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Preis:
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Mr auSsärüge WMweaten mit de« ieteeffenben Pastaufschlag.
Die einzelne ßdkmmrr kostet 10
»r. 247
Erstes Blatt.
Finrückungs- gebLhr
für Stadt- und Za* kreis Hanau 10 ^ Mt ^gespaltene Garmond- zeile oder deren Raum, für Auswärts 15 ^.
Im Reklamentheil die Zeile 29 ^, für
Auswärts 30 ^.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
1898
Hierzu
„Amtliche Beilage" Nr. 68
AmMchss.
SLctSMveis ^anait.
HrksMtKLÄLNM des OLerbÄrgermeisteramtes.
Der Hebetermin für Steuern und Schulgeld für
Die Pachtbedingungen werden vor dem Termin verlesen, können aber auch vorher im Zimmer Nr. 10 des Neustädter Rathhauses eingesehen werden.
Versammlungsort: Vor der Patrontasche.
Hanau den 15. Oktober 1898.
15644
llllthanauer Hospitatkaffe
das
III. Vierteljahr läuft mit dem 15. November er. ab. Diejenigen, welchen an einer schnellen Abfertigung gelegen ist, werden darauf aufmerksam gemacht, daß auch schon vor der gesetzlichen 14täzigen Hebezeit Einzahlungen aller Abgaben- arten in den Vormittagsstunden von 8—12% vom 1. November er. ab von S1^—12^2, stattfinden können.
Hanau den 17. Oktober 1898.
Städtische Steuerkasse.
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Markt Nr. 16, Zimmer 6 und 7 zu ebener Erde.
Grundstücks-Verpachtung.
Von dem in der Gemarkung von Eichen belegenen Domanialgrundbesitz sollen 40 ha 42 ar 89 qm Ack-r- und Wiesenländereien in 139 einzelnen Parzellen vom 1. Januar 1899 an auf zwölf Jahre öffentlich meist, bietend verpachtet werden. Termin hierzu ist auf Freitag den 28. dieses Monats, vormittags von 10 Uhr ab, in das Rathhaus in Eichen anberaumt.
Auf angemeffene Gebote erfolgt der Pachtzuschlag ohne Abhaltung eines weiteren Termins.
Hanau am 21. Oktober 1898.
Der Königliche Domänenrath.
Städtische Gas- und Wafferwerke.
Die für' das Wasserwerk II nothwendigen elektrischen Brunnen-Wasserstandszeiger mit Fernleitung nach dem Maschinenhause und dem Verwaltungsgebäude am Gaswerke sowie die telephonische Verbindung zwischen diesen beiden Stellen soll auf dem Submissionswege vergeben werden.
Die Apparate sind in Verbindung mit der bereits vorhandenen Anlage des alten Werkes zu bringen.
Angebote hierauf sind bis zum
Mittwoch den 2. November a. c., vormittags 10 Uhr,
bei unterfertigter Stelle einzureichen, woselbst auch täglich von 10 bis 12 Uhr die nöthigen Informationen ertheilt werden und Bedingungen einzusehen sind.
Hanau am 21. Oktober 1898.
Die Direktion der städtischen Gas- und Wafferwerke.
Bell.
15836
Gefunden: Eine graue Pferdedecke auf dem Wege Mittelbuchen nach Kilianstädten; Empfangnahme bei Herrn Bürgermeister zu Kilianstädten. Eine Drei- und
von dem eine
Fünf-Pf.-Marke, am Schalterraum der Post liegen geblieben. Ein schwarzes Umhängetuch.
Hanau am 22. Oktober 1898.
von Gäßler.
15808
Bekanntmachung.
Mittwoch den 36. Oktober d. I., nachmittags 2 Uhr, sollen an Ort und Stelle die dem Allhanauer Hospital
ge- 23
hörigen Bruchwiesen, 10 ha 94 ar 83 qm groß, in Abtheilungen auf 12 Jahre verpachtet werden, wozu Pacht- liebhaber hiermit eingeladen werden.
Die Kaiserreise «ach Palästina.
