Seite 4
* Stiftung ,.SMnßtll^)d^fiättc',♦ Nach dem Ver- waltungsbericht besaß die im Jrhre 1897 errichtete Stiftung „Lunaenbeilstättr" am 31. März 1900 ein Kapital von 8 l 495.26 Mark.
* KohseneinktMfsgescllschaft. Nachdem eine große Zahl von Versammlungen und Kommissionssitzungen voran- geaangen war, haben gestern Nachmittag etwa vierzig' Kohlenkassen und Konsumvereine der Umgegend in Frankfurt durch notariellen Akt eine Kohleneinkaufsgcsellschaft mit beschränkter Haltung gegründet. Ihr Zweck ist die Beschaffung guten und billigen Brennmaterials unb der hierzu nöthigen Einrichtungen und Lagerplätze rc., die Forderung und der Ausbau von Kohlenkassen und die eventuelle Verwaltung der von Kohlen- und Sparkassen angesammelien Beträge. Auch Hanau ist mit zwei Vereinen (Kohlenverein und Kohlenkasse deS christlichen Arbeitervereins) daran betheiligt.
* Entgegenkommen. Die Königliche Eisenbühn- Direkiion Frankfurt a. M. hat in dem Vorplatz des hiesigen Ostdahnhofs einen Ofen mbst zwei Bänken airgebracht. Der Ofen und die Bänke sind an dem für die Hoteldiener und Droschkenkutscher bestimmten Aufstellungsplotz hingestellt worden. In der jetzigen filiert Jahreszeit ist dies Entgegenkommen der Königlichen EisenbahnDireklion nur zu begrüßen.
* Biandfälle ereigneten sich im Bereich des Stadtkreises Hanau während des abgelaufenen Jahres 68 Stück, gegen 6 ? im Vorjahr.
* 20 Selbstmordfâüs kamen im Stadt- und Landkreise Hanau im Jahre 1900 vor, gegen 23 im Vorjahre.
* Unfallstatistik. Die Zahl der im Jahre 1900 zur Anmeldung gekommenen Betriebsuitfälle im Bereiche des Stadtkreises Hanau hat gegen das Jahr 1899 bedeutend abgenommen. Während in 1899 noch 486 Unfälle zu verzeichnen waren, weist das Jahr 1900 erfreulicherweise deren nur 365 auf.
* Ein Soldat der 8. Kompagnie des hiesigen Infanterie-Regiments, im ersten Jahre dienend, wurde heute Morgen, nachdem die Mannschaft aufgestandcn war, von seinen ' Kameraden vermißt. Man suchte und fand ihn unten im ; Hofe liegend, beide Beine waren ihm gebrochen, s Er war zwei Tage über Urlaub geblieben und hat sich ; jedenfalls aus Furcht vor Strafe in den H o f h e r a b g e- ■ st ü rz t. Die Ueberführung ins Lazareth wurde âbald ver- i anlaßt. i
* Verhaftet in der am Samstag erwähnten Dirbstahls- : und Hehleroffaue wurde weiterhin ein Ehepaar (Gastwirths- ; lewe) aus Dietesheim. Auch ein jetzt im Bayerischen ; tonbitionirenber ehemaliger Lehrling des L. wurde, als in der Sache vernickelt, dort in Haft genommen.
* Zahlreiche Schneegänse durchqueren gegenwärtig auf ihren Zügen nach dem hohen Norden das Mainthal; auch außergewöhnlich viele Wildenten beleben den Fluß. Tie Entenjagd liefert demgemäß reitliche Beute.
