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Hanauer G Anreiger
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General-Anzeiger.
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Verantwort!. Redakteur; G. Schrecke r in Hanau,
S^T« 70 Bezirks-Fernsprechanschluß Nr. 98.
Montag den 24. März
Bezirks-Fernsprechanschluß Nr. 98. 1902
Hus Stadt und Cand,
Hanau den 24. März.
Jahrcsschlußseier der Königl. ZciHcn- Akadcmic.
Am Samstag Nachmittag fand in der Aula der Königl. Zeichenakademie die in Pausen von 2 Jahren übliche Jahresschlußfeier statt, mit der gleichzeitig eine Ausstellung von Schüler- arbeiten verbunden ist. Anwesend waren als Vertreter der Regierung zu Cassel Herr Geh. Reg.-Rath Dönhoff, das Direktorium, das Lehrerkollegium, Vertreter der Stadt und des Kunstgewerbe-Vereins, Schüler und Schülerinnen und eine Menge Geladene. Der Königl. Landrath, Herr v. Schenck, eröffnete die Feier im Namen des Direktoriums mit dem Bemerken, daß auch in dem abgelaufenen Jahre wieder Tüchtiges geleistet worden sei. Er ertheilte sodann Herrn Akademielehrer B. Wenig das Wort, der einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über die neue Richtung in der deutschen Kunst hielt:
Der Redner hob einleitend hervor, daß heute ein Jeder stolz darauf sein kann, sich dem Auslande gegenüber als Deutscher bezeichnen zu dürfen, da deutsches Wesen, deutsche Arbeit und deutsche Kunst sich einen Weltruf erworben haben. Ihn zu bewahren und zu vermehren, darauf müsse unser Streben gerichtet sein, deshalb dürfen wir nicht erlahmen, nach unsern Fehlern zu forschen, damit der richtige Weg uns desto besser bewußt werde. Unter dem Worte Kunst ist nicht nur die sogen, freie Kunst, d. h. die Werke der Malerei und Plastik, gemeint, sondern unter den Begriff „Kunst" fällt heute wieder auch das bis vor einiger Zeit um eine Stufe tiefer gestellte Kunstgewerbe, diejenige Kunst, welche das tägliche Leben uns verschönt und verfeinert. Man möchte sie die Wochentags- kunst nennen, im Gegensatz zur freien Kunst, deren Genuß mehr Sammlung und Ueberlegung erfordert, wozu der moderne Arbeitsmensch eben nur Feiertags Zeit hat. Die neuerdings vollzogene Gleichstellung der beiden Schwestern datirt erst seit dem Jahre 1897. In diesem Jahre wurden in Dresden und München auf den großen internationalen Kunstausstellungen Werke der Kleinkunst zum ersten Male gleichberechtigt neben Bildern und Skulpturen zugelassen. Vom Jahre 1897 ab mehrten sich die Künstler, die, angespornt durch diese ersten Erfolge, das Gebiet der angewandten Kunst betraten und heute haben wir deren eine große, sodaß sich eigene Verkaufsstellen aufthaten, welche nur Gebrauchs- und Luxusgegenstände im neuzeitlichen Geschmack feilbieten. Der Vortragende führte weiter aus, die heutige Kunst werde nur zu oft von voreiligen Leuten als Revolution entweder ■ geschmäht oder gepriesen, an eine Revolution sei aber gar nicht zu denken, weil es eine
Feuilleton.
Stlldtthcatcr in Hanau.
----- Hauan, 24. März.
