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Nr. 155
Donmrstag den 7. Juli
1898
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AmMches.
4anö&reie ^artaxt.
WMMmachimgeu des Königlichen Landrathsamtes.
Die Schweineseuche in Windecken ist nunmehr wieder erloschen. Die Gehöftsperre bei Mathias Muth ist aufgehoben worden.
Hanau am 6. Juli 1898.
Der Königliche Landrath.
V. 7536 I. V.: Dr. Becker, Reg.-Assessor.
Dicnstmchnchtcil aus dem Kreise
Die Wahlen. Nach einer von Prof. Hickmann stammenden Berechnung der Stimmen, welche die einzelnen Par« ttien bei den letzten Reichstagswahlen erhielten, haben gegen 1893 die Socialdemokraten 340,000 Stimmen, die Nationalliberalen 163,000, die Antisemiten 48,100 und die bayerischen Bauernbündler 68,000 Stimmen gewonnen. Dagegen haben ! verloren alle übrigen Parteien, und zwar das Centrum i 163,000, die Deutschkonservativen 138,300 und die Reichs- i partei 218,400 Stimmen (vie Konservativen zusammen also 356,700 Stimmen), die freisinnige Volkspartei 166,400, die freisinnige Vereinigung 28,500, die süddeutsche Volkspartei 46,800, die Polen 49,500, die Elsässer Protestier 24,700.
Der Bund der Landwirthe erscheint in der Lifte zum ersten Verloren: Ein goldnes Uhrgehängsel. !Male mit Alles in Allem 60,000 Stimmen. Zur Wür-
Gefunden: Ein Schiebkarren. Ein weißer Kinder-> digung dieser Sffern muß man in Betracht ziehen, daß, ob- strohhut mit blauem Bande. i gleich die Zahl der Wahlberechtigten seit 1893 von 10,630,000
Zugeflogen: Ein Kanarienvogel. aus 11,200,000 gestiegen ist, am 16. Juni 100,000 we-
Hanau am 7. Juli 1898. ni^er als am 15. Juni 1893 ihre Stimme abgaben, die
_________________________________________________________Wahlbetheiligung also von 72,4 Prozent aus 68 Prozent . gefallen ist.
^taötRreiö ^artaxt.
MMELchiwgrV des OherbürgermeisteramteS.
Bekanntmachung.
Oie Strafgerichte schreiten nach wie vor mit lobenswerther ! Strenge gegen sozialdemokratischen Terrorismus ; ein. Ein Essener Gewaltmensch wurde letzthin wegen Strike- ! röthigungsversuch vom Gerichte über den Antrag des Staats- Sie Serien M ®«bta»äf<Mf<3 für « Stabltreiä i“"“Its *“” ’•” .•" 4 S‘5 «* ***”'; «anau beginnen am 21. b. 3». nnb enbigen am 31. lammen, K"”!", m^‘"I>‘n »W«« baß an » bai
ben Monats Gericht es keinem Arbetter verargen könne, wenn er für sich
Säßrenb bet Serien bürfen Sermine pr mündlichm °1s«° ,d°»°i-dingu»g.tt auf gef.ßii.ßem äBege anftrebe, aber SerßanbUg bet ^el nach L in sinnigen S°chm ab, ^ ‘"^^ -*> * “
Paris, 7. Juli. Nach den heute vorliegenden Meldungen bitte der untergegangene Dampfer „La Bourgogne" 191 Passagiere 1. Kajüte, darunter 72 Frauen 125 Passagiere 2, Kajüte, 295 Zwischendeck-Passagiere und 220 Mann Besatzung an Bord. Hiervon sind insgesammt 332 Personen ertrunken. Unter den Todten befinden sich der Kommandant Deloncle, ein Bruder des früheren Deputirten, dessen Stell- vertreter Pichard und sämmtliche übrigen Osfiziere deS Dampfers. Die Transatlantique-Kompagnie verweigert bisher die Liste der Geretteten, weil die Hoffnung besteht, daß eine Anzahl von Passagieren in Rettungsbooten das feste Land erreichte. Das transatlantische Bureau war gestern bis in die späten Abendstunden hinein von bunkerten Don fraget« besucht. Unter den Paffagieren 1. Klasse befand sich der viel genannte Sekretär Dubsc von der spanischen Botschaft in Washington. Das Schiff konnte trotz äußerster Anstrengungen des dichten Nebels wegen nicht gerettet werden. Es hielt sich noch 40 Minuten über Wassw. Das Schiff war auf der rechten Seite getroffen. Alle auf dieser Seite angebrachten Rettungsboote waren unerreichbar. Alle Paffagiere der 1. Klasse, welche sich in der Nähe dieser Rettungsboote hielten, konnten nicht gerettet werden und sind ertrunken. Unter den Geretteten befinden sich 54 Maschinisten, 27 Zivil- Angestellte, 23 Matrosen und 61 Paffagiere.
