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Sette 9

Hanauer fltwoer

20. Dezpmfler

Politische und unpoliti che St ru,richte».

Dkptschen-BureouHerold".

Berlin, 19. Tcjbr. Prinz Christian von SchlcSvig- Holsttin und dessen todjter, die geschiedene Prinzessin Ariden von Anhalt haben Berlin nach mctznâg'gem Ansenchalt wieder verlassen und sind nach England zurückzekehrt, nachdem sie, wie w.r hören, von Kaiser Wilhelm empfangen worben waren.

Stuttgart, 19. Dezbr. Bei den gestern vorg-nsmmenen Siichwahlen zum Landiage fielen 15Dtanbate an die VolkS- partei, 7 an die deuische Partei, 3 an die Sozialdemokraten, 2 an biS Zcnirum und 2 an die Bauernbündler. Der neue Landlag wird gegenüber dem früheren keine wesentlichen Ver­schiebungen in den Pancioerhältnissen aufweisen. Die Sozial- dcmokraien, die früher nur ein Mandat Hanen, haben fest 5 Litze inne. Stuttgart wird wieder durch einen Sozial­demokraten verirrten sein.

Stuttgart, 19. Dezbr. Reichskanzler Graf Bülow traf geilern hier- ein und stieg im Hoiel Marquard ab. Heute wird der Reichskanzler vom Könige empiang-n werden.

Leipzig, 19. Dezbr. DieLeipziger Neueste« llâ^r/ erklären in wer Donnerstags-Nummer gegenüber den Zvei fein, die gegen ihre Mntheilung laut geworden sind, baß in den Büchern der De Beers Company ein großer Posten zum Zwecke e:n:r burenfcindlichenAgitation in Deutschland unter der Csiffre Köln und Berlin gestanden, daß ihr Gewährs­mann ein howangffehcner Herr aus Transvaal sei, der zur Zeit in den Niederlanden weilt. Er habe nichl nur den Bericht selbst gelesen und die betreffende Notiz eigen händig ausgezogen, sondern sei auch bereit, die Richtigkeit bet von dem Leipziger Staue gemachten Anzeigen jederzeit zu de schworen.

Deplih, 19. Dezbr. sämmtliche Bergbau-Unterneh­mungen im hiesigen Revier erließen eine Warnung an ihre Arbeiter, sich nicht der gesetzwidrigen Bewegung, vom 2. Januar 1901 ab nur noch in achtstündiger Schicht aufabren zu wollen, da die Werkleilungen entschlossen sind, allen Ver­letzungen der Dienstordnung energisch entgegen zu treten.

Paris, 19. Dezbr. Die Kammer nahm heute Nacht 2,,4 Uhr nach 5 Sitzungen unter heftigem Tumult die Am- nesne-Borlagc mit 156 gegen 2 Stimmen an. Alsdann ver­tagte sich die Kammer aus Donnerstag.

Ueber dieGneisen^»" Katastrophe

liegen heute noch folgende Meldungen vor:

Berlin, 19. Dezbr. Die Kaiserin stattete heute Nach­mittag dem Geh. Admiralitäsraih Berndt, Vater des aus der ,@netienau* verunglückten Seekadetten, einen Besuch ab.

Berlin, 19. Dezbr. Kapitânleutnant Werner meldet ans Malaga: Heute Mittag fand das Begräbnis des Kommandanten Kretschmann mit großen militärischen Ehren statt. Weitere Leichen wurden b - jetzt nicht aufgefunden. Herzog Ernst Günther zu Schleswig-Holstein richtete an Staatssekretär Tirpitz nachstehendes Telegramm: Die Herzogin unb iq nehmen anläßlich der Unglücksboischaft aus Malaga innigen Antheil an dem Schmerz der Angehörigen. Darauf wurde vom Staoissekretür nawstehendes Antworttclezramm übersandt: Ew. Hohei en sage im Namen der Marine unrer- thänigst tiefgefühltesten Tank für die innige Antheilnahme an dem Schmerze der Angehörigen der bei Malaga auf der r@neiienau* verunglückten Offiziere und Mannschaften.

