Samstag
8. Januar.
Seite 2. ..................... trifft, nur Gutes. Der Besuch dieser Veranstaltung ist bestens zu empfehlen.
* Großes Streich-Konzert der Ulauenkapelle im Saatbau „zum deutschen Haus". In dem morgen Sonntag Abend in den schon eingehend betriebenen großartig dekorirten Sälen „zum deutschen Haus" stausindenden Konzert'bringt die gesamte Ulanenkapelle unter Leitung des Königl. Musikdirigenten Herrn Urbach folgendes Programm zum Vortrag: „Kosacken-Marsch" von H. Hüttner; Ouvertüre zur Oper „Die diebische Elster" von Rossini; „Banditen- streiche" von Fr. v. Suvpâ; „Venus auf Erden" von P. Link; „Ich denke dein", Romanze für Cello-Solo; „Der erste Kuß", Walzer von Vollstädt; „Zwei Sätze für Streichinstrumente"; Große Fantasie aus der Oper „Tannhäuser" von R. Wagner; „Duett für zwei Pistons", Lied von Mendelssohn; „Im Automaten-Salon"; „FalckingStreiben", humoristische Fantasie; „Ulanen-Galopp" aus Flick und Flock u. s. w. Der Besuch dieses Konzerts ist allen Musik- und Kunstfreunden auf's wärmste zu empfehlen. Anfang präzis 8 Uhr; Kasten- öffnung 7 Uhr.
* Wiener Spitze. Durch Konzert und humoristische Vorträge wird für Unterhaltung der Gäste in der „Wiener Spitze" morgen hinreichend gesorgt sein.
* In der Brauerei Dörr werden sich morgen eine Kostümsoubrette und der Humorist Willy Furk aus Frankfurt in die Unterhaltung des Publikums teilen.
* Familienabend. Die „Freie Vereinigung selbständiger Barbiere und Friseure" begeht morgen von nachmittags 6 Uhr an im Saale der „Stadt Bremen" einen Familienabend mit Baumverlosung und Tanz, wozu Gäste willkommen sind.
* Das Hahnenkammhaus ist morgen Sonntag geöffnet.
. e *
¥ Rüdigheim, 2. Januar.,(Aufführung.) Unter Leitung unserer beiden Herren Lehrer fand gestern Abend im neuen Schulsaal eine Neujahrs- und Weihnachtsfeier statt, bei welcher die Schulkinder der obersten Klasten ein Singspiel zur Aufführung brachten. Die Feier, zu der sich weit über 200 Zuhörer und Zuschauer eingefunden hatten, so daß der Saal dicht gefüllt war, ist in jeder Beziehung wohl gelungen. Um der vielen willen, welche wegen Ueberfüllung des Saales abgewiesen werden mußten, wäre eine Wiederholung der Feier sehr zu wünschen; doch läßt sich dies leider nicht ermöglichen. Herzlichen Dank vor allem dem Herrn Lehrer Drusche!, der sich der großen Mühe des Einstudierens der Chöre, Einzelgesänge und Deklamationen bereitwilligst unterzogen hat.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 2./1.
Sehr trocken "
Beständig
Schön
Veränderlich —----
Regen
Viel Regen 740—= I
Sturm
730—== I
720—HH
710 M I
3./L
Sanaaer Vereins- u. Nergnügungsttachrichten
für Samstag den 3. Januar. ;
Kunstrercin: In der Aula oer Königl. Zeichenakademie: Ausstellung von Gemälden und Bildwerken.
Turngesellschaft: Abends von 7—9 Uhr: Vorturnerstunde.
Evang. Männer- u. Jünglingsverein: Unterhaltung tEv. VereinShauS). Evangelischer Arbeiterverein: Vereinsabend uno Mitgliederaufnahme im Vereinslokale Mr »Brauerei Weismantel'.
Feuilleton.
Stadttheatcr in Hanau.
):( Hanau, 3. Januar.
