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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage
M. 42
Samstag den 19. Februar
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1898
Hierzu
Amtliche Beilage" Nr. 16
Amtliches.
^anö&reto ^anau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtcs.
In Aufenau, Kreis Gelnhausen, ist die Maul- und Klauenseuche erloschen und Gemarkungssperre aufgehoben worden.
Hanau am 18. Februar 1898.
daher in der angegebenen Zeit ordnungsmäßig zur Schule anzumelden. Wenn schulpflichtig gewordene Kinde geistig oder körperlich so wenig entwickelt sind, daß sie an dem Klassenunterrichte noch nicht erfolgreich theilnehmen sönnen, so haben die Eltern oder Vormünder dieselben unter Vorlage der ärztlichen Bescheinigung dennoch zur Schule anzumelden, damit zum Nachweise der erfüllten Schulpflicht das Erforderliche gewahrt werde.
Kleinkinderschulen dürfen Kinder nicht über das bezeichnete Lebensalter hinaus in Pflege behalten.
Die Unterlassung der rechtzeitigen Einschulung
schulpflichtiger Kinder unterliegt den Strafbestimmungen über
V. 1984
Der Königliche Landrath d. Schenck.
Dienstiiachrichtcn aus dem Kreise.
Verloren: Ein Damenschirm mit schwarzem Griff, daran ein Knopf. Ein graues Rädchen.
Hanau am 19. Februar 1898.
unentschuldigte Schulversäumursse.
Hanau den 4. Februar 1898.
Der Stadtschulinspektor Bungen st ab.
1789
schlicßlich einige Beschwerden vor. Kriegsminister ». G oßler verlangt auch von dem Abg. Kunert die Unterlagen für die Beschwerden. Wie die sozialdemokratischen B schwerdeführer in dieser Hinsicht b»r= gingen, sei daraus zu ersehen, daß, als in der Budgetkommission ein sozialdemokratischer Abgeordneter einen Beschwerdefall vorgebracht habe, von ihm auf das Verlangen nach einer Unterlage für die Beschwerde erwidert worden, er habe das gehört, mehr könne er nicht sagen. Was die von dem Vorredner angeführten Militärfiskalischen Werkstätten in Spandau betreffe, so sei die Militärverwaltung bestrebt, die Arbeiterverhältnisse daselbst immer mehr zu verbessern, und wenn die Sozialdemokraten nicht fortgesetzt unter den Arbeitern Unfrieden stifteten, so könnten die Spandauer Werkstätten Musteranstalten fein. Generalauditeur Jttenbach weist die Behauptung des Abg. Kunert, daß in unserer Armee die Kettenstrafe bestehe, als unrichtig zurück. Generalmajor V. Boeck legt dar, daß die von dem Abg. Kunert bezüglich der Spandauer Arbeiterverhältnisse vorgebrachten Beschwerden unbegründet feiet. Darauf wird die Berathung abgebrochen.
Nächste Sitzung Sonnabend 2 Uhr: Fortsetzung der ersten Lesung der Postdampfervorlage.
bis
Höhere Mädchenschule.
Anmeldungen für das neue Schuljahr werden vom 21. 26. d. Mts., vormittags von 11—12 Uhr, im Schulge-
^todtersie ^anau.
BeissKtALchmigev des Oberbürgermeisteramtes.
bände, Steinheimerstraße 37, entgegengenommen, und es sind hierbei die Geburts- und Impfscheine vorzelegen.
Das
Preußischer Landtag.
Abgeordnetenhaus.
(Sitzung vom 18. Februar.)
Abgeordnetenhaus setzte heute die zweite Berathung des
Bekanntmachung
In die unterste Klasse IX werden diejenigen Kinder auf- ; genommen, welche 6 Jahr att sind. Den geltenden Bcsiim- i mungen gemäß finden jedoch auch die Kinder, welche dieses
Etats des M inister iums d es In n ern beim Ausgabetitel .Besoldung des Ministers" fort. Abg. Frhr. v. Z e d litz (sreikons.) kommt auf die Aeußerung-n verschiedener Redner bei der gestrigen Debatte zurück. Mir Bezug auf den Vorrang im Wahlkreise Hildes
heim betont er, daß die nationalen Elemente gegen das Welfenthum i doch nicht lediglich unter der nationaUiberalen Flagge gesammelt
Die diesseitige Bekanntmachung vom 10. November v. I, Lebensalter bis zum 1. Oktober znrücklegen. sofern sie in Leu wüßten un7vflich7°t
wonach die Hausentwäflerungsarbetten bis zum 1. körperlicher und geistiger Beziehung zum Schulbesuche reif v. Köller über die praktische Vorbilduvg der Verwaltungsbeamten
März 1898 zu ruhen haben, wird hiermit a«fgehoben.
