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Erstes Blatt.

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General-Anzeiger.

AMlichts Grgs» für Stadt- und Fasdkreis K

EtnMkngSgeSühr:

Für Stabt« und LarchkreÄ Hanau 10 PfA dir»ch Mpaâtt ^dt^te oder deren Raum, für AuSwârt» 15 Pf-^ tat Reklawâyett dir Zette 25 Pfg., für ÄüSwLrtS 35 Pfg.

W«i^»tzaulrS tu HakLU.

Grlchrmt täglich mit Ausnahme der Ssmr- und Fetertagr, mit 6t2etriflif^ Bâge.

Swmtoottl. Redakteur: G. Schrecker in Hanau.

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Nr. 54.

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Diklistag den 5. März

1901

Amtliches.

Landkreis Ranau.

Bckanütmachungkn des Königlichen Landrathsamtes.

An der evangelischen Volksschule in Enkheim ist eine Lehrerstelle zu besetzen.

Das Grundgehalt der Stelle beträgt 1200 M., der Ein- heitssstz der Alterszulagen 150 M. und die Miethsentschädigung 350 M.

Bewerber wollen ihre Meldungsgesuche nebst Zeugnissen binnen 10 Tagen dem Herrn Lokalschulinspektor Metropolitan von Starck in Bergen einreichen.

Hanau den 4. März 1901.

Für den Sch u lv or sta nd: Der Königliche Landrath.

J. V.: Schneider, Kreissekretär.

Stadtkreis Danau.

' Bekanntmachungen des Obeibürgermeisteramtes.

Die Lieferung der im Rechnungsjahr 1901 erforderlichen Bekleidnngsgegenstände für die unisormirten städtischen Beamten soll vergeben werden. Die näheren Lieferungs­bedingungen sind in der Botenmeisterei, Rathhaus, Zimmer Nr. 17, werktäglich von 10 bis 12Va Uhr, zu ei fahren. Angebote mit Stoffprcisen sind bis ZUM 20. März ver­schlossen mit der AufschriftUniform-Lieferung" bei uns ein­zureichen.

Hanau den 28. Februar 1901.

Ter Magistrat.

Dr. Gebeschus. 3787

Gefundene nvd verlorene Gegenstände etc.

Gefunden: 1 Paar schwarze Damen-Trikothandschuhe mit meisten Streifen.

Verloren: 1 goldene Brosche. 1 Packetchen, enthaltend 7 Taschentücher, 6 ohne und 1 mit Zeichen. 1 Portemonnaie mit 7,76 M. Inhalt.

Zugelaufen: 1 junger, weißer Foxterrier mit schwarzen Abzeichen m. Geschl.

Hanau den 5. März 1901.

Hus Stadt und Land.

Hanau, 5. März.

* Aviturientenprüsung. Bei der Abiturientenprüfung nm Kgl. Gymnasium wurden von 10 Abiturienten die Ober­primaner Hellbach, Hixt, Kleinmann, Rosenrhal, Cauer, Schwarzschild und Spier für reif erklärt.

* Der Sprechverkehr von Bieber (Kr. Gelnhausen), Kossel (Kr. Gelnhausen), Hüttengesäß, Kempfenbrunn, Langen­diebach, Langenselbold, Lieblos, Lohrhaupten, Neuses, Nieder­rodenbach, Roßbach (Kr. Gelnhausen), Rückingen und Som­born ist auf Frankfurt a. M. und Offenbach a. M. ausgedehnt worden.

* Neue Gehaltsordnung für die Organisten in Frankfurt a. M. Nach dem FrankfurterGeneral-An­zeiger" wurde von der evangelisch-lutherischen Stadtsynode eine neue Gehaltsordnung für die Organisten festgesetzt. Man liest in Nr. 53 auf Seite 3: Auf Vorlage eines Regulativentwurfes für die Besoldung der Organisten an den zuschußbedürftigen Gemeidnen wurde beschlossen, die Organisten erhalten für ihre regelmäßigen Dienstleistungen, von drei zu drei Jahren um je Mk. 200 steigend, ein Gehalt von Mk. 1200 bis Mk. 1800. Werden die Organisten verpflichtet, auch bei regelmäßigen Tauf­und Trauungsgottesdiensten mitzuwirken, so erhallen sie außer den vorbezeichneten Gehaltssätzen ohne Rücksicht auf das Dienst­alter eine jährliche Vergütung von Mk. 200. Außerdem er­halten die Organisten der St. Pauls-, St. Katharinen- und Petersgemeinde eine Personalzulage von Mk. 200 per Jahr. Zur Pflege und Leitung der Knabenchöre werden den Ge­meinden je Mk. 700 überwiesen.

