Erstes Blatt.
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Geneml-Anzeiger.
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Trfchsmt täglich mit Aârshmr btt Äsnn- und Feiertag«, mit belletristischer DeilLZe.
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Brrantwortl. Redakteur: 05. Schrecker in Hanau.
?r. 76.
Sümstog den 30. März
1901
Amtliches.
Stadtkreis Danau.
Bekaontmachungcn des Oberbürgermeisteramtes.
Bekanntmachung.
Die nach der Pferde - Aushebungs - Vorschrift vom 3. februar 1900 alljährlich vorzunehmende allgemeine Pferde- nusterung findet für den Stadtkreis Hanau am Donnerstag den 4. April 1901 tatt und müssen die Pferde zwecks Verlesung und Rangirung lm 7 u h r vormittags auf dem städtischen Viehmarktplatze vorgeführt werden und zwar sind dieselben von der Hainstraße aus heran und durch die türkischen Gärten nach Der Bogenstraße wegzuführen.
Jeder Pferdebesitzer ist verpflichtet, seine sämmtlichen Pferde zur Musterung zu gestellen, mit Ausnahme
a) der Fohlen warmblütiger Schläge unter vier Jahren;
b) der Fohlen kaltblütiger oder kaltblütig gemischter Pferde unter drei Jahren;
c) der Hengste;
d) der Stuten, die entweder hochtragend sind oder noch nicht länger als 14 Tage abgesohlt haben;
e) der Vollblutstuten, die im „Allgemeinen deutschen Gestütbuch" oder in den hierzu gehörigen offiziellen — vom Unionklub geführten — Listen eingetragen und von einem Vollbluthengst laut Deckschein belegt sind, auf Antrag des Besitzers;
f) der Pferde, welche auf beiden Augen blind sind;
g) der Pstrde, unter 1,50 m Bandmaß.
In den unter d bis f aufgeführten Fällen sind vom Ortsvorstand ausgefertigte Bescheinigungen vorzulegen, denen bei hochtragenden Stuten (Ziffer d) auch der Teckschein beizufügen ist.
Von der Verpflichtung zur Vorführung der Pferde sind ausgenommen:
1. Mitglieder der regierenden deutschen Familien;
2. die aktiven Offiziere und die Sanitätsoffiziere bezüglich der von ihnen zum Dienstgebrauch gehaltenen Pferde;
3. Beamte im Reichs- und Staatsdienst hinsichtlich der zum Dienstgebrauch, sowie Aerzte und Thierärzte hinsichtlich der zur Ausübung ihres Berufes nothwendigen Pferde;
4. Posthalter hinsichtlich derjenigen Pferdezahl, welche von ihnen zur Beförderung der Posten kontraktmäßig gehalten werden muß;
5. die Königlichen Staatsgestüte.
Pferdebesitzer, welche ihre gestellungspflichtigen Pferde nicht rechtzeitig oder vollzählig vorführen, haben außer der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen, daß auf ihre Kosten eine zwangsweise Herbeischaffung der nicht gestellten Pferde vorgenommen wird.
Das Vorführen der Pferde durch Kinder oder gebrechliche Leute ist verboten.
Hana« den 18. März 1901.
Der Oberbürgermeister.
Dr. Gebeschus.____4850
Bekanntmachung.
Bei dem Kaiserlichen Postamt hierselbst sind zum Besten der nach China entsandten Truppen 17,90 Mk. weiter eingegangen und an das Deutsche Hilfskomitee für Ostasien in Berlin abgeführt worden.
Hanau den 26. März 1901.
Der Vorstand des Zweigvereins vom Rothen Kreuz zu Hanau.
_______________Dr. Gebeschus.__
Oberrealschule zu Hanau.
Die von den Schülern der Oberrealschule während des Schuljahres 1900/01 angefertigten Zeichnungen sind vom 30. März bis zum 9. April d. Js., täglich von 11—4 Uhr, im Zeichensaale der Anstalt zur öffentlichen Besichtigung ausgestellt.
Hanau den 29. März 1901.
