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22. Januar

Hanauer Anzeiger

Seite 3

der Nachlaß der verst. Wittwe Berlmarv, Mobiliar- und Haushaltungsgegenstände 2c., gegen gleich Beate Zahlung ver­steigert werden.

6 Langeudiebach, 21. Januar. Die Cigarrenkistchen- und Wickelformensabrik von I. Brüning & Sohn hier, welche im Jahre 1848 gegründet wurde, wird im Laufe d. I. das 60jährige Bestehen feiern. Die genannte Firma, welche jetzt 250 Arbeiter beschäftigt und durch ihre gediegene Fabri­kation und Leistungsfähigkeit hinlänglich bekannt ist, genießt einen Weltruf. Man hofft, daß die Herren Chefs mit dem gesammsen Fabrikpersonal das goldene Jubiläum in würdiger Weise feiern werden.

X Niederrodeubach, 21. Januar. Die Vertreter der hiesigen Gemeinde haben gestern einstimmig beschlossen, für beide Schulstellen das Grundgehalt von 1150 auf 1200 M., den Einheitssatz der Alterszulage von 130 auf 150 M., die Kirchendienstvergütung für die II. Stelle von 50 aus 100 M., dem Anträge beider Lehrer gemäß vom 1. April d. J. ab, zu erhöhen. Vivant sequentes!

Die städtische Bibliothek

Bangertstraße 2, erster Stock, ist Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr zur kostenfreien Benutzung für das Publikum geöffnet.

Gesammtkataloge sind zu 1.20 Mk., die neuesten Nachträge Nr. 15 und 16 zu je 20 Pfg. in der Bibliothek zu haben.

Neuanschaffungen aus den litzten Jahren sind:

Hahn, Dr. L. 1885.

Droysen, G.

Euler, Tr. C. und Wirken.

Borchers, O.

Geschichte des preußischiN Baterlardes.

Bernhard von Weimar. 1885.

Friedr. Lutw. Iahn. Sein Leben

Unter welfisckem Sccpter. 1882.

Elze, K. Lord Byron. 1886.

Arndt, E. M. Gedichte. Vollständige Sammlung. 1860.

Duncker, D. Moderne Meister. Charakterstudien aus Kunst und Leben. 1883.

Strohmeyer, F. Organisation der Arbeit. 1844.

Feuch tersleben, E. Freiherr v. Zur Diätetik der Seele. 1846.

Petit Buffon illustre. Histoire naturelle. 1841.

Klein, Dr. H. I. Allgimeine Witterungskunde. 1882.

Dominik, E. Quer durch und rings um Berlin. 1883.

Richter, L. Lebenserirrerungin eines deutschen Ma­lers. Selbstbiographie. 1885.

Riehl, W. H. Gesammelte Geschichten und Novellen. 1879.

Am Feierabend. 6 neue Novellen. 1880.

Ring, M. Neue Siadtgeschichlen. 1876.

Ro d enberg, I. Bilder a. d. Berliner Leben. 1885.

Deutsches Mogozin. Jllustr. Mo­natsschi ist.

Saint-Pierre, J. B. H. de. Paul und Dirginie und die indische Hütte. 1840. Paul et Virginie. Paris. 1819.

Städteord nuug für die Provinz Hissen - Nassau.

Mit Eiläuterungen versehen von Dr. G. Antoni. (Forts, folgt.)

1897.

Barometerstand

mittags 12 Uhr am 21./1.

22./1.

Sehr trocken

Beständig

Schön

Veränderlich

Regen (Wind)

,770

760

750

770,

760

750

740

Sturm

730.

720.

