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Nr. 290

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General-Anzeiger

Amtliches Grgan für Stadt- und Landkreis Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Mittwoch dcn 12. Dezember

1900

Amtliches.

Skcrdk^sis Panait. Bekanntmachung.

Gemäß Ziffer 11 und 14 der Ausführungs-Anweisung vom 24. August d. J. zu 8 139d Ziffer 3 und 139e AbZ satz 2 Ziffer 2 des Gesetzes, betreffend Abänderung der Ge-! werbeordnung vom 30. Juni d. I., wird hiermit Folgendes; öffentlich bekannt gemacht:

1. Nach 8 139c des genannten Gesetzes ist in offenen Verkaufsstellen und den dazu gehörenden Schreibstuben (Comptoire) und Lagerräumen den Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens zehn Stunden zu gewähren.

Zn Gemeinden, welche nach der jeweilig letzten Volkszählung mehr als zwanzigtausend Einwohner haben, muß die Ruhezeit in offenen Verkaufsstellen, in denen zwei oder mehr Gehilfen und Lehrlinge beschäftigt werden, für diese mindestens elf Stunden betragen; für kleinere Ortschaften kann diese Ruhezeit durch Ortsstatut vor- geschriebeu werden.

Innerhalb der Arbeitszeit muß den Gehilfen, Lehr­lingen und Arbeitern eine angemessene Mittagspause ge­währt werden. Für Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter, die ihre Hauptmahlzeit außerhalb des die Verkaufsstelle enthaltenden Gebäudes einnehmen, muß diese Pause mindestens ein und eine halbe Stunde betragen.

Diese Bestimmungen finden gemätz § 139d Ziffer 3 an folgenden 26 Tagen keine Anwendung:

Am 17. Dezember und den folgenden Tagen

An den letzten 11 Samstagen vor dem 1. August.

Hanau den 10. November 1900.

Königliche Polizei-Direktion.

P 9900

v. Schenck.

^taöt&reio ^banaxt.

Bekanntmachungen des Oberbürgermeisteramtes.

Für die am 5. Januar 1874 hier geborene Sophie Friederike Johanna Wilhelmine Schroeter ist um Entlassung gesucht worden.

Hanau den

aus dem preußischen Staatsverbande nach-

12.

Dezember 1900.

Der Magistrat. Dr. Gebeschus.

20142

ândwirtWastlicher Kreisvercin, Hanau.

Nächste Vrsammlung Samstag den 15. Dezember 1900, nachmittags 21/» Uhr, im Gasthaus zum goldmen Löwen hier.

1.

2.

3.

Tagesordnung:

Geschäftliche Mittheilungen.

Vortrag des Herrn Fr. Sehnapanff aus

Wiesbaden, über:Wirksamste Eonscr- virung des Stalldüngers, zugleich ficherer Seuchenschutz der Stallungen."

Neuwahl des Vereins-Vorstandes.

Der Vorstand.

bis zum 24. Dezember einschließlich, aber mit nähme der in diese Zeit fallenden Sonntage.

Am Mittwoch, Donnerstag und Samstag

Ostern.

Am Donnerstag, Freitag und Samstag

Pfingsten.

Am letzten Wochentage vor Neujahr.

AuS-

vor

Die Herren Bürgermeister wollen die obige Bekannt­machung des landwirthschafelichen Kreisvereins in ihren

noch nicht abzusehen, wie lang die Dauer dieser Krise sein wird, zumal während des fünfjährigen kolossalen Aufschwunges alle industriellen Unternehmungen sich ausgedehnt haben und viele neue Konkurrenz-Unternehmungen entstanden sind! Da­gegen müssen wir Verwahrung einlezen, daß die traurige Finanzlage mitverschuldel sei auch durch das Anwachsen der Ausgaben für die Jnvaliditâts- und Alters-Versicherung. Auch wenn man die dafür eingestellten 34 Millionen völlig striche, auch dann noch wäre die Finanzlage eine sehr traurige! Erheiternd war es, wie gestern nacheinander Müller-Fuld«, Sattler, Graf Limburg zur Sparsamkeit mahnten, und das angesichts der Bewilligungswuth, welche diese Partheien bisher bestätigt haben! Graf Limburg will namentlich an Postbauten sparen, aber gerade das sind Kulturausgaben, die wir unserer­seits viel lieber bewilligen «ls Kaserne«, Schiffe und Zucht­häuser. Und Lie, Herr Müller, sind jetzt schon so weit, daß Sie meinen, im äußersten Nothfalle müßten die Bundesstaaten herangezogen werden. Aber gerade Sie, Herr Müller, haben Alles mitbewilligt, Sie find also der erste Attentäter und verdienen zuerst gehängt zu werden. (Heiterkeit. Der Reichskanzler erscheint.) Das eigentliche Gerippe unseres Etats bieten der Militär-, der Marine, der damit zusammen­hängende Pensionsetllt und die Zinsen der Reichs'chuld. Alles das zusammen, soweit es sich um Ausgaben für militärische Zwecke handelt, verschlingt in lern neuen Etat 1032 Millionen. In 1890 dagegen nur 502 Millionen. Die Ausgaben auf diesen vier Etais haben sich also seit 1890 um 530 Millionen oder um 106®/e erhöht, mehr als verdoppelt! Dabei enthält schon jetzt der dritte Nachiragsetat für China große, neue Aufwendungen für Kiaulschou! Wenn ein Anderer in solcher Weise wirthschaftet, so würden Lie ihn einen ganz liederlichen Kerl nennen. Sic leben icie ein Verschwender, wie ein

Gemeinden Wiederholt in ortsüblicher Weise bekannt machen.