Der Direktor der Oberrealschule. 5369 _ Dr. Schmidt.__
Bekanntmachung.
An der höheren Mädchenschule, sowie den beiden Mittel- und Volksschulen finden die Zeichenausstellungen Samstag den 30» -. Mts., nachmittags von 3—5 Uhr, den folgenden Sonntag und Montag von 11—1 und 3—5 Uhr statt. An der höheren Mädchenschule liegen gleichzeitig die Handarbeiten zur Ansicht aus.
Hanau den 30. März 1901.
Die Stadtschuldeputation. 5425
Aufgebot.
Der Gemeinderechnungsführer Wilhelm Koch in Langenselbold hat als Verwalter über den Nachlaß des am 25. Februar 1901 in Langenselbold verstorbenen Kassirers des Vorschußvereins in Langenselbold, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht, Peter Friedrich Gasche, das Aufgebotsverfahren zum Zwecke der Ausschließung von Nachlaßgläubigern beantragt.
Die Nachlaßgläubiger werden daher aufgefordert, ihre Forderungen gegen den Nachlaß des verstorbenen Peter Friedrich Gasche spätestens in dem auf
Dienstag den 28. Mai 1901, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Ausgebotstermine bei diesem Gericht anzumelden.
Die Anmeldung hat die Angabe des Gegenstandes und des Grundes der Forderung zu enthalten. Urkundliche Beweisstücke sind in Urschrift oder in Abschrift beizusügen.
Die Nachlaßgläubiger, welche sich nicht melden, können, unbeschadet des Rechtes, vor den Verbindlichkeiten aus Pflichttheilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen berücksichtigt zu werden, von den Erben nur insoweit Befriedigung verlangen, als sich nach Befriedigung der nicht ausgeschlossenen Gläubiger noch ein Ueberschuß ergibt. Auch hastet ihnen jeder Erbe nach der Theilung des Nachlasses nur für den seinem Erbtheil entsprechenden Theil der Verbindlichkeit.
Für die Gläubiger aus Pflichttheilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen, sowie für die Gläubiger, denen die Erben unbeschränkt haften, tritt, wenn sie sich nicht melden, nur der Rechtsnachtheil ein, daß jeder Erbe ihnen nach der Theilung des Nachlasses für den seinem Erbtheil entsprechenden Theil der Verbindlichkeit haftet.
Langenselbold den 27. März 1901.
___________Königliches Amtsgericht.________5323
Mus Stadt und £and.
Hanan, 30. März.
* Das Kirchengesetz, betreffend Ruhegehaltsordnung für die Geistlichen der evangelischen Kirchengemeinschaften des Konsistorialbezirks Cassel, ist am 11. ds. Mts. von Sr. Majestät dem König vollzogen worden. Die Königl. Verordnung über das Inkrafttreten dieses Gesetzes, das mit dem 1. April wirksam wird, datirt vom 12. ds. Mts. Das Königliche Konsistorium zu Cassel ist mit der Ausführung des Gesetzes beauftragt.
* Kirchliches. In Groß auh eim findet Palmsonntag Vormittag Lesegottesdienst statt.
* Kontrolversammlang. Montag den 1. April, vormittags 8 Uhr, in Hanau (Paradeplatz): Ersatz-Reserve Jahresklassen 1888 bis 1892; vormittags 10 Uhr: Ersatz- Reserve Jahresklassen 1893 bis 1900; nachmittags 3 Uhr: Wehrleute I. Aufgebots, Jahresklassen 1888 bis einschl. 1891, ausschließlich Derjenigen, welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1889 eingetreten sind.
* Juf.-Regt. Nr. 166. Frhr. v. Holzhausen, Lt. der Res. des Jnf.-Regls. Nr. 166, bisher kommandirt zur Dienstleistung bei diesem Regt, im aktiven Heere als Lt. mit Patent vom 30. November 1899 in dem genannten Regt, angestellt.
* Versetzt wurde der Postsekretär M ü n ft e r von Hanau nach Hofgeismar.
