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19 Ireinm.

p«»Mer Anzeiger

handél, Gewerbe und Verkehr.

Hrsnkfurt a. M., 18. Februar. (Xb enbbiirfe.) Srebitatties 212 b. DiSkonto-Commanbit 185.20 b. Handelsgesellschaft 15 S.70 b. StaatSbeh» 143.60 b. Lombarde» 25.40 b. Auatolische 83.10 b. Welldeutsche Eisenbahn 1216. Prince Henri 109 40 b Gotthard 16 9.25 b. Se»tr»l 162.50 b. Nordost 114.20 6. Linien 100.40 b. 'tura-Simplon 101.55 6. Laura 197.50 b. Goucorbi« 250 6. Eschweiler 20 2.50 b. tirtenleefe 114 60 b. Griechen 37.80 b.

Der verkehr der «bendbörse war ruhig. Die Kurse konnten sich «id allen Gebiete» behaupten.

Berlin, 18. Februar. Pr»dukten««rkt. Weizen p« Mai 161.75, per Juli 163.75, per September.,

Roggen per Mai 143.25, per Juli 143., per September., Hafer per Mai 138.25, per Juli 137..

MaiS amerik. Mixed loce, per »fai 108.50, per Juli.. Säbël per Mai 55.40, per Oktober 49.50.

Spiritus, 70er loco 44.20, 50er..

Hamburg, 18. Februar. Kaffee good average Santos. Schkuß- Kurse per Mai 31*/* Pf., per September 32/* Pf.

Amsterdam, 18. Februar. Weizen per März., per Mai., Roggen per März 128., per Mai., Leinöl leco 25.'/», per März 25'/*, per März-Mai 25, per Juni-August 24*/», September- Dezb r. 22?'$. Banca-Zinn 72?/*. Billiion loce 72?/.

UsLe§rKPtzèschLr KArsbericht.

Frankfurt, 19. Februar, 12^4 Uhr.

Credit 211.50.

Staatsbahn 143.10.

Lombarden 25.50.

Disconto-Comm. 186.85.

Deutsche Bank 206.10. Handelsg. 153.30.

Dresdner 149.30.

Italiener 96.30.

3 °/o Mexicaner 25.50.

3°/o Portugiesen 27.40. Tendenz: Ruhig.

4®/« Spanier 71.80. Gotthard 169.30.

Schlveij. Nordost 114.40

Central 182,50.

Union 190.50.

Jura 101.60.

Harpener 197.50.

Gelsenkirchener 172.50.

Lanrahütte 167.50.

Bochumer 178..

Drahtberichte desDan. Hnz.

Kam Kurenkrieg.

London, 19. Februar. Der Korrespondent derDaily Mail" , welcher die Uebergabe Dewets bereits gestern als bevorstehend gemeldet hatte, hat seinem Blatte heute folgendes Telegramm gesandt, welches am 17. Feb­ruar von der Kolonne Hennice die sich 20 Meilen westlich von Hopetswn befindet, dstirt ist; Dewet ist an der Aus­führung seines Planes verhindert worden. Er befand sich auf dem Marsche nach Hopetown und ist von den Engländern gezwungen worden, eine andere Marschroute einzuschlagen. Während des Vormarsches beschoß er die Kolonne Plumers mit automatischen Geschützen, ohne jedoch den Engländern große Verluste beizubringen. Dewet hat zahlreiche Pferde in der Umgegend reqairirt. Er hält eine äußerst strenge Dis­ziplin in seinem Kommando aufrecht. Ein Theil seiner Trup­pen protestirte gegen die Härte dieser Disziplin. Die Unzu­friedenen stellten sich unter das Kommando eines anderen Führers und operirten unabhängig von Dewet.

London, 19. Februar.Daily Mail" meldet aus Cap­stadt : Dewet gab die Erklärung ab, er werde während seines Vordringens in der Kap -Kolonie sämmtliche willigen Bewohner der Kolonie in seine Reihen ausnehmen und die von ihm durchzogenen Gebiete unter seine eigene Verwaltung stellen.

