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Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.

Geuttal-Auztiger.

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Verantwort!. Redakteur: G. Schrecker in Hanau,

Nr. 186.

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Bezirks-Fernsprechanschluß Nr. 98.

Montag den 12. August. mxswtoraTO^

Bezirks-Fernsprechanschluß Nr. 98.

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1901

Amtliches.

Auf Grulld des § 2 des Gesetzes über die Schonzeit des Wildes vom 26. Februar 1870 und des § 107 des Zu­ständigkeitsgesetzes vom 1. August 1883 wird der Anfang der diesjährigen Jagd auf Rebhühner, Wachteln, Haselwild, Auer-, Birk- und Fasanenhennen

. auf den 27. August,

für Hasen dagegen

auf den 15. September festgesetzt, und die Zeit, während deren der Dachs erlegt werden darf, auf die Zeit "

Vom 16. September bis 14» Dezember ds. Js., einschließlich ausgedehnt.

Cassel den 6. August 1901.

Namens des Bezirksausschusses. Der Vorsitzende.

V 8781 Trott zu Solz.

Landkreis Ban au.

Bekanntmachungen des König!. Landrathsamtcs.

Die diesjährige Körung bezw. Revision der Zuchtbullen im hiesigen Stadt- und Landkreise findet an den nachverzeich­neten Terminen und Orten statt:

Im I. Bezirk (Kesselstadt) Körungskommissionsmitglieder: Bürgermeister Köppel in Mittelbuchen, Bürgermeister Lind in Oberissigheim und Kreisthierarzt Collmann.

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Oberissigheim, Niederissigheim, Bruchköbel, Mittelbuchen, Wachenbuchen, Kesselstadt, Hanau, Großauheim, Großkrotzenburg.

Jm II. Bezirk (Langenselbold) Körungskommissionsmit­mitglieder : Gutspächter Wilhelm Bernges zu Reuserhof bei Langendiebach, Landwirth Friedrich Wilh. Fuchs zu Langenselbold und Kreisthierarzt Collmann.

Am 21.

August, vormittags 7

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Ravolzhausen, Hüttengesäß, Neuwiedermuß, Langenselbold, Oberrodenbach, Niederrodenbach, Rückingen.

Jm III. Bezirk (Windecken) Körungskommissionsmitglieder: Bürgermeister Laubach in Eichen, Bürgermeister Stroh in Marköbel und Kreisthierarzt Collmann.

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24. August, vormittags 8 Uhr, in Erbstadt,

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Eichen, Ostheim, Marköbel, Butterstädler Höse, Roßdorf, Windecken, Kilianstädten, Oberdorfelden.

Körungskommissionsmitglieder:

Gutspächter Rudolf Wittmer zu Dottenfelder Hof, Rentier Wilhelm Carl zu Fechenheim und Kreisthierarzt Collmann.

Am 28. August, vormittags 7

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& Sohn" ist, und daß dieses allein berechtigt ist, Plakate öffentlich anzuschlagen.

Hanau den 7. August 1901.

Der Magistrat.

Dr. Gebeschus. 12116

Mit dem 15. d. M. läuft der Zuhlmtgs- termitt für Steuern und Schulgeld pro n, Quartal ab und wird hieran an­schließend mit Mahnung und Zwangsvoll­streckung gegen die Säumigen vorgegangen.

Frèstgesüche können nur Berücksichtigung finden, wenn sie vor Ablauf des Fällig­keitstermins eingegangen und gehörig be­gründet sind.

Auf die auf Seite 4 des Steuerzetiels angeführten Bestimmungen besonders auf Nr. 3, 4 und 7 wird aufmerksam gemacht.

Die städtische Steuerkaffe befindet sich Markt 16, Zimmer 6 und 7, zu ebener Erde.

Hanau den 1. August 1901.

Stadtkasse. 12565

Gefundene und verlorene Gegenstände x

G efunden: 1 Einlegebuch vom Kohlenverein für Pieroneryk. 1 desgl. für Opper und 1 desgll für Stein­macher. 1 Rechenschule, I. Heft mit dem Namen Paul Hoh­mann.

Verloren: 1 Messing-Wagenkapsel.

Zugelaufen: 1 schwarz und weißgefleckter russischer Windhund. 1 kleiner, grauer Pinscher w. Geschlechts.

Hanau den 12. August 1901.

erlegt werden darf, auf die Zeit vom 16. September bis 14» Dezember einschließlich ausgedehnt.

