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Rettung Schiffbrüchiger telegraphirt: Am 13. Juni von einem

auf dem Peenemünder Haken gestrandeten Fischerboote 2 Per­sonen durch RettungsbootGeh. Rath Veitmeyer" der Station gerettet. Leipzig, 14. Juni. Der internationale Ver­legerkongreß beschloß, das ständige Bureau zu beauftragen, bei der österreichischen und ungarischen Regierung Schritte zum Beitritt derselben zur Berner Konvention betr. den Schutz von Werken der Litteratur und Kunst zu thun. Der Kongreß er­achtet ferner als einzig wirksames Mittel 311t Erhaltung und Förderung des Sortimentsbuchhandels die Verpflichtung, die von den Verlegern festgesetzten Ladenpreise eines Buches inne- zuhalten. Ferner wird eine internationale Kommission mit einem aus den Vorsitzenden der früheren Tagungen bestehenden geschäftsführenden Ausschuß bestellt, dem ein ständiges Bureau mit dem Sitze in Bern und ein Generalsekretär zur Ausführung der Kongreßbeschlüsse beigegeben wird. Henri Moral, Direktor des internationalen Amtes für geistiges Eigenthum in Bern, erbietet sich zur Einrichtung des ständigen Bureaus bis zur Ernennung eines Generalsekretärs.

Bandel, Gewerbe und Verkehr.

Marktbericht.

Hanau, 15. Juni. (Lebensmittelpreise.) Hülsen­früchte : Bohnen 30 Pfg., Erbsen 32 Psg., Linsen 40 Pfg. das Doppelliter ; Geflügel: Tauben das Pärchen 60 Pfg. bis 1 Mk.; ein junger Hahn 80 Pfg. bis 1 Mk.; ein Huhn 11,20 Mk.; eine Ente 22,30 Mk.; eine Gans 3,80 bis 4,20Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 30 Pfg., bessere Sorte 40 Pfg., Aal 1-1,20 Mk. Hecht 11,10 Mk., Barben 60 Psg., Barsch 60 Pfg. Va k^ ; Gemüse: Merrettig die Stange 1020 Pfg., Spargel das Pfund 3040 Pfg., Blumenkohl das Stück 3040 Pfg., Kopfsalat das Stück

5-10 Pfg., Rettig das Stück 5-8 Pfg., Ober-Kohlrabi das Stück 10-15 Pfg., Gurken das Stück 1530 Pfg., gelbe Rüben das Bund 10 Pfg., Neue Erbsen die Portion 25

bis 40 Pfg., Neue Bohnen das Pfund 3510 Pfg., Kartoffeln das Doppelliter 10 Pfg.; Obst: Kirschen 2025 Pfg., Stachelbeeren 25 Pfg. das 12 km, Erdbeeren das Pfund 80 bis 1 Mk., Aepfel das Pfund 50 Pfg.; Citronen das Stück 8-10 Pfg., Apfelsinen daS Stück 812-Pfg., Paradies­äpfel das Stück 612 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1,10-1,25 Mk., Mse 2 Stück 9 Pfg., Eier das Stück 47 Pfg., Zwiebeln das Doppelliter 1620 Pfg., Radieschen das Bündel 3 Pfg., Weizenmehl 1. Sorte 20 Psg., 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg. =

Mairrwafferwärme heute Vormittag 15 Grad.

Drahtnachrichten

Graf Waldersee in Japan.

aus

Berlin, 15. Juni. DerLokal-Anzeiger" meldet Tokio: Donnerstag Abend hat der General-Feldmarschall Gras Waldersee dem Feste des deutschen Klubs beigewohnt. Gestern

wurde er vom Kaiser in Abschieds-Audienz empfangen. Der Kaiser und die Kaiserin waren ungemein gnädig. Der Kaiser sandte dem Feldmarschall zwei prächtige japanische Vasen und

einen prächtigen Wandschirm. Sämmtliche Herren des Gefolges wurden gestern mit hohen japanischen Orden, verschiedener Klassen des Sonnenordens sowie des Ordens vom heiligen Schatz dekorirt. Heute findet ein großes Fest der Deutschen in Yokohama statt. Abends gibt der Feldmarschall in Tokio den Spitzen der japanischen Behörden ein Festmahl. Am II.

d. M. erfolgt die Abreise nach Nikko, am 18. von dort nach Kobe. An: 22. b. erfolgt die Einschiffung auf derGera" von Nagasaki 3111' Heimfahrt.