London, 19. Februar. Aus Sidney wird gemeldet: Die Regierung von Neu-Seeland p r o t e st i r t e gegen weitere Truppenanwerbungen für Südafrika.

London, 19. Februar. In den Wandelgängen des Unterhauses war bis heute früh noch keine Bestätigung des Gerüchtes von der Uebergabe Dewets eingetroffen. Der Gemeinderath des Londoner Stadtviertels Batterseade hat gestern der Regierung folgenden Beschluß zugesandt: Der Ge­meinderath wünscht, daß die Regierung zur Ehre Englands und zum Wohl der Menschheit dem Kriege in Südafrika ein Ende mache und Maßregeln treffe, um den beiden Buren- Republiken ihre Unabhängigkeit zu lassen und den Führern derselben annehmbare Bedingungen zu machen.

London, 19. Februar. Das Kriegsamt ver­öffentlicht die englische Verlustliste in Südafrika von 18. d. Mts., welche folgende Angaben enthält: 6 Todte, 32 an Krankheiten Verstorbene, darunter ein Offizier, 30 Verwundete und 12 Vermißte.

London, 19. Februar. Ein Telegramm aus Lorenzo Marques berichtet, daß eine Anzahl Geschäfts­häuser in Komatiport und Batterson geschlossen wurden, da die Behörden Kenntniß davon erhalten hatten, daß diese an Buren-Familien Lebensmittel und Thee verkauften, die diese Gegenstände den im Felde stehenden Buren zu übermitteln wußten.

London, 18. Februar. Unterhaus. (Lchluß.) Im weiteren Verlaufe der Adreßdebatte erklärt Chamberlain in Be­antwortung verschiedener Anfragen Lloyd Georges und anderer Mitglieder des Hauses, die Politik der Regierung be­züglich Südafrikas habe sich nicht geändert. Er wieder­holt dann seine früheren Erklärungen bezüglich der zukünftigen Regierung Transvals und des Oranje-Freistaates.

* et *

Ans China.

Berlin, 19. Februar. Nach einem Telegramm derVossi- schen Zeitung" aus London heben verschiedene Blätter hervor, die Pekinger Meldung, daß Graf W a l d e r s e e, um mehr Druck auf die chinesische Regierung auszuüben, im Frühjahr eine Expedition nach Tviyuenfu und weiter zu ent­senden beabsichtige, stehe im Widerspruch mit der Erklärung Cranbornes in der Freitagssitzuug des Unterhauses, wonach die Entsendung einer kriegerischen Expedition ins Innere Chinas eine höchst unheilvolle Politik sein werde. Tie Blätter pro- testiren gegen eine solche Expedition und hoffen, England würde in diesem Falle der Führung Deutschlands nicht folgen.

* *

*

Homhurg, 19. Feör«ar. 12 Uhr 45 Min. (Privst- telegrKMM.) Der König «»» Enzland wird für morgen Abend hier erwartet, doch ist eS noch unbestimmt, ob derselbe auf Schloß Friedrichhof oder hier W»hm.«L nehmen wird. Die Kaiserin begibt sich heute Abend 8 Uhr nach Berlin.

Berlin, 19. Februar. Zu der Festnahme eines Wechsel- fälschers in Breslau wird noch berichtet, daß der Verhaftete angeblich ein Buchhalter »«Meus Gustav Hohl «ad aus Saar­brücken gebürtig ist.

Berlin, 19. Februar. Das Abgeordnetenhaus hat in seiner gestrigen AKndsitzung das Ordinarium und das Extra- Ordinarium des Etats des Ministeriums deS Innern erledigt.