In Rücksicht auf den wilden Winter kann alsbald mit den Hausanschlüssen wieder begsnnen werden. ।
Hierbei mache ich darauf aufmerksam, daß in diesem Jahre sämmtliche an städtischen Sielen liegende
erscheinen, zu Ost rn Aufnahme.
Hanau den 18. Februar 1898.
Der Direktor der höheren Mädchenschule B u n g e n st a b.
bei. Auf eine Auslastung des Abg. Opfer gelt (Ctr.) erwidert : Geh. Oberregierungsrath Kruse, daß mit der Beseitigung der Mon- ; mgSviehmärkie im Interesse der Sonntagsruhe vorgegangen werde, _ | und daß neue Verfügungen über die letztere erlassen würden, um den
2i>03 in der Provinz gehegten Wünschen eutgegeiizukommcn. Abg Fried- «-«™ü» berg (natlib.) legt dem Abg. Frbrii v. Zedlitz gegenüber Ver-
Grnndstücke anzuschließen sind.
Hanau am 17. Februar 1898.
Städtische Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister Dr. Gebeschus.
Deutscher Reichstag.
(Sitzung vom 18. Februar.)
Wahrung ein, daß seine, des Redners, Partei ein Monopol der nationalen Gesinnung beanspruche, und macht einem Landrath den Vorwurf, einen Wahlaufruf unterschrieben zu haben, der hinsichtlich
Die Wahl der Stadtverordneten für theilung findet statt am Montag den 21.
die II. Wahlab-j
- der Handelsverträge objektive Unwahrheiten enthielt. Präsident v.
Der Reichstag hat heute die Berathung des Militäretats Kröcher ruft den Redner wegen dieser Aeußerung zur Ordnung, begonnen. Beim Titel »Gehalt des Kriegsministers" bringt der Abg. Wg. Frhr. v. Eynatten (Ctr.) regt die Frage der konfessionellen Lingens (Centr.) die Sonntagsruhe und Sonntagsheiligung in der Kirchhöfe im Rheinland an. Minister des Innern Frhr. v. der Armee zur Sprache. Der Redner wünscht Abschaffung der Simultan- R e cke antwortet, daß der Kultusminister hierüber Auskunft geben i kirchen und berührt einen Vorfall in Köln. Der preußische Kriegs-! werde, und widerspricht einer Bemerkung des Abg. Friedberg, der in ' minister v. Goßler erwidert, eine Zeitung habe berichtet, daß in Köln dem Verhalten einiger Landräthe Symptome dafür erblicken wollte, ~ e . ™ ...... ~ ' Die Thatsache,
vormittags von 10 Uhr bis mittags 1 Uhr und nachmittags von 4 bis 7 Uhr, im oberen Saale des Neustädter Hauses. Wir laden die Stimmberechtigten zu dieser
Februar d ' am Tage Marie Verkündizung eine Artillertcabtheilung auSgerückt daß die »Politik der Sammlung" aufgegeben fest o '. Z ' und bei einem Kürassierregiment Dünger gefahren worden fei. Der daß diese Landräthe rektifizirt wurden, beweise vielmehr das Ge^en-
hierdurch ein.
Hanau am 12. Februar 1898.
Der Stadtrath.
Dr. Gebeschus.
Rath- Wahl
2319
betreffende Redakteur sei zu einer Geldstrafe vcrartheilt worden. Was vorgekommen sei, sei ohne böse Absicht geschehen und werde Rcmedur finden. Abg. Bebel (sozdem.) sagt, es sei nicht zu verwundern, daß nicht alle Beschwerden, die hier vorgebracht würden, in jedem Punkte richtig seien. Es komme ja auch vor, daß Staatsanwälte mit ihren Anklagen rektifizirt würden. Es geleiteten viele Klagen an ihn, aber stets bitte der Beschwerdeführer, seinen Namen
theil. Versuche, die Disziplin zu lockern, indem man einen Zwiespalt zwischen der Zentralinstanz und den Beamten konstruire, würden erfolglos bleiben. Wirkst Geh. Oberreg.-Rath Noell erörtert, daß die Juden zur Anlage von eigenen Kirchhöfen nicht berechtigt, sondern verpflichtet seien. Die Katholiken beanspruchen dazu ein Recht, und diese Frage sei nicht ohne Weiteres zu entscheiden. Abg. L ohmann
(natlib.) führt über die Verordnung hinsichtlich der Ausübung der Jagd an Sonntagen in Westfalen Beschwerde und über die Vor-
Bekanntmachung.