.730

.720

.710

* Hauau, 22. Januar. (Lebensmittelpreise.) Hülsenfrüchte: Bohnen 3035 Pfg., Erbfen 3035 Pfg., Linsen 4045 Pfg. daS Doppelliter; Geflügel: Tauben, das Pärchen 11,20 Mk.; ein alter Hahn 1,20 bis 1,60 Mk.; ein junger Hahn 1,301,80 Mk.; ein Huhn 1,101,50 Mk.; eine Gans 3,50-4,50 Mk.; Gans, gerupft, das */» kg 6070 Pfg.; Fische: gewöhnliche Sorte 2530 Psg., bessere Sorten 40 Pfg., Aal 11,10 Mk., Hecht 1,10«1,20 Mk., Brestm 6070 Pfg., Barben 6070 Pfg., Barsch 6070 Psg. V» kg; Gemüse: Merrettig, die Stange 1020 Pfg.; Blumenkohl das Stück 3050 Pfg.; Kopfsalat, das Stück 1215 Pfg.; Endivien, das Stück 1015,Psg.; Ober-Kohlrabi, das Stück 35 Pfg.; Unter-Kohlrabi, das Stück 10-12 Pfg.; Wirsing, das Stück 1520Pfg.; Weißkraut, das Stück 20-35Psg.; Rothtraut, das Stück 20-30 Psg.; Sellerie, das Stück 10-20 Pfg.; gelbe Rüben das Bund 810 Pfg.; Braunkohl, die Portion 20-30 Pfg.; Rosenkohl, die Portion 3050 Pfg.; Schwarz­wurzeln, die Portion 30- 50 Psg.; Spinat, die Portion 30-50 Pfg.; Eckmalzlrout, die Portion 15-20 Psg.; Kar­toffel 10-12 Psg. das Doppelliter; Obst: Trauben 1 Mk. das '/, kg; Aepsel, das Pfund 16-35 Pfg.; Birnen, das

Pfund 20-25 Pfg.; Rüste, das Hundert 30-40 Pfg.; Zitronen, das Stück 810 Pfg.; Apfelsinen, das Stück 610 Pfg.; Verfchiedenes: Autter das Pfund 1,05 bis 1,15 Mk.; Käse, das Stück 45 Pfg.; Eier, das Stück 8 bis 10 Pfg.; Zwiebel, das Doppelliter 2224 Psg.; Welschkorn, das Doppelliter 2425 Pfg.; Radieschen, das Bündel 35 Pfg.; Kastanien, das Vj kg 1820 Pfg.; Weizenmehl, 1. Sorte 24 Psg., 2. Sorte 22 Pfg., 3. Sorte 20 Pfg., 4. Sorte 18 Pfg. V» kg.; Stroh 2,30-2,80 Mk. und Heu 3,30-3.80 Mk. 50 kg.; Buchenholz, der Meter 9,25 Mk., Tannenholz, der Meter 7,50 Mk.

Briefkasten der Redaktion.

Ein alter Abonne«t r Montag den 6. September 1897.

Aus der Provinz und den Nachbargsbieten.

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II Cafsel, 21. Javuar. Heute fand eine außerordent­liche Generalversammlung der Großen Caffeler Straßenbahn Aktiengesellschaft statt. Dieselbe beschloß eine Erhöhung des Aktienkapitals von 3 000 000 auf 5 000 000 Mill. Mark und genehmigte den Bauvertrog mit der Firma Siemens u. Halske in Berlin auf Umwandlung der Pferde und Tram bahulinien in elektrischen Betrieb.

Cafsel, 20. Januar. Gestern durcheilte die betrübende Kunde unsere Stadt, daß der zweite Pfarrer an der Brüder kirche zu Cafsel, Herr Pfarrer Georg Echaub, ganz plötzlich aus dem Leben geschieden ist. Schon seit Wochen litt er an Schlaflosigkeit und an Nervosität. In der Wiederhold'schen Anstalt auf Wilhelmshöhe suchte er Heilung, ohne sie zu fin­den. Er hinterläßt eine Wittwe mit sechs unversorgten Kin­dern. Die Theilnahme aller christlichen Kreise ist eine allge­meine. Der Verstorbene war ein ungemein begabter, wissen­schaftlich gründlich gebildeter Mann; seine Demuth und seine Betcheiderheit waren vorbildlich. Er war ein Christ im

eigentlichsten Sinne des Wortes.