Aus China.

San Francisco, 15. Juni. Nachrichten aus Honolulu zufolge reiste der chinesische Reformator Sungatsen auf dem amerikanischen DampferMain" nach China. Es wird be­hauptet, er wolle eine Revolution herbeiführen, welche den Sturz der Kaiserin-Wittwe und der Mandarinen bezwecke. Sein Plan sei, in China ähnlich wie in Amerika eine Re- Er sagt, er

gierung durch einen Präsidenten einzuführen, stütze sich auf zahlreiche Anhänger.

Der Krieg in Südafrika.

London, 15. Juni. DieTimes"

berichten aus

Scheveningen: Frau Botha hatte gestern eine Unterredung mit dem Präsidenten Krüger bei dem Buren-Delegirten Wolmaran. DerDaily Mail" zufolge hatte dieser Besuch keinen offiziellen Charakter und Dr. Leyds war nicht zu­

gegen.

London, 16. Juni. Die Blätter berichten auf Grund eines hier eingetroffenen Privatbriefes, daß am 10. Mai ein großes Gefecht in bet Umgegend von Warmbad stattfand. Ein englischer Proviantzug mit 240 Wagen fiel den Buren in die Hände. Infolge dieses erheblicher: Verlustes mußten die Eng­länder Pietersburg räumen.

London, 15. Juni. Die Verlustliste vom süd­afrikanischen Kriegsschauplätze umfaßt für gestern 8 Todte, 12 Verwundete, 10 Gefangene, 4 Vermißte und 8 durch Krank­heiten Verstorbene.

Der österreichische Kaiser in Prag.

Wien, 15. Juni. Nach einer Meldung aus Prag über­reichte bei dem gestrigen Empfange des Stadtrathes der Bürgermeister dem Kaiser eine Denkschrift, in der der Wunsch ausgesprochen wird, daß stets ein Mitglied des Kaiserhauses in der Prager Burg residire. Der Kaiser antwortete darauf, er werde bei passender Gelegenheit veranlassen, daß diesem Wunsche Rechnung getragen werde. Die Tschechen wünschen, daß Erzherzog Franz F rdinand mit seiner Gemahlin, geborene Gräfin Chotèk, in der Prager Burg residire, was aber nicht wahrscheinlich ist.

Prag, 15. Juni. Auf die tschechischen Ansprachen, welche heute die Bürgermeister der Bezirke an den Kaiser gelegentlich seines heutigen Besucbes der betreffenden Vororte richteten, ant­

Samstag

wortete der Kaiser in tschechischer Sprache mit Ausdrücken des Dankes für den ihm bereiteten Empfang. Nachmittags fand ein Hofdiner statt, woran unter Anderen Ministerpräses Körber, der Hochadel, deutsche und böhmische Abgeordnete, die Landesausschußbeisitzer, die Spitzen der Behörden und die Generalität theilnahmen. Abends besuchte der Kaiser, nach­dem das Publikum ihn auf dem Wege dorthin lebhaft be­grüßt hatte, das Deutsche Theater, wo er vom Statthalter und dem Oberstlandmarschall empfangen und in die Hofloge ge­leitet wurde. Nach Beendigung der Vorstellung begab sich der Kaiser durch die festlich illuminirten Straßen, vom Publikum abermals begeistert begrüßt, zurück nach der Hofburg.

Rechtschrcibungskonfcrcnz.