* Zunge Liebe — heiße Liebe. Aus Helden- bergen den 5. b. M. schreibt uns unser o Korrespondent: Ein von hier gebürtiger zwanzigjähriger Arbeiter lernte während einer auswärts gesunkenen Beschäftigung ein aus dem • Lahnkreise stammendes achtzehnjähriges Mädchen kennen und genoß bald dessen volle Gunst. Nachdem der junge Mann zu den hier wohnenden Eltern zurückgekehrt war, traf auch das Mädchen ein und zwar in der Absicht, mit ihrem Geliebten in den Stand der heiligen Ehe zu treten, was jedoch von den Eltern unter Berücksichtigung der Jugend und Unerfahrenheit der Liebenden nicht gebilligt nm de. Den guten Rathschlägen zuwider handelnd, gründeten die jungen Leute unter Benutzung einer z. Z. l.-erstehenden Schutzhalle der benachbarten Ziegelei „eine Haushaltung" und brach en dort mehrere Tage in den dürftigsten Verhältnissen zu. Der junge Mann wußte Lebensmittel aus den ihm genau bekannten Häusern auf unerlaubtem Wege zu verschaffen, die dann unter Entbehrung der sonst un- bedingt nothwendigen Gebrauchsgegenstände verzehrt wurden. Die ausgeführten Tiebstähle wurden jedoch bald entdeckt und so kam es zur Auflösung der „Haushaltung", indem die Polizei einschritt und das Mädchen verhaftete. Der Bursche konnte bis j tzt noch nicht festgcnommen werden. Das alte Sprichwort: „Junge Liebe — heiße Liebe", muß wohl in diesem Falle zulrrffend gewesen sein, um die Unbillen der Witterung unter den geschilderten Verhältnissen ertragen zu können.
* *
*
]:[ Grotz-Krohenbura, 6. Januar. Ein Konsortium beabsichtigt in unserer Naabargemarkung Dettingen die Errichtung einer Genossenschaftsbrennerei, welche die Wiederbelebung des Kartoffelanbaues in der Mainebene bezweckt. Tie Gesellschaft betreibt bereits eine Reinigung von Rohbranntwein zu Aschaffenburg.
0 Windecken, 6. Januar. (Spar- und Leihk'sse zu Windecken, eingetr. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.) mit Oberstrang ernannt worden. Die Neger sind bekanntlich sehr religiös veranlagt. Die Neger-Baptisten allein haben eine Mitgliederzahl von 1600 000, und ein Besitzthum, das auf 40 000 000 Mk. geschätzt wird. Unter den Negern gibt es überhaupt viele tüchtige Theologen.
Die Sitte, zu Weihnachten einen Mistelzweig im Festzimmer aufzuhängen, die früher in Frankreich allgemein verbreitet war, schwindet dort jetzt mehr und mehr. Aber in England, das an althergebrachten Gebräuchen mit aller Fähigkeit festhält, besteht sie nach wie vor in gleichem Maße? Eine Weihnachts- und Neujahrsfeier ohne Mistelzweig wäre in England undenkbar, und so wird der symbolische 2 weig alle Jahre in mehreren hunderttausend Kilogramm aus Frankreich exportirt und über den Kanal geschafft. Nach einem Bericht des „F gmo" hat der Hafen von Rouen allein mehr als 400 000 Kilogramm in einer Woche expedirt, die aus der Umgebuna von Rouen und aus allen Winkeln der Normandie und der Bretagne kamen. Ein fchöner Äristelzweig kojsit in London 12 bis 15 F.cs.; es giebt aber auch billige far 6 Pence ; denn jeder Engländer will seinen Mrstelzwelg haben, um sich gegen Unglück zu feien, aber auch, um Fortuna zu zwingen, ihm ihre Gaben in den Schoß zu schütten.
Hanauer Anzeiger «^^caâaamU&fcOT^ nr— । m«««»»uMmmBBiiHHiinnBDnaiiuhimiuwlll■■lll■■llnr ini Der geschäftliche Verkehr bei der Spar- und Leihkasse zu Windecken, e. G. m«. u. H., im Jahre 1900 war ein überaus reger. Die Einnahmen an Spareinlagen betrugen Mk. 95340, sie wurden von keinem der Vorjahre erreicht und ergaben gegen das Jahr 1899 ein Mehr von Mk. 18 550. Es sind Mk. 69 640 verzinslich angelegt worden, während an solchen Kapitalien Mk. 32385 zur Rückzahlung kamen. Ter Ge- fammtumsatz des Jahres 1900 beträgt Mk. 146900.
)-( KeffeWast, 7. Januar. Eine hiesige ^rau nahm Kupfervitriol zu sich. Alsbald zur Stelle befindliche ärztliche Hilfe beseitigte die Lebensgefahr.
