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Amtliches Organ für Staöt- unS Lauökreis Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Im Reklammtheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 ^.

Samstag den 25. Juni

1898

Amtliches, ^taöt&veie ^anau.

Ausschreiben.

Dahier gestohlen: Am 19. d. Mts. ein Adlerfahrrad, Marke 42. Dasselbe hat schwarzen Rahmenbau, vernickelte Lenkstange mit Korkgriffen, schwarzen Felgen, Peter's Pneu- matik-Lustreistn, Sattel mit stehenden Federn, gewöhnliche Pedale, die Fabriknummer 90264 und Polizei-Nr. 3648.

Um Nachforschung und eventl. Nachricht anher wird er­gebenst ersucht.

Hanau am 21. Juni 1898.

Königliche Polizeidirektion.

v. Schenck.

kanzler wieder zur Wahl.Waren schon viel Leute hier?" Beziehung steht. Richtig stellen wollen wir noch unsere

fragte er, worauf ihm der Wahlvorsteher entgegnete:Nein, gestrige Angabe, daß es sich nicht um eine Besichtigung des

Durchlaucht. Die größte Zahl dürfte erst zwischen 4 und 6 14. Infanterie-Regiments, das in Graudenz steht, handelt, Uhr nachmittags zu erwarten sein." Nachdem der Reichs- sondern um das in Dt.-Eylau in Garnison liegende 44. Jn-

kanzler seinen Zettel abgegeben hatte, entfernte er sich mit santerie- Regiment.

einer Verbeugung und bestieg mit seinem Begleiter den ge-! Der hochschäumenden allslavischen Verbrüde- schlossenen Wagen. f rungsbegcisterung in Prag wird jetzt ein starker

Auflösung eines Kriegervereins. DieLeine- Dämpfer von einem Theile derslavischen Brüder" aufge- Ztg." bringt folgende amtliche Bekanntmachung:Die unter setzt. Nachttäglich wird bekannt, Komarow sei zu seiner dem 9. Februar 1894 erteilte Bestätigung der Statuten des deutschfeindlichen Rede von den Tschechen gedrängt worden, Kriegeroereins Mariensee ist wegen des statutenwidrigen Ver- die Werth darauf legten, daß diese aus dem Munde eines Haltens der überwiegenden Mehrzahl seiner Mitglieder mittelst Verfügung vom heutigen Tage zurückgezogen worden. Der genannte Verein hört infolge dessen von heute ab auf, ein Kriegerverein zu sein, und geht insbesondere des Rechts ver­lustig, eine Fahne zu führen. Neustadt am Riebenberge.

Der königliche Landrath. v. Woyna". Das Wahlergebniß ließ klar erkennen, daß die meisten Kriegervereinsmitglieder, in Mariensee den Kandidaten der welfischen oder sozialdemo­kratischen Umsturzpartei ihre Stimmen gegeben hatten. Wegen .... -------, .... ^vöv.|.v*w»y |ur u». OkU|UlClllllUie zu

dieser unpatriotischen Haltung der Mitglieder wurde die Auf- bekunden. Die ganze Polttik Rußlands uns gegenüber be- lösung des Vereins verfügt. ! ruht auf Lüge und Raffinement. Die Versicherungen der

Novelle zur Gewerbeordnung. Mit ziemlicher Bruderliebe seitens des Generals Komarow prallen an uns Sicherheit darf daraus gerechnet werden, daß dem Reichstage c', La...t .!..... C\.'..^^- -ül in seiner nächsten Tagung wieder eine Novelle zur Gewerbe-! die KrakauerReforma" unter Anderm: ordnung zugehen wird. Um wie viele Abänderungen der&---'' "

_ , 3 m gegenwärtigen Bestimmungen es sich dabei handeln wird, ist

Gesunden: Em goldnes Medaillon. , K-sckl.^nach denB. P. N." noch nicht abzusehen. Wahrscheinlich ................3.----------

Zugelaufen: Ein wolsgestreisker Doggenbund m. ., ^^ ^ ^ eine Bestimmung, wonach das Gewerbe der flüchtige Worte nicht abspeisen nnv müssen Beweise dafür

