9. April
Hanauer Anzeiger
Se'te 3
Schreiner zeigen in vorzüglicher Weise den Weg an, welchen diese Berufe in ihrer Ausbildung einschlagen müssen. In dem folgenden Saale haben Schlosser, Spengler und Installateure ihre Arbeiten ausgelegt. Neben Zeichnungen architektonischer Ziukarbeiten finden wir Plane für Ent- und Be- wäfferuxg der Häuser, Badeeinrichtungen rc., Beschläge, Riegel, Schlösser im Auf- und Grundriß, Rosetten, Blatt- und Kelchformen, Darstellungen von schmiedeeisernen Gebrauchsgegen- slanden, Anfertigungen von Arbeitszeichnungen, Konstruktionen einfacher Kunstschmiedearbeiten veranschaulichen in fesselnder Weise den Beruf des Schlossers. Die daselbst ausgestellten Modellirarbeiten mit ihren Blatt-, Blüthen- und Kelchformen rc. liefern den Beweis, daß auch der Kunstschlosserei gedacht worden ist. Im letzten Saale sagen uns dastehende Modelle, welche in zweckdienlicher Weise sür den Unterricht an- geschafft worden sind, daß wir uns in der Ausstellung der Maschinenbauer und Mechaniker befinden. Zeichnungen lösbarer Verbindungen (Schrauben, Keile), fester Verbindungen (Nieten rc.), Zapfen, Kuppelungen, Lager, Räder und sonstige Maschinentheile geben uns davon Kenntniß, wie wichtig und nutzbringend auch dieser Unterricht ist. So sehen wir auch wiederum in diesem Jahre, wie unsere gewerbliche Fortbildungsschule sich immer weiter entwickelt vnd wie die früheren, so legt auch die jetzige Ausstellung davon Zeugniß ab, daß die Anstalt auch in diesem Jahre einen bedeutenden Schritt vorwärts gekommen ist und die städtischen Behörden nichts unterlassen haben, was dazu dienen kann, dem angehenden Handwerker die theoretische Ausbildung, die er in der Werkstatt nur schwer finden kann, zu übermitteln. Versäume es daher Niemand, besonders aber die Handwerksmeister nicht, die Ausstellung zu besuchen, um sich zu überzeugen, daß die Zeit, welche sie dem Lehrlinge zum Besuche der Anstalt zur Verfügung stellen müssen, in direktester Weise dem Handwe.k und damit auch ihnen selbst zu Gute kommt. Die Ausstellung bleibt bis zum 2. Ostertage einschl., täglich von 10 bis 4 Uhr geöffnet.
* Redaktionell. W Des hl. Osterfestes halber erscheint die nächste Nummer nnseres Blattes Dienstag den 12. d. Mts. zur gewöhnlichen Stunde.
* Kirchliches. In dem morgen Vormittag in der Jo- hanniskirche fiaUfiudenden Festgottesdienst wird der Kirchen- chor genannter Kirche zur Erhöhung der Feier einige dem Feste entsprechende Gesänge zum Vort ag bringen. Die Hauptprobe fiudet teilte Abend präcis ^/rS Uhr" in der Johanniskirche statt, wo:« sämmtliche Mitglieder hiermit freundlichst eingeladen werden,
* Verliehen. Dem Schmelzer Joh. Lang bei der Firma Echönfeld jr. wurde aus Anlaß der von ihm zmück- gelegten mehr als 50jährizen Dienstzeit. bei vorgenannter Firma das allgemeine Ehrenzeichen verliehen.
* Zur Sonntagsruhe. Am ersten Osterfeier tag ist a) der Handel mit Back- und Konditoreiwaareu, mit Fleisch und Wurst, Vorkostartikeln und mit Milch vo« 5 Uhr morgens bis 12 Uhr mittags — jedoch ausschließlich der für den Hauptgottesdienst festgesetzten Unterbrechung — zugelassen, b) der Handel mit Kolonialwaaren, mit Blumen, mit Tabak und Zigarren, sowie mit Bier und Wein während zweier Stunden vor Beginn der Pause für den Hauptgottes : dienst, die Zeitungsspedition aber wie an sonstigen Sonn- und Festtagen gestattet. Für den M i l ch h a n d e l ist außerdem im ganzen Regierungsbezirk an Sonn- und Festtagen noch die Nachmittagsstunde von 6 bis 7 Uhr freigegeben. Für den 2. Osterfeiertag gelte« die für eine« gewöhnlichen Sonntag zutreffenden Bestimmungen.