Obwohl im Dezember ein halbes Jahrhundert vergangen war, seit Gustav Freitag das Lustspiel „Die Journalisten" den Bühnen übergeben hat, konnte diese lange Zeit dem Werk doch nichts von seinem Reiz und seiner Frische rauben. Außer Leisings „Minna von Barnhelm" hat kein deutsches Lustspiel einen solchen dauernden Erfolg zu verzeichnen und wenn auch die Verhältnisse, wie sie die Handlung schildert, heute ganz anders geworden, so gibt gerade das dem Stück jetzt noch seinen besonderen Werth. Die meisten deutschen Bühnen haben in dieser Zeit das Lust'piel in ihren Spielplan ausgenommen, und auch unsere Bühne ist dieser Ehrenpflicht mit der gestügen Aufführung nachgekommen. Eine ganz besondere Anziehung fand diese Aufführung durch die Mitwirkung des Herrn Arthur Bauer vom Stadttheater in Frankfurt in der Rolle des Konrad Bolz. Die-er mit so großer Liebenswürdigkeit und ebenso großer Gewandtheit ausgestattete Charakter ist eine besondere Lieblingsfigur der Schauspieler. Herr Bauer gab ihn in einer so natürlichen und gewinnenden Weise, mit einem so frischen, sonnigen Humor, daß man seine helle Freude daran haben konnte. Nirgends ein absichtliches Hervortreten aus dem Rahmen und doch eine starke, ihres Eindruckes sichere Kunst. Hoffentlich haben wir das Vergnügen, dm in unserer Nachbarstadt so beliebten Darsteller öfter auf hiesiger Bühne zu sehen, das Publikum hat ihm ja gestern eine freundliche Begrüßung zutefl werden lassen und seine mit liebenswürdigem Humor durchsetzte Leistung mit lebhaftem Beifall begleitet. Eine ganz besondere Neujahrsüberra'chung brachte die Aufführung noch durch die Mitwirkung eines unserer Herren Direktoren. Zwar hat Herr Direktor Opp mar den „Piepenbrink" schon des öfteren geivielt, aber da wir eben so selten das Vergnügen haben, seine Darstellungskunst auf der Bühne bewundern zu können, so ist seine Mitwirkung gewiß eine Ueberraschung zu nennen. Daß er noch im Besitz seines alten Humors ist, das hat uns, sein Piepenbrink gestern wieder vollauf bewiesen. Daß einem ebenso lieben als seltenen Gast das Publibrm ebenfalls bei seinem Auftreten eine besondere Begrüßung zuteil werden ließ, ist selbstverständlich. Eine feine und liebenswürdige Wiedergabe ward der Adelheid Runeck durch Fräulein Toran, dm Obersten Berg gab Herr Jungk mit kräftiger Charakteristik. Der dankbaren Rolle des Bellmaus hatte sich Herr Becker mit feinem Humor angenommen und auch die weiteren Partim
Dergnügunas-Derein „Germania": VereinSabend in der Restauration |
„zum schwarzen Bären".
Turngewetnde: Kürturnen und Vorturnerstunde.
Gesangverein Sums.r": VereinSabend in der .Stadt Bremen". Gesangverein „Germaifia": Vereinsabend im „Löwengärtchen".
Klub „Saxonia": Klublokal .Frankfurter Bau
Klub .Camcratia": Klubabend in der „aold. Gerste".
V.ranügvnasacsellschaft „Fidelio": VereinSabend „zum Teich". Klub „Fraternitas": Klubabend i» dem tkftaurant „Allemania". Gesellige Verbindung „Melitta" VereinSabend .zur Karthaune". Kasino „Eintracht" (Vereinslokal „zum Braustüb'"): VereinSabend. Verein „Einigkeit": VereinSabend in der „grossen Krone". Athletenklub „Germania" : VereinSabend (Restauration Waaenoack). .Hanauer Fußballgesellschaft 1899': Vereins abend in der „Allemanla". Fußballklub „Viktoria": Verei'.sabend in der „Brauerei WeiSmantel". Hanauer Fußballklub „Hanovia": VereinSabend i.d. Rest. ,,z. Eisenbahn". Radfahrer-Verein 189:: VereinSabend auf Beck's Fccsenkell r. Stammtisch , Bürgerbräu": Jeden Samstag Abend: Uebuno. Kegel-Klub „D. H. V." „zur guten Quelle"; Anfang 9 Uhr. für Sonntau den 4. Januar.
Vormittags von 11—1 Uhr: NebungSstunde der Tischgesellschaft im .Nürnberger Hof".