In den letztvergangenen Tagen haben sich in unserm Stadttheater vor Schluß der Saison noch eine Reihe von Aufführungen zusammengedrängt, von denen jede einzelne der ganz besonderen Beachtung wenh erscheinen mußte. So hat uns die letzte tolle Theaterwoche nicht weniger denn drei Benefizabende für Mitglieder des Ensembles gebracht. Dem Benefiz unseres Charakterkomikers Herrn Gehrmann haben wir schon im Besonderen gedacht. Der diesem folgende Vortheilsabend fand zu Gunsten unserer ersten Liebhaberin Frl. Haas statt. Wir wissen, da8 Frl. Haas bei der Auswahl ihres Benefizstückes ein ganz besonderes Gewicht darauslegte, dem Publikum einekünstlerisch werthvolleNovltat zu bieten und es verschmähte, Zuflucht zu einem Stücke zu nehmen, das wohl seine Anziehungskraft auf die Masse nicht verfehlt, bei der aber jeder künstlerische Gewinn für das Publikum von vornherein ausgeschlossen war. Dieser vornehmen Bethätigung ihres Kunstsinnes soll auch an dieser Stelle die Anerkennung nicht fehlen, die wir um so freudiger h er aussprechen, als sie es ermöglichte, an ihrem Ehrenabend auch der früher arg verkannten Kunn eines Dichters wie Friedrich Hebbel in dem Spielplan unserer Bühne einen ehrenden Platz zu sichern. Auch der c sten dramatischen Arbeit eines jungen Schrifstellers verhalg ihr Beuefigabena zur ersten öffentliben Anerkennung und zu dem ermunternden Beifall, in dem junge Talente die Begeisterung zu weiteren Thaten finden. „Heimkehr" betitelt sich das kleine Bühnenwerk, das zum Verfasser das Mitglied unseres Ensembles Herrn Max Monato hat. Als dramatische Skizze bezeichnet der Autor in richtiger Würdigung -ein kleines Stück, denn wir bereit es hier mit keiner regelrechten umfassenden Handlung zu thun, sondern nur mit den letzten abschließenden Szenen eines Dramas, wie es das Leben schon amzu- weisen vermag, allerdings in dieser durch die gegebene Zeichnung der Personen ergreifenden Form nur vereinzelt. Der Einfluß der Suder- mann'schen Dramatik tritt aus dem Ganzen unverkennbar hervor, das Stimmungselement ist ganz vorzüglich gewahrt. Gespielt wurde das kleine Werk unter der eigenen Regie des Verfassers recht gut. Das nun folgende dreiaktige Schauspiel „Maria Magdalena" von Hebbel hatte auch hier bei ber ihm gewordenen vorzüglichen Darstellung einen mächtigen Eindruck hinterlassen. Es ist kaum zu fassen, wie man lange Jahre ein solches Werk faß unbeachtet lassen konnte. Erst die jung- deutsche Bewegung der achziger Jahre in unserer Litteratur hat dem
solche in der Kunst überhaupt nicht geben könne. Die neue Strömung in der Kunst falle uns nur gerade deshalb so auf, weil es uns noch nicht klar bewußt geworden ist, wie tief wir durch das Nachahmen von wieder und nochmals nachgeahmten Dekorationskormen in den Sumpf gerathen sind. Etwas Niedagewesenes wollten wir auch heute nicht, wir wollten nur die Gegen* stände unserer täglichen Umgebung wieder gebrauchsfähig machen, von überflüsstgenOrnamenlkram reinigen und wieder logisch denken lernen, wie es die Meister der höchsten Blüthezeit deutscher Kunst, der gothischen Epoche, gethan haben. Wir wollen der Natur wieder ablauschen und unsere Schmuckformen aus erster Hand beziehen, worauf Albrecht Dürer schon hinwies mit den Worten: „DieKunst steckt wahrhaftig in