X Wilhelmsbad, 7. Januar. Beim Aushacken der Schwäne kam der Pächter des Wirihschafts Etablissements, Herr J. D. Meyer zu Fall uud verletzte sich nicht unerheblich in den Hüften.
Die StkuerkrafL Hanrrns.
Der städtische Verwaltungsbericht bringt folgende interessante Abhandlung: Ueber die Stellung der Stadt Hanau unter den Preußischen Stadtkreisen in Beziehung auf die Staatssteuern ist den Mittheilungen des Statistischen Bureaus für das in die Berichteperiode fallende Jahr 1896 Folgendes zu entnehmen:
Der Preußische Staat zählt 63 selbständige Stadtkreise, deren Einwohnerzahl sich zwischen 1641285 (Berlin) und 14644 (Emden) bewegt. In der Ordnung nach der Einwohnerzahl rangiren diese Städte folgendermaßen: Beilin, Brcslau, Köln, Frankfurt a. M., Magdeburg, Hannover, Düsseldorf, Königsberg, Altona, Stettin, Elberfeld, Charlottenburg, Barmen, Danzig, Halle a. S., Dortmund, Aachen, Krefe d, Essen, Kiel, Cassel, Erfurt, Wiesbaden, Posen, Duisburg, Görlitz, Frankfurt a. O., Potsdam, Münster, Spandau, Bochum, München-Gladbach, Liegnitz, Bielefeld, Remscheid, Bromberg, Elbing, Osnabrück, Bonn, Brandenburg tu H., Harburg, Beuthen, Hagen, Halberstadt, Flensburg, Solingen, Trier, Koblenz, Hildesheim, Kottbus, Linden, Gelsenkirchen, Guben, Landsberg a. W., Mühlhausen i. Th., Stralsund, Tilsit, Hanau, Nordhausen, Göttingen, Celle, Emden.
Hanau steht nach der Größe an 58. Stelle, zählt mithin i zu den kleinsten Stadtkreisen.
Ganz anders gestaltet sich das Verhältniß aber, wenn wir ; fragen: Wieviel Einkommen-Steuerzahler befinden sich prozentualiter unter der Bevölkerung? und demgemäß die Städte ordnen. Hanau steigt hier von seinem 58. Platze hinauf zum 13., überflügelt also nicht weniger als! 44 größere Städte, unter denen sich Köln, Eifurt, Magdeburg, Halle, Bonn, Cassel, Stettin, Potsdam, Düsseldorf, Breslau, Elberfeld, Kölligsberg, Stettin befinden. Letzte ist Elbing.
Ein Einkommen von mehr als 3000 Mk. haben in Hanau von der gesummten Bevölkerung 3,06 pEt. Darin steht Hanau b,sonders günstig da, es nimmt unter den Stadt- ■ kreisen die 10. Stelle ein und wird nur übertroffen von Wiesbaden, Bonn, Charlottenburg, Frankfurt a. M., Cassel, Potsdam, Münster i. W.,. Hannover und Koblenz. Nach ihm folgen u. A. als 12. Stettin, 17. Berlin, 20. Magdeburg, 25. Köln, 27. Breslau, 31. Königsberg. 32. Düsseldoif, 37. Elberfeld, 43. Altona, 50. Essen. Den Schluß bildet Linden bei Hannover.
Fast ebenso liegt das Verhältniß bezüglich der Ergänzungs- steuer, welche bekanntlich auf Vermögen von 6000 Mk. ab veranlagt wird. Zur Ergänzungssteuer überhaupt veranlagt sind 5,29 pCt. der Bevölkerung von Hanau. Hier stellt sich Hanau auf den 12 Platz, vorher stehen Wiesbaden, Bonn, Göttingen, Potsdam, Hildesheim, Nordhausen, Cassel, Hannover, Frankfurt a. M., Koblenz, Münster, nachher u. A. Charlottenburg, Halle, Krefeld, Köln, Stettin, Magdeburg, Düsseldorf, Breslau, Königsberg, Altona, Elberfeld, Berlin (Nr. 51!), Essen.