Berlin, 19. Februar. Nach einem Telegramm der Vsssischen Zeitung" aus Wien wird die Unterbrechung in der Tagung des Parlaments von der Regierung dazu benutzt, die schwebenden Meinungsverschiedenheiten zwischen den Par­teien zu beseitigen, um so die Arbeitsfähigkeit des Hauses wenigstens für die allernächste Zeit zu sicherm. Ueber die nichtdeutschen Eingaben ist j®ar noch immer keine Entscheidung getroffen, aber die letzten Berichte lasten eS- als gewiß er- schemen, daß die Arbeiten des Parlaments an dieser Frage nicht scheitern werden. Eine gestern stattgehabte vier­stündige Besprechung zwischen dem Ministerpräsidenten Körber und der Parlaments-Kommission des Pslenklubs hat die Hoff­nungen auf Floitmachung des Parlaments sehr vermehrt.

Berlin, 19. Februar. Wie aus London depeschirt wird, reist König Eduard noch in dieser Woche voraussichtlich am Samstag nach Deutschland. Die Königin bleibt in England.

Berlin, 19. Februar. Dem Lokal-Anzeiger wird über London aus Grimsby gen elbet: Das russische Segelschiff Hoppitt bohrte Donnerstag Nacht 35 Meilen von Sparn Head den englischen Dampfer Homer in Grund. Der Nuslugmann rettete sich auf das russische Segelschiff. Der Rest der Be­satzung des Homer von 16 Mann ist ertrunken. Der Hoppitt wurde von einem dänischen Dampfer beschädigt nach Grimsby geschleppt.

Berlin, 19. Februar. Der Lokal-Anzeiger meldet aus CuxHafen: Auf dem Dampfer Walsersee, der seit voriger Woche hier im Schnelldampferhafen liegt, brach gestern Abend Feuer aus. Als Ursache des Brandes ist Selbstentzündung von Baumwolle anzunehmen.

Berlin, 1$. Februar. Gestern fand das Festmahl des brandenburgischen Provinzial-Land- t a g e s statt. Anwesend waren Finanzminister o. Miquel, Oberbürgermeister Kirschner und Andere. Oberpräsident v. Bethmann-Hollweg brachte das Hoch auf den Kaiser aus.

Landon, 18. Februar. Unterhaus. (Fortsetzung.) Cranborne fährt fort: Man könne nicht umhin, zu wünschen, daß die zweifellos wohlwollenden Absichten der Regierung durch ihre Beamten in den entlegenen Provinzen weiter ausgeführt werden. Er zweifle nicht bezüglich Rußlands Absichten gegen­über England in dieser Angelegenheit. Bezüglich der Nord­bahn höre die Negierung, daß die Besetzung gleichfalls ledig­lich zeitweilig sei und England in den Besitz seiner vollen politischen und finanziellen Rechte gelangt. Er sei be­friedigt, daß die russische Regierung ihnen zeitweilig die Natur neuer Besatzung zugesichert habe und anderer­seits behalte sich' England seine Rechte mit Bezug auf die Occupation der Mandschurei vor. Die russische Regierung versichert uns, fährt Cranborne fort, daß irgendwelches zwischen Rußland und China bezüglich der Mandschurei bestehendes Abkommen die Natur eines modus vivendi zur Verhütung von Unruhen an den Grenzen trage, daß es sich bezüglich der Besetzung der Bahn lediglich um eine zeitweilige handle. Obgleich er für Rußland eine Bürgschaft dafür erwarte, daß nach Rußlands Zurückziehung diese Unruhen nicht wieder ausbrachen, werde er diese Bürgschaft nicht in der Form einer Gebietserwerbung oder eines Protektorats in der Mandschurei annehmen. Was Niutschwang betrifft, glaube ich, daß, ob­gleich es nominell unter den russischen Militärgesetzen steht, die privaten Rechte der fremden Gemeinschaften nicht in irgend welcher Ausdehnung beeinträchtigt zu sein scheinen. Die Politik der britischen Negierung sei weder eine angreifende noch eine großthuerische. Harcourt frägt an, ob die Expedition ins Innere Chinas von Waldersee angeordnet worden sei, wenn ja, wie würden die britischen Truppen hiervon betroffen werden? Am Ende einer solchen Operation dürfte man sich in einen zweiten Guerilla-Krieg verwickelt sehen. Cronborne erwidert: Soweit die Regierung Kenntniß habe, gebe es keine auswärtige Regierung, die eine Expedition in's Innere Chinas auszu­führen wünsche. Wenn solche geplant wäre, würden sicherlich die englischen Befehlshaber die Anweisungen ihrer Regierung einholen, ehe sie einem solchen Vorgehen zustimmen. Der wirkliche Sachverhalt sei, daß die Regierung keinerlei Informationen über diesen Punkt besitze. Auf eine Anfrage Kob House erwidert Cronborne, England habe nicht nur die bestimmte Versicherung der russischen Regierung hinsichtlich der Timtsin-Schanghaikwan-Bahn, daß sie sie räumen werde, sondern sie habe sie bereits geräämt, und der deutsche Befehlshaber sei im Begriff, sie an England zu über­geben.