der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie." Ucbergehend auf die Geschichte des deutschen Kunstgewerbes der letzten dreißig Jahre wies Red» ner darauf hin, daß zuerst in München der Wunsch entstand, einen nationalen Stil hervorzubringen und Männer wie Gedan, Seidl, Seitz, Hirth rc. sich darum verdient gemacht haben. Greifbare Gestalt gewann diese Idee in der Kunstgewerbeaus- stellung im Glaspalast zu München im Jahre 1876. Die Richtung hatte aber den großen Nachtheil, daß sie auf falschen Bahnen zur falschen Prunksucht führte, worunter wir heute noch sehr leiden. Was Alles unter dem Namen der deutschen Renaiffance gesündigt wurde, das führte der Redner treffend vor Augen. Während dieser Zeit des Kunstrummels arbeitete im Stillen in England eine kleine Künstlergemeinde, die an die Einfachheit und Schlichtheit der früheren italienischen Renaissance anknüofte. Aus der Natur abgeleitete Formen im Ornament wurden für die Buchdruckarbeiten verwandt, in Dänemark, Belgien und Deutschland wandelte man auf den- „ selben Bahnen. Neuerdings scheint England stille zu stehen und sich Deutschland über den Kopf wachsen zu lassen, während Frankreich, woher doch die Anregung zur Rückkehr zu der Natur zuerst kam, überhaupt außer Wettbewerb bleibt. Die Kunst der „neuesten" Zeit berührend, beleuchtete der Vortragende das bis jetzt Geschaffene, wies aber darauf hin, daß das Ziel noch in weiter Ferne liege, daß wir eine künstlerische Kultur und von dieser beeinflußte Lebensverhältniffe wollen. Der Vortragende beleuchtete alte und neue Kunstformen, unb bemerkte, was wir Kunstgewerbebeflisfenen unter „Jugend-" und „Seccessionsstil" verstehen, sind jene Unterströmungen und Abgeschmacktheiten, die im Grunde nichts sind, als leichtfertige Ausbeutungen ernster künstlerisch r Arbeit, Plünderung neuerer Formen, wie es früher mit den alten gemacht wurde. Ernster künstlerischer Arbeit begegneten wir in den Schaufenstern der Geschäfte noch wenig und doch gebe es mehr, als die Mehrheit ahnt. Den Entwurf der Gebrauchsgegenstände an Beispielen beleuchtend, faßte sich Redner dahin zusammen, dieHauptform müsse so beschaffen sein, daß sie die Gebrauchsfähigkeit nicht behindert und
Dichter und diesem Werke wieder die gebührende Anerkennung gebracht, «einen Titel verdankt das Stück der biblischen Ueberlieferung von der reuigen Sünderin Maria Magdalena. Mit dieser aber hat die Heldin
Schauspiels, die Tischlerstochter Clara, nur das Gemeinsame der schuld. Wohl ist Hebbel der Vorwurf nicht erspart geblieben, des Schauerlichen zu viel in die Handlung hineingetragen zu haben, aber heute wird dem machtvollen Aufbau des Dramas, der vorzüglichen Zeichnung der Charaktere und der zwingenden Gewalt der Handlung auch die volle Anerkennung und Hebbel's Bedeutung für die deutsche »üme längst erkannt und gewürdigt. Unsere Darsteller hatten sich des Werkes mit ganz besonderem Eifer angenommen und Hervorragendes geleistet. Frl. Haas zeigte als Clara die Künstlerin, die den machtvollen seelischen Vorgängen auch den packenden Ausdruck geben konnte. Der Meister Anton des Herrn Möbius ließ an lebensvoller kräftiger Charakteristik keinen Wunsch übrig. Die weiteren Rollen lagen beiFrau Hantke und den Herren Lindenlaub, Krön, Rinkel Henrich und Krug in den besten Händen.