Konstantinopel, 21. Oktbr. Zu der Bahnfahrt nach Hcreke stellte die Bahnverwaltung ein dichtbesetztes Büffet mit einem Blumenarrangement bereit, welches gleich dem von dem Maler Nari mit Ansichten bemalten Fächer den ungetheilten Beifall des KaiserpaareS fanden. Das Kaiserpaar verblieb metstentheilS im letzten Ansichtswaggon und ließ sich bei Guebzeh vorbeifahrend die Grabstätte Hannibals zeigen. Der Kaiser erkundigte sich über den Einfluß der anatolischen Bahn besonders auf die Landwirthschaft. Auf der festlich geschmückten Station Pcndik erfolgte ein kurzer Aufenthalt. Mittags fand die Ankunft in Hereke statt. Daselbst war eine Triumphpforte errichtet worden. Dem Kaiserpaar wurde ein glänzender Empfang bereitet. Marinedetachements bildeten Spalier und leisteten die Honneurs. Der Minister der Zivilliste, Johannes Effendi, und der Fabrikdirektor empfingen das Kaiserpaar und führten dasselbe in die Fabrik. Das Kaiserpaar nahm großes Interesse an der Maschinenein
richtung und der Herstellung der Teppiche sowie von der Arbeit von 800 Kindern. Die Kaiserin unterhielt sich mit vielen Kindern, deren türkische und griechische Typen ihre Aufmerksamkeit erregten. Das Kaiserpaar besichtigte sodann die Teppichansstellung, namentlich den Riesenteppich, welchen der Sultan dem Kaiserpaare schenkt. Das Kaiserpaar machte eine Aussteuerstiftung für die jugendlichen Arbeiterinnen dieses Teppichs, sodann fand ein Frühstück statt im neuerbauten großen Kiosk am Meere, an dem 70 Personen theilnahmen. Das Kaiserpaar dankte dem Sultan allerherzlichst telegraphisch für den Empfang. Der Sultan erwiderte sofort freudigst. Die Abfahrt gestaltete sich zu einer großm Kundgebung. Am User versammelten sich die Arbeiter und Arbeiterinnen. Viele Hunderte Türkenfrauen riefen stürmisch „Tschok Jascha" und klatschten in die Hände, was über 20 Minuten bis zur Abfahrt der „Loreley" dauerte. Das Kaiserpaar dankte gerührt. Um 7 Uhr abends traf das Kaiserpaar wieder in Konstantinopel ein und diuirte um 8 Uhr im Merassim-Kiosk. Im Botschaftshotel gab der deutsche Botschafter, Frhr. Marschall v. Bleberstein, zu Ehren des Staatssekretärs des Aeußern, Staatsministers v. Bülow, ein Diner. Heut- Vormittag von 9 bis 11 Uhr besichtigt das Kaiserpaar die Sofienmoschee und das Museum, sowie die vom Dragoman der Botschaft v. Eckardt in der Botschaft für die Kaiserin arrangirte Ausstellung türkischer Erzeugnisse. Um 1 Uhr findet die Truppen revue statt. Am Nachmittag werden die deutschen Majestäten das deutsche Spital besichtigen. Abends findet im Iildiz-Kiosk ein Galadiner statt, welchem das diplomatische Korps beiwohnrn wird. Während der Bahnfahrt verlieh der Kaiser dem Direktor der deutschen Bank, Dr. Georg Siemens, den Kronenorden III. Klasse, dem Vorsitzenden der Direktion der Anatolischen Bahn, Zander, den Titel eines Geh. Regierungsraths und dem Vizepräsidenten Huguenin, sowie dem Betriebsdirettor Hagenbeck den Rothen Adlerorden IV. Klasse.
Pera, 21. Oktbr. Die deutsche Kolonie veranstaltete gestern Abend in den Räumen der „Teutonia" zu Ehren des deutschen Geschwaders einen großen Festkommers, an dem fast alle Seeoffiziere theilnahmen. Der Vorsitzende, Baurath Kapp, eröffnete den Abend mit einem Hoch auf den Sultan. Das Fest erreichte seinm Höhepunkt mit einem Toast Kapps auf den Kaiser. Redner führt aus, der Kaiser habe leider die „Teutonia" nicht besuchen können, die Kolonie habe aber die große Freude, viele theure Gäste, die die Kaiserreise hergeführt, in ihrer Mitte zu begrüßen. Die Deutschen im Auslande ständen denen in der Heimath an Vaterlandsliebe nicht nach. Wohl verschwinde jeder Stammesunterschied, aber die im Auslande gegebene Möglichkeit, daß die Angehörigen aller Stämme des Vaterlandes neben einander leben und mit ihrer Eigenart auf einander einwirken, sodann die Entfernung
Kleines Feuilleton
Aus Kunst und Leben
Evangelische Kirche. Münster i. W., 20. Oktbr. Heute Nachmittag 4 Uhr fand die feierliche Legung deS Grundsteins für die zweite evangelische Kirche hierselbst statt. Nach entsprechenden Gesängen und Gebeten hielt Konsistorialrath Büchse! die Weihrede. Herr Superintendent Bramesfeld verlas die Urkunde. Der Grund und Boden kostete 88,600 M. Die Kirche kostet 225,000 M., wozu der Kaiser 80,000 M. beisteuerte. Die Kirche erhielt den Namen Erlöfirkirche. Die schöne Feier schloß mit Gebet und Gesang.
