21. Mai
Steffanti aus Udine durch Messerstiche in den Rücken und ben linken Oberschenkel tödtete. Der Mesfirheld, der nach vollbrachter That flüchtete, wurde ergriffen.
Darmstadt, 20. Mai. Der Prälat der evangelischen Landeskirche, Dr. theol. Habicht, Mitglied der ersten Ständekammer, ist gestern Nachmittag im Alter von 80 Jahren gestorben.
© Vom Main, 20. Mai. Trotz der naßkalten Witterung der letzten Wochen verspricht der Hasenstand in diesem Jahre ein sehr guter zu werden. Der erste Satz ist gerettet und muntere Junghäslein werden allenthalben in erheblicher Anzahl beobachtet. Auch die Hühnerjagd verspricht ein günstiges Ergebniß. Der gelinde Winter dezimirte nicht die alten Hühner und die Paarhühner nisteten meistens in den üppig sprossenden Kornsaaten, wodurch viele Gelege vom Uebermähen in Kleefeldern verschont bleiben. — Der Tünchermeister Adam Pfeifer zu Amorbach stürzte die Treppe seines Hauses hinab und war alsbald eine Leiche. Nächsten Sonntag wollte Pfeifer mit seiner Ehefrau das silberne Hochzeitsfest feiern. — Der Bischof Dr. v. Schlör vollzog gestern die feierliche Einweihung der neuerbauten katholischen Kirche zu Schweinfurt. - — Der seit 29. April vermißte Glasarbeiter Sauer aus Goldbach bei Aschaffenburg wurde unweit Erlach als Leiche aus dem Main gelandet.
)( Afchaffenbyrg, 20. Mai. Ein Compioirangestelltcr der Aktiengesellschaft für Maschinenpapier-Fabrikation, Max Georgi, unternahm in einem Jrrsinnsanfalle ein Attentat auf den Direktor Hopfeld und verletzte denselben mittels eines Messers nicht unerheblich am Kopfe.
Kus aller Welt.
Die Vulkan-Katastrophe in Westindien. Man hatte gehofft, die unheilvolle Thätigkeit der feuerspeienden Berge stehe vor ihrem Abschluß, aber leider arbeiten sie mit erneuter Kraft, wenn auch nicht ununterbrochen. Auf Martinique wirft Mont Pelee unter leuchtenden Blitzen und furchtbarem Getöse abermals Nicke und Lava, und auch auf St. Vincent wiederholen sich diese Erscheinungen. In welcher wahnsinnigen Aufregung die Bevölkerung sich befindet, kann man sich denken. Leider wird trotz aller strengen Strafen, selbst sofortigen Er- schießens, die Zahl der Leichenhyänen und Plünderer immer größer; die Habsucht ist also größer, als alle Furcht vor den Schrecken der Natur. Zur Erhöhung der Schwierigkeiten trägt bei, daß die arbeitende Bevölkerung plötzlich alle ihre Einnahmequellen versiegt sieht und daß die Noth von gewissen- losen Menscheu ausgebeutet wird. Wenigstens behaupten amerikanische Blätter, der erlittene Schaden sei nicht so groß, wie angegeben werde, es liefen viel Betrügereien mit unter. Gegenwärtig gilt die Theorie als zutreffend, daß der Vulkan zunächst gewaltige Mengen tödtlichen Gases ausstieß, worauf dann die Feuerströme folgten. Diese Annahme wird unterstützt durch die Auffindung unversehrter Häuser, deren Bewohner sämmtlich todt waren. Beruhigendere Nachrichten gibt der nordamerikanische Senator Knight, welcher Martinique mit dem französischen Gouverneur bereiste, vom Süden der Insel. Dort haben Pflanzungen nicht gelitten, die Leute zeigen Besonnenheit und sind auch arbeitswillig. In St. Pierre und Umgebung sieht es allerdings ziemlich trostlos au?.