-ß- Sängerausflug. Am gestrigen Tage unternahm der GesangvereinTonblüthe" einen Ausflug mit Familien nach Bad Nauheim. Mit der Bahn in Friedberg angelangt, begab sich die ca. 160 Köpfe zählende Gesellschaft an den Gradir- werken vorüber nach dem Bestimmungsort. Nach Ankunft da­selbst vertheilte sich die fröhliche Schaar in einzelne Gruppen, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und den Johannis­berg zu besteigen. Gegen 6 Uhr versammelte man sich in den Räumen desThüringer Hofes", woselbst nach leiblicher Stärkung alsbald die animirteste Stimmung Platz griff, wozu allerdings die vorzügliche und preiswerthe Bedienung des Restaurateurs, Herrn Obermeier, nicht wenig beitrug. Man verblieb bei Gesang und sonstiger Unterhaltung in den gastlichen Räumen, bis die vorgeschrittene Zeit mahnte, den heimathlichen Penaten zuzueilen.

* In Untersuchungshaft genommen wurde ein Kauf­mann I.

* Elektrizitätswerk. Das städtische Elektrizitätswerk erzielte im Jahre 1899 einen Brutto-Ueberschuß von rund 7000 M., im Jahre 1900 einen solchen von rund 15000 M.

* Todtschlag. In der Angelegenheit der Fuchs'schen Todtschlagsaffaire zu Schlüchtern haben mehrere Verhaftungen stattgefunden.

* Gelandet. Die 17jährige Fabrikarbeiterin H., die am Freitag sich, wie gemeldet, ans der elterlichen Wohnung entfernt und die Mittheilung hinterlassen hatte, sich ein Leid anthun zu wollen, wurde am Samstag Nachmittag als Leiche aus der Kinzig gekündet.

* Ein Ehedrama hat sich im benachbarten bayerischen Orte Sommerkahl abgespielt. Die Frau des Arbeiters Friedrich Hoffmann hat in der Sonntagsnacht ihren Mann, der betrunken heimkam, im Streit derartig mißhandelt, daß er nach wenigen Tagen seinen Verletzungen erlegen ist. Die Frau wurde wegen Todtschlags verhaftet.

Zum Ableben der Kaiserin Friedrich.

Die Ueberführung der Leiche der Kaiserin Friedrich.

Cronberg, 10. August. Je später am Nachmittag, desto mehr füllen sich die Straßen mit Neugierigen. Anden meisten Häusern sind Fahnen ausgesteckt, das farbige Tuch auf Halbmast gebannt. Postkartenverkäufer tauchen an allen Ecken auf, die mit Schnelligkeit die augenblickliche Stimmung in Geld umwechseln möchten. Wie sich allmählich der Abend herabsenkt, säumen sich die Straßen mit Militär ein, 80er von Homburg, vier Kompagnien des 166. Regiments und 81er aus Frankfurt. Den übrigen Theil der Straße halten die Mitglieder des Tauuuskreis-Kriegerverbcndes besetzt. Die Soldaten haben meist das Bajonett aufgepflanzt und nach 8 Uhr wird die Absperrung eine ungewöhnlich scharfe. Nur Offiziere und Kriminalbeamte mit vergoldeter Kontrolmarke dürfen die abgesperrten Straßen passiren. Die Kriegervereine haben Pechfackeln bei sich, aber sie sollen sie nicht anzünden, lautet bie. Weisung, und so stehen sie schweigend und schwarz am Wegrande. Fern im Dunkel der langen Berglinie liegt das Schloß; nur ein fahler Schimmer zeigt die Stelle an. Punkt ^210 Uhr beginnt der Zug sich , durch den stillen Schloßpark hindurch und zum Hauptthor hinaus zu bewegen. Zwölf Unteroffiziere tragen den Sarg, der die irdischen Reste der Gemahlin Kaiser Friedrichs in sich birgt. Und zwölf an­dere Unteroffiziere sind bereit, ihre Kameraden abzulösen, wenn ihnen die kostbare Bürde allzu drückend würde. Lange schwarze Trauerflöre wallen von ihren Helmen. Hinter dem Sarge schreitet der Kaiser, dann der Kronprinz und die Schwieger­söhne der verstorbenen Kaiserin: der Kronprinz von Griechen­land, der Erbprinz Adolf von Schaumburg-Lippe,, Prinz Friedrich Karl von Hessen, der Erbprinz von Meiningen, ferner die kaiserlichen Prinzen Eitel Friedrich, Prinz Adalbert in Marine-Uniform, dann der Oberhofmarschall Frhr. von Seckendorf, der Hofmarschall Frhr. v. Reischach und noch etwa vierzig Offiziere und höhere Beamte. Hieran schloß sich in zwei endlosen Reihen das Regiment der 80er, dessen Chef die Kaiserin Friedrich war, mit brennenden Fackeln in den Händen. Um ein Viertel nach 10 Uhr etwa langte der Zug, vor der Kirche an. Es ist eine einfache frühgothische Kirche, mit Tonnengewölbe, deren schön erhaltene Malereien vor wenigen Jahren im Auftrag der Kaiserin von Maler Graetz in Frank­furt renovirt wurden. An den Wänden stehen steif-feierlich und umweht von der Romantik verflossener Jahrhunderte die Grab­stellen mit den Bildnissen der alten Cronberger Ritter. Vier Offi­ziere erwarteten im teppichbelegten Chor den kaiserlichen Sarg. Als er nahte, ging Hofprediger Dryander dem Kaiser entgegen. In die Todtenst'lle der Kirche summte leise von außen her der