* Ehrend. Die Bauausführung des neuen Stuttgarter Rathhauses wurde den Architekten Voll wer und Jassop (letzterer ein Hanauer. D. Red.) in Berlin übertragen, deren Entwurf seiner Zeit preisgekrönt worden ist.
* Konzerte der Ulanenkapelle. Die Kapelle unseres Ulanen-Regiments konzertirt morgen am 1. Feiertag von 4 Uhr ab in dem aufs beste eingerichteten Konzertgarten „zum Kaiserhrf"; morgen Abend findet großes Konzert im Saalbau „zum deutschen Haus" statt. Dienstag den 3. Osterfeiertag, abends von 8 Uhr ab, findet ebenfalls großes Kon < zert im Saalbau „zum deutschen Haus" statt.
* Konzerte der Znf nteriekapelle. An beiden feierte gen kürzerm t die Infam er iekopelle in Wilhelmsbad, außerdem am 2. Feiertag abends in der Centralhalle.
* Familien abend. Am zweiten Osterfeiertsge, abends von 8 Uhr ab, hält ter christliche Arbeiterverein einen Fa- vulienabend in seinem Vereinslokale (Gasthaus „zvm Elephanten") ab.H
* Varivi^-Vorstellnng. Am 1. und 2. Osterfeier- tag finden je zwei Varists- Vorstellungen mit Konzert im Saale der „Brauerei Weismantel" statt und ist für beide Tage ein vorzügliches, streng dezentes Feiertagsprogramm vor- geseben.
* Abgeftürzt. Im Hause Mühlstrase 10 stürzte vorgestern Nachmittag kurz vor 2 Uhr der 10jährige Sohn der dort im dritten Stock wohnenden Wittwe Ehmann, als er sich z«m Fenster hinauslehnte, herab. Aerztliche Hilfe war schnell zur Hand, und der Junge wurde nach dem Land krankenhause gebracht, doch ist Gefahr für Leben und Ge sundheit nicht vorhanden.
* Ostereier. Seit einigen Tagen sind Ostereier in Zucker, Pmzrllan und Metall aufgelegt, und wiederum kann «an sehen, daß eine Verfeinerung und mithin eine Bertheue- ruxg dieses Artikels eir getreten ist. In der heutigen Männer Jugendzeit, da kochte die Frau Mutter zu Ostern die Ostereier, die ent Ostermorge« versteckt und unter lautem Jubel gesucht wurden. Und waren die gefärbte« Eier «ach wohl Mfbewahrten Rezepten hübsch bunt gemustert oder gar auf
der SLale ein Sprüchlein und Namen zu lesen, dann war dirs eine besondere Ehre. Zuchreier, vom Konditor herge- stellt, gab es auch schon, aber der Verbrauch davon war nicht besonders groß, denn damals galt der Spruch gar hoch: Von Süßigkeiten gibt es nur Zahnschmerzen! Allmählich aber kamen die Zuckereier immer mehr in Aufnahme, immer künstlicher wurden sie hergestellt. Dann wurden die Ostereier auch als Atrappen aus einem leichten Stoff, geschmackvoll gepreßt, hergestellt als eine ungenießbare äußere Hülle für einen süßen Jukalt, u«d damit waren sie zu beliebten Geschenken für Erwachsene geworden. Zu gleicher Zeit tauchte auch der richt natürlich aus allerlei Material geformte Osterhase auf, mit und ohne Füllung — und da nun einnal eine eigene Ostereicr-Jnduftrie geschaffen war, ging es auch bald weiter und immer weiter. Die Ostereier wurden aus GlaS, aus Porzellan fabrizirt mit süßem Inhalt, mit Likör für die Damen unb kräftigern alkoholischen Getränken für das starke Geschlecht, als Träger für reizrslle Früllingsbluuev und noch anderes; immer phantastischer und vielseitiger sind dann die beliebten Osterangebiude geworden, aber auch »erthvoller und kostspieliger, sodaß heute eine Ost »Überraschung unter Um sänken nicht erheblich hinter den Kosten für eine Weihnacht Ueberraschung zurSckftehe« wirb. Für das junge Volk wird das H.ruptverguügen freilich immer das Ostereiersuchen am Öfter Nachmittage bleiben, die alte Sitte, an der man auch am deutschen Kaiscrhofe unverbrüchlich festhält. Alt und jung beiheiligt sich daran, und laute Freudenjauchzer ertönen bei jedem aufgefundeue« Ei. — Möge sich diese Sitte immer er= ^ßlten!
