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Gedruckt uu^ ..chdruckerei des verein. ev.

General-Anzeiger.

ANtlilhes Grßli« für Stadt- and FUdkreis Hanan.

.jcs in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Verantwort!. Redakteur: G. Schrecker in Hanau.

Nr. 144

Bezirks Fernsprechanschluß Nr. 98.

Montag den 24. Juni

Vezirks-Fernsprechanschluß Nr. 98.

1901

Amtliches.

Bekanntmachung.

Den Angehörigen des ostasiatischen Expeditions­korps werden gewöhnliche Briefe und Postkarten als Feld­postsendungen nach Möglichkeit auch auf der Rückreise in den Anlegehäfen der Transpotschiffe zugeführt. Geldbriefe, Post­anweisungen und Packete sind von der Beförderung nach den Transportschiffen ausgeschlossen.

Die an die Angehörigen des Expeditionskorps und der in China verbleibenden Besatzungsbrigade gerichteten Sendungen müssen fortan zur Vermeidung von Verzögerungen in der Aufschrift die Angabe enthalten, ob der Empfänger zur Be­satzungsbrigade gehört oder ob er heimkehrt; ist dem Absender der Name des Transportschiffes bekannt, so wird auch dieser anzugeben sein. Zur Zeit ist im Einzelnen nur bekannt, welche Offiziere zur Besatzungsbrigade übergetreten sind. Be­züglich der Mannschaften stehen lediglich folgende allgemeinen Anhaltspunkte zur Verfügung. Zur ostasiatischen Besatzungs­brigade treten vom ostasiatischen Expeditionskorps über:

1) alle aus dem Beurlaubtenstande bei dem Expeditions­korps eingestellten Mannschaften;

2) die aus dem aktiven Dienftstand in das Expeditions­korps eingetretenen Mannschaften der Kavallerie und reitenden Artillerie, welche bis 1903 dienstpflichtig sind;

3) sonstige Mannschaften, welche aus dem aktiven Dienst­stande mit dem Expeditionskorps freiwillig kapitulirt haben. Welche Mannschaften Kapitulationen abge­schlossen haben, ist den Dienststellen in der Heimath nicht bekannt.

Bei dieser Ungewißheit über die Zugehörigkeit und den Aufenthalt der Theilnehmer an der Expedition empfiehlt es sich, mit dem Abschicken von Postsendungen, namentlich von Postanweisungen, Geldbriefen und Packeten an die Angehörigen des Expeditionskorps so lange zurückzuhalten, bis zuverlässige Nachrichten darüber eingetroffen sind, ob die Empfänger bei der Besatzungsbrigade in Ostasien verbleiben oder auf welchem Transportschiffe die Heimkehr erfolgt, und in letzterem Falle, ob noch Zeit zur Entgegensendung von Briefen und Post­karten vorhanden ist.

Die Sammlung und Absendung der an die heimkehrenden Krieger auf den Schiffen gerichteten Brieffendungen geschieht durch das Marine-Postbureau in Berlin, das unmittelbare Briefposten auf die Schiffe abfertigt. Die Absender können jedoch Nachrichten auch ohne Vermittelung . des Marine-Post- bureaus unmittelbar nach den Anlaufhäfen der Dampfer ab­senden. In diesem Falle müssen die Briefe und Postkarten nach den Sätzen des Weltpostvereins frankirt und mit dem Namen des betreffenden Schiffes deutlich versehen werden.

Berlin W. 66 den 21. Juni 1901.

Der Staatssekretär des Reichs-Postamts.

________________ ________ Kraetke.__

Die Liste der Handwerker, welche an der Abstimmung über die Errichtung einer Zwarrgsirnrimg für Konditoren und Pfefferküchler im Bezirk der Handwerkskammer zu Cassel mit Ausschluß des Fürstenthums Waldeck theilgenommen haben, ist geschloßen und wird während zweier Wochen vom 2. Juli dieses Jahres an zur Einsicht und Erhebung etwaiger Einsprüche der Betheiligten im Stadtsekretariat, Zimmer 30 des hiesigen Rathhauses, öffentlich ausgelegt sein. Nach Ablauf obiger Frist angebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt.

Cassel den 19. Juni 1901.

Der Kommissar.

Brunner, Stadtsyndikus.

Stadt- und Landkreis Hanau.

Am 26. d. Mts. werden die Theilnehmer der von dem deutschen Automobil-Klub in Verbindung mit dem Automobil- Klub de France beabsichtigten Fernfahrt Paris-Koblenz-Frank­furt a./M.-Eisenach-Berlin den Strtdè- rmd Landkreis Hansn berühren. Die Fahrt wird an diesem Tage von Farnkiurt a./M. ausgehen und die Siraße über Hanau, Geln­hausen einschlagen. Sämmtliche dabei betheiligten Wagen werden mit großen, weithin sichtbaren Nummern von etwa 40 cm Höhe versehen sein, sodaß jeder Wagen als an dem Rennen betheiligt erkennbar ist.