Hue Stadt und Cand.

Hanau, 12. August.

* Beigeordneter Karl Pannot f. Der zweite Beigeordnete unserer Stadt, Herr Karl Pannot, ist gestern Nachmittag infolge eines Schlaganfalles verschieden. Die Kunde von dem erschütternd schnellen Heimgang desselben wird überall die wärmste Theilnahme wachrufen, ist mit ihm doch einer der besten Söhne unserer Stadt verschieden, ein Mann, der es wie Wenige verstand, wie seiner Familie so auch der Welt und besonders seiner Vaterstadt zu leben und der einen wie der anderen sein bestes Können und seine ganze Kraft zu weihen. Von 1879 bis 1883 gehörte er dem Gemeinde-Ausschusse, von 1884 bis 1898 dem Stadtrathe als Mitglied an und erwies sich in diesen Aemtern als derart arbeitsfroh und kenntnis­reich, daß ihn seine Kollegen nach Einführung der Städteordnung (1898) zum zweiten Beigeordneten der Stadt Hanau erwählten. Auch in diesem Amte nahm er redlich Theil an dem Gedeihen unseres Gemeinwesens. Er wirkte in Vertretung des Oberbürgermeisters als Vorsitzen­der des Armenamtes, der Voreinschätzungskommission, der Militär-Ersatz^Kommission, der Steuerdeputation, der Ein­quartierungskommission, war Mitglied des Kuratoriums der Lucanstiftung, der Friedhofskommission, der Herbergsoeputation. Wir ersehen hieraus, daß ihm ein reiches Arbeitsfeld zu be­arbeiten oblag. Jm politischen Leben gehörte er der national- liberalen Partei an und wirkte daselbst, wenn wir recht unter­richtet sind, ebenfalls im Vorstande des Diesseitigen Wahl­vereins. Die gewaltige Arbeitssumme seines Lebens sorgt da­für, daß er im Tode unvergessen bleiben und daß man seiner auch über das Grab hinaus in allen Kreisen dankbar ge­denken wird.

* Pastirt. Gestern Abend kurz nach 11 Uhr^passirte das kaiserliche Paar mittels Sonderzuges die Riesige Station. Heute Vormittag 9^2 Uhr passirte das englische Königspaar auf der Rückreise von Cronberg ebenfalls die hiesige Station.

* Mifsionsftun-e. Heute Abend 8V4 Uhr findet Missionsstunde in der Kapelle des Althanauer Hospitals statt, zu der Jedermann freundlichst eingeladen ist.

* Jagd. Auf Grund des § 2 des Gesetzes über die Schonzeit des Wildes vom 26. Februar 1870 und des § 107 des Zuständigkcitsgesetzes vom 1. August 1883 ist seitens des Bezirks-Ausschusses der Anfang der diesjährigen Jagd auf Rebhühner, Wachteln, Haselwild, Auer-, Birk- und Fasanen- hcnnen auf den 27. August, für Hasen dagegen auf den 15. September festgesetzt, und die Zeit, während deren der Dachs

Fechenheim, Bergen, Gronau, Niederdorfelden, Hochstadt, Dörnigheim, Bischofsheim.

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Die Herren

diesen Terminen in Kenntniß setzen und anweisen, die Kom­mission zu der angegebenen Zeit zu erwarten.

wollen

die Bullenhalter von

Hanau den 10. August 1901.

Der Königliche Landrath.

I. A.: Schneider, Kreissekretär.

Stadtkreis Banau.

BeküMirmchMgen des Oberbürgermeisteramtes.

Bekanntmachung.

Wir machen darauf aufmerksam, daß Pächter der städtischen Anschlagtafeln und Säulen nur dasKonzesfiouirte Plakatiustitttt Frankfurt a. M«, Franz Eckstein