Nun zu einem weiteren Benefizabend „Jugend hat nicht Tugend!" Das ist eine alte Geschichte und viele Väter und Onkels in Tragödien und Komödien hatten hierin schon böse Erfahrungen zu machen. Freilich so schlimm, wie dem Pfarrer Hoppe in Halbe» am Samstag zum Benefiz für Frl. Hannewald und Herrn Lindenlaub gegebenen Liebesdrama „Jugend" ging es ihnen denn doch nicht. Er hatte seiner Schwester Kind, Annchen, zu sich genommen und erzogen, sie war seines Alters Stolz und Freude geworden. Nun kommt Hans, der angehende Student, auf seiner Reffe nach Heidelberg zum Besuch. Der wackere Pfarrer nimmt ihn auf tote ein Vater seinen Sohn. Hans und Anna verlieben sich und die Folge beweist, daß der Schlimmes vorhersagende Kavlan mit feinen Voraussetzungen im Rechte war. Der Pfarrer zeigt Hans den Weg, den er wählen müsse, gut zu machen, was er verbrochen, und bieier ist auch willig, ihn zu gehen. Da erschießt Amandus, der blödsinnige Stiefbruder Annas, die Unglückliche; er wollte den gehaßten Studenten tobten und trifft die Schwester. Halbe nennt seine Dichtung ein Liebesdrama, dessen offenkundige Schwächen wir hier nicht näher darlegen wollen. Gespielt wurde vorzüglich. Die Hauptrollen, nämlich der Pfarrer Hoppe (Herr Möbius), der Kaplan v. Schigorski (Herr Lindenlaub) und Aennchen (Frl. Hannewald) lagen in den besten Händen. Den Benefizianten wurden anerkennende Beifallsbezeugungen seitens der Theaterbesucher in reichem Maße zu Theil.
Der gestrige Theaterabend brächte uns Sudcrnianns „Heimat h" und damit zugleich die Abschiedsvorstellung unserer gefeierten Künstlerin Frl. Brandow. Es gehörte kaum sonderliche Prophetengabe dazu, um voraussehen zu können, daß diese Vorstellung ein ausverkauftes Hius und der scheidenden Künstlerin nach zehnjähriger Wirksamkeit an
die Bestimmung des Gegenstandes klar zum Ausdruck bringt.
Bei reicher geschmückten Gegenständen ist noch darauf Rücksicht zu nehmen, daß sie sich leicht reinigen lassen. Redner schloß seine Ausführungen mit dem Hinweis, eine flüchtige Mode sei die angewandte Kunst der Gegenwart nicht. Schon sind Viele, die zuerst dagegen gewettert haben, die eifrigsten Vorkämpfer geworden. Durch die Entwickelung der Verkehrsmittel, Erfindung des elektrischen Lichts, durch die Maschinentechnik und mit ihr zusammenhängend die Eisenkonstruktion, haben sich unsere Lebensbedürfnisse seit den letzten 50 Jahren vollkommen geändert unb diese neuen Lebensgewohnheiten bedingen auch eine andere Umgebung. Diese Umgebung zu einer würdigen, künstlerischen zu gestalten, müssen alle verfügbaren Kräfte auf- geboten werden. Eine neue Generation wird entstehen und dein Ziele schon um Vieles näher kommen. Dieses vorzube- reiten, müssen wir heute schon das Kunstgewerbe als nationale Sache betrachten und mit Thaten dafür eintreten. Künstler, Handwerker und Fabrikanten müssen zusainmen marschiren und zusammen arbeiten mit Kopf und Hand. Die kapitalkräftigen Freunde unserer Bestrebungen müssen durch Aufträge das Feuer schären, damit keine Kraft erlahme und neue den Muth finden, auf dem betretenen Weg weiter zu wandeln. Unsere Zeit wird dann ein sicheres Gepräge erhalten, das erst der Nachwelt voll zum Bewußtsein kommen wird. — Lauter Beifall belohnte den Redner für seinen interessanten — hier nur skizsirten — Vortrag.