Berlin, 19. Dezbr. Das Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Rochen Kreuz trat auf Anregung des Kaisers zu einer Sitzung zusammen und beschloß die Bewilligung von zunächst 10,000 Mark für Zwecke der Pflege der verwundeten unb kranken Matrosen der©neijenau* in Malaga. Tie Geldanweisung wird dem deutschen Konsul zugehen. Gleich­zeitig ließ das Zentralkomitee die eventuelle Entsendung deutscher Aerzte und Pflegkläsie nach Malaga im Bedarfs­fälle anbieten.

Bremen, 19. Dezbr. Zur Heimsendung der Besatzung des SchulschiffesGneisenau" hat auch der Nordd. Lloyd dem Reichsmarincaml den auf der Rückreise von Quasten be­griffenen Dampfer Hannover zur Verfügung gestellt. Die Hannover" soll, falls es nicht gelingt, die ihr vorauffahrende HamburgerAndalusia" in Gibraltar anzuhalten, durch Schleppdampfer in der Straße von Gibraltar Ordre erhalten, nach Malaga zu dampfen.

Konstantinopel, 19. Dezbr. Unter dem Protektorat deS Sultan- ist ein Ausschuß zusammengetreten, um die Ver­anstaltung eineâ Wohlthätigkeits-KonzenS zum Besten der Hinterbliebenen der mit derGneisenau" Verunglückten in die Wege zu leiten. Dem Ausschüsse gehören an: Siaaisrath Turkhan Pascha, Marschall Shakir Pascha, der erste Sekretär deS Sultans Tahrin Bey, der zweite Sekretär Izzet Bey, sowie einige Mitglieder der deutschen Boischaft.

Malaga, 19. Dezbr. Hiesige Zeitungen theilen mit, daß ein angesehener Franzose, Paul Lechat, bei der Rettung ber Mannschaft derGneisenau" sich besonders aurzeichnetc. Lechat, ber ~ein vorzüglicher Schwimmer ist, warf sich ins Meer, um Schiffbrüchige zu retten.

Telegramms:

Berlin, 20. Dezbr. Ein Telegramm aus Kiel besagt: Auf eine von der hiesigen Handelskammer anläßlich des Unterganges derGneisenau" an den Kaiser gesandte BeileidSdepesche ging folgende vom Chef deS Marine- KabinetS Freiherrn von Senden-Bib.ran unterzeichnete Draht­antwort ein: Seine Majestät ber Kaiser lassen ber Handels­kammer zu Kiel für die zum Ausdruck gebrachte warme Antheilnahme an dem Verlust Sr. Majestät SchiffGneist, «au" und so vieler hoffnungsvoller Menschenleben, besten-

sanken.Der Chef der sqwedis ven Seekcregsschnle in Stocf= Holm, Kapitän Gustav Dyrße, übersandte namens ber Offiziere und Zöglinge bieier S hule ein Beileidstelegramm an die Inspekiion des HildungSwcsenS der Marine. Der Chef deS- lelben, Kontre-Admiral von Arnim stattete telegraphisch für diese Kundgebung seinen Dank ab.

Berlin, 20. Dezbr. DerLokal-Anzeiger" meldet aüs Madrid: Der Gouverneur von Malaga vertheille an Fischer und sonstige Leute, die an der Rettung der Schiff­brüchigen derGneisenau" beteiligt waren, je 100 Pesetas und lebte deren Heldenmuth. Die Madrider deutsche Kolonie eröffnete eine Subscription, um die Wiitivcn nnd Waisen der beim Retten umgekommenen Spanier zu unterstützen.

Berlin, 20. Dezbr. Die in Plön weilenden kaiserlichen Prinzen besuchten gestern nach einer Depesche desLokal- ingeiger* den Stationsvorsteher Eggert, um ihn zur Rettung seiner SohneS zu beglückwünschen.

Die Lage in Chitin.