Ich weise die Ortsbehörden an, das unmittelbare poli­zeiliche Einschreiten gegen die Fahrt-Theilnehmer auf das un­bedingt Nothwendige zu beschränken, und insbesondere auch zu vermeiden, daß schnellfahrende Kraftfahrzeuge ohne genügende Ursache zum Stillhalten veranlaßt werden. Gleichzeitig ersuche ich die Bevölkerung, sich beim Verkehr auf den betreffenden Straßen entsprechend einzurichten, damit Unfälle vermieden werden.

Hanau den 17. Juni 1901.

Der Königliche Landrath und Polizei-Direktor.

P 5199 v. Schenck.

Stadtkreis Danau.

Unter den jungen Remonten der 5. Eskadron des Thüringischen Manen-Regiments Nr. 6 ist die Brnftsenche ausgebrochen.

Hanau den 22. Juni 1901.

Königliche Polizei-Direktion.

P 5386 I. A.: Valentiner, Negierungs-Assessor.

Stadtkreis Danau.

BekanNtmachungen des Oberbürgermeisteramtes.

Bekauntukachmlg.

Für den Neubau eines Verwaltungsgebäudes des Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerkes zu Hanau sollen nach­stehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich verdungen werden: Loos I Erd-, Maurer- und Asphaltarbeiten,

veranschlagt zu rund 24850,00 M., II Steinmetzarbeiten 15300,00

III Zilnmerarbeiten 8560,00

IV Schmiede-u.Eisenarbeiten 3300,00

V Dachdeckerarbeiten 3420,00

VI Spenglerarbeiten 890,00

VII Abbruch eines Bureaugebäudes.

Zeichnungen und Bedingungen liegen auf dem Neubau- Bureau im Altstädter Rathhaus, Altstädter Markt Nr. 6, 1 Treppe hoch, zur Einsichtnahme aus und können die Ange- botsformulare zum Preise von 2 Mark für Loos I, 2 Mark für Loos II, 1,50 Mark füt Locs III, 0,50 Mark für Loos IV, 0,80 Mark für Loos V, 0,80 Mark für Loos VI und 0,20 Mark für Loos VII daselbst entnommen, auch gegen post- und bestellgeldfreie Einsendung der Beträge von dort be­zogen werden.

Die Eröffnung der Angebote soll am 1. Jnli -. Js. stattfinden und zwar:

Loos

I

vormittags

10

Uhr,

ff

II

If

l015

w

III

tf

io30

IV

if

l045

If

V

H«o

II

VI

W

HW

if

M

VII

1/

^30

if

und sind die Angebote verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zu vorstehenden Zeiten, post- und bestellgeldfrei an das oben genannte Bureau einzusenden. Später eingehende Angebote finden keine Berücksichtigung. Die Zuschlagsfrist beträgt 28 Tage.

Hanau den 18. Juni 1901.

Das Stadtbauamt.

Schmidt, Stadtbaurath. 10066

Handelsregister.

1. Neu eingetragen sind:

a. Die Firma Hanauer SMerwaaren-Mann- saktur Katharina Roth in Hanau und als ihre Inhaberin die Ehefrau des Kaufmanns Georg Roth, Katharina geb. Welsch in Hanau. Dem Ehemann der Inhaberin ist Prokura ertheilt.

b. Die Firma Gebrüder Hack in Hanau und als ihre Inhaber die Maurer Johannes Wilhelm Hack und Heinrich Wilhelm Hack, Beide in Hanau? Offene Handelsgesellschaft. Die Gesellschaft hat am 1. Ok­tober 1899 begonnen.

c. Die Firma Louis Israel, Agentur in Hanau a./M. mit dem Sitze in Hanau und als ihr Inhaber der Agent Louis Israel in Hanau.

d. Die Firma Jacob Gasèellan in Hanau und als ihr Inhaber der Herrenschnewer . Jacob Castellan in Hanau.

2. Bei der FirmaVerein für gemeinnützige Zwecke", Aktiengesellschaft in Hanau, ist eingetragen worden: An Stelle des verstorbenen Vorstandsmitgliedes Adalbert Hengs­berger ist der Kaufmann Wilhelm Hengsberger in Hanau zum Mitgliede des Vorstandes gewählt worden:

3. Gelöscht sind folgende Firmen:

a. Hanauer Wäsche-Bazar, Louise Gesing in Hanau,

b. Ferdinand Stern in Hanau,

c. S. Stern in Hanau,

d. M. Moritz in Hanau,

6. L. Steinberger, Schett's Nachfolger in Hanau.

4. Bei der Firma Aktiengesellschaft Bürgerverein in Hanau ist eingetragen worden : Die Liquidation ist beendet.

5. Die Firma Peter Bergmann in Großauheim ist auf Grund des § 142 des Reichsgesetzes über die freiwillige Gerichtsbarkeit von Amtswegen gelöscht worden.

6. Die Firma Heinrich Möller in Hanau soll von Amts­wegen gelöscht werden. Die Inhaber oder deren Rechts­nachfolger haben einen Widerspruch hiergegen bis zum 16, Oktober 1901 geltend zu machen.