* Personalien. Die Postassistentenprüfung bestanden: Die Postgehilfen Kuhn-Birstein, Kurz-Fechenheim, Stubbe-Grebenstein, Zeier-Windecken. Zwei Herren genügten den an sie gestellten Anforderungen nicht.
* Verkehrswesen. Die Personenbeförderung mit dem Güterzug 3962 Richtung Friedberg-Hanau-Nord ab Windecken hört mit dem 31. März auf. Am 1. April wird die Nebenstrecke Niedergemünden-Niederofleiden dem Verkehr übergeben und Verbindung über Amöneburg mit Kirchhain hergestellt.
* Postschalter. Von Montag ab sind die Postschalter um 7 Uhr morgens geöffnet.
* Kreissteuern. Von denjenigen Landkreisen des Regierungsbezirks Cassel, welche die Unterhaltung der Landwege übernommen haben, hat im Jahre 1900 nach einer uns vorliegenden Statistik der Landkreis Hanau den geringsten Prozentsatz an Kreissteuern erhoben. Im Landkreis Hanau betrugen nämlich die Kreissteuern 15 pCt. der Staatssteuern, in Cassel 20 pCt., Witzenhausen 21 pCt., Schmalkalden 28 pCt., Rinteln 30 pCt., Rorenburg 30 pCt., Melsungen 40 pCt., Hünfeld 48 pCt., Frankenberg 49 pCt., Gersfeld 50 pCt.
* Ausstellung Im Anschluß an die Zeichenausstellung an der höheren Mädchenschule hat der Zeichenlehrer der Anstalt, Herr Bongardt, ebendaselbst eine Ausstellung der in seinem Privatkursus angefertigten Arbeiten veranstaltet, deren Besichtigung wir unseren Lesern angelegentlichst empfehlen.
Die heutige Rumm«r umfaßt außer dem UuterhaltungsbLatt 18 Setten»
A. Oberrealschule. Von 42 Schülern der beiden Untersekunden der hiesigen Oberrealschule konnte, zum ersten Mal nach den neuen Bestimmungen ohne Examen, 41 die Reife für Obersekunda und damit die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst zuerkanm werden; 15 von ihnen wollen die Schule weiter besuchen, 26 sich einem praktischen Berufe zuwenden.
8. Handelsschule. In der Handelsschule kamen heute 31 Schüler der I. Klasse zur Entlassung. Dieselben veranstalten zur Feier des Tages heute Abend einen solennen Musik-Kommers in der „Goldenen Gerste", wozu sie auch — ein erfreuliches Zeichen für den guten Geist, der an der Schule herrscht — ihre Lehrer eingeladen haben. Das reichhaltige Programm verspricht einen recht gelungenen Abend.
* Sommerfahrplan 1901. Neue Züge. (Frankfurt a. M. H.-P.-B.—Hanau—(Aschaffenburg)—Bebra). Die im Dezember v. I. neu eingelegte Rioiera-Luxuszüge 19 und
20 werden im Sommer vom 1. Juli ab wie folgt zwischen Berlin, Amsterdam und der Schweiz als Schweizer Expreß gefahren: L 19. Frankfurt ab 6.05; der Zug bildet einen Theil des Schweizer Expreß Luzern-Berlin über Basel-Straß- burg-Worms-Frankfurt und hat in Frankfurt Anschluß an den Schweizer Expreß Thusis-Amsterdam-Haag über Chur Basel- Karlsruhe-Mannheim-Biblis-Frankfun-Mainz-Köln. L 20. Bebra ab 9.00, Frankfurt , an 11.42; der Zug bildet einen Theil des Schweizer Expreß Berlin-Luzern über Frankfurt- Worms-Straßburg Basel. Die Schnellzüge 3 und 4, die bisher im Sommer als Doppelzüge der Schnellzüge 13 und 14 nur in der Zeit vom 1. Juni bis 15. September befördert worden sind, sollen während der ganzen Sommerfahrplanperiode gefahren werden; die Züge 3 und 4 vermitteln den Berliner und die Züge 13 und 14 den Leipziger und Hamburger Verkehr. Schnellzüge 161a und 170a Fr ankfurt H.