Münzauktion zu München. Am 7. November 1898 und folgende Tage kommen unter Leitung des Experten Otto Helbing in München verschiedene Münzsammlungen zur Versteigerung und zwar: Die Sammlung des Herrn J. R. in W., ferner die nachgelassene Sammlung des sel. Herrn Josef Walter, Schneideanstaltsbesitzer in E chwäb. Gemünd rc. I. Münzen und Medaillen des ErzstifteS Salzburg. II. Neuere Prägungen. (Vereins- und Geschichtsthaler, Doppeltyaler, Doppelgulden, Gulden rc.) III. Münzen und Medaillen oerschiedener Länder des Mittelalters und der Neuzeit re. rc. Der Katalog enthält ca. 3200 Nummern; die Versteigerung wird jedenfalls 5 bis 6 Tage dauern. Katalog ohne Tafeln graffs. Jllustrirter Katalog mit 6 Tafeln (50 Nummern) Abbildungen L Mk. 4 zu beziehen durch den Experten Otto Holding in München, Maximilianstr. 32 I. l.
. Ein theures Gerücht. Frau Hedwig von Mrer- rwmsky läßt Dresdener Blättern die nachstehende Mittheilung rugehen: „Soeben lese ich einen Artikel deS „N. W. Tageblattes", meinen Mann, den kaiserlich königlich preußischen und österreichischen Kammersänger L. von MierzwinSky be-
treffend. Diesem Artikel nach soll der weltberühmte Künstler „Portier im Hotel d'Augleterre in CanneS" geworden fein! Ehe mein Gatte (der sich jetzt in PariS befindet) gerichtliche Rechenschaft vom Verfasser dieser groben Lüge fordert, die ich nur einer Rache zuschreiben kann, bitte ich Sie höflichst, dieselbe in der allernächsten Nummer widerrufen zu wollen. Indem ich Sie ersuche, diesen Brief zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, zeichne mit vorzüglicher Hochachtung Hedwig v. Mierzwinsky, Reichenbachstraße 3, II. Etage, Dresden." Herr v. Mierzwinsky will die genannte Wiener Zeitung auf 100 000 Gulden Entschädigung verklagen.
Humoristisches.
Schöne Aussicht. „Sie, Bader, warum lassen Sie denn die Tische und Stühle hinaustragen?" — „Ja, wissen Sie, hier will Einer erntn Zahn gezogen haben und da darf nichts im Wege stehen!"
Im Vorzimmer eines Arztes. „Aber Marie! 'S ist ein Skandal! Fingerdick liegt der Staub auf den Stühlen!" — „Kann ich dafür, Herr Doktor, wenn Ihre Praxis so schlecht geht?!"
Durchschaut. Piccolo: „Die Herrschaften da hinten in der Ecke wünschen eine Zeitung!" — Kellner: „Na, da nimm nur eine von den großen amerikanischen . . . das sind Hochzeitsreisende, die wollen sich doch nur dahinter küffen!"
Vom Kasernenhof. Unteroffizier: „Cohn, Sie tragen schon wieder Ihr Gewehr, als wollten Sie damit Hausiren gehen!"
Auskunft. Besuch: „Wie treibt es denn eigentlich Ihr Studiosus?" — Zimmervermietherin: „Wissen S', dem sind in der letzten Zeit Tag und Nacht a biffel durcheinander gekommen."
Modernes Kaufpublikum Freund ging heute das Geschäft?" — Kaufmann:
nahezu 600 Mark Waaren sogar gleich bezahlt."
Boshaft. A.: „. . .
mich in dem Hotel äußerst
verkauft und 35
Wie ich Ihnen
weeeKaeeru.
; „Nun, wie "Ich habe für Mark wurden
sage, ich habe
wohlgefühlt. Alle waren höchst
zuvorkommend, ja — wie ich ging, haben sogar die Kellner geweint!" — B.: „Ja, haben Sie denn gar so wenig Trinkgeld gegeben?"
Bescheiden. Feuriger Anbeter: „O, Ottilie, Sie sind
das na!
schönste Weib in der ganzen Welt!" — Ottilie: „Na, sagen wir vorläufig in Deutschland!"
Mbumblättrr.
Wenn du dich selber machst zum Knecht, Bedauert dich niemand, geht dir'S schlecht.
Machst du dich aber selbst zum Herrn, Die Leute sehen eS auch nicht gern.
Bleibst du aber, wie du bist, So sagen sie, daß nichts au dir ist. Goethe.
Die heutige Nummer umfaßt außer dem UnterhaltungSblatt
DaS Unrecht, welches je gethan dein Herz, Das schreib' mit fester Hand auf Erz. DaS Gute soll im flüchten Sande stehn, Damit ein Hauch die Züge kaun vermehr».
Roderich. * *
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Beutst Du dem Geiste seine Nahrung, So laß nicht darben Dein Gemüth, Des Lebens höchste Offenbarung Doch immer aus dem Herzen blüht.
Theodor Fontaue.
16 Seiten.