Empfangnahme bei dem Bahnwärter Friedrich ^app iv. z , Gxsindevirmiethkr und Stellmvermittler konzessionspflichtig ge-^ haben, daß wir, wie Komarow sagte, nur Gven Feind haben, macht wird, in der Novelle vsrfinden. Vielleicht wird man nicht zwei. Sollten etwa ^die seitens der russischen Regier­auch die allgemeine gesetzliche Regelung der Stellung der u.;ö «..t ^«n«-««»ö«8qüyicu wununi weniger

Patentanwälte auf diesem Wege herbeizuführm veisuchen. ! schmerzen, weil sie von slavischen, nicht von deutschen Waffen Bekämpfung bev Grotzbozore. Am Mittwoch herrühren? Wir können unsere Abrechnung mit Rußland Abend tagte in Berlin eine von dem Bund der Handels- und nicht verschieben, bis die Deutschen besiegt zu Füßen des Gewerbetreibenden einberufene gutbesuchte Versammlung, die: Slaventhums liegen werden. Bis dahin wäre keine Spur folgende Resolution beschloß:Der Bund der Handels- und ^ ^ini^^ '

Gewerbetreibenden hält für dringend erforderlich: 1) Die

Umgestaltung der Gewerbesteuer auf progressiver Unterlage, ,#v.. l^yuen wvnc, ucir» uuju viel in

durch welche die oberen Gewerbesteuerklassen zur Entlastung: Prag gefallen sind. Dieses unseres nationalen Standpunktes der unteren mit steigenden Steuersätzen heran gezogen werden. mögen nicht nur die Russen, sondern alle Slavenstämme 2) Zur Einschränkung der Konkurrenz der Großbazare und; Oesterreichs eingedenk sein, mit denen wir ein Bündniß

Der am 10, Januar 1856 zu Hausen, Kreis Schlüchtern, geborene, dahier wohnhaft gewesene Taglöhner Fabian, gent. Valentin Ziegler entzieht sich der Polizeiaufsicht.

Um Mittheilung des gegenwärtigen Aufenthalts des Ge­nannten wird ergebenst ersucht.

Hanau am 21. Juni 1898.

Russen komme. Die Polen dagegen wollen von dem russischen Bruderkusse wenig wissen. Sehr heftig zieht der Lemberger Dziennik Polski" gegen Komarow los.Wir wollen," schreibt das Blatt,dem Herrn General sagen, daß wir von solchenBrüdern" wie er und seinesgleichen sind, nichts wissen wollen und daß wir sie vor der ganzen Welt verleugnen werden. Die naiven Tschechen konnten sich für diesen Publi­zisten in der Generals-Uniform begeistern, die Polen sind nicht im Stande, die Begeisterung für die Kosakenknute zu

P. 6753

Königliche Polizeidirektion, v. Schenck.

Dicustaachrichten aus dem Kreise.

Dörnigheim.

Hanau am 25. Juni 1898.

^faöt^rei^ ^attaxt.

KeiZÄktMachWgeu des Oberbürgelmeisteramtes.

Bekanntmachung.

Montag den 27. d. Mts., nachmittags 3 Uhr,

wird im Hofe der Oberrealschule eine große Parthie altes Gußeisen öffentlich meistbietend versteigert.

Hanau den 24. Juni 1898.

Der Magistrat Dr. Gebeschus.

9404

^rrgesfcha«.

Von der Marine. Laut telegraphlscheer Meldung an das Ober-Kommondo der Marire ist der Reichs-Post- dampferKönig" mit abgelöster Besatzung S. M. S. Condor", Führer: Lieutenant zur See Mommsen, am 23. Juni in Aden ongekommen und hat am 24. die Heimreise

