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Nr. 263

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für Stadt- und Land­kreis Hanau 10 ^ die ^gespaltene Garmond­zeile ober bereit Raum, für Auswärts 15

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Amtliches Organ für Stadt- und Lsnökrers Hanau

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Donnerstag den 10. November

swra

Im Reklamemheil die Zeile 20 ^, für Auswärts 30 JJ.

1898

AEcheS. ^and^rei# ^anau. Wekarmtmachungeu des Königlichen Landrathsamtcs,

Mit der durch Verfügung vom 2. Oktober 1896, be­treffend Revision der Feuerstätten, geforderten Berichterstattung ist noch eine Anzahl Bürgermeister im Rückstände. Es wird deshalb an die alsbaldige Erledigung der genannten Ver­fügung erinnert.

Hanau am 3. November 1898.

V. 11981

Der Königliche Landrath, v. Schenck.

Unter dem Rindvieh zu Oberndorf, Lohrhaupten, Nieder- mitilau und Bernbach, Kreis Gelnhausen, ist die Maul «nd Klauenseuche fest gestellt und die Gehöft- bezw. Orts- und Gemarkungsiperre angeordnet worden.

Hanau am 10. November 1898.

Der Königliche Landrath.

V. 12228/12229 v. Schenck.

^fa^fUret0 ^anau.

r-MMWschM-M des OZerbärMMeisieraAtes.

Bekanntmachung.

Die von uns genehmigten Entwürfe zu den Sonder- Haushaltsplänen

der der der der der der der der

Oberrcalschule, höheren Mädchenschule, Knabenmittelschule, Mädchenmittelschule, Knabenvolksschule, Mädchenvolksschule, Handelsschule, gewerblichen Fortbildungsschule,

der Kleinkinderschule, der Armenverwaltung, der Begräbnißanstalt, des Gaswerks,

Das deutsche Kaiserpaar in Damaskus. Kaiser als Geschenk anzunehmen. Sodann besuchte das Kaiser- Dama-kus, 8. Novbr. Der Kaiser sprach nach der paar das Haus, wo im Jahre 1869 der spätere Kaiser Parade seine große Anerkennung über die Haltung Friedrich gewohnt hatte, und darauf das deutsche Konsulat.

der Truppen aus; namentlich die Artillerie defilirte vorzüglich, ----------

während die Infanterie und Kavallerie durch ihre großen Titgesschau.

L.ute ausfiel. , Der Kaiser unterhielt sich eingehend unt dem^ Deutschlands kommerziellr Erfolg- beschäftigen einem geborenen We^saien, der bekanntlich die Engländer in hohem Maße. Der britische

deutschen Konsul Lütticke,

seit langer Zeit hier ansässig ist, über die wirthschaftlichen

Verhältnisse Sy iens, insbesondere über den deutschen Aus­fuhrhandel nach Kleinasien.

Damaskus, 9. Novbr. D^s Festmahl, welches feie Stadt Damaskus heute Abend im Stadthause zu Ehren des Kaiserpaares veranstaltete, nahm einen glänzenden Verlauf. Der Festsaal war mit kostbaren orientalischen Stoffen geschmückr, die Tische mit werthvollen Tafelgeräthen gezi rt. Gegen Ende der Tafel erschien der Ulema der Stadt Da­maskus, Scheich Abduallah Effendi, und pries in längerer Rede den deutschen Kaiser und das Deutsche Reich. Durch seinen Besuch habe b.r Kaiser sich nicht nur die Dankbarkeit der Ottomanen, sondern auch die begeisterte Liebe von- 300Millionen Muhamedanern erworben, welche zu dem Kalifen, als ihrem geistigen Oberhaupt, em por blicken, f und, glücklich über den Besuch des Kaisers, erflehe Damaskus den reichsten Segen des Himmels über das ruhmvolle Deutsche Reich und über alle Deutschen. Der Kaiser erwiderte Folgendes:

Angesichts der Huldigungen, die uns hier zu Theil ge­worden, ist es mir ein Bedürfniß, namens der Kaiserin sowie in meinem Namen für den Empfang zu danken, für Alles, was in allen Städten dieses Landes «ns eutgegengetreten ist, vor Allem zu danken für den herrlichen Empfang in der Stadt Damaskus. Tief ergriffen von dem überwältigenden Schau­spiel, zugleich bewegt von dem Gedanken, an der Stelle zu f stehen, wo einer der ritterlichsten Herrscher aller Zeiten, der! große Sultan Saladin weilte, der Ritter ohne Furcht ; und Tadel, der oft seinen Gegnern die rechte Art des Ritter- i rtzums lehren mußte, ergreife ich mit Freuden die Gelegenheit, öor allem dem Sultan zu danken für seine Gastfreund- ; schaff. Mögen der Sultan und die dreihundert Millionen

