem Trinkspnlch, den die Anivesenden stehend angehört hatten, spielte die Musik die deutsche Hymne. Der deutsche Kaiser erwiderte mit einem Trinkspruch, welcher folgender Wortlaut hatte: „Wollen Eure Majestät mir gestatten, den Aiisdruck meines tiefgefühlten Dankes darbringen zu dürfen für den mich durch Glanz und (Sro^ädideif ebeuso wie dmch warme Herzlichkeit auszeichnmdkn Empfmig seitens Euerer Majeüâi Hauptüudt und Volk. Ich erkenne in demselbeu die Bekräftigung der Tatsache, daß das Bündnis, welche unsere beiden Länder und Häuser verbistdkt, von dem italienischen Volke in voller Shmstathie anerkânttt und unverändert gepflegt wird. In dem Augenblick, in welchem ich mein Glas auf Eurer Majestät Wohl zu erheben jim Begriffe bin, darf ich es wohl wagen, den Blick gurückschwèifèst 31t lassen auf die mir unvergeßliche Gestalt Eurer Majestät von mir so innig geliebten Vaters, sein Andenken als eines ritterlichen Helven und herzgewinnenden Menschen wird mir stets heilig feist, und unvergeßlich dèr Druck s lner Hand, wie der Blick aus feinen treuen Augen. Sein und des Himmels Segen ruhe auf Eurer Majestät, auf Eurer Majestät erlauchten Ekmühlin und dem Haus Savoyen. Zur Bekräftigung dieses Wunsches leere ich mein Glas : bevo alla salute della 1oro maésta il re e la regitia, bevo alla salute del vahroso exercitö italiano, bevo alla saluté della bella e nöbilé italia e del gehtine popole italiano. — Die Musik spielte hierauf dM italienischen Köniqsmarsch.
Dresden, 3. Mâi. Bei herrlichstem Wetter hielt König Georg heute mittag seinen festlichen Einzug in die Stadt.
Auf dem Bahnhof würde er von den Spitzen der Behörden und dem Festausschuß empfangen Md Nach dem Königspavillon geleitet, wo ein Dresdener ^hrnéPduatieit den König mit einem Vorträge begrüßt^ Die Optionen ttiMnder von Frästen und Mädchen, die auf dem Platz vor dem Bahnhof Ausstellung genommen hatien, rührten den König sichttichr Unter Glockengeläut fuhr der König, von Gardereètern eskortiert, durch die Pragerstraße nach dem Altmarkt, von endlosem Jubel des Publikums begrüßt. Am Altmarkt entbot Oberbürgermeister Bksttter einen Willkommengruß. Eine nach Hunderten zählende SäNgerschaar trug einen Begrüßunstshymnus vor. Für alle HllldtgUNgen dankte der Monarch tief gerührt und gab besonders seiner großen Freude Mir die rege Teilnahme der Vereine, Innungen, Korporationen und Schulen Ausdruck. Im Schloß wurde der König von den Prinzen und Prinzessrnen des königlichen Hauses und den Hofstaaten begrüßt. Nach kurzer Rast begab sich der König unter erneuten Zubelrufen nach Höstertbitz, wo äm Nachmittag Tafel stUttfastd.
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Paris, 3. Mai. Der König von England ging heute vormittag zu Fuß von der englischen Botschaft nach dem protestantischen Tempel und wohnte dem Gottesdienst bei. Mittags^ kehrte der König nach der Botschaft zurück, von wo er sich in einem von Kürassieren eskortierten Wagen zum Frühstück ins Ministerium des Aeußern begab. In den Straßen wurde der König überall mit Hochrufen begrüßt.
Paris, 3. Mai. König Eduard verlieh dem Minister- prâstdenles Eombes das Großkreuz des Victoriaordens.
Petersburg, 3. Mai. Der „Regierungsbote" schreibt: Wie der kaiserliche Botschafter in Konstantinopel berichtet, verurteilte das Kriegsgericht den Albanesen Ibrahim, welcher den Konsul Schtscherbina in Mitrowitza tätlich verwundete, zum ^ode. Einen anderen Urteilsspruch konnte man nicht erwarten. Der Kaiser beseelt von einem Gefühle des Mitleids, drückte jedoch den Wunsch aus, daß dem Verbrecher das Leben geschenkt werde. Davon benachrichtigt, erklärte der Sultan dem russtchen Botschafter, daß er sich dem hochherzigen Willen des Kaisers unterordne, jedoch werde der Verbrecher zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt.
Tanger, 3. Mai. Der englische Dampfer „Herkules" ist heute hier mit 250 Israeliten aus Arzila angekommen, welche die von Munition und Lebensmitteln entblößte Stadt verließen. Sie zahlten an Raisuli. den Führer der Beni Arys, 10,000 Franks unter der Bedingung, daß er Arzila nicht angreife. Raisuli und seine Untergebenen rufen in jenem Bezirk starke Beunruhigung hervor. Die Gegend von Tanger ist ruhig.
Cleveland (Ohio), 3. Mai. Bei der gestrigen Ex- ploston in der Kohl'schen Torpedofabrik wurden vier Mann getötet. 28 Personen fanden im Krankenhaus Aufnahme, einige davon sind tätlich verletzt.
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schilling. .... 10 345.80
5. LiquidierteKaufschillinge 5 473.41
6. Liquidierte Zinsen.. 3 272.73
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Sunlme 277 426.04 Mk.
1. Geschäftsanteil der Ge- nosseu ..... 15 484.83 Mk.
2. Wochenspareinlagen
nebst Zinsen ... 73 187.68 ,
3. Außerordentliche Ein
lagen nebst Zinsen . 180 906.30 „
Aktiva r
277 426.C4 M
Summe ‘269 578.81 Mk.
Passiva r
269 578.81 Mk. Reserve
fonds 7 817.23 „
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Anzahl der Genossen 181
Zugang Abgang
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