fortgesetzt. ~ g

Die Stichwahlen in Berlin. Wie am 25. Juni 1893, so fanden gestern, am 24. Juni, wieder in vier Ber­liner Wahlkreisen Stichwahlen statt, und mit dem Glocken- schlag 10 begann in 275 Wahllokalm der entscheidende Kampf. Bei der Hauptwahl galten insgesammt 45,000 Wähler im 1., 2., 3. und 5. Wahlkreise ihre Stimmen nicht abgegeben. Von diesen dürften aber allem Anschein nach tron der Mahnbriefe und Bemühungen der Schlepper die MHten auch bei der Stichwahl sich ferngehalten haben, wäh- i rend Viele, die in der Hauptwahl abstimmten, sich jetzt nicht entschließen konnten, für einen Freisinnigen zu stimmen. Vor den einzelnen Wahllokalen ging es im Ganzen sehr friedlich her. Behäbig und friedlich saß auf der einen Seite des Ein­gangs aus seinem Stuhl der Mann mit den Zetteln der Freisinnigen, auf der anderen der Sozialdemokrat, dessen Rube von mittags ab die nach Zettel heischenden Schlepper zu stören begannen. Hier und da standen wohl auch ein­zelne Wähler beisammen, und nicht selten körte man, daß Jemand mit verdrossener Miene sagte:Ich habe ja auch ' für den Freisinnigen gestimmt, aber wir sind dabei doch die! Dummen." In den Lokalen der Friedrichstadt und des! Thiergartenviertels erschien an der Wahlurne eine auffallende Menge von Dienern und herrschaftlichen Kutschern. In dem . vMmtfterlokal" des ersten Wahlkreises, Leipzigerstraße 136, erschienen gleich nach Eröffnung der Wahl der Staatssekretär Dr. Nieberding und der Minister v. Thielen, der bei der Hauptwahl fern geblieben war. In diesem einen einzigen WahlkNise, den uan vor allen Dingen nicht in sozialdemo- , kratische Hände fallen lassen wollte, erschienen überhaupt , zahlreiche Wähler an der Urne, die an der Hauptwahl sich , -" »-»e.. e- Sor SRptrfiS:

ruht auf Lüge und Raffinement. Die Versicherungen der

ab, ohne irgend einen Eindruck zu erzielen." Ferner sagt £------- ~ * ;Aus dieser Rede

muß man folgern, daß die slavische Frage nur von den Tschechen und Russen abhänge. Was soll aus den Polen werden? Wir lasten uns durch einige beim Wein gesprochene

ung und der russischen Presse uns zugefügten Wunden weniger

herrühren? Wir können unsere Abrechnung mit Rußland

Bis dahin wäre keine Spur der polnischen Nation in Rußland vorhanden. Gegenwärtig haben wir zwei Feinde: die Russen und die Deutschen. Wir sagen dies offen, trotz der schönen Worte, deren allzu viel in

Oesterreichs eingedenk sein, mit denen wir ein Bündniß schließen. Wenn dieselben vereint mit uns den Kampf führen, dabei aber Verbündete dort suchen wollen, wo wir unsere Feinde erblicken, dürfte unser Bündniß nicht haltbar sein!"

Das Ansehen des Snltans daheim wird von englischer Seite als erschüttert hingestellt. Wie man aus London mittheilt, behauptetDaily Chronicle", es komme ihr von zuverlässiger Seite die Nachricht zu, daß seit einiger Zeit im Palast zu Jildiz eigenthümliche Zustände herrschten, dem höchst bedauerlichen Borfall in Die Beamten des Palastes hätten des öfteren die Neigung Dentsch-Eylau bei der Trnppenbesichtignng durch; gezeigt, gegen den Absolutismus des Sultans Front zu den kommandirenden General des 17. Armeekorps von Lentze ma^en. Infolge dessen beachteten viele der Minister die am Dienstag Vormittag wird derElbinger Zeitung" eine Jraden des Sultans nicht mehr. Letzterer wurde bereits als Erzählung mitgetheilt, welche leider die Vermuthung zu be- eine Null angesehen, als eine Macht, der man ungestraft stä-igen scheint, daß es sich bei der Schießangel-genheit um trotzen, je nach Belieben gehorchen konnte oder nicht.

Filialgeschäfte eine Branchen-Umsatzsteuer, die bei einer ge­wissen Anzahl geführter B-anchen, sowie bei einem je nach der Einwohnerzahl der Städte sestzusetzenden Minimalumsatz beginnt und sich mit der Zahl der Branchen und der erzielten Umsätze progressiv erhöht. 3) Die Heranziehung der Kon­sumvereine, Beamten- und Osfiziers-Waarenhäuser, Rabatt- Sparvereine u. s. w. zur Gewerbesteuer und Einkommen­steuer, sowie zur Branchen-Umsatzsteuer.

ein gemeines Verbrechen handelt, und daß dcr'schälfe Schuß dem schwerverletzten Generalmajor von Rabe zugedacht war. Schon im vorigen Jahre sollen, nach der erwähnten Erzählung, auf dem Schießplätze in Gruppe scharfe Schüsse abgegeben

trotzen, je nach Belieben gehorchen könnte oder nicht.