* Theurer Prozeß. Im Sommer 1896 machte ein Artist aus Philadelphia mit seiner jungen Gattin eine Vergnügungsreise nach Deutschland und der Schweiz. Als er sich in einem Ferien-Sonderzug von Basel nach Berlin befand, wurde die Frau bei der Einfahrt in den Hanauer Bahnhof infolge mangelhafter Funktionirung der Waggonbremse wider die Holzfensterbekleidung geschleudert, daß sie eine Gehirnerschütterung erlitt und monatelang in Deutschland in ärztlicher Behandlung bleiben mußte. Wäre ihr der Unfall nicht zugestoßen, so würde sie im September 1896 mit ihrem Manne nach Am-rika zurückgekehrt sein, da sie dort für die Wintersaison 1896/97 zu einer Tournee mit iymn Manne und einem dritten Künstler eugagirt war. Für ihre Betheiligung an dieser Tournee hatte sie nach ihrer Angabe 40 Dollars wöchentlich zu beanspruchen. Sie hat auf Grund des Haftpflichtgesetzes den königlichen Eisenbahnfiskus auf Ersatz der Heilungskosten sowie auf Zahlung von 32X40 Dollar verklagt und sich außerdem ihre weiteren Schadenersatzansprüche im Falle ihrer fortdauernden Erwerbsunfähigkeit Vorbehalte«. Nachdem das königl. Landgericht in Frankfurt a. M. zunächst durch Beweisaufnahme in Deutschland hatte feststellen lassen, deß die Klägerin den von ihr behaupteten Unfall erlitten und sich monatelang in ärztlicher Pflege befunden hat, ist nunmehr ein umfangreicher Beweisbeschluß ergangen, welcher durch das Gericht in Philadelphia zu erledigen ist. Es soll festgestellt werden, ob und in welchem Umfang die Klägerin noch jetzt arbeitsunfähig ist, ob ferner die bedeutende ärztliche Liquiditation des sie in Amerika behandelnden Arztes den dvrtigen Gepflogenheiten entspricht und ob die Klägerin in der Saison 1896/97 wöchentlich 40 Dollar hätte verdienen können.
* Sehenswürdigkeiten. „Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet am ersten und zweiten Osterfeiertag vormittags von 11 bis Vil Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet.
Für heute. Kunllverein: Gemälde Arrsstellrmg in der Aula der Einigt. Zeichnakademie. — Kirchen chor der Jo banniskirche: Abends p^szis Vs9 Uhr: Hauptprobe in der Kirche. — Turngemeinde: Abends von 7?A bis 8 Uhr: Kürturnen und Borturnerstunde. — Evang. Männer und Jüng- lingsverei«: Abends 8V2 Uhr: Gebrtsversammluug (Evang. Bereinshaus). — Christlicher Arbeiterverein: Ebenfalls abends 8*/$ Uhr: Gemüthliche Zusammenkunft im Ver einslokal „zum Elephanten".— Adends 9 Uhr: Kasino „Eintracht" (Vereinslokal „Goldene Gerste"): Vereinsabend; — Dramatisch-litterarischer Verein „Melpomene" (im großen Saale der Restauration „Carlsberg"): Rezi-ationsaber v; — Verein „Einigkeit": Vereinsabend „zur großen Krone". — Fußballklub „Viktoria": Abends von 9—10 Uhr: BernnS abend im „Deutschen Haus". — Athletenklub „Germania": Ebenfalls abends von 9—10 Uhr: DereinSabeud (Gasthaus „zum schwarzen Bären").