Die Friesensverhanslanzen in Peking dürften durch die Erkrankung des Li-Hung-T'chang keine Verzögerung erleiden, denn das Befinden des alten Herrn bietet zu Besorgnissen keinen Anlaß, er scheint sogar, trotz der Influenza, seinen Verkehr in t den fremden Gesandten gar nicht unterbrochen zu haben. Er sowohl wie Prinz Tsching gaben nämlich dem Gesandten Pichon die Versicherung, daß die Truppcnbewcgnnqen an der Grenze von Indochina über welche der Gesandte kürzlich Klage geführt hatte ohne Bedeutung seien und nur zum Zwecke der Unterdrückung deS Brigantenthums vsrgenommcn werden. China denke nicht daran, kurz vor der Eröffnung der Friedensverhand- lunzen neue Verwickelungen heraufzubeschwören. Nach einer Aelsung aus Shanghai theilte Scheng den betreffenden Kon uln mit, er und der neue Gouverneur von Tschttiang Dunliuyi häiten kaiserliche Befehle erhalten, die Angelegenheit bezüglich ber Ricdermetzelung der Missionare in Tschulschau mit den Konsuln schnell zu regeln.

Ablösungen.

Ueber die zu Anfang des kommenden Jahres vorznneh- menben Ablösungen der Marinemannschafteu der ostauatischen Stationen sind bis jetzt folgende Bestimmungen getroffen. 3n der Zeit vom 25. Februar bis 25. März wird der Ab- lèsungstransport für Kiauischou auf einem hierfür zu chartern­den Dampfer von Wilhelmshaven abgehen. Dieser Ab- tösungsnansport umfaßt diejenigen Mannschaften, welche gegenwâriig in den beiden Stammkompagnien und der Stamm datterie für das dritte Seebatmllon ausgebildet werden. Sei dieser Ablösung handelt e; sich natürlich lediglich um Marincmannschaften, da die Mitglieder des Expeditionskorps sich alle zu einer zweijährigen Dienstzeit in China verpflichtet haben. Im Mai, an einem noch näher festzusetzenden Zage, wird dann der Ablösungstransport für das Kreuzer- geschwader bczw. die in Ostasien staüonirten Schiffe, wie die auS den afrikanischen und australischen Gewässern nach China beorderten kleinen Kreuzer abgehen. Ueber die Ablösung des eigentlichen Chinageschwaders, jener Kriegsschiffe, die im Sommer von Kiel aus nach China entsandt worden sind, verlautet noch nichts Bestimmtes. Man hofft, thunlichst halb einzelne jener Geschwaderschiffe überhaupt gänzlich in die Heimath zurückberufen zu können. Hieifür hängt aber eben noch Alles von dem weiteren Verlaufe der jetzt angebahnten Friedensverhandlungen in China ab, und bevor diese keinen klaren Ueberblick gewähren, sind nähere Bestimmungen über Formation und Abgang dieses dritten Ablösungstransportes nicht möglich.

@ht Feldpostbrief aus Tientsin.

Ein Freiwilliger vom ostasiatischen Expeditionskorps schreibt unterm 24. Otiober was folgt. Der Brief wirst bezeichnende Streiflichter auf das Leben und Treiben im Felde, weshalb ihn auch diestraßb. Post", der er vorgelegen hat, veröffent­licht. Es heißt darin:Der Brief vom 23. August ist nach sieb-nwöchiger Fahrt glücklich in unsere Hände gekommen. Wie ich mich gefreut habe, kann ich nicht beschreiben, ich hatte schon gar nicht mehr gehofft, Antwort zu erhalten, denn wir halten eben nicht gedacht, daß die Briefe beinahe zwei Monate gebrauchen bis hierher. Wir sind jetzt hier in Tientsin, nach­dem wir in Tongku fünf Wochen unter Zelten gelegen hatten. Wir waren dort dem Etappenkommando zugetheilt und haben dort am Staden sehr schwer arbeiten müssen, um Truppen- maiecial, Liebesgaben, Munition, Proviant u. s. w. auszu- laben. Trotzdem war cs ein schönes, freies Leben dort! Geld hatten wir gar kcins; wenn wir aber ausgingen, so brauchten wir nur zu unseren russischen und französischen Kameraden zu gehen, dann konnten wir haben, was wir wollien. Der russische Soldat ist ein freundliches Haus, dem die Gastfreundschaft über Alles geht, und wenn man auf einen Abend nicht fünf bis sechs Mal Brüderschaft getrunken hatte, konnte man eS eine «Seltenheit nennen. Bei den Franzosen habe ich mich gewundert, wie wir bei denen aus­genommen werden. Wenn man in Deutschland so oft hört, oag der Franzose und insbesondere der französische Soldat so deutschfeindlich fei, sollte man gar nicht glauben, wie eS hier ist. Kommt man in ein französisches Lager, so kann man sicher sein, daß man gleich in ein Zelt eingelaben und gut bewirthet wirb. Wir sind mit französischen Znaven zusammcn- qewescn, die in deutscher Sprache Seiner Majestät dem deutschen Kaiser drei Hurrahi ausbrachten, worauf wir nachher bie Republik und die französische Armee hochleben ließen. Gefreut hat e» »ich, denn da steht man doch, wie diese Wirren die Völker näher bringen. Allem Anschein nach gibt eS hier noch recht viel zu thun! Wenn auch vielleicht nicht mit den Chinesen.