Für die hiesige Armmverwaltung soll die Brodliefttttng pro 1898/99 vergeben werden.
Geeignete Bewerver wollen ihre Angebote bis spätestens
Freitag den 11. März d. I., vormittags 12 Uhr, im Geschäftszimmer der Armenverwaltung verschloflen einreichen.
Die Lieferungsbedingungkn liegen zur Einsicht im Büreau der Armeuverwaltung auf.
Hanau am 9. Februar 1898.
Der Oberbürgermeister. J. V.: Heraeus.
2156
Schulnachricht
nicht zu nennen, da er sonst verloren wäre. Mißhandlungen kämen .... ________„._______________ ,
in der Armee noch immer viele vor. Der Redner führt einige Be-? schriften zur Sonntagsruhe üverhaupt. Das Volk wolle sich seinen schwcrdefülle an, betont, daß die Urtheile der Militärgerichte oft die guten deutschen Sonntag, der theils der Erbauung, theils der Er- Mängelder bestehenden Militärstrafprozeßordnung zeigten, bemerkt ^erner, Holung diene, nicht nehmen lassen. Geh. Oberreg. Rath Kruse er- daß die vom Generalauditeur Jttenbach bei einer früheren Gelegenheit widert, daß das Verbot der Sonntagsjagd vom Provinzialrath aus- als Beispiele aus der amerikanischen Militärjufiiz angeführten Strafen gegangen fei Einen puritanischen Sonntag einzuführen, beabsichtige sich als nicht den Thatsachen entsprechend erwiesen hätten, wie aus die Staatsregierung nicht. Abg. Böttinger (natlib.) führt aus, einer Auslassung des Gcvnalauditeurs der nordamerikanischen Armee daß die Bevorzugung der sog. Meistbcgüterten in der rheinischen Ge- zu ersehen sei, empfiehlt die Einführung des Milizsyscms, nimmt meindcvcrtretung zu Unzuträglichkeiten führe, und wünscht eine ein- fobann auf das Wort Bezug, daß nur ein guter Christ ein guter Heüliche Verordnung zur Regelung der Geheimmittelfrage. Wirkst Soldat sein könne, und betont, daß, wenn eine Vorlage eingebracht Geh. Oberreg Rath Noell gibt zu, daß die vor 50 Jahren einge- würde, wonach nur gute Christen Soldat sein dürften, seine Freunde führte rheinische Landgemeindeordnung vielleicht nicht mehr praktisch zufrieden wären. Kriegsminister v. Goßler entgegnet, daß die Be- sei, und sagt Erwägungen darüber zu. Auf die Geheimmittelfrage schwerden ihm vorher bekannt gegeben werden möchten, damit er sich werde der Kultusminister aufmerksam gemacht werde, Abg. v. darüber ütformiren könne. Da die« nicht geschehen sei, könne er auf Heydebrand (kons) findet, daß die Nationalliberalen die politische die einzelnen Fälle heule nicht eirgehen Wo eine Scheu bestehe, Bestätigung der Lardräthe zu sehr aufbauschten. und nimmt es als wirkliche Mißhandlungen zur Anzeige zu bringen, dort bestehe ein: Recht und Pflicht der Verwaltungsbeamten in Anspruch, unter Mangel an Muth und Moral. Er rufe dem Soldaten zu: »Habe Uebung selbstverständlicher Rücksichten auf die Regierung und auf an- Muth und beschwere Dich.' Die Bezugnahme auf eine Rede von dcrc staatserbaltende Parteien, ihre persönliche Anschauung und die hoher Stelle hätte sich der Abg. Bebel ersparen können. Die Rede Interessen der Kreiscingescsscncn im Wahlkampfe zu bethätigen, sei nur vor evangelischen und katholischen Seldaten vor dem Altare Abg. Krause-Königsberg (natlib ) bestätigt die Darlegungen fernes gehalten worden, und da sei wohl der Hinweis auf den Hebel des Fraklioi sgcnoffcn Friedberg, der keineswegs die Disziplin der Be- Christenthnms nicht ui berechtigt gewesen. Das Milizsystew sei wohl für die Schweiz angebracht, _cber nicht ^ür uns. Deutsche m d
ihre persönliche Anschauung und die
amten für erschüttert halte. Mit den Rektifikationen müsse voller v um». ^...fUM u. v. Ernst gemacht werden, damit die Landrätht auch in der Folge da-
Die AnMtldtlttgtN fftt das nette Schuljahr schweizerische Verhältnisse ließen sich in keiner Weise vergleichen. Wenn nach handelten. In Hinsicht der politischen Rechte der Landräthe - wir dieses System aunähmen, kämen wir in Noth. Generalauditeur stimme er mit dem Vorredner überein; aber die Anschauungen über
Jttenbach hebt hervor, seine Mittheilungen über Urtheile awerika- die nothwendig zu nehmenden Rücksichten seien verschieden. Abg. nischer Militärgerichte stützten sich auf eine Veröffentlichung der New- Langerh ans (freist Volksp.) kommt auf die Freiheitsberaubungen
Yorker Zeitschrift für Heer und Marine vom Jahre 1^71; er habe durch untergeordnete Polizeibcawte zurück, , durch deren Bc-
nur versäumt, die Quelle und das Jahr hier onzugcbcn. Unser leuchtung sich die Presse ein Verdienst erworben habe.