Zur Ueberwachung des Zeichenunterrichts an höheren Lehranstalten ist in einem neuerdings ergangenen Erlaß des preußischen Kultusministers an die Provinzialschul- kollegien Folgendes bestimmt worden: Nachdem die bisherigen Revisionen des Zeichenunterrichts an höheren Lehranstalten und Schullehrerstminaren verschiedener Provinzen ergeben haben, daß dieses Lehrfach einer besonderen fachmännischen Ueberwachung bedarf, wird der Zeichenunterricht an den höheren Lehranstalten, den Schullehrerseminaren und den staatlichen Lehrerinnenseminaren fortan einer geregelten Aufsicht unterstellt. Zu diesem Zwecke ist die Monarchie in folgende Revisions­

Di« &£MiiâÉ t»Mmm<r umsakt autzer dem

bezirke getheilt : 1. Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Brandenburg (ohne Berlin); 2. Posen, Schlesien, Sachsen;

3. Schleswig Holstein, Hannover, Westfalen, Berlin ; 4. Hessen- N a ssau, Rheinprovinz mit dem Regierungsbezirk Sigmaringen. Die Revision im Bezirk 1 und 2 ist dem Professor Philipp Frank, im Bezirk 3 und 4 dem Professor Mohn, beide an der kgl. Kunstschule in Berlin, übertragen worden,

* Main-Hochwasser. Von heute Morgen 8 Uhr bis 11 Uhr vormittags ist der Main um 2 cm gefallen. Der Pegelstand betrug 8 Uhr + 3,60, 11 Uhr + 3,58 m. Aschaffenburg meldet ebenfalls langsames Fallen. Dort stand heute Morgen der Pegel auf -s- 4,79.

* Stadttheater. Wochenspielplan: MittwochDer Tugendhof" (Baron Joachim: Dir. Jaritz). Freitag Benefiz für Herrn B a r t a k. Gastspiel des Herrn Direktor Dr. Rausch von Wiesbaden. Zum 1. Male:Dolly", Lustspiel von Christiernson. Sonntag Flachsmann als Erzieher". Das morgen zur Darstellung ge­langende Lustspiel:Der T u g e n d h o f" mit Direktor I a r i tz in der Hauptrolle gehört zu den Hauptschlagern der Saison und hat hier ungewöhnlichen Erfolg gehabt. Es ist die letzte Aufführung des beliebten Stückes.

* Hanauer Thierschutzverein. Die gestrige Haupt­versammlung des Hanauer Thierschutzvereins wurde kurz nach 8ff» Uhr durch den Präsidenten Herrn Prof. Dr. Scheer mit herzlichen Worten der Begrüßung eröffnet, dabei die er­freulichen Momente des vei flosfinen Vereinsjahrcs u. a. auch das bemerkens werthe Erstarken des Vereins an Mitgliedern streifend. Ter vom Schriftführer Herrn Redakteur G. Schrecker zum Vortrag gebrachte Jahresbericht gab einen in kurzen Zügen gehaltenen Umriß des umfangreichen Gebietes, auf dem sich die Aufgaben des Vereins in der verflossenen Berichtsperiode bewegt haben. Der Bericht hob hervor, daß in der zur Zeit vielumstrittenen Frage der Vivisektion der Verein nach wie vor in seiner von Anfang an beobachteten, vermittelnden Stellung beharrte, nach der nur die im wissen­schaftlichen Interesse unumgänglich nothwendigen Versuche vor­genommen werden sollen. Tie Jabresrechnunz balanzirt in Einnahme und Ausgabe mit Mk. 1373.77. Die Mitglieder­zahl ist von 379 auf 564 gestiegen. Dem Kassirer wurde auf Antrag der Revisoren Entlastung ertheilt. Die statutengemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Scheer, Kauf­mann G. Lamy, Redakteur G. Schrecker wurden wieder­gewählt. Nach Schluß der Tagesordnung sprach Herr Stadt­baumeister Leers über eine Einrichtung, die das rasche und schmerzlose Todten der Hunde herbeiführt. Es handelt sich hierbei um ein Verfahren, bei dem Kohlensäure zur Anwendung kommt. Auf Veranlassung des Vorsitzenden des Thierschutz­vereins in Danzig, Herrn Apotheker Hildebrand, ist daselbst genanntes Verfahren zuerst zur Anwendung gekommen und zwar mit gutem Erfolge. Durch eine Spende ist der hiesige Thierschutzverein nun auch in die Lage versetzt worden, dieser Einrichtung näher treten zu können. Welch großem Interesse diese Sache begegnet, zeigt sich durch die verschiedenen Anfragen, die in der letzten Zeit nach Bekanntwerden des Projekts an den Verein gekommen sind. Die Hauptversammlung stimmte im Prinzip der Schaffung der benöthigten Einrichtungen zu. Bevor jedoch die Sache ins Leben treten kann, müssen noch polizeiliche und Platzfragen ihre Erledigung finden. Nach Er­ledigung verschiedener interner Punkte wurde die Hauptver­sammlung um 11 Uhr geschlossen.