Aus diesen Zahlen ist zu erkennen, daß die Zahl der Steuerzahler in Hanau eine verhältnißmäßig große ist, daß wir insbesondere in der Anzahl der Personen mit mehr als 3000 Mk. Einkommen zu den am günstigsten gestellten Städten gehören.
Betrachten wir dagegen, auf wie hoch die gezahlten Staatssteuern, das Einkommen und das Vermögen sich durchschnittlich stellen, so ergibt sich eine zwar noch immer günstige, aber doch nicht mehr so weit über ihre Größe hinaus vorgeschobene Stellung der Stadt Hanau. Es beträgt nämlich:
1. das durchschnittliche Einkommen eines jeden Hanauer Einkommensteuerpflichtigen (— also der Personen mit mehr als 900 Mk. Einkommen —) 2726.11 Mk. Das höchste Durchschnittseinkommen hat hier Frankfurt a. M. mit 4991.77 Mk., das geringste Linden mit 1606.08 Mk. Hanau steht hierbei an 39. Stelle unter den 63 Stadtkreisen, ganz in der Nachbarschaft von Berlin, welches 2754.58 Mk. Durchschnittseinkommen aufweist;
2. das durchschnittliche Vermögen eines jeden zur Ergänzungssteuer veranlagten (— also der Personen mit mehr als 6000 Mk. Vermögen —) in Hanau 75020 34 Mk. Höclste wieder Frankfurt a. M. mit 181 862.92 Mk., niedrigste Linden mit 45 068.50 Mk. Hanau an 25. Stelle neben Hannovers
3. die Einkommensteuer auf den Kopf der ge- sammten Bevölkerung 8.74 Mk. Hanan Nr. 18;
4. die Einkommensteuer auf jeden Steuerzahler 57.59 Mk. Hanau Nr. 39;
5. die Ergänzungssteuer auf den Kopf der ge- fammten Bevölkerung 1.98 Mk. Hanau Nr. 14;
6. die Ergänzungssteuer auf jeden Steuerzahler 37.46 Mk. Hanau Nr. 23.
Während bezüglich der Zahl^der Steuerpflichtigen Hanau den Durchschnitt der gesummten Stadtkreise in allen Kategorien übersteigt, erreicht es denselben in den Einkommens-, Vermögens- und Steuersummen (Nr. 1 bis 6 vorstehend) nicht.
Aus alledem folgt der Schluß, daß in Hanau verhältnißmäßig mehr Steuerzahler vorhanden sind, als in den meisten preußischen Städten, daß namentlich ein verhältnißmäßig großer Theil der Bevölkerung ein Einkommen von mehr als 3000 Mk. hat, daß dagegen große Einkommen und Ver-
7. Jamnr.
mögen fehlen, mit anderen Worten, daß ein wohlhabe n" der, steuerkräftiger Mittelstand in Hanau seßhaft ist. Dieser Schluß findet seine Bestäiigung auch, wenn wir die Einkommen und Vermögen in Hanau in Grüppen zerlegen und in Vergleich stellen mit denjenigen, welche sich aus dem Durchschnitte der ganzen 63 Stadtkreise ergeben. Es entfallen nämlich von allen Steuerpflichtigen auf die Einkommensgruppen von:
im Durchschnitt aller Stadtkreise °/»
in Hanau
900 bis 3000 Mk.
83,02
79,82
3000 „ 6000 „
9 72
11,69
6000 „ 9500 „
3,29
4,40
9500 „ 30500 „
3,15
3,56
30500 „ 100000 „
0,68
0,53
über 100000 „
0,14
—
auf die Vermögensgruppen
von:
im Durchschnitt aller Stadtkreise ®/e
in Hanau
•/o
6000 bis 20000 Mk.
36,69
39,37
20000 „ 32000 „
14,24
13,10
32000 „ 52000 „
14,39
14,47
52000 „ 100000 „
14,97
15,23
100000 „ 200000 „
9,99
10,15
200000 „ 500000 „
6,52
5,49
500000 „ 1 Million „
1,98
1,71
1 Mill. „ 2 „ „
081
0,48
über 2 „ „
041
—
Man bemerkt hier überall ein Ueberwiegen Hanau's über den Durchschnitt der Stadtkreise in den mittleren und ein
Nachlassen in den höheren Lagen.