New No*k, 7. Juli. Schreckliche Einzelheiten werden über den Untergang des Dampfers „La Bourgogne" gemeldet. Die Nachrichten über die Anzahl der Geretteten gehen noch stark auseinander.
gehalten werden.
Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen bleiben die Ferien ohne Einfluß.
Hanau den 6. Juli 1898.
Der Vorsitzende des Stadtausschusses.
J. V.: Georg Bode.
10068
L K g e s f ch a u.
Von der Marine. Laut telegraphischer Meldung an das Ober-Kommando der Marine sind S. M. S. „Hohcn- zollern", Kommandant Kontre-Admiral Freiherr von Bodenhausen, und S. M. S. „Hela", Kommandant Korvetten- Kapitän Sommerwerck, heute in Odde angekommen und beabsichtigen, am 7. Juli nach Eide in See zu gehen; S. M. S. „Lorelcy", Kommandant Korvetten-Kapilän von Witzleben, ist am 5. Juli in Dalta angekommen und beabsichtigt, am 7. Juli nach Datum in See zu gehen.
Die Berichte der preußischen Gewerbe Inspektoren für das Jahr 1897 sind soeben der Oeffevtlichkeit überglben worden. Besonderes Interesse beanspruchen diesmal die ausführlichen Antworten auf drei wichtige Fragen, welche der Reichskanzler den Gewerbe-Inspektoren vorlegen ließ. Sie betreffen die Festsetzung eines sanitären Maximal- arbeitstagcs, der nach § 120e der Gewerbeordnung für solche Gewerbe, in welchen durch übermäßige Dauer der täglichen Arbeitszeit die Gemndheit der Arbeiter gefährdet wird, durch den Bundesrath ungeordnet werden kann. Für etwa 20 Gewerbe sind derartige Bestimmungen bereits getroffen,
Politische und unpolitische Nachrichten.
(D epeschen-Burea« „Herold".)
Berlin, 6. Juli. Der Kaiser ist heute Vormittag an Bord der „Hohenzollern" in Odde eingetroffen. Der norwegische Kreuzer „Harald Haarfager" und das deutsche Kriegsschiff „Moltke" empfingen das Kaiserschiff mit Salut- schüssen. Es ist herrliches Wetter. Die Kaiserin ist auf ihrer Dicht „Jduna" von Grünholz, wohin sie zum Besuch des Herzogs Friedrich Ferdinand gefahren war, heute wieder nach Kiel zarückzekehrt. Dort treffen auch die Prinzen aus Plön ein.
Berlin, 6. Juli. Dem General Monet soll es, wie in amtlichen Kreisen versichert wird, gelungen sein, nach Manila einzudringen.
Leipzig, 6. Juli. Vor dem Reichsgericht wurde heute der rpronageprozeß gegen den Bildhauer Friedrich Steinlen aus Luzern und gegen Albrecht Dussard aus Metz verhandelt. Ersterer wurde zu 18 Monaten Zuchthaus und zwei Jahren Ehrverlust, Letzterer zu zwei Jahren Zuchthaus und
AnS Stadt- mib Landtrsix Härmn.
Mont<f «nierer Lokalrrttke! nur »rt Queller a-Kslr .