& Kaufmännischer Fachvortrag. Im Saale des Stadtschlosses sprach gestern Abend Herr Handelskammersyndikus Dr. Hatschet aus Frankfurt über die Interessenvertretung von Handel und Gewerbe in klarer, leichtverständlicher Weise und gab vorerst einen historischen Rückblick über die Entwicklung der verschiedenen Handels- und Gewerbeverhältnisse, verbreitete sich sodann des Längeren über Zweck, Ziele und Organisation der mannigfachen Handels- und gewerblichen Vereinigungen, dabei besonders die Vortheile und Nachtheile der aus freier Entschließung sich konstimirenden und der durch Gesetz obliga­torisch gemachten erläuternd, erörterte die Aufgaben, Pflichten und Befugnisse der Handels-, Gewerbe- und Handwerkerkammern nach den hierfür maßgebenden gesetzlichen Bestimmungen/ um schließlich die Zweckmäßigkeit der gesonderten, spezialisirten Jn- leressen-Vertretung der verschiedenen Juteressentengruppen in verschiedenartigen Korporationen, am Besten obligatorischer Art, eingehend zu schildern und zu begründen^

* Panorama (Ecke Hirsch- und Salzstraße). Kaiser- manöver bei Stettin und Flottenschau bei Swine­münde. Ein frisches militärisches Leben und Treiben ent­wickelt sich diese Woche vor den Augen des Beschauers. Im Gefecht, auf dem Marsche, auf Rekognoszirung, beim Zeltbau und im Biwak sehen wir die verschiedensten Truppengattungen als markirte Feinde gegenübetfiehen oder als treue Kameraden einträchtig zusammenwirken.

Wir beobachten einen Signal-

UnterhsrUungSdiatt 10 Seiten

ballon beim Aufsteigen und Niederlassen, gewahren unseren Kaiser inmitten seiner Offiziere bei der Kritik und an der Spitze der Fahnenkompagnie in der festlich geschmückten Stadt Stettin, woselbst wir auch die Kaiserin, umgeben von ihrem Gefolge, zu sehen Gelegenheit haben. Einen recht imposanten Anblick gewähren die in majestätischer Größe bei Swinemünde liegen­den Panzerschiffe sowie die gesammte dortselbst operirende Manöoerflotte und die Torpedodivision. Wir möchten diese Serie als für Jedermann interessant und sehenswerth einer allgemeinen Beachtung empfehlen.