Berlin, 15. Juni. Die für die Rechtschreibungskonferenz, welche am Montag im Reichsamt des Innern zusammentritt, vorbereiteten Vorschläge haben, wie dieNat.-Ztg." hört, keine bedeutende Tragweite. Es wird sich vielmehr nur um geringe Abänderungen der sogenannten Puttkamer'schen Orthographie handeln. Man hofft, durch einige Vereinfachungen derselben den Zwiespalt überwinden zu können, der noch immer zwischen der Rechtschreibung der Schulen einerseits, eines großen Theiles der Litteratur, der Presse, der Behörden rc. anderseits besteht.

Vörscnresorm-Gesetz.

Berlin, 15. Juni. DemLokal-Anzeiger" zufolge steht es fest, daß dem Reichstag in seiner nächsten Tagung ein Börsenreform-Gesetz vorgelegt werden wird. Jedoch läßt sich vorläufig über den Inhalt desselben nur sagen, daß vor Allem die Unsicherheit, die durch die Rechtsprechung geschaffen worden ist, beseitigt werden soll. Wieweit sonst noch Wünschen über die Börse entgegen gekommen werden soll, dürfte int Wesent­lichen von einer Besprechung mit den maaßgebenden Partei­führern des Reichstages abhängig gemacht werden. In Bundesrathskreisen ist Neigung vorhanden zu einer weitgehenden Berücksichtigung dieser Wünsche.

Anleihen.

Wien, 15. Juni. Der Prospekt über die neue öster­reichische Investitions-Anleihe wird heute Abend publizirt Tie Subskription erfolgt am 20. ds. zum Kurse von 95.

Wien, 15. Juni. Ein Vertreter der Landesbank hat sich behufs Abschlusses einer Anleihe, zu deren Tilgung das Salz- und Zündhölzchen-Monopol in Aussicht genommen ist, nach Sofia begeben.

Die Volkszâhlr.:;.; in England.

Lcr.dou, 15. Juni. Ein Blaubuch über das Resultat der jüngsten Volkszählung ist erschienen. Demnach beträgt die Zahl der englischen Bevölkerung für England und Wales 32,526,075 Seelen. Die Zahl der Frauen übersteigt die der Männer um 1,082,619.

Die marokkanische Gesandtschaft in Frankreich.

Donlon, 15. Juni. Die Mitglieder der marokkanischen Gesandtschaft statteten gestern verschiedene amtliche Besuche beim Marine-Präfekten, Bürgermeister und dem Gouverneur- ab und abends fand ein Besuch des Admirals de Maignet an Bord des Schlachtschiffes St. Louis statt. Heute begibt sich die Gesandtschaft nach Paris, um dem Präsidenten Loubet eine Reihe kostbarer Geschenke zu überbringen, darunter Waffen, Teppiche und prachtvolle arabische Vollbluthengste.

Abschied vom Bühnenleben.

Karlsruhe, 15. Juni. Gestern Abend feierte Pauline Mailh a c, die bekannte Wagner-Sängerin, ihren Abschied von: B ü h n e n l e b e n als Brunhilde in der Götterdämmerung. Das Großherzogspaar und die Kron­prinzessin waren hierzu eigens von Baden-Baden herüber ge­kommen. Das Publikum bereitete der Künstlerin unvergleichliche Ovationen und stiftete viele werthvolle Geschenke. Der Groß­herzog ernannte die Künstlerin zum Ehrenmitglied der Karls­ruher Hofoper. Ueber 5000 Menschen erwarteten vor dem Theater die Künstlerin, die unter dem Jubel des Publikums in einem vierspännigen mit Blumen geschmückten Wagen die Heimfahrt antrat.

Italienische Kammer.