Ein seltsames Touristen-Abenteuer. Eine Ueber- raschung wurde dieser Tage einigen Bergsteigern zu Theil, die im Felsengebiete bei Schandau einen vorspringenden isolirten Felsen erreichen wollten und bei ihrer Kletterei in eine tief- Uegende Felsenkammer geriethen. Diese war aber nicht leer, 'sondern wies einen Bewohner auf; und zwar einen starken Hirsch. Als dieser des ungewohnten Besuches ansichtig wurde, sprang er auf, und da die Kammer nur einen Ausweg besitzt, mußte er, um ins Freie zu gelangen, an den Bergsteigern vorüber. Ehe diese zur Besinnung kamen, lagen zwei von ihnen am Boden, während die anderen an die Wand gedrängt waren. Der Hirsch hatte sich gewaltsam Platz geschafft und war dabei etwas ungestüm zu Werke gegangen. ________
gestellte Brosche in Form von Chrysanthemum, die uns übrigens, ebenso wie die ausgestellten Schmucksachen von Lalique, die charakteristische Art ihres Verfertigers nur in einem schwachen Abglanz wiederzugeben und sie uns nur von einigen wenigen ihrer so mannigfaltigen Seiten zu zeigen vermag, erscheint zwar in der feinen Behandlung des Emails ausgezeichnet, ist aber als Schmuckstück zu trist. — Daß jedoch das junge Frankreich im Zeichen Lalique's und im Banne der von ihm ausgehenden Zaubermacht steht, das lehren uns Formengebung und Technik des Anhängers von Zorra und beweisen uns auch die von Lucien Gaillard ausgeführten silbervergoldetcn beiden Schirmgriffe, in denen man das Motiv der dekorativen Verwendung von weiblichen Köpfen und Büsten geschickt ausgenommen findet. Freilich erreicht weder Falguiöres noch Gaillard, und selbst nicht ein Never, ein Fonquet oder Foy, das von persönlichem Geist erfüllte, originale und stark individuelle Leben, welches in den Schöpfungen eines Lalique pulprt, weiß keiner seinen Werken die eigenartige Prägung zu verleihen wodurch sich eben das Genie in seinen Schöpfungen zuerst manifestirt, aber man merkt doch an den meisten zeitgenösstschen Leistungen der Goldschmiedekunst Frankreichs, daß die großen Anregungen, welche von Lalique ausgegangen sind, dort nach Verdienst gewürdigt werden und daß durch ihre Verwerthung bereits eine bedeutende Läuterung deS Geschmacks herbeigesuhrt ist. In Deutschland aber darf man sich nicht damit begnügen, die französischen Vorbilder nur zu kopiren, sondern sollte nach völliger Aneignung der ausgezeichneten kunst.entchen Grün ' sätze von Lalique zu Formen von deutschem Gent und von selbständiger deutscher Empfindung fortschrerten.
Hanau im Mai 1902. Dr. Grund man n.
Humoristisches.
tSin tücktiaer Jungc- ® s „. • ♦ Ihr Sohn heirothet ja eine Frau^d/fünfzigtausend Mark mitkriegt?!" Mutter: Jawohl!. . Hab' ich's nicht immer gesagt, aus dem Jungen wird noch was?!"
Mittwoch
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Verloosungen.
Aproz. österreichische Bodenkreditloose von 1880 1. Emission. Prämienziehung am 15. Mai. Hanoi- preise: Serie 3456 Nr. 21 zu 90 000 Kronen. Serie 2860 Nr. 87 zu 4000 Kr. Serie 2068 Nr. 16, Serie 3502 Nr. 28 je 2000 Kr. Tilgungsziehung: Serie 90 197 357 407 839 1214 1976 1995 2313 2334 2374 2505 2528 2923 2971 3148 3860; sie enthalten je die Nummern 1—100 und werden mit dem Nominalbeträge von je 200 Kronen ein- gelöst.
Ungarische Prämienlose. Ziehung am 15. Mai. Gezogene Serien: 8 25 41 120 454 549 993 998 1074 1348 1402 1433 1690 1773 1883 2020 2148 2654 2739 2824 2902 3028 3036 3107 3156 3163 3205 3225 3239 3332 3437 4034 4079 4182 4222 4225 4329 4457 4528 4814 4859 4985 5443 5466 5505 5554 5677 5842 5876 5961 5990. Hauptpreise: Serie 1433 Nr. 19 zu 200 000 Kronen. Serie 3332 Nr. 45 zu 20 000 Kr. Serie 120 Nr. 15 zu 10 000 Kr. Serie 8 Nr. 33, Serie 25 Nr. 24, Serie 457 Nr. 48, Serie 4859 Nr. 39 je 2000 Kr. Serie 1074 Nr. 41, Serie 1402 Nr. 3, Serie 1773 Nr. 2, Serie 1883 Nr. 39, Serie 2902 Nr. 24, Serie 3107 Nr. 12, Serie 3156 Nr. 12, Serie 3205 Nr. 3, Serie 4329 Nr. 47, Serie 4528 Nr. 26, 41, Serie 4814 Nr. 7, Serie 4859 Nr. 43, 44, 45, Serie 4985 Nr. 11, Serie 5443 Nr. 18, Serie 5961 Nr. 25 je 1000 Kr.