7. Die Firma M. A. Strauß in Hanau soll von Amts­wegen gelöscht werden. Die Inhaber oder deren Rechts­nachfolger haben einen Widerspruch hiergegen bis zum 20. Oktober 1901 geltend zu machen.

8. Die Frist zur Erhebung des Widerspruchs gegen die beab­sichtigte Löschung der Firma G. C. Hisgen zur Naß­mühle bei Großkrotzenburg wird bis zum 20. Oktober 1901 verlängert.

Hanau den 20. Juni 1901.

Königliches Amtsgericht 5. 10252

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Gefunden: 1 Handsäge. 1 silberner Stockgriff. 1 elfenbeinerer langer, gerader Griff von einem Damenschirm.

Verloren: 1 Portemonnaie mit 394 Mk. und 2 zehn Pfg.-Marken. 1 desgl. mit 7 Mk. und 3 kleinen Schlüsseln.

Entflogen: 1 grüner Zwergpapagei.

Abhanden gekommen: 1 schwarzer Hahn.

Zugeflogen: 1 Brieftaube mit einem Ring am Bein mit der Nr. 0550 8 220.

Zug elaufen: 1 weißer Foxterrier mit schwarzen Ab­zeichen w. Geschl. 2 braune Hunde (1 junger und 1 alter.)

Hanau den 24. Juni 190L

Hus Stadt und Cand.

Hanau, 24. Juni.

* Die deutsche Rechtschreibungs-Konferenz, die im Reichsamt des Innern getagt hat, nahm, wie dieNat.- Ztg." erfährt, unter dem Vorsitz des Kultusministers Dr. Studt einen befriedigenden Verlauf und ist am Mittwoch Abend nach dreitägiger Dauer geschlossen worden. Der Charakter dieser Konferenz ist vielfach verkannt worden. Es handelte sich nicht um eine amtliche Reichsangelegenheit, sondern um eine freie Verständigung der deutscheu Bundes­regierungen, zu der bekanntlich auch Oesterreich einen Ver­treter entsandt hatte. Daß es sich auch nicht um eine wissen­schaftliche Konferenz zur weiteren Ausbildung der deutschen Rechtschreibung handeln konnte, ging schon aus der mitgetheilten Theilnehmerliste hervor. Vielmehr hatte die Konferenz die praktische Aufgabe, die Herstellung einer Einheitlichkeit in der deutschen Rechtschreibung anzubahnen, um einige anerkannte Uebelstände in derselben zu beseitigen. Eine Grundlage hierfür war in der sogenanntenPuttkamer'schen Orthographie" bereits vorhanden, die in den meisten deutschen Bundes­staaten als Schulorthographie eingeführt ist; es kam darauf an, die wenigen Differenzpunkte zwischen der: einzelnen Säubern der deutschen Sprache zu beseitigen. Dies ist für die Konferenz gelungen. Daneben sind noch einige strittige Fragen der Rechtschreibung, die schon lange zur Diskussion standen und einer baldigen Lösung dringend bedürftig waren, erörtert worden. So ist zum Beispiel eine Verständigung darüber herbeigeführt worden, daß die Anwendung des Dehnungs-h, sowie der Doppelbuchstaben erheblich eingeschränkt werben soll. Beträchtlich sind diese Aenderungen kaum zu nennen, sodaß für den deutschen Buchhandel feine Nothwendigkeit verließen würde, die Schulbücher usw. plötzlich zu ändern. Haupt­gewicht wurde immer darauf gelegt, eine einheitliche Ortho­graphie herzustellen, die nicht nur für die Schule, sondern auch für die öffentliche Verkehrs- und Amtssprache Geltung erlangen und auch in unserer Litteratur Eingang finben soll. Die Konferenz trug selbstverständlich nur einen vorberathenden Charakter, doch ist nach der hier erzielten allseitigen Ver­ständigung mit Sicherheit zu erwarten, daß die Regierungen der deutschen Bundesstaate:: und Oesterreichs die angenommenen Vorschläge billigen und ausführe:: werden. Wie die Litteratur, die Presse, das Publikum sich ba^u stellen wird, ist natürlich eine andere Frage.

) Fernsprechwesen. Aufenau, Bieber, Birstein, Bischofsheim, Bruchköbel, Butterstatt, Kassel (Kreis Geln­hausen), Dörnigheim, Fechenheim, Fischborn, Fulda, Geln­hausen, Hanau, Hauswurz, Hellstein, Hesseldorf, Hintersteinau, Hochstadt, Kempfenbrunn, Langenselbold, Lichenroth, Lieblos, Lohrhaupten, Marköbel, Mittelkalbach, Mittelbuchen, Neuhof, Oberkalbach, Oberndorf, Orb, Ostheim, Roßbach, Roßdorf, Schlierbach, Steinau, Ulmbach, Wachenbuchen, Wächtersbach, Windecker:, Romsthal und Soden (Kreis Schlüchtern) führen nunmehr Sprechverkehr mit Salmünster.