Fußballklub .Viktoria": Nachm.: UrbunaSsviel auf dem Exerzierplatz. Hanauer Fußball- u. KrickeMuo: Nachmittags 3 Uhr: Uevungsspiel auf dem Ex-rtterplatz.
Hanauer Fußballgesellschatt 1899: Nachmittags 3 Uhr: Uebuagsipiel am dem Exerzierplatz.
Hanauer Fußballklub „Wacker": Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel auf v«m Exerzierplatz.
Hanauer Fußballklub „Hanovia": Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel auf dem Exersi wvratz.
Erster Hanauer Fußballklub 1893: Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel auf unserem Svortvlatz an der „Schönen Aussicht".
Verband deutscher KrjegSveleranen: Abends 5 Uhr : Monatsversamm- lung im Gasthaus „zum goldenen Faß".
Hua fiah und fern.
r. Marburg, 2. Januar. Eine eigenartige BetrugS- geschichle, die manchem zur Warnung dienen kann, beschäftigte beule das Landgericht. Vor einiger Zeit erschien bei dem Bahnhofswirt Kißling in Anzefahr bei Kirchhain der Reisende Bauer aus Hannover, der für eine chemische Fabrik in Hameln reist, und bot ihm die Einrichtung einer Drogerie an. K. hatte jedoch dazu keine Lust, schrieb jedoch schließlich seinen Namen auf Wunsch des Reisenden auf ein ihm vorgelegtes Blatt Papier, das seiner Ansicht nach ganz weiß war. Einige Zeit darauf sandte ihm die Fabrik eine Drogen. Eiurichtung im Werte von 500 Mk. und nun wurde er auch gewahr, daß ein vollständig ausgefüllter Bestellschein mit seiner Unterschrift existierte. Kißling verweigerte die Annahme und heute stand der Reifende wegen der Angelegenheit vor Gericht. Er versicherte, daß der Wirt regelrecht bei ihm bestellt und unterschrieben habe. Durch die Zeugen wurde jedoch das Gegenteil erwiesen. Das Gericht kam zu dem Resultat, daß die Unterschrift erschlichen sei und verurteilte den Reisenden zu 3 Monaten Gefängniß.
Caffel, 1. Januar. Der Korbmacher Nikolaus Port von hier, der den s. Zt. gemeldeten Ueberfall auf einen Kriminalbeamten verübt und diesen durch mehrere Messerstiche schwer verletzt hatte, wurde in der gestrigen Sträfkammersitzüng in Anbetracht der erlittenen Vorstrafen und der an den Tag gelegten Roheiten und Gemeingefährlichkeit zu einer Gesamtstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten Gefängnis, sowie in die Kosten des Verfahrens verurteilt.
Grebenstein, 1. Januar. Als in der Sylvesternacht ein hiesiger Einwohner angesäuselt nach Hause kam, wurde ihm von seiner Schwiegermutter eine ziemlich scharfe Strafrede gehalten, bei welcher sich die alte Dame so aufregte, daß ein Herzschlag ihrem Leben ein Ende machte.
Frankenberg, 1. Januar. Der Königliche Landrat Herr Geh. Regierungsrat Riesch wurde wegen seiner vielen und bleibenden Verdienste um das Wohl und das Gedeihen unserer Stadt zum Ehrenbürger derselben ernannt.
Rinteln, 1. Januar. In einem Orte der Umgegend von Rinteln geschah es an einem der letzten kalten Tage, daß zwei Frauen, die am Brunnen die wichtigeren Neuigkeiten austauschten, mit ihren Filzschuhen festfroren. |@3 blieb, la t ,/Hofgeism. Ztg.", den Frauen nichts anderes übrig, als die
hatten in den Damen Verden, Hantke, Wehn, Nebe und Lorenz und den Herren Feist (Oldendorf), Retzbach (Schmock), Nygrin (Sanden), Firmans (Kämpe), Heyden (Blumenberg), Krug (Korb) und den weiteren gute Vertretung gefunden. Dir Regie lag in den Händen des Herrn Jungk.
Kunst und Leben.