Wenn man h«er in Tiemsin durch das eiuopmjctie Gurtes gebt, soll man nicht glauben, daß man in Feindesland ist denn die eingeborenen Chine eil sind bis auf eine kleine Menge frembenfreuiiblid). Doch ungefährlich ist cs hier nicht eenu jede Nacht wird auf Posten geschossen, und so manche indische und japanische Posten wird des Nachts wegen Mangel an Aufmerksamkeit ermordet imd in Stücke geschnitten. Am Samstag trieben sich 4 Genesen keine Kulis deutschen Lager umher und gaben auf Anrufen des sßoftenâ der Gebirgsbalterie keine Antwort, sondern flohen. Der Posten schoß und traf einen ins Auge. Todt war er auf der Stelle. Tientsin ist schön, wenigstens das fremde Viertel, an einigen Stellen schöner wie in Straßburg. Das Straßenbild jft ein überaus lebhaftes; man kann sich nicht daran satt; sehen. Man sicht Alles durcheinander: Franzosen, Inder, Engländer, Amerikaner, Japaner, Oesterreicher, Italiener, Goinefen, Deutsche. Dann wieder flinke Kosaken zu Pferde, Offiziere in Chirinkans (einer Art Droschken mit Läufer davor); das allerlästigste Volk sind aber doch die chinesischen Settelfamilien. Da ziehen Mann, Weib und Kind miiein- anber und betteln frisch braus los in einer unverschämten Art und Weise. In Tientsin kann man auch wieder weisse europäische Fiauen sehen mit Kindern. Ich habe niich herz­lich gefreut, denn seit dem 9. August habe ich keine weiße Dame mehr gescheit. Von Port Said aus halte ich eine Ansichtskarte nach Baden an meinen alten Quartiergeber aus dem Kaiscrmanöoer geschickt und welche Freude! heute erhalte ich Antwort und gleicher Zeit auch noch l0Mk. Der braue Mann weiß auch, daß im Felde das Geld gut ge­braucht wird, denn er hat 187071 mitgemacht. Der Ge­sundheitszustand in der Kompagnie bessert sich jetzt, wir hatten Mitte Oktober viele Kranke im Lazarcih, darnuter auch den Kompagniechef. Die Krankenzahl war aber gegen andere Truppentheile noch gering, und es ist auch keiner gestorben. Geuern habe ich einen Elsässer ans meinem Ersatz hier ge- troffen. Er ist Gefreiter und thut Unleroffizierdieuste. Sein Wunsch, als Soldat in die Welt zu kommen, i|t also doch in Erfüllung gegangen. Es wird Dir auch interessant fein, zu hören, wie es mit der Straßendisziplin aussieht. Es ist gar sein Unterschied darin, sogar noch strenger wie in der Heimath. Ebenso wie mit dem Anzüge, es wird sogar, wenn Zeit ist, scharf cxerzirt, sogar ein strammer Parademarsch wird geliefert, d. h. wenn Platz dazu ist. Neulich beim Exerziren wurde Chargiren in zwei Gliedern geübt, gerade gegenüber sind zwei chinesische Zimmerleute am Feldlazareihaufschlagen. Auf einmal, alsLegt on!" foinmanbirt wurde, machen sie Kehrt und verschwinden aus Angst vor dem Schießen. Aber geknallt hai's nicht, denn wir haben nicht nur scharfe, son­dern auch ExerzirPatronen mit. Wegen allgemeiner Heiterkeit mußte das Exerziren ausgesetzt werden. Ich habe mich ent- ichlossen, weiter zu dienen, nur bitt ich noch nicht im Reinen, wo; hier in der Kolonialarmee oder im stehenden Heere. Dieses Jahr habe ich hier wenig Aussicht auf Beförderung, denn alle Stellen sind besetzt. Wenn dieser Brief eintrifft, dann werden die neuen Rekruten bald vor der Vorstellung sein, die hoffentlich wieder den alten Ruf unserer Kompagnie, auf die ich stolz bin, neue Ehre macht. Mit beste» Grüßen usw."