Herr Akademie-Direktor, Prof. M. Wiese, gab sodann einen Ueberblick über die Thätigkeit der Akademie in der ab- gelaufenen Periode, über die Veränderungen im Lehrerkollegium, erwähnte die erzielten Erfolge und nahm die Preisvertheilung vor, die folgendes Ergebniß hatte:
1. Medaille«.
a) Die große silberne Medaille:
Otto Ehin ger für hervorragende Leistungen im Zeichnen nach Gips und lebendem Modell, im Entwerfen von Geräthen und Ornament-Modelliren und im Ciseliren.
b) Die große kupferne Medaille:
1. Gustav Elsaß für sehr gute Leistungen im Figuren- und Ornament-Modelliren, im Zeichnen nach Gips und lebendem Modell und im Entwerfen von Gefäßen sowie in Anatomie. 2. Wilhelm Schell für sehr gute Leistungen im Ornament- und Bijouteriezeichnen, im Ornamentmodelliren und im Entwerfen und Herstellen von Schmuck. 3. Paul Axt- tz e l m für sehr gute Leistungen im Herstellen von Schmuck und im Zeichnen und Entwerfen von Bijouterie. 4. Heinrich Schrimpf für sehr gute Leistungen im Figurenzeichnen, im Ciseliren, iin Ornament«Modelliren und im Zeichnen und Entwerfen von Gefäßen. 5. Friedrich Sommer für sehr gute Leistungen im Figurenzeichnen, im Zeichnen nach lebendem der hiesigen Bühne Zeichen der Verehrung und Anhänglichkeit in Fülle bringen werde. Die hochinteressante, durchaus lebenswahre Gestalt dieser Magda, dieser mobernen Heroine, die alles Kleine und Enge abgestreift hat, die sich das Recht auf ein ganzes und volles Menschendasem mit Noth, Qualen, Entbehrung und brennenden Schmerzen erkauft hat und die im Kampfe gegen das Enge und Kleine, welches sie noch einmal niederringen möchte, nach dem ehernen Naturgesetz, daß das Morsche vor dem Aufstrebenden zusammenbrechen muß, endlich siegt — diese Gestalt kam der Begabung der scheidenden Künstlerin Frl. Brandow wie schon so oft auch gestern in allen Beziehungen entgegen. Es wird schwer fallen, für derartige Rollen einen entsprechenden Ersatz zu finden. Doch hoffen wir das Beste. Rauschender Beifall wurde der Künstlerin bei offener Steile sowohl als nach den Aktschlüssen zu theil, auch an sonstigen Zeichen der Anerkennung fehlte es nicht, und am Schlüsse der Vorstellung mußte sich der Vorhang noch einige Male heben, wobei auch der Künstlerin e'n riesiger Lorbeerkran; überreicht wurde. Die Vertreter der übrigen Hauptrollen leisteten im Großen Ganzen Genüge, sodaß eine abgerundete Gesammtleistung geboten werden konnte. — Hiermit haben die Vorstellungen dieser Spielzeit ihr Ende gefunden. Die Anerkennung, daß Vorzügliches geboten und das Publikum auch mit den neueren Er-' scheinnngen vertraut gemacht wurde, kann der Direktion zugesprochen werden. Möge es auch in Zukunft so bleiben und unser Musentempel das alte Renommee hoch hallen und erweitern!
Kunst und Leben.
* Monatsoper. Herr Direktor Otto R e i m a N n vom Kgl. Kuriheater in Bad Kissingen, vom vorigen Jahre her hier wohl noch allerseits in gutem Andenken stehend, wird vom 30. b. Mts. ab bis zum 27. April am hiesigen Stadttheater eine Anzahl Vorstellungen geben und dabei vornehmlich die Operette bevorzugen. Die Eröffnungsvorstellung am 1. Osterfeiertag bringt die bekannte melodiöfe Operette „Der Obersteiger". Herr Direktor Reimann verfügt wie im vorige» Jahre auch diesmal über ein vorzügliches Personal, worunter wir auch einigen noch in guter Erinnerung stehenden Namen begegnen. Somit dürfte auch bei den bevorstehenden Aufführungen der Erfolg nicht ausbleiben.