Das Vordringen der Amerikaner

Die Landung der amerikanischen Truppen auf Kuba ist in vollem Umfange geglückt, daran ist nicht mehr zu zweifeln.

worden sein; es herrsche unter den Soldaten allgemein die.... wuua wui|uuyc ycyiuui, umun i|i nicyi meyr zu zwelseen. Ansicht, daß diese Schüsse wahrscheinlich bem Generalmajor' Trotzdem aber versucht die spanische Regierung noch den An- v. Rabe galten. Eine Untersuchung hatte keinen Erfolg, da ^--- ~ ' '

die Gewehrläufe keinerlei Spuren von Scharfschüssen auf-

!wiesen, diese auch nur durch den eigenartigen Knall der Scharfschüsse festgestcllt werden konnten. Bei den jetzigen Platzpatronen läßt sich nämlich die verrätherische Spur scharfer Schüsse dadurch entfernen, daß man aus den Platzpatronen oben das Holzgeschoß entfernt, mehrere Platzpatronenpulver- ladungen in eine Hülse schüttet und alsdann ein noch nicht gebrauchtes scharfes Geschoß aufsetzt. Ferner läßt sich ein gefährlicher Schuß dadurch erzielen, daß man das Holzgeschoß der Platzpatrone ausfüllt oder umgekehrt in die Hülse ein- steckt und abfeuert. Unter diesen Umständen dürfte eS auch diesmal kaum möglich sein, dem verbrecherischen Schützen durch eine Revision der Gewehrläufe auf die Spur zu kom­men. Ueber den Anlaß zu dem muthmaßlichen Verbrechen!

; schein aufrecht zu erhalten, als hätten die Spanier über die gelandeten Amerikaner mindestens einen halben Sieg er­rungen. ' Andererseits konnte auch Sagasta im Parlamente den Gedanken nicht mehr von der Hand weisen, daß sich der Friedensschluß in Bälde als eine Nothwendigkeit herausstellen dürfte. Die Amerikaner wiederum fühlen sich, als wäre der Krieg schon beendet und sie hätten nur zu dekretiren. In Washington ist für den Fall des amerikanischen Sieges von autoritativer Seite als Programm ausgestellt worden: Pro­tektorat über Kuba, Annektion Portoricos und Okkupation der Philippinen als Pfand für die Kriegskostenentschädigung. Die Amerikaner haben aber, wenn die Internationale Korre­spondenz recht unterrichtet ist, sogar schon den ersten Schritt zur Ausführung dieses Programms gethan, indem sie den früheren Generalkonsul Lee zumprovisorischen Gouverneur von Kuba" ernannten, der zur Zeit in Tampa einen größeren Stab und 1000 Freiwillige um sich versammelt hat. Ob sich seine Hoffnung, das neue Amt schon in 14 Tagen an­treten zu können, erfüllen wird, steht dahin. Jedenfalls aber

konnten wir nichts erfahren. Generalmajor v. Rabe soll ein I schneidiger Offizier sein, der im Dienst zwar streng aber nicht ungerecht ist. Auffällig ist an der Erzählung, daß Ge­neralmajor v. Rabe, Kommandeur der 35. Kavallerie-Brigade und früher Kmm-ud-ur der Wrmg-l Kür-Mr- in KirngS- ist die Lau- der S-Mler »'UH. .......

.......- '" '""" »"-»<" m»«m~ sn>.-n 1113«! sehr übel, zumal auch aus

n.ÄÄ °S-°M IS Uh,-°M auch b« l^tai p le. MMftV"i in Irinrr M. dnnsiNchm'M°»II° «-meld-, wirb, bi6 bin SÄTE SS

6 9 8 z>i« heutige Kummer umfaßt außer dem Unterhalt»,«gsblatt 14 Leiten. 8