Ungarische Hypothckenloose. Ziehung am 15. Mai. Hauptpreise: Serie 388 Nr. 17 zu 70 000 Kronen. Serie 85 Nr. 9 zu 3000 Kr. Serie 1025 Nr. 11, Serie 2793 Nr. 55, Serie 3828 Nr. 11 je 2000 Kronen.
I» sziV-Loose. Ziehung am 15. Mai. Hauptpreise: Serie 1816 Nr. 19 zu 30 000 Kr. Serie 367 Nr. 87, Serie 789 Nr. 40, Serie 6744 Nr. 93 je 2000 Kr. Serie 2603 Nr. 44, Serie 2734 Nr. 98, Serie 3348 Nr. 82 je 1000 Kronen. (Ohne Gew.)
Patent-Ertheilungen.
Nr. 132 025. Verfahren zur Darstellung von gemischten Thioharnstoffen der Benzol- und Naphtalinreihe. — Farb- werke vorm. Meister Lucius & Brüning in Höchst a. M., vom 31. Januar 1901 ab, Kl. 12o.
Nr. 131 757. Verfahren zur Reinigung der Schwefelfarbstoffe. — Kalte L Co. in Biebrich a. RH., vom 27. April 1900 ab. Kl. 22b.
Nr. 132 208. Verfahren zur Herstellung von Schnür- Haken oder Schnürknöp'en. — Friedrich Koch in Frankfurt a. M., Feldbergstraße 38, vom 18. Februar 1900 ab. Kl. 7e.
Nr. 132 046. Drehbankauflage. — Fritz Lorch in Frankfurt a. M.-Bockenheim, vom 15. Oktober 1901 ab. Kl. 49a.
Nr. 132 376. Fischband mit Schmierkanal in der oberen Eichel. — C. B. B e ck m a n n in Offenbach a. M., Bismarck- straße 1, vom 26. Mai 1901 ab. Kl. 68c.
Muster-Register.
(Eintragungen beim Königl. Amtsgericht zu Hanau, Abth. 5.)
Bei Nr. 964. Firma Heinr. u. Aug. Brüning in Hanau, hat für die unter Nr. 964 eingetragenen Flächeumuster, Fabriknummern 8114, 8266, 8273 und 8274, die Verlängerung der Schutzfrist auf weitere 3 Jahre und für die Nrn. 8275, 8280, 8305, 8315, 8320 und 8325 die Verlängerung um weitere 7 Jahre beantragt.
Drahtnachrichten.
Der Krieg in Südafrika.
Pretoria, 20. Mai. (Reuter-Meldung.) Verschiedene Mittheilungen, deren Richtigkeit nicht gewährleistet werden kann, aber in vielen Kreisen bestätigt worden siiid, besagen, daß die Haupigegner der Annahme der im April in Pretoria zur Verhandlung gekommenen Friedensbedingungen sind: Präsident Stejn und Wessels, die im Nordosten des Oranjestaates kommandiren und Mueller, der in der Nähe von Middelburg steht sowie Cellicrs, Befehlshaber im westlichen Transvaal. Kommandant Hertzoz soll sich gleichfalls den Bedingungen ablehnend verhalten. Dewct, der zuletzt zur Besprechung kam und in etwas grimmiger Stimmung war, scheint jetzt friedfertiger zu sein. Die der Einstellung der Feindseligkeiten abgeneigten Elemente sind zweifellos stark, so stark, daß sie den Friedensschluß zu den bereits besprochenen Bedingungen zweifelhaft erscheinen lassen. Um Alles kurz zusammenzufassen, heißt es, daß die Mehrheit der Transvaalburen einschließlich der Mitglieder der Regierung dem Frieden günstig sind, während die Freistaatburen mit wenigen einflußreichen Ausnahmen die Unabhängigkeit als Grundlage für die Friedensbewegungen wünschen.