* Zum Sängerwettstreit. Die Berliner „Allgemeine Musikalische Rundschau" berichtet, daß nach dem ihr vorliegenden Aktenmaterial der Kommission für den Wettstreit deutscher Männergesangvereine um den vom Kaiser gestifteten Wanderpreis folgende 34 Gesangvereine sich in Frankfurt messen werden: Männergesangverein Concordia-Aachen, Barmer Sängerchor, Oberbarmer Sängerhain-Barmen, Berliner Lehrergesangverein, Berliner Liedertafel, Bonner Männergeiang- verein, Bremer Lehrergesangverein, Casseler Liederverein, Krefelder Sängerbund, Dortmunder Lehrergesangverein, Männergesangverein Sanssouci-Dortmund, Dresdener Orpheus, Deutscher Sänaerkreis-Elberfeld, Quartettverein Colombey-Elberfeld, Essener Männergesangverein, Essener Männergesangverein Concordia, Essener Männergesangverein Sanssouci, Erfurter Männergesangverein, Hannoverscher Männergesangverein, Kölner Männergesangverein, Leipziger Männerchor, Magdeburger Männerchor, Männergesangverein Liedertafel-M.-Gladbach, Männergesangverein Frohsinn-Mühlheim a. d. R., Männer- gesangverein Sängerbund-Mühlheim a. d. N., Gesangverein Hilaria-Offenbach, Sängerchor des Turnvereins-Offenbach, Potsdamer Männergesangverein, Solinger Liedertafel, Straßburger Männergesangverein, Mannergesangverein Concordia- Wiesbaden, Wiesbadener Mannergesangverein, Sängerchor des Turnvereins-Wiesbaden, Würzburger Liedertafel. — Beim ersten Wettstreit in Cassel errangen von den 18 konkurrierenden Vereinen folgende Preise: Der Kölner Männergesangverein den Wanderpreis, der Bremer Lehrer-Gesangverein den 1. Ehrenpreis, der Männergesangverein Concordia-Aachen den 2. Ehrenpreis, der Berliner Lehrer-Gesangverein den 3. Ehrenpreis, der
Filzschuhe im Stiche zu lassen und in Strümpfen den Heim- weg anzutreten.
Darmstadt, 2. Januar. Die Erbgräfin zu Erbach- Schönberg ist in König (Odenwald) von einem Sohn entbunden worden.
Darmstadt, 2. Januar. Laut der „Darmsi. Ztg." wurde in Selters bei Stockheim in Oberhessen eine Soolquelle mit viel Kohlensäure von einem Gießener Unternehmer erbohrt.
Aschaffenburg, 2. Januar. Das unsinnige „Neujahr s a n s ch i e ß e n" hat auch diesmal w.cder ein Unglück herbeigeführt. Der ledige, 24 Jahre alte Bahnarbeiter Jakob Schwarz wollte am Sylvesterabend um 3/il2 Uhr im Hofe der Metzger'schen Wirt chafi in der Goldbacherstraße eine eiserne Gasröhre, die er mit Pulver gefüllt hatte, entladen. Er beging die Unvorsichtigkeit, mit seiner brennenden Cigarre den kurzen Zünder an Effecten. Noch ehe er von der Stelle, an welcher der gefährliche Feuerwerkskörper lag, Weggehen konnte, explodierte die Röhre, wobei dem Schwarz das linke Bein unterhalb des Knies abgerissen wurde. Herr Dr. Ammerschläger, der sofort zur Unglücksstelle gerufen wurde, legte einen Notverband an und veranlaßte die Verbringung ins Krankenhaus. Noch in derselben Nacht mußte dem Schwerverletzten das Bein oberhalb des Knies amputiert werden. —■ Am Sylvestertag abends 9 Uhr brachte sich der Techniker August Großmann in seiner Wohnung, Kornelienstraße 4, fünf Revolverschüsse in die Brust bei. Die Kugeln durchbohrten den linken Lungenflügel. Der Schwerverletzte mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Man hofft, den Selbst- mordkandidalen am Leben erhalten zu können. Was den jungen Mann zu der unseligen Tat veranßle, ist noch nicht festgestellt.