Militärsirafgcsetzbnch sei dem amerikanischen nur ein Vierteljahrhundert Es komme darauf an, solche Arretirungen möglichst zu
an Milde und Humonität voraus. Man müsse euch unseren deutschen vermindern. Unteistaatssekrctär Braun behrens verweist «uf die Militärgerichten gegenüber den Grundsatz befolgen, gerichtliche Ur- gestrige Erklärung des Ministers des Innern, daß eine neue Jnstruk- iljeile nur dann zu tritifiren, wenn man den genauen Sack verhalt tion ausgearbeitct werde und den Beamten eingeschärft worden sei, und alle Nebennmfiändt kenne. Abg. Kunert (sozdem.) führt aus, Rücksicht und Höflichkeit zu üben. Auf eine Anfra,e des Abg. Hor- daß sich das deutsche und das amerikanische Militärsystem gor n cht nig ikonst) entgegnet Geh. Oberreg.-Rath v. Trott zu Solz, daß mit einander vergleichen ließen. Dort gebe es nur etwa 20 000Sol- den Regierungspräsidenten gestattet fei, Ausnahmen von den Bestim- dateu, die man den Söhnen des deutschen Volkes nicht glcichstclltii mungen über die Zulassung ausländischer Arbeiter zu gestatten. Abg. könne. DaS Verlangen, das Material, welches man hier borbrinreu b. Czarlinski (Pole) erneuert die Beschwerden deS Abg v. Jagd- Wolle, der Regierung voihir mitzutheilen, entspreche nicht der Würde zewSki über die Handhabung des Vereinkrechts gegenüber den Polen eines Abgeordneten und der Stellung seiner Partei zu der Regierung; und erhebt solche über Nichtbestätigung freisinniger Gewemdevorsteher. feite Portei lehne dies einftch ab. Wenn mau sage, der Soldat Abg. No elle (natlib.) hibt hervor, daß eine Fülle von Beschwernüsse den Muth haben, sich zu beschweren, so müsse man dem Col- den aus Westfalen über die Sonntagsverordnungen vorliegen. Auf baten erst ein ordentliches Beschwerderecht geben. Redner brü gt Ansrage des Abg. Hod l c r (Ctr.) erklärt Wirkst Geh. Obdrreg -
finden unter Vorlage der Gebums und Impfscheine in der Zeit vom 7. bis zum 19« Februar d. Js., vormittags von 11 bis 12 Uhr, in den beiit fienden Schulgebäuden statt
und erfolgen
für die «ttabertvtittelschule kei
Bart muß, Jchonniskuchplctz Ja,
1.
Herrn
Rektor
für die MSVchcumittelschttle bei Jckler, Bcbroer Bahnhofstr. 9, für die «rabeuvolksschule bei Dieter ich, Jolanuirkirchplotz lb, für die Mädchenvollsschure bei Umbach, Rkbtngtsse 13 (Neustadt).
Schulpflichtig wcrd.n zu Ostern d. Zs. olle Kinder, welche das 6. Leber Ljchr bereits rollttibet holen oder bis zum 30. September d. Jk. rollenden werden. Dieselben sind
2.
3.
4.
Herrn
Herrn
Herrn
Reklor
Rektor
Rektor
in d alle Nebevumstäude kenne.
Die heutige Nummer umfaßt außer dem Unterhaltringsblatt 14 Seiten