-P.-B.- Aschaffenburg und umgekehrt. Diese Züge bilden die Fortsetzung der von der bayerischen Staatsbahn im Sommerfahrplan eingelegten Züge 68 und 67 nach bezw. von Aschaffen- burg-Nürnberg-Eger-(Carlsbad). In Würzburg werden die Züge in Zusammenschluß mit den Hamburg Münchener Zügen D 88—16 und 15—87 gebracht und auch über Passau hinaus nach Wien Fortsetzung erhalten. Es wird hierdurch eine neue Schnellzugsverbindung zwischen Frankfurt, München, Carlsbad, Passau und Wien geschaffen. Zug 161a erhält in Frankfurt Anschluß von den Zügen 16 von Basel, 236 von Kastel, 704 von Homburg, 44 von Gießen, in Hanau von den âügen 828 von Friedberg und 456 von Erbach. Zug 170a erhält in Frankfurt Anschluß an den Zug 101 nach Darmstadt. — Sonstige wichtige Zugveränderungen, insbesondere Früherlegung. (Frankfurt-Hanau- (Aschaffcnburg)-Bebra). v-Zug 1 Frankfurt ab 9.30 (bisher 9.00) Bebra an 12.42 (bisher 12.17); Zug ist später gelegt zur Herstellung einer neuen Schnellzugsverbindung zwischen Paris und Berlin durch Zusammenschluß mit dem Schnellzug 116 von Mainz (Paris). — Personenzug 224 Hanau-Ost ab 4.48 (bisher 4.53); Personenzug 233 Frankfurt ab 8.30 (bisher 8.18), Hanau-Ost 9.13 (bisher 9.01); Zug ist später gelegt zur Gewinnung des Anschlusses vom Zuge D 12 von Heidelberg nach Basel. Personenzug 201 Frankfurt ab 5.15 (bisher 5.20), Elm an 7.53 (bisher 7.54). Personenzug 369 Frankfurt-Ost ab 6.20 (bisher 6.25), Aschaffenburg an 7.50 (bisher 7.45). Personenzug 371 Frankfurt-Ost ab 7.30 (bisher 7.35), Hanau-Ost an 8.11 (bisher 8.15), Aschaffenburg an 9.02 (bisher 9.04).
[] Submissionsergebnitz. Bei der gestern in Babenhausen stattgehabten Submission über Herstellung von Exerzier-Plätzen, sowie Pflasterarbeiten zum neuen Artillerie-Kasernement liefen folgende Angebote ein:
1. Brachhäuser Hannover
2. Gilmer u. Alwin-Fulda
3. Aumann u. Wenzel-Babenhausen
4. Josef Bodensohn-Hainstadt
5. Gebrüder Stern-Braunschweig
6. Wilhelm Dilger-Frankfurt a. M.
7. Th. Otto Düven-Straßburg i. E.
8. Rousselle'sche Basaltwerke - Klein- Steinheim
9. Kirchner u. Enders-Dieburg
10. Jäger u. Rumpf-Hanau
11. Braun u. Breitenbach-Karlsruhe
Mk. 159,860 —
150,674.- 118,757.—
117,905.—
115,489.—
110,995.—
105,183.50
ff
,/ ff if ft
102,148.50 101,863.—
96,750 — 94,975.70 91,089.— 89,281.— 82,918.—
ft if if ft ft if st
12. Löffler u. Fornaf-Roßdorf
13. Georg Bauer-Klein-Steinheim
14. Darmstädter u. Meyer-Darmstadt
][ Luxuszug. Nach Mittheilungen, welche der „N. B. L." geworden sind,'ist der neue Luxuszug von Berlin nach der Schweiz über Main-Neckar- und badische Bahn für die Hochsommersaison
nunmehr gesichert. Von Frankfurt bis Karlsruhe soll die Strecke in 120 Minuten zurückgelegt werden, wobei nur ein