Für morgen. I. Hanauer Fußballklub 1893: Nach Mittag 21 /1 Uhr: NebunOspiel auf dem Exerzierplätze.
* Morgen ist das Hah«enkammho«S geöffnet. VersteiLernngs- & Verpachtung-' re. Kalender
für Dienstag den 12. April.
Vormittags. 10 Uhr wird auf htm Rathhause zu Bruchköbel die der Gemeinde Bruchköbel zustek-ende in der Gemarkung Hanau belesene Wiese (das sogen. Bärenloch) in 67 Parzellen auf 6 Jahre an den Meistbietenden verpachtet.
® Windecken, 8. April. Am 2. Ofierseiertaa, den 11. April d. JS., feiert der kiesige Kriegerverein sein 25jähriges Stiftungsfest, welches nach den Vorbereitungen und dem auf- aestekten Programm großartig zu werden verspricht. Das Letztere ist folgendes: Vormittags 9^2 Uhr gemeir schriftlicher Kirchgang, nachmittags von 3 Uhr ab FestkomwerS und hieran anschließend Ball in dem Saale des Kameraden Gastwirihs Färber dahier. Wäbrefid des Kommerses findet auch die Bertheilung der von Sr. Majestät dem Kaiser und "üniK Allerauädiast verliehenen Kaiser Wilhelm - Erim erungs - Medaillen an die Veteranen statt. Außer den Beiben hiesigen Gesangvereinen „Eoi cordia" u«d „Liederkrauz" sind auch die benachbarten Kriegervereine sowie der Vorstand des KreiS-
Krikgerverbandes Hanau eingeladen, welcher gleichz itig an dem gedachten Tage von 2Vi Uhr ab eine Vorstandssttzung in dem Färber'schen Saale abhält. Hoffentlich hat der Himmel ein Einsehen und schenkt dem Kriegerverein zur Feier seines Jubelfestes das schöne Wetter, welches wir seit einigen Tage« habtu.
* Hanau, 9. April. (LebenSmittelpreise.) Hülsenfrüchte: Bohnen 30—35 Pfg., Erbsen 30—35 Pfg., Zinsen 40—45 Pfg. das Doppelliter; Geflügel: Tauben, das Pärchen 90 Pfg. bis 1,10 Mk.; ein alter Hahn 1,40 bis 1,90 Mk.; ein Huhn 1,60-2,20 Mk.; eine Ente 2,50 bis 3 Mk; Fische: gewöhnliche Sorte 25—30 Pfg., bessere Sorten 40—50 Pfg., Aal 1,10—1,20 Mk., Bresem 60—70 Pfg., Barben 60—70 Pfg., Barsch 70-75 Pfg. = Va kg; Gemüse: Merrettig, die Stange 10—20 Pfg.; Spargel, das Pfund 2,50—3 Mk.; Blumenkohl das SÄck 30—60 Pfg.; Kopfsalat, das Stück 15—18 Pfg.; Retttg, das Stück 20—25 Pfg.; Unter-Kohlrabi, das Stück 12—15 Pfg.; Weißkraut, das Stück 30— 50 Pfg.; Rothkraut, das Stück 25-35 Pfg.; Sellerie, das Stück 10-25 Pfg.; Gurken, das Stück 70—80 Pfg.; gelbe Rüben das Bund 8—10 Pfg.; Neue Bohnen, die Portion 150 Mk.; Braunkohl, die Portion 25—30 Pfg.; Schwarzwurzeln, die Porüov 25—30 Pfg.; Spinat, die Portion 40—50 Pfg.; Lattig, die Portion 20—25 Pfg.; Schmalzkraut, die Portion 15—20 Pfg.; Kartoffel 12—15 Pfg. das Doppelliter; Obst! Aepfel, das Pfund 30—40 Pfg.; Zitronen, das Stück 8—10 Pfg.; Apfelsinen, das Stück 6—15 Pfg.; Paradiesäpfel, das Stück 10—12 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfuns 1,30—1,40 Mk.; Käse, das Stück 4—5 Pfg.; Eier, das Stück 6—8 Pfg.; Gänsceier, das Stück 10—12 Pfg.; Zwiebel, das Doppelliter 22—24 Pfg.; Welschkorn, das Doppeltster 24—26 Pfg.; Radieschen, das Bündel 5 Pfg.; Kastanien, das Vi kg 20—25 Pfg.; Weizenmehl, 1. Sorte 24 Pfg., 2. Sorte 22 Pfg., 3. Sorte 20 Pfg., 4. Sorte 18 Pfg. — */s kg.; Stroh 2,10—2,40 Mk. und Hm 3,20—3,60 Mk. — 50 kg.; Buchenholz, der Meter 9,25 Mk., Tannenholz, der Meter 7,25 Mk.