London, 19. Februar. DieTimes" melden aus New- york: Schatzsekretär Gage erklärt, er werde die jetzige Wirth- schaftspolitik gegenüber Rußland in nichts ändern. Gage be­streitet, daß die amerikanische Stahlindustrie vernichtet sei, und erklärt, Rußland könne amerikanische Maschinen nicht entbehren und werde die aus der Erhöhung des Zolles sich ergebende Preiserhöhung zu tragen haben.

London, 19. Februar. Aus Kapstadt wird berichtet: Zwei neue Pestfälle sind gestern konstatirt worden. 150 Eingeborene haben die Arbeit auf den Docks gestern wieder ausgenommen.

Brüssel, 19. Februar. Wie sich herausstellt, war der dem Gesandten Leyds g e st o h l e n e Koffer von dessen Tochter aus dem Haag abgesandt; derselbe enthielt Wäsche, Kleidungsstücke und Schmucksachen. Der Koffer ist inzwischen in einem Kanale wieder aufgefischt worden. Von dem In-

Halte waren nur noch Taschentücher und ein Kästchen mit der AufschriftPretoria" vorhanden.

Madrid, 18. Februar. General Weyl er theilte den Leitern der hiesigen Blätter mit, die Präventivcensur sei, da die Ruhe «ndauere, sufgehsben unter der Bedingung, daß die Blätter die Besprechung der letzten Ereignisse in Madrr.) unterlassen »nd bei Besprechung der Vorfälle in der Provinz Zurückhaltung beobachten.

VelKrad, 19. Februar. Die Rekonstruktion des K K b i n e t s ist vollzogen. Der Ministerpräsident behält das Präsidium und übernimmt das Ministerium der Justiz, er gibt bege§£Ä das Ministerium des Beugern an den ehemaligen FinÄnzminifter, derzeitig Gesandten in Paris Michael Wsjitsch, ab. Zum Minister des Innern ist der bisherige Präsident des obersten Rechnungshofes, Nicsla Stefonswitsch, ernannt worden. Der Parteiangehörigkeit nach ist Wujitsch gemäßigt radikal, StefansAitsch ehemaliger Fortschrittler. Das Handelsministerium übernimmt interimistisch der Finanzminister Mika Pspowitsch. Die übrigen Minister bleiben im Amte.

Bukarest, 18. Februar. In der Kammer unterbreitete heute der Minister der öffentlichen Arbeiten des Einnahme- budget für 1991/2, welches einen Ueserschuß von mehr als 17 Millionen aufmeist. Die Budgetkommission billigte den Einnahme-Voranschlag des Finanzministers. Das Kammer- komitee prüfte die Steuervorlagen. Bezüglich einiger derselben ist bereits ein Einvernehmen mit der Regierung erzielt worden. aaM-^3M^'a^'iosa»caMMESJiMMa?wj^^

SHL-Mertcht.

Der Hamburger Doppelschrauben - SchnelldampferAuguste Viktoria" ist am 18. Februar wohlbehalten in Genua einge- troffen.

OKMhrrrg, 17. Februar. Der DampferArcadias von der Hamburg-Amerita-Linie ist vorgestern in Philadelphia ein ge­troffen.

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