Konsul Powell in Stettin bespricht in seinem in Form eines eines Blaubuches am letzten Sonnabend veröffentlichten Be- i richte die kaufmännische Ausbildung in Deutschland. In ! Englans ist man seit Jahren der Ansicht, daß diese den Hauptgrund der kommernellen Überlegenheit der Deutschen ' über die Engländer bildet. Konlul Powell kann dieser ; Meinung nicht beipflichten. Der kommerzielle Erfolg der teutschen Nation, meint er, sei nicht das Ergebniß ihrer kommerziellen Ausbildung. Diese sei vielmehr enist«nden aus dem kommerziellen Erfolge, der den deutschen Handelskam­mern und Stäoten und schließlich auch der Reichsregierung die Augen über den ungeheuren Werth kommerzieller Aus- . bildung für ein Handelsvolk geöffnet hat. Daher die wun- j derbare Vermehrung von Handelsschulen. Diese sei Folge, i nicht Ursache des Erfolges, der Deutschen in Handel und Industrie.

Der Süd-Thüringer Kriegerbund hat die Frage der Ausschließung von Sozialdemokraten aus den K iegers vereinen in einem Rundschreiben an die ihm zugehörigen Vereine wie folgt geregelt: Es sind unbedingt auszuschließen: L Kameraden, die bei Reichstags- oder Landtagswahlen ihre Stimme für sozialdemokratische Kandidaten abgegeben haben; 2. Kameraden, die sich an sozialdemokratischen Veranstalt­ungen, Festlichkeiten, Auszügen, Geldsammlungen un) der­gleichen b. (heiligt haben; 3. Kameraden, die auf nachweis­bare Art bei Versammlungen, in Wirthshäusern oder bei 1 anderer Gelegenheit sozialdemokratische Gesinnungen ausge­sprochen oder bethätigt haben.

der Stillungen und Nebenfonds für das Rechnungsjahr

Muhamedaner, welche auf Erden zerstreut lebend, in ihm den

Russische Rekratirung. Ueber die Rekruten-Ein- stellung im Jahre 1897 berichtet derRufs. Jrv.": Die Zahl -er der Musterung unterworfenen Wehrpflichtigen (aus­schließlich Finnland, Kaukasus und Kosak.n-Gebiete) betrug 1,066,063 Mann; die Zahl der aufzubr'.ngenden Rekruten

1899, 1 : sein, daß in allen Zeiten 282 900 M^; 'von d^HnMchtigm hatten 466,076

sowie der Sparkasse für das Kalenderjahr 1899 ' ^ er uff s ch e K am s e r rhr freund 1|. ^ch trinke ^ 7 Prozent) auf Grund häuslicher Derbältnisse Anrecht

»m 11. Noo-mb-c 1898 an acht läge lang im Stadt,»--! R-d- Kam-- würd- Mt, stürm.« Bn all auf.

tariat, Rathiausjimm-r Nr. 21/ zur Emstchl d-r G-m-indr- ^"°""°" "? k", B-"°" »st-«-'- °u! dem Platz vor

- -- ' 0 1 dem Rcthhause fort, wo bte Bevölkerung der Stadt avf-

angehörigen offen.

Hanau den 9. November 1898. Der Magistrat.

Dr. Gebeschus.

Bekanntmachung

auf Dienstbefreiung, darunter 205,559 auf unbedingte Dienstbefreiung; 47,078 (5,9 Prozent) wurden als gänzlich dienstuntauglich erklärt; 86,086 wurden als tauglich nur für Landsturm bezeichnet, etwa 120,000 wurden infolge Schwächlichkeit und ÄanLeit zurückgestellt; 34,974 (3,3 Prozent) stellten sich der Musterung nicht (hiervon/* Juden); oa 281 039 (35,9 Prozent) wurden als Rekruten in die Armee

Ein Stuck echt -tt-n -Itlch-n r-benz ,tt dem beutln cinge[Mt 1 ^ Mann konnten nicht ansa-be-ch, werde». : Karserpaar bet seinen Besuchen in Verschiedenen vornehmen - - - - -

Häusern der alten Hauptstadt Syriens zur Schau gt boten

: und niederwogte. Am Abend fand eine prachrvolle Jllumr 1 nation statt.

16828

*

Die Jnstallationsarbeiten für die elektrische Belettch- worden. Besonders der türkische Edelmann Sadik Bey urb trmgsanlage im Saale des Schlosses sollen in öffentlicher der deutsche Konsul Lüttike konnten den hohen Gästen in ihren Ausschreibung vergeben werden. - f Häusern glänzende Bilder ernes gediegenen orientalischen Luxus

Plan, Materialaufstellung und Bedingungen sind bei der vor Augen führen. Eingehende Schilderungen hiervon gibt unterzeichneten Amtsstelle Zimmer 24 des Rathhauses nachstehender Bericht:

Von den eingestellten Rekruten waren 84,925 (30,2 Prozent) verheiratet; 57,2 Prozent der ausgehodenen Mann­schaften waren des Lesens und Schreibens oder auch nur des Lesens völlig unkundig, 212,550 Mann wurden der Reichswehr 1. Aufgebots, 341,675 Mann der Reichswehr 2. Aufgebots überwiesen.