(C. A. Z.)

Fulda, 21. Januar. Gestern starb im Landkranken- Hause dahier der auch in weiteren Kreisen als Dichter be­kannte Herr Emil von Boxberger. Er war ein gründlicher Kenner der Fuldarr Geschichte und hiesiger Verhältnisse und besaß bei vielseitiger Bildurg und Lebenserfahrung eine hervor- ragiude Urterhaitungsgabe, welche ihn, verbunden mit einer gewissen Originalität, zu einer b,liebten Persönlichkeit machte.

Marburg, 18. Januar. In der gestern Aberd statt- gehobten Sitzung des Bürgerausschuffes wurde nach Erledi­gung einer sehr umfangreichen Tagesordnung noch erregter Debatte die EnIschciluvg über die Frage der Ausgestaltung der Realschule zu einer Vcllarfialt oder speziell zur Ober- Realschule wiederum mit großer Majorität vertagt.

Frankfurt a. M., 22. Jaruar. In Sachen der Franks nrt-Stockheimer Bah« hat der Vorstand des Bezirksvereins Bornheim an den Magistrat unter dem 18. Januar das folgende Schreiben gerichtet: Der unter­zeichnete Vorstand des Bezirksvereins Bornheim erlaubt sich, b ochlöblichen Magistrat durch Nachstehendes wiederum auf die Frage der Frankfurt-Stockheimer Bahn aufmerksam zu machen: Die Wichtigkeit dieser Bahnlinie wird allgemein anerkannt; so äußerten die preußischen Kommissare, welche mit den Ver­tretern Hessens die Verstaatlichung der Hessischen Ludwigs­bahn vor bereiteten, am 24. Zuri 1896;

Die preußische Regierung erkennt das Bedürfniß nach Her­stellung einer Eisenbohnverbinduvg zwischen Frankfurt am Main und Stockheim an urd ist unter der Voraussetzung der Perfektion des über die Verstaatlichung des Hessischen Ludwigsbahn bezw. über die Verwaltung des beiderseitigen Eisenbahnbesitzes geschlossenen Vertrags bereit, diese Eisenbahnverbindung zu fördern und unter der Beding­ung freier Geländestellung den Theil von Höchst ab nach Frankfurt auf preußische Kosten zu bauen. Die Frage, ob die Einmündung in Frankfurt selbst oder in Vilbel zu suchen ist, bleibt der Entschließung vorbehalten."

Die Frankfurter Handelskammer hat sich dieser Frage meyrerrewyr eme neue ^gerung ^Atch n^nn«. in hrr haltmsse m Aussicht genommen, und zwar nach folgenden

verschiedentlich angenommen; auch in der Stadtverordneten­

Versammlung ist sie wiederholt zur Sprache gebracht worden, und von keiner Seite wurde die Wichtigkeit der Bahnlinie bestritten. Die hessischen Gemeinden sind auch längst bereit, für den Bahnbau Alles zu bewilligen, was die hessische Re­gierung von ihnen fordert. Die Hauptschuld an der Ver­zögerung der fraglichen Angelegenheit trägt die Stadt Frank­furt a. M.; denn der preußische Minister für öffentliche Ar­beiten schrieb am 15. November 1897 an das Großherzog­lich Hessische Ministerium der Finanzen:

Dem großherzoglichen Ministerium beehre ich mich ergebenst mitzutheilen, daß es zu meinem Bedauern nicht angängig ist, das Projekt der Theilstrecke Stockheim-Heldenbergen einer Nebenbahn Stockheim-Frankfurt a M. für sich zu Verfolgern Nach Lage der Sache»nen die Verhandlungen über die Beschaffung des dies­seitigen Gebiets erforderlichen Grunderwerbs nur im Zusammenhänge mit denjenigen wegen Sicherstellung der gleichen Leistung für die weitere Strecke bis Frankfurt geführt werden. Die hauptsächlich in Betracht kommende preußischeJuteressentin, die Stadtgemeinde Frank­furt, hat sich trotz wiederholter Erinnerung über ihre Betheiligung an dem Unternehmen bis jetzt noch nicht schlüssig gemacht. Der königlich preußische Minister der öffentlichen Arbeiten gez,: Thiele."