Barometerstand
Aus der Provinz und den Nachhargebiete«.
+ Marburg, 8. April. In den Kreisen hiksiger Einwohnerschaft gibt sich ein sehr rege? Jutereffe für das ange- kündigte BolkSbühnenspirl „Ko«rad von Marburg" von Hans" Hagen statt. Das Komitee hat an den in Zittau lebenden Dichter die Einladung gerichtet der Aufführung seines Werkes am Ostermontag den 11. April beizuwohneu, welcher Aufforderung derselbe Folge leisten wird. Von Caffel und Frankfurt werden gleichfalls mehrere Ehreugäste erwartet. Für die Ausstattung des Stücks ist beste Sorge getragen worden, das den Bemühungen des Regisseurs Hertel u«d der opferwilligen Mitwirkung einer Anzahl hiesiger Bürger seine überhaupt erstmalige Aufführung verdankt.
)( Frankfurt, 7. April. Im Zoologischen Garten sind in der ersten Aprilwoche täglich Thiersmduugen eiuge- troffew. Hunderte prächtiger Seerosen, Seenelken, Edelsteinrosen rc. füllen jetzt die Becken des Aquariums, der Seehund hat einen jugendlichen Gefährten aekommen; handgroße Meerspinnen regen Hunderte G lenke zugleich und eine ganze Kevallerie von Seepferdchen schwimmen gleich lebendigen Schach-Springern umher, während unter den größeren Fischen ein elektrischer Roche bereit ist, jeden Störenfried zu elektri- stren. Unter den über 50 im April angekauften Vögeln befinden sich wahrhaft prächtige, scharlachrothe Papageim und als eine der größten Seltenheiten ein Owenischer Schnepfm- strauß. Da auch ein Mantellischer Kiwi sich schon seit Jahren im Frankfurter Garten befindet, so werden hier beide aussterbenden Vogelarten lebend nebeneinander gezeigt, was wohl noch in keinem Zoologischen Institut des Kontinents geschehen ist. t
4 Seligenstadt, 8. April. Um die vorgestrige Mitter- «achtSstuute brach in der Nähe unseres Marktplatzes Feuer aus, welches zwei Scheuern, nebst verschiedenen Hiuter- und Nebengebäuden vernichtete. Die Drandbeschädigten sind die Herren Gebrüder GalluS und Schwanenwirth Joseph Fecher Wwe. Das anstoßende, erst zwei Tage vorher bezogene Anwesen des Herrn Dr. med. Kappen konnte nur mit Mühe gerettet werden. Den größten Brandschaden erleiden die nur theilweise versicherten Gebrüder Gallus. Die Entstehungsursache des bedeutenden Brandes ist unaufgehellt; auch der eigentliche Herd des Feuers konnte bis j.tzt mit Sicherheit nicht festgestellt werden. — Vor 3 Tagen würben hier die ersten Schwalben beobachtet.