Tcicgraphlschcr Wcttcrbcrilht dcr dcuts^kn Sccwarle.
Telegramm aus Hamburg vom 7. Januar.
(9 Uhr 40 Min.)
Ein Maximum über 778 mm erstreckt sich von Südruß- lanb bis Mitielfkandinavien, ein niedrigster Luftdruck über Südwest- und Südeuropa. In Deutschland ist scha.fer Frost.
Prognose für den 8. Januar: Vielfach trübes, meist trockenes Frostwetter wahrscheinlich.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 5 4 7. 4.
Sehr trocken Beständig
Schön Veränderlich
Regen (Wind
Biei Regen Etunri
Nereènsnachrèchten
für Montag den 7. Januar.
Kunstverein: In ^ Aula der Kön gl. Akademie: AuSst llnng von Gemälden 2c
Im Saale der (S^itralbatte* : Abends 7Vt Uhr: 2 Symphoniekonzei t der Jufm te ietayeQe.
Svang Mäni er- und Jür^lmgkverein: G.sana (Ev VereinèchauS.)
5tadtahrerverein U> ion": VereinSaneud im Schützenhof'.
Turn- u. Fech klud: Turnen der Damenodtheilung.
Stensgrophev-Vereir. Srolze-Schrey: Vereiiisabevd in der „Sonne^
«lub A" iciticr' : Veremsadend im .Deutschen Haus . L
Verein „Hessischer Bund": Versammlung ins Vereint lokal .zrm Hesii» scheu Hof'.
Verein der Briefmarkensammler: Zusammenkunft im Vereinslokale „Rebouraut Mohr .
Freiwillige Feuerwehr: 4. Komp. Züsow m mkunft im „SchüHmhof" ;
5. Komp. Zus nnmenfuntt in der Allemania"
Brandwache und Rettungskorps: Zusammenkunft in der .Brauerei Kaiser .
Erste Hanauer Karnevalgesellsdaft: Abends 9'/» Uhr: Monatsver- sammlung im .Deutschen Haus'.
D§xffeigKr««rKS- ste. Kalender sür Dienstag den 8 Januar.
Mittog^ l1 Uhr wird auf der Bürgermust rei Lauqerbergbeim ein Genin, de-Bulle zum Lchtach'en öffentlich ve steig, rr. — N ch uilmgS vo» 2 Uhr ab werden Nüindergtislratze 7 (im Laden) ve ich rdei e K'lonial» und Faibw ioreu durch den veeid. Taxa oc und Au.liona» tot Herrn Fr. Kämpfer öffentlich mcislbi te..d versteigert.
Hua ptab und fern.
Cassel, 6. Januar. BergwerksdirektorFuchs, der frühere Direktor der Gewerkichaft Eichenberg und der Möncheberger Gewerkschaft in Cassel, ist nach zweitägiger Verhandlung wegen Untreue, Kuxlchwindels und Fälschungen zu 23/* Jahren Gefängniß veruriheilt worden.
sch! Fttlba, 5. Jan. Nachdem der hiesige katholische Gesellenverein sein erstcs Haus am Gemüsemaikt an einen Gärtner und sein zweites Heim an der Petersstraße für 70,000 M. an eine Bielbrauerei verkauft hat, baut er auf einer Fläche von 3000 qm sein Vereinshaus in den sog. Kronenivirths- garten beim alten städtischen Friedhof, dicht an die Fuldaer Sianz- und Emaillirwerke. Diestlben beschäftigen ca. 600 «Arbeiter und lassen ihre Gasöfen Tag und Nacht brennen; ob so eine Lage günstig ist zur Errichtung eines Heimes, in welchem ein ruhiges Vereinèleben geführt werden soll, muß sich erst erweisen. — Das Gegenstück zum katholischen Gesellen- verein, der evangelische Arbeileroerein baut sich übrigens auch ein eigenes Heim und zwar an der Bahn, weit weg vom Kronenwirthsgarten.