Es liegt nun die Gefahr vor, daß die Bahn schließlich nach Vilbel geführt wird, was für unsere Stadt und beson­ders für den nordöstlichen Theil derselben von ungeheuerem Nachtheil wäre. Der Eisenbahnverkehr noch Frankfurt a. M. führt bis jetzt ausschließlich nach dem südlichen Halbkreis der Stadt, die nördliche Hälfte ist dagegen ganz und gar ohne Eisenbchnietbindurg; hn$ die direkte Linie Etockheim- Frankfurt a. M. könnte der nördliche Halbkreis auch einen Bahnhof erhalten und dadurch dem Verkehr erschlossen werden. Würde diese Gelegenheit rer säumt, so könnte der Nachtheil für den Nordosten unserer Stadt nie wieder gut gemacht werden. Die Bahnverbindung ist von größter Wichtigkeit für die gcnze Eradt, was säen daraus hervorgeht, daß die Handelskammer sich dieser Frage angenommen hat. Wenn

auch der Nordosten einen größeren Vortheil von dieser Bahn­linie haben sollte, als andere Siadtlheile, so wird doch wohl auch angegeben werden müssen, daß Letztere durch viele andere Projekte große Vortheile gehabt haben und noch haben werden. Wir bitten daher, Hochlöblicher Magistrat wolle die Frage der »Franksurter-Stockheimer Bahn" von Neuem zum Gegen­stand einer Besprechung machen und gemeinsam mit der Stadt­verordneten-Versammlung die Mittel znr Verfügung stellen, die für diese Bahnlinie beansprucht werden.

-^ Klein-Welzheim, 21. Januar. Dem 17 jährigen Arbeiter Wendelin Loreuz aus Groß Welzheim rou.be gestern von einer stürzenden Eisenbahnschiene der eine Fuß zerschmet­tert. Vor einiger Zeit verunglückte auf dieselbe Weise auch der Vater des schwerverletzten Burschen. Die Teilung des Vaters beanspruchte 6 Monate.

Hessische Gefammt Synode.

Cafsel, 21. Januar 1898.

Nach Entgegennahme einiger geschäftlicher Mittheilungen wird zum Hauppunkt der heutigen Tagesordnung, der Be­rathung des Kirchengesetzes betr. das Diensteinkommen der Geistlichen der evangelischen Kirchengemeinschaften des Kou- sistorialbezirks Caffel, geschritten. Das Wort hierzu ergreift zunächst der Kommissar des Ministers der geistlichen Ange­legenheiten, Herr Regierungsassestor Dr. G er la ch-Berlin. Aus den Aussührungen desselben sei hervorgeben: Nachdem in neuester Zeit die Besoldungen der preußischen mittelbaren Staatsbeamten in durchgreifender Weise aufgebessert seien, werde beabsichtigt, auch den Geistlichen eine entsprechende Besserung ihres Diensteinkommens zuzuwenden und damit ein Bedürfniß zu beseitigen, welches schon lange in dringender Weise sich geltend gemacht, und vielfach erörtert sei. Die preußische Staatsregierung ihrerseits sei bereit, die hierzu er­forderlichen Mittel aus Staatsfonds zu gewähren. Diese Gewährung werde aber an die Bedingung geknüpft, daß sie nur den Gemeinden zu Gute kommen solle, deren Leistungs, fähigkeit nicht ausreicht, um die erforderlichen Zuschüsse aus Gemeindemitteln aufzubringen, denn es sei ein gemeinrechtlich und erst letzthin wieder höchstinstanzlich anerkannter Grund­satz, daß leistungsfähige Kirchengemeinden für eine ange­messene Besoldung ihrer Geistlichen aufzukommen hätten. Außerdem sollten die bisherigen Schwankungen in dem Dienst­einkommen der Geistlichen möglichst beseitigt, und es sollte vermieden werden, daß die Gemeinden durch die zu zahlenden Alterszulagen nach dem jeweiligen Stande des Dienstalters ihrer Geistlichen verschieden belastet und dadurch gezwungen würden, je älter ihr Geistlicher werde, desto mehr Kirchen­steuer zu erheben. Bisher wurden die Geistlichen, derer Pfründeneiukommen, abgesehen von der Dienstwohnung und Garten, die nachstehenden Sätze richt ohnehin schon erreichte oder gar über stieg, mit 5 Dienstjahren auf 2400 M., mit 10 Dienstjahren auf 2700 M., mit 15 Dienstjahren auf 3000 M., mit 20 Dienstjahren auf 3300 M. und mit 25 Dienstjahren auf 3600 M. aufgebessert. Künftig soll das Mindesteinkommen bis zu 5 Dienstjahren 2400 M., bis 10 Dienstjahren 3000 M., bis 15 Dienstjahren 3600 M., bis 20 Dienstjahren 4200 M. und bis 25 Dienstjahren 4800 M. betragen.