Rom, 14. Juni. Bei Erörterung der Frage der neuen Handelsverträge führt Prinetti aus, der Handel mit Wein stelle die einzige erhebliche Schwierigkeit dar. Die Re­gierung sei keineswegs geneigt, ben Weinbau und den Wein­handel den übrigen ökonomischen Interessen zu opfern. Ange­sichts der Bereitwilligkeit der italienischen Regierung und den von der deutschen und österreich-ungarischen Regierung aufrichtg bekundeten günstigen Intentionen würde dieseSchwierigkeit nicht unüberwindbar sein. Die Erklärungen des deutschen Reichskanzlers Bülow über die zukünftigen Handelsbeziehungen mit Italien hätten nichts Bedrohliches für die wichtigsten Artikel der italienischen Ausfuhr, die deutsche Regierung stellte vielmehr Anträge entgegen, welche hinsichtlich der italienischen Weine eben jetzt eine härtere Behandlung verlangten. Der italienische Markt sei keineswegs gering zu schätzen. Wenn die eine Million Hektoliter Wein, welche Italien jährlich nach Deutschland und Oesterreich ausführe, die dortigen Produzenten zu Klagen über den Wettbewerb ver­anlasse, können auch die italienischen Fabrikanten über die Ein­fuhr von 400 Millionen Francs aus beiden Ländern keines­wegs erfreut sein. Der Minister meint, daß man jetzt von der Aufstellung eines neuen Generaltarifs oder der Abänderung des bestehenden Tarifs absehen wolle, dazu sei Zeit, wenn, entgegen aller Voraussicht, der Glaube an die Erneuerung der Verträge aufgegeben werden müsse. Der Minister betont schließlich, er glaube, die Berechtigung seiner sehr festen Hoffnung auf die Erneuerung der Han­delsverträge mit den Zeutralmüchten nachgewiesen zu haben und bekenne dièse Ueberzeugung mit umso größerer Wärme, als man gegenwärtig die auswärtige Politik nicht als geschickt und glücklich ansehen könnte, die nicht zugleich dem Lande Handelsbeziehungen verschafft, welche die Gütererzeugung und das Nationalvermögen zu fördern im Stande sind. (Leb­hafter Beifall.) Bezüglich Albaniens erklärt Pri­netti, daß bei ben ökonomischen und moralischen

Fortschritten der Albanesen naturgemäß sowohl die Beziehungen Oesterreichs-Ungarns als diejenigen Italiens gegenüber Albanien sich gemehrt hätten. Italien werde stets die Bestrebungen der Albanesen nach höherer Zivilisation fördern. Weder die Ne­gierung Oesterreich-Ungarns noch diejenige Italiens habe be­züglich Albaniens irgend welchen Segen. Er könne in dieser Beziehung die Erklärungen Visconti Venestas vom 18. Dez. v. I. wiederholen und hinzufügen, daß die Negierung beider Länder der Entwicklung des albanesischen Volkes mit^ gleicher Befriedigung und ohne jedes Nebeninteresse gegenwärtig ihr Augenmerk zu wenden und auch weiter gedeihen werden. Auch hinsichtlich Tripolis stimmt Prinetti mit Visconti Venosta darin überein, daß die Aufrechterhaltung des Status quo daselbst im Interesse Italiens liege. Diese sei gegen­wärtig ebensowenig gefährdet, wie irgend eine Aenderung im Status quo im Mittelländischen Meer zu befürchten sei. Jedenfalls könne Italien aus seinen Bündnissen und befreun­deten Beziehungen die Gewißheit entnehmen, daß das Gleichge­wicht im Mittelländischen Meere nicht irgendwie zu seinem Nachtheil verschoben werden könne. Prinetti erklärt sodann, treu seinen Bündnissen, glücklich im Gefühl, freundschaftliche Beziehungen mit allen Nationen zu unterhalten, könne Italien mit Ruhe die Gegenwart betrachten und mit Vertrauen in die Zukunft schauen. Italien werde auch fernerhin im Concert der Großmächte und im allgemeinen Interesse das Werk der Versöhnung und des Friedens fortsetzen, aber es werde auch überall seinen Einfluß und sein Ansehen mit Festigkeit zu wahren wissen, wo italienische Interessen ihm das Recht und die Pflicht dazu geben. Italien werde stets ohne Prahlerei, aber auch ohne Schwäche seine Länder zu schützen wissen. Der Minister schließt mit dem Wunsch, daß Meinungsver­schiedenheiten und Jnteressenkonflikte, welche das italienische Volk berührten, kein Hinderniß bilden möchten für die Einig­keit des Empfindens und der Beständigkeit des Wollens in den auswärtigen Fragen, wodurch allein dem großen italienischen Vaterlande die Verwirklichung seiner hohen Bestimmung gewährleistet werden könne. (Lebhafter Beifall.) Nachdem noch verschiedene Redner gesprochen, erklärt Prinetti, daß er sich nicht widersetze, falls die Kammer die Tagesordnung Luzzatti annehme, welche der Regierung die Freiheit ihres Handelns sichere bezüglich der Verwirklichung ihrer Pläne. Das Ministerium werde sich der Abstimmung enthalten, könne jedoch die Tagesordnung Ciccotti nicht annehmen, welche die Regierung auffordere, eine auswärtige Politik zu treiben, die beherrscht werde von den Gesetzen der Moral und des Rechts und nicht auf Verträgen beruhe, welche sich der Kontrolle des Parlaments entziehen. Ebensowenig könne er die Tagesordnung Chiccis und anderer annehmen, welche betone, daß Allianzverträge der Kenntniß des Parlaments nicht entzogen werden dürfen und die Regierung auffordere, die Regierung möge eine auswärtige Politik befolgen, welche mit den wahren sittlichen und ökonomischen Interessen der Nation übereinstimmen. Die Tagesordnung Luzzatti wird als­dann angenommen, diejenigen Ciccottis und Chiccis abgelehnt. Die Sitzung wird hierauf geschlossen.