* 62. Feldbergsesttnrntag. Im Gasthaus zurSonne" zu Höchst a. M. fand vorgestern der 62. Feldbergfestturntag statt, unter Anwesenheit von 62 Vertretern aus ebenfalls 62 Vereinen,, außerdem war der Ausschuß vollzählig anwesend, sowie Kreisturnwart Heidecker- Wiesbaden. Der Vor­sitzende Thierolf- Darmstadt gedachte nach Begrüßung der anwesenden Vertreter des treuen Freundes der Fetdbergfeste, des verstorbenen Kreisvertreters Rochermel, zu dessen Gedächt­niß sich die Anwesenden von den Sitzen erhoben. Sodann erstattete Oberturnwart Münch- Hachenburg den Festbericht vom letzten Jahre. Er erwähnte besonders, daß sich die neu eingeführie Uebung, das Kugilschocken, gut bewährt habe und auch das Turnspiel wurde eifrig gepflegt, namentlich von Frankfurtern. Für später solle in Aussicht genommen werden, daß die wettspwlenden Vereine Ehrentafeln erhalten sollten. In der sich anschließenden Besprechung wurde insbesondere ge­wünscht, daß die Freiübungen und der gemeinsame Gesang unter allen Umständen nicht ausfallen sollten, sowie daß ein besonderer Platz für die Wettspiele abgeftedt wird. Nach dem Rechnungsberichte ergib das vorjährige Fest eine Einnahme von Mk. 487,55, denen Mk. 604,98 Ausgaben gegenüber­stehen. Der Ausfall ist hauptsächlich auf bedeutende Neuan­schaffungen von Turngeräthen und Einzäunungsmaterial zurück­zuführen. Der Vermögens stand ist Mk. 1488. Für dieses Jahr wurden sodann als diesjährige Wettübungen Dreisprung, Freihochspringen, Stabhochspringen und einarmiges Gewicht­heben mit 50 Pfund vorgeschlagen. Ferner werden noch vor- geschlagen Steinstoßen (für Gewichtheben), Stabweitspringen (für Dreisprung), Freiwenspringen (für dasselbe), Kugelstoßen mit 10 Kilo (für Gewichtheben). Angenommen werden Srab- Hochspringen, Freihochspcingen, Freiweilspringen, einarmiges Gewichtheben mit 50 Pfund. Als Mindestpunktzahl, die zum Sieg berechtigt, wird 24 festgesetzt. Als Festtag wird der 23. Juni bestimmt. Inzwischen war von den Rechnungs- prüfern die Rechnung geprüft und für richtig befunden worden und wurde die beantragte Entlastung ertheilt. Lei der Neu­wahl mmdc auf Antrag von Schaudt-Sachsenhausen der seit­herige Ausschuß wiedergewählt und besteht sonach aus Thierolf- Darmstadt als Vorsitzender, £ chaffner-Höchst als Obmann des Kampfgerickts, Münch-Hachenburg als Oberturnwart, Kleber- Biebrich als Schriftführer und Röbig-Rödelyeim als Beisitzer. Zu Rechnern werden ebenfalls die Vorjährigen wiedergewählt. Auf Wunsch von Wolf Wiesbaden soll der nächstjährige Turn­tag in Frankfurt stattfinden. Ein Artrag des Ausschusses, wonach die Turner, die sich im letzten Jahr am Barbarossafest bei Gelnbausen betheiligt haben, vom diesjährigen Feldbergfest ausgeschlossen sein sollen, wird angenommen. (Das Barbarossa- turnfest wird von einem der deutschen Turnerschaft nicht an- gehürenden Verein abgehalten, außerdem wurden dabei im Gegensatz zu den Grundsätzen der deutschen Turnerschaft Werth­preise ausgegeben.) Als Rechnungsprüfer für die nächstjährige Rechnung werden die Abgeordneten vom Frankfurter Turn­verein, Frankfurter Turngemeinde und Frankfurter Turn- und Fechtklub bestimmt. Der für jeden Wettturner zu leistende Beitrag wird auf Mk. 1.50 feftgefe^t. Die Kränze sollen zu­künftig mit Schleifen versehen werden, möglichst mit Aufdruck. Gegen etwaige Unfälle soll der Ausschuß eine Versicherung mit einer Hafipflichtversicherungsgesillschast abschließen. Als Sonder- wettübung wird Dreisprung bestimmt und die Art des Sprunges sreigegebkn. Tie drei besten Springer erhalten Preise. Ferner stimmt der Turntag dem Ausschußantrag, daß bei Wettspielen Ehrentafeln ausgeaeben werden sollen, zu.

* Ter Königliche Musikdirigent Otto John, welcher Anfang d. I. seinen Posten als Kapellmeister des Kaiser Franz Garde Grenadier Regiments aufgegeben, beabsich­tigt in Berlin ein Zivil-Orchester für Militär- und Streich­musik ersten Ranges zu gründen. Wir wünschen bem_ auch hier in Hanau bekannten Dirigenten Glück und Erfolg in seiner neuen Thätigkeit. .

* Seltene Beute. Ein Kaufmann M. IN Wen­de ck e N erlegte auf seinem Grundstücke eine Fischotter. Das Thier war durch das Hochwasser der Nidder auf das Land geworfen worden.

* A er suchte Selbste ntleibung. Ein Goldarbeiter machte cm Sonntag Abend den Versuch, sich durch Erhängen das ßtbm zu nehmen. Tas Vorhaben wurde jedoch vereitelt.