Da hiernach das in der höchsten Altersklasse geforderte Mindesteinkommen bei denjenigen Pfarrstellen, deren Pfründen- einkommen 4800 Mark und darüber beträgt, von vornherein vorhanden ist, so scheiden diese Stellen bei der vorzunehmen- den Neuregelung aus. Es genügt in Beziehung auf diese Stellen eine gesetzliche Bestimmung, durch welche den In­habern derselben der Bezug eines Mindesteinkommens von 4800 Mk. dauernd gesichert wird. Dagegen ist für diejenigen Pfarrstellen, deren Pfründeneinkommen den Betrag von 4800

Mk. nicht erreicht, eine neue Regelung der Einkommensver-

Grundsätzen:

Das vorhandene Pfründenvermögen bleibt auch bei den hier in Rede stehenden Pfarrstellen als solches bestehen und den Gemeinden erhalten, für welche dasselbe gestiftet bezw. angesammelt worden ist. Es gehen aber bei diesen Pfarr­stellen die Nutzungen und Lasten der Stelle auf die Gemeinde über, sodaß die Pfarrstelleninhaber von dem Risiko und der Mühewaltung der Pfründenverwaltung befreit wird, während andererseits die Gemeinde die Verpflichtung übernimmt, den Geistlichen ein nach gesetzlicher Vorschrift zu normirendes Grundgehalt, die gesetzlich vorgeschriebenen Alterszulagen, sowie freie Dienstwohnung bezw. eine angemessene Miethsentschädi- gung zu gewähren. Zur Erfüllung dieser Verpflichtungen dient der Gemeinde in erster Linie das Pftündeneinkommen und zwar so, daß eine durch sorgfältige und zweckdienliche Verwaltung des Pfründeneinkommens zu erzielende oder eine anderweitig infolge günstiger Konjunkturen eintretende Mehr­einnahme aus den Pfründenvermögen der Gemeinde bei der Erfüllung der bezeichneten Verpflichtung zur Erleichterung dient. Insoweit die den Geistlichen von der Gemeinde zu gewährenden Leistungen nicht durch das Stelleneinkommen dargeboten werden, haben die Kirchengemeinden dieselben, wenn sie leistungsfähig sind, durch Kirchenumlagen aufzubringen. Den nicht leistungsfähigen Gemeinden werden je nach ihrer Bedürftigkeit und nach der Höhe der letiiurgen entsprechende Zuschüffe aus einem Fonds gewährt, welcher unter die Ver- waliung des Konsistoriums gestellt und durch die vom Staate gewährten Mittel gespeist wird. Die Alterszulagen werden den Geistlichen ' durch die Gemeinde in der Weise gewährt, daß sie die Pfarrstelle bei einer Versicherungsanstalt ver­sichert, welche für alle evangelischen Landeskirchen der Monarchie gemeinsam errichtet wird. Der Herr RegierungS- kommissar betont alsdann noch, daß von dem Tage der Ordi-