London, 21. Mai. Die „Daily Mail" hört, obgleich sich bei den Berathungen der Buren gewisse Schwierigkeiten erhob-n hätten, seien diese doch nicht von der Art, daß sie die Fortführung der Verhandlungen berühren könnten. „Daily Telegraph" meldet aus Pretoria vom 18. ds., die Buren- konferenz in Vereentging tagte gestern noch. Die Besprechungen sind stellenweise sehr erbittert, sodaß es sogar zu Zwistig- keiten kam.
Präsident Loubet in Nutzland.
Petersburg, 21. Mai. Im großen Palais vonZars- koje-Selo fand zu Ehren des Präsidenten Loubet ein Galadiner zu 300 Gedecken statt. Der Kaiser brächte folgenden Trinkspruch aus : „Indem ich Sie, Herr Präsident, von ganzem Herzen willkommen heiße, gebe ich gerne der Hoffnung Ausdruck, daß Ihr Aufenthalt unter uns Ihnen die besten Beweise der Gefühle darbieten werde, welche Frankreich und Rußland einigen. Möchten Sie eine Erinnerung bewahren, derjenigen ähnlich, die wir, die Kaiserin und ich, für immer bewahren an die im vorigen Jahr« in Frankreich so angenehm verlebten Tage. Ich erhebe mein Glas Ihnen zu Ehren, Herr Präsident, auf die Größe und das Wohlergehen des schönen uns befreundeten und verbünoeim Lautes!" Das Orchester spielte die Mar-
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seillaise. Präsident Loubet erwiderte folgendes: „Sir«! Indem ich Ihrer Einladung entsprach, ist es mir besonders angenehm gewesen, Ihnen die Wünsche Frankreichs zu überbringen, welches stets für Euer Majestät die Gefühle hegt, deren Ausdruck Sie vor Kurzem haben entgegennehmen können, wie sehr das Herz Rußlands im Einklang mit dem Herzen meines Landes schlägt. Frankreich wird ebenso glücklich fein über diese vollkommene Harmonie als gerührt über daS Gedenken, welches, wie Euer Majestät und Ihre Majestät die Kaiserin mir zu sagen belieben, Sie ihm bewahrten. Voll tiefer Dankbarkeit für den mir gewordenen Empfang erhebe ich das Glas zu Ehren Ew. Majestät und Ihrer Majestät, Ihrer Majestät der Kaiserin Marie und der ganzen kaiserlichen Familie. Ich trinke auf die Wohlfahrt und Größe Rußlands, des wahren Freundes und treuen Verbündeten Frankreichs! Beide Trinksprüche wurden in französischer Sprache ausgebracht.
Die Katastrophe der kleinen Antillen.
Rom, 20. Mai. Der Munizipalrath bewilligte 20 000 Lire für die durch die Katastrophe auf Martinique Geschädigten.
Haag, 20. Mai. Wie aus Cura^ao gemeldet wird, ist das holländische Panzerschiff „Konigin-Regentes" dort eingetroffen. Dasselbe überbringt Lebensmittel für die Ueberlebenden aus Martinique.
Fort de France, 20. Mai. („Havas"-Meldung). In Basse Pointe wurden gestern Nachmittag infolge plötzlichen Steigens der Flüsse Häuser fortgerissen. In andere Häuser drang Schlamm ein. Menschen sind nicht verunglückt.
St. Thomas, 20. Mai. („Reuter"-Meldung.) Heute früh 6 Uhr wurden von Südosten, aus der Richtung, in welcher Martinique liegt, heftige Detonationen gehört, welche stärker waren als die am 7. Mai vernommenen.