* *

Homburg v. -. H., 15. Juni. Heute Morgen 9 Uhr traf der Kaiser mit Gefolge hier ein. Er trug die Uniform der Posener Husaren, deren Chef die Kaiserin Friedrich ist.

Cronberg, 15. Juni. Der Kronprinz traf gestern Abend 8 Uhr 20 Min. hier ein.

Stuttgart, 15. Juni. In der Kammer der Standes­herren erklärte der Finanzministcr Zeyer, auf der jüngsten Konferenz der Minister in Berlin seien sämmtliche Minister bezüglich der Nothwendigkeit der Schonung der Einzelstaaten durchaus einverstanden gewesen. Da die Berathungen noch nicht abgeschlossen seien, könne nur noch mitgetheilt werden, daß bei der Aufstellung des Etats für 1902 die von der Konferenz beabsichtigten Grundsätze geltend gemacht werden, insbesondere der Gesichtspunkt, daß in allen Reichsressorts auf möglichste Sparsamkeit gedrängt werde. LautSchwäb. Merkur" würbe dem Ministerpräsidenten Breitling der Rothe Adlerorden L Klasse verliehen.

Wien, 15. Juni. Ein an die Staats-Eisenbahnverwal- tmtg eingetroffenes Telegramm schildert die Situation in Reschitza als wesentlich gebessert. Die Arbeiter scheinen bereit zu sein, die Arbeit wieder a u f z u n e h m e n.

Wien, 15. Juni. Die hiesige Presse bezeichnet die Aus­führungen Prinettis über die auswärtige Politik Italiens als sehr befriedigend.

Marseille, 15. Juni. Der hiesige Präfekt untersagte auf die Anweisung des Bürgermeisters die übliche Prozession zu Ehren des Herz-Jesu, da die Republikaner und Sozialisten Gegen-Kundgebungen angekündigt haben. Die katholische Be­völkerung ist über dieses Verbot höchst erregt und protestirt energisch dagegen.

Brüssel, 15. Juni. König Leopold hat sich nach Ostende begeben und gedenkt auf seiner PachtAlberta" eine Fahrt nach der französischen Küste zu unternehmen. Er wird wahr­scheinlich dem großen Rennen in Paris beiwohnen.

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