Aus Stadt- und Landkreis Hanau. Nachdruck unserer Lokalartikel nur mit Quellenangabe , ,Han. Ayz." gestaltet.

Beamtenpcrsonal-Nachrichten.

Ernanut: der Regierungs-Asscssor Korth bei der Regie­rung zu Gaffel zum Regierungsraih,

der außelordentliche Pfarrer Schlott zum selbstständigen Gehülfen des Pfarrers, Konsistorialraths Rei man» zu Altenhaßlau,

der Rechtskandidat Mauer zum Referendar,

der Gerichtsschreibergehülfe Schnltheis zu Homberg zum Gerichlsschreiber beim Amtsgericht zu Niederaula,

die Gerichtsdiener Gerhardt zu Burghaun, Albrecht zu Borken und Gib Hard zu Fritzlar, sowie der Oberaus* 'eher Lautenschläger bei dem Gerichtsgefängniß zu Marburg zu Gerichisvollziehern zu Friedewald bczw. Borken, Ziegenhain und Biedenkopf.

Ueberwiesen: der Regierungs-Assessor Bärwinkel zu St. Wendel der Regierung zu Gaffel zur weiteren dienstlichen Verwendung.

Verliehen: dem Holzhauerineifter Iffland zu Friede­wald das Allgemeine Ehrenzeichen.

Versetzt: der Regierungs- und Schulrath Dr. Schnei­der von Cassel an die Regierung zu Frankfurt a. O.

Ptnstonirt: der Geheime Regierungsrath Wenderhold bei der Regierung zu Cassel., <

* Der Sprechverkehr ist auf Groß-Umstad« ausgedehnt worden. Die Gesprächsgebühr beträgt 25 Pfg.

* Rothes Kreuz. Infolge des Aufrufs dk» Central- Komilee'S der demschcn Vereine vom Rothen Kreuz zur Sammlung von Geldbeiträgen zum Besten ber nach China enifanbten Truppen sind von den Organen bei Rothcn Kreuzes in der Provinz Hessen-Nassau an die Haupt Sammel­stelle, die Königliche Hauptseehandlungskassc in'Berlin, weiter abgeführt worben, nämlich au« Gaffel 636,75 Mk., Eschwege 139,70 Mk., Weilburg 71,65 Mk., Biedenkopf 248,80 Mt., Hanau 18,20 Mk., Höchst a. M. 10 Mk., zusammen 1025,10 Mk. Die Gesammlsumme der bis jetzt abgeführten Beiträge beläuft sich auf 49 198 Mk. 1 Pfg.

* Kohlenbezug. Laut einer Bekanntmachung im amt­lichen Theile gibt die Stadtverwaltung Hausbrandkohlen ca. 50 pGt. Stücke zum Preise von 1,15 Mk. den Zentner an Minderbemittelte zu den in der Bekanntmachung näher erläuterten Bedingungen ab. Der Verkauf beginnt am