Fort de France, 2o. Mai. Heute früh 6 Uhr entlud sich ein starker Aschenregen mit ungeheurer Schnelligkeit über Fort de France. Die Strahlen der ausgehenden Sonne ließen denselben als mit zuckenden Flammen durchsetzt erscheinen. Die Erscheinung war von bumpfem Rollen begleitet. Während dieser neuen Thätigkeit des Vulkans entstand eine gewaltige Panik. Die Bevölkerung flüchtete entsetzt nach allen Richtungen. Etwa 20000 Menschen durcheilten während des Asche- und Steinregens voller Schrecken unter lautem Jammer die Straßen. Viele warfen sich auf die Knie unb beteten. Andere retteten sich auf Schiffe. Die See wurde durch große Massen, die sich vom Mont Pelee aus neu sich öffnenden Kratern ergossen, stellenweise zum Kochen gebracht. Das amerikanische Schiff „Potomac" nnd der englische Kreuzer „Jndfattigable", welche eingetroffen waren, um die Leichen des amerikanischen und englichen Consuls aus St. Pierre zu holen, gingen schleunigst wieder in See.
Opfer des Sports.
Paris, 21. Mai. Laut Blättermeldung wurde der deutsche Rennfahrer Verheyen bei Fontainebleau infolge Automobilunfalles getödtet. — Im gestrigen Radrennen um den großen Pfingstpreis siegte wiederum Ar end, nachdem Taylor bereits in einem Zwischenlauf unterlegen war.
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Berlin, 21. Mai. Am Pfingstsonntag ist nach langjährigem, schwerem Leiden die Wittwe des kommandirenden Admirals Alexander Graf v. Monts, Frau Gräfin Clara v. Monts, geb. v. Jngersleben, hier aus dem Leben geschieden.
Berlin, 21. Mai. Die „Vossische Ztg." meldet, der Kultusminister habe angeordnet, daß auf allen preußischen Universitäten Anfangskurse im Griechischen für Realabiturienten errichtet werden. — Demselben Blatt zufolge richtete der Kultusminister einen Erlaß an den Ausschuß der Aerztekammer, nach dem dieser die Aerztekammern über den Heilwerth der Hypnose hören und nach Jahresfrist sich über die Frage äußern soll.
Berlin,. 21. Mai. Die „Berl. Polit. Nachrichten" beziffern den den Staatsbahnen durch die Ungunst des Wetters in der Vorwoche und Pfingsten erwachsenen Einnahme a u s f a l l auf gut 2 Mill.
Berlin, 21. Mai. Die „Nationalzeitung" erfährt, die Polenvorlage sei gestern dem Landtage zugegangen. Sie werde spätestens am Donnerstag im Druck vorliegen.
München, 20. Mai. Der Schriftsteller Professor Adal- bert Svoboda ist gestern hier gestorben.
Wien, 20. Mai. Das Mitglied des Herrenhauses, Direktor der Kreditanstalt, Gustav M authner, ist gestern Abend in Vöslau am Herzschlag gestorben.
Wien, 20. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm den Etat des Ackerbauministeriums und Meliorationsfonds an und begann die Berathung des Justizetats.
Paris, 20. Mai. Staatsrath Iaquin, welcher, ein langjähriger Freund der Familie Humbert, dieselbe wiederholt gegen dringende Gläubiger schützte, hat seine Entlassung genommen. '
Paris, 21. Mai. Die Staatsanwaltschaft von Rar- banne wurde benachrichtigt, daß im Schloß „Celeyran", das der Familie Humbert gehört, in der letzten Nacht eingebrochen wurde. Der Einbruch erinnert an die im Schlosse Vives Eaux verübten, das ebenfalls der Familie Humbert gehört. Die Siegel, die an das Besitzthum angelegt warm, sind zerstört worden. Die Größe des Diebstahls ist noch unbekannt.
Barcelona, 21. Mai. In Tarassa ist ein allgemeiner Ausstand der Weber ausgebrochen. 8000 legten die Arbeit nieder. Die Arbeitgeber weigern sich, nachzugeben.
Dublin, 21. Mai. Prinz Heinrich, welcher gestern am Polo'piel im Phönixpark theilnahm, war mit einigen seiner Offiziere gestern Abend Gast des Marquis Ornonde in Kingstown.
Washington, 20. Mai. Nach dem Bericht des Acker- baudepariemenis sind die Aussichten der Baumwollernte im ganzen Baumwollqebiete allgemein vielversprechend.
Johannesburg, 20. Mai. Die Behörden haben nunmehr geftauet, daß weitere vierhundert Pochwerke zwischen jetzt und dem 15. Juni in Betrieb genommen werden.