Damaskus, 8. Novbr. Hochinteressant gestaltete sich

aufgelegt, können auch gegen Erstattung von 1,50 Mark Herstellungskosten daselbst bezogen werden. ; ber Besuch des Hauses Sadik Beys, der, einer b r ältesten

Angebote sind verschlossen mit der AufschriftSaalbe- und reichsten Da»'asceyer Familien angehört, deren Vorfahren leuchtung Stadtschloß" bis zum ! bereits in den Kreuzrügen mitgrkämpft haben. Das jetzige

14. November d. I., vormittags 11 Uhr, Haus ist auch schon 153 Jahre alt und wurde jüngst revo- bei unterfertigter Amtsstelle einzureichen, woselbst die Eröffnung virt. Das Kaiserpaar verweilte dort lange Zeit, bestätigte zu der genannten Zeit im Beisein etwa erschienener Be- alles und nahm darauf den Kaffee ein. Dann wurden im , Innern des in Marmormosaik ausgelegten Hofes Tänze von ; Eingeborenen zu orientalischer Musikbegleitung ausgeführt, ! zunächst ein Schwerttanz mehrerer Egypterinnen, in dunkeler 16553 Gewandung, welche in der rechten Hand einen krummen Säbel, --' in ber linken Hand bunte Tücher schwangen und dabei sehr , !decente rhythmische Bewegungen ausführten. <aim traten

Fechter auf mit krummen Säbeln und kleinem, rundem, me=

Gefunden: Drei Herrnshlipse. Ein gelbes Kinder-!tallenem Buckelschild. Wenn der Kampf zwischen ihnen zu körbchen. Ein neuer schwarzer Knabenfilzhut. Ein hell-i lcidenschastlich wurde, trat ein Dritter dazwischen und gebot braunes Kindeirädchen, mit brauner Kordel besetzt. Ein' ihnen Einhalt. Nun folgten zwei männlicte Tänzer, betle-det dunkelbraunes Rädchen von einem Knabenmantel. Zwei mit enthümlichen, aus Seidentuch zusammengesetzten Ge- schwarze Straußfedern. Ein katholischer Katechismus. . wändern. Ihre Kunst bestand in zitternden Bewegungen des

Verloren: Ein gelbledernes Portemonnaie mit 40 Pf.?Ober- oder Unterkörpers, bei welchen stets ein Theil des Inhalt.

Entflogen: Eine zahme schwarz-weiße Taube.

Zugelaufen: Ein Foxterrier mit gelben Abzeichen, m. Geschl. Ein junger Dachshund, schwarz mit braunen Ab­zeichen. Ein schwarzer Spitz mit weißen Pfoten, m. Geschl.

theiligten erfolgt.

Hanau den 4. November 1898. Stadtbauamt I.

T h y r i o t.

Hanau am 10. November 1898.

Körpers in voller Ruhe blieb. Die Kaiserin nahm eigen­händig verschiedene Momentbilder auf, dann besichtigte das Kaiserpaar die sehr werthvollen Porzellanschätze der Familie in einem malerisch ausgestalteten Raum, in dessen Mitte eine Fontäne sprudelte. Drei besonvers schöne, alte, gleichmusterige Stücke, einen Teller und zwei Schalen in Rofafarbe, die ausnehmend schön gefunden wurden, bat Sadik Bey den

Saltsbury über die äußere politische Lage.

Lonvon, 10. Novbr. Die Rede Ealisbury's auf dem Guildhall-Bankett brächte einen überraschend friedlichen Charakter. Die Rüstungen Englands gegen Frankreich erklärt der Redner damit, daß tr sagt: Während die Situation in einem gewissen Maße gespannt war, wurden aus beiden Seiten des Kanals von den Zeitungen in verschw nderischer Weise Versicherungen (Wäger reut, die die Welt glauben machten, der Krieg sei vielleicht näher, als er wirklich war. Diese Betrachtn ngen und andere, die man leicht errathen kann, zwangen die Re­gierung Englands, Maßregeln zu treffen, damit sie nicht unvorbereitet getroffen würde, wenn plötzlich eine Gefahr über sie käme. (Beifall Einiger.) Es sei Erstaunen auf beiden Seiten des Waffers darüber ausgedrückt, daß nicht alle Vor­bereitungen plötzlich aufhörten. Eine Regierung könne jedoch nicht alle Vorsichtsmaßregeln, die die Nähe der Gefahr ver­anlaßt habe, in einem Augenblicke inhibiren. Man solle aber nicht denken, daß darum, weil sie nicht sofort inhibirte, die Gefühle noch vorhanden wären, mit denen sie ursprünglich begonnen wurden. Er wisse, man habe über die Absichten der Regierung Schlüsse gezogen. Die Einen hatten gesagt, die Regierung wolle L-yrien nehmen, andere hatten gesagt, sie wolle Kreta nehmen, die dritte Ansicht sei die gewesen, die Regierung wünsche dbs Protektorat über Egypten zu erklären und so fort. (Lauter, andauernder Beifall.) Salisbury sagte: Wenn einige seiner Hörer die Leitung der Geschäfte