Würzbttvg, 1. Januar. Die Stadt Würzburg übergibt bekanntlich dem Prinzregenten am Neujahr jeweils 50 Goldgulden. Das Geschenk war letzter Tage im Schaufenster des Herrn Hoijuweliers Lortz ausgestellt. Es ist ein prächtig ausgestattetes Etui, welches die 50 Goldgulden in künstlerischer Gruppierung aufweist. Auf der einen Seite findet fich das bayerische Wappen, auf der anderen das Wappen der Stadt Würzburg. Ueber beiden schwebt in der Mitte ein Genius, ein Band haltend, welches beide Wappen doppelt umschlingt, ein sinniger Hinweis auf die nunmehr hundertjährige Zugehörigkeit der Stadt Würzburg zur bayerischen Krone. Auf dem Bande befindet sich der Sinnspruch: „In Treue fest!" Das städtische Wappen ist von Weinlaub, das bayerische von Lorbeer umrankt.
Nürnberg, 1. Januar. Daß es noch Leute gibt, die trotz der schlechten Zeiten kein Geld benötigen, zeigt der Umstand, daß der zweite und dritte Haupttreffer nebst einer Reihe anderer der Freiwillig-n Sanitätslotterie (Ziehung Nürnberg 3. November) bis jetzt noch nicht erhoben wurden. Der erste Haupttreffer wurde von einem Sattlergehilfen gemacht.
—- .......- - — Drahtnachrichten.
Der Kaiser in Hannover.
Hannover, 3. Januar. Der Besuch des Kaisers in Hannover, der in nächster Woche erfolgt, wird sich auf mehrere Tage erstrecken. Die Ankunft des Kaisers erfolgt am Donnerstag nachmittag 4'/» Uhr; bald nach der Ankunft ist im königlichen Schlosse Festtafel von ca. 60 Gedecken, wozu die Spitzen der Behörden rc. Einladungen erhalten. Nach dem Mahl begibt sich der Kaiser mit seinem Gefolge und seinen Gästen ins Theater. Am Freitag morgen fährt der Kaiser nach Springe zur Teilnahme an der Hoijaqd im Saupark; nach der Rückkehr von dort wird der Monarch dem Grafen Walbersee einen Besuch absiatten und abends wieder der Vorstellung im königlichen Theater beiwohnen. Am Samstag vormittag ist Empfang im Schlosse, auch wird der Kaiser dort den Hannoverschen Männergesangverein hören; darauf begibt sich der Kaiser nach der Ulanenkaserne, um mit dem Ojfifierkorps seines Regiments zu frühstücken. Nach dem Frühstück wird der Kaiser zum Bahnhof fahren, um die Reise nach Berlin anzutreten.
»«»«»»M»»M««««>MW««M»I«»»«>M«»«IM»M^
Essener Männergesangverein Concordia den 4. Ehrenpreis, der Hannoversche Männergesangverein den 5. Ehrenpreis, die Liederhalle in Karlsruhe den 6. Ehrenpreis, der Essener Männergesangverein den 7. Ehrenpreis.
Warum Graf Hochberg gtug. Die Abichiedsrede, die Graf Hochberg am Sylvesterlage gehalten hat, ist besonders interessant dcr folgende Pasfus: „Nun werden Sie den Grund missen wollen, warum ich gehe. Einige Stimmen haben gemeint: er ist müde, er muß zu viel sitzen, zu viel arbeiten. Ach nein, das ist es nicht. Ich bin so gesund wie der Fisch im Wasser und gar nicht faul und fühle mich stark noch auf Jahre. Aber ich sage mir: Der kluge Mann baut vor. Ich sage mir: Wenn du weiter so fsrtmbnten sollst wie in diesem letzten Jahre, so kommt einmal eine Abspannung, ein Kollaps. Oder es kommt etwas Schlimmeres, es tritt eine allmähliche Abspannung der Kräfte ein, man arbeitet allmählich weniger, es tritt der Standpunkt ein, wo fünf gerade fein mag, und der: es endlich gehen lassen, wie Gott es will. Das darf ich mir, das darf ich dem Institut nicht antun. Da muß der Kopf daS Regiment über das Herz behalten und zu dem Herzen sagen: Herunter, stolzes Herz, bequeme dich — — -
Telegraphischec Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 3. Aanuar,
9 Uhr 40 Min.
Ein Maximum über 768 mm lagert jenseits der Alpen, ein Minimum unter 733 mm nordwestlich Schottlands. In Deutschland wehen mäßige südöstliche bis südwestliche Winde. Die Witterung ist trübe, im Westen regnerisch und mild.
Proanoie für den 4- Januar: Meist trübes, mildes, windiges Wetter mit Niederschlägen wahrscheinlich.