Hanau den 4. Dezember 1900.

"°' L 153

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

Am Mittwoch und Donnerstag in der Winter mehwoche.

MÄitf Md önlorenc Gegenstände etc.

Gefunden: 1 Portemonnaie mit 7 Pfg. und einer

An den letzten 10 Samstagen vor dem 17. Konsummarke. 1 Pfandschein Nr. 4252. 8 kleine Schlüssel Dezember. an einem Ring.

2. Die Bestimmungen des 8 139e Abs. 1, wonach offene Vom Wasenmeister am 11. d. Mts. eingefangen: Verkaufsstellen von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens 1 gelblicher Spitz mit weißen Abzeichen m. Geschl.

für den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein müssen, Hana« den 12. Dezember ItfOO. bleiben nach § 139e Absatz 2 Ziffer 2 des Eingangs erwähnten Gesetzes an folgenden 32 Tagen der­gestalt außer Anwendung, das; der geschäft­liche Verkehr bis spätestens 10 Uhr erfolgen darf:

Am 17. Dezember und den folgenden Tagen bis zum 24. Dezember einschließlich, aber mit

nähme der in diese Zeit fallenden Sonntage.

Am Mittwoch, Donnerstag und Samstag

Ostern.

Am Donnerstag, Freitag und Samstag

Pfingsten.

Am letzten Wochentage vor Neujahr.

Aus­

vor

vor

An den letzten 7 Samstagen vor dem 17. Dezember.

Am Goßl

Die

Deutscher Reichstag.

Etat.

(Sitzung vom 11. Dezember.) Bundesrathstische: Graf Posadowsky,

er, von Richthofcn, von Thielmann.

erste Berathung des Etats für 1901

von

wird fortgesetzt.

Abg. Bebel: Die Schilderung, welche gestern der Schatz- sekretär von der Reichrfinanzlage gab, war ein Gemälde schwarz in schwarz und mußte es sein wegen der thatsächlichen Ver-

plötzlich reich gewordener Mann, der nicht weiß, wie er mit seinem Gelde umgehen soll. Und wer trägt an alledem die Hauptschuld? Tas Zentrum. So haben die Nationalliberalen, als sie noch ausschlaggebend waren, nie gewirthschaftct. Ich fange an, vor den Nationalliberalen Respekt zu bekommen. Unter der Aegide des Zentrums ist auch das Dudgeirecht stückweise verloren gegangen, geradezu zur Anarchie geworden! Ohne das Zentrum wären alle diese kolossalen Bewilligungen nicht möglich gewesen, das Zentrum ist zum Schleppenträger der Regierung geworden. Auch die Welrpolitik verdanken wir dem Zentrum. Dabei hat uns gleich die erste Phase der Deltpoliükj China, ein großes Tëbâclc gebracht. Was Trans­vaal anlangt, so haben wir gestern ausnahmsweise einmal fast Wort für Wort Alledem zustimmen können, was der Reichskanzler über das Verhalten Deutschlands gegenüber Trans­vaal und England ansgesagt Hai! Aber man sollte doch nicht das Telegramm vergessen, das seiner Zeit anläßlich dcsJame- sonschen Zuges von der Allerhöchsten Person nach Transvaal gerichtet "wurde. Meine Freunde haben damals dies Tele­gramm hier gemißbilligt, standen damit aber hier im Hause ganz allein. Wir freuen uns, daß trotzdem hinterher die Regierung fié zu unserer Auffassung bekannt hat. Die Raub- poiitck Englands und seine Kriegführung verurtheilen wir freilich durchaus. Und wir verurtheilen allerdings auch, daß Krüger nicht einmal empfangen worden ist. Denn das muß auf die Buren den Eindruck der Treulosigkeit machen. Vor Allem wegen des Telegramms des Kaisers vom 3. Januar 1896 und wegen der darüber hier im Reichstage stattgebablen Verhandlungen im März 1896. Alles das gebot unbedingt,

hältnisse. Zu der rückläufigen Bewegung hat das chinesische <'nqan»nuigni im ^->->z #uw. gm-. .mv.vmy.,

Abenteuer den ersten Anstoß gegeben. Es ist auch bisher Krüger hier zu empfangen. Daß das nicht geschah, Hai unserer

.Hanauer Anzeiger

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Im Unterhaltungsblatt ^*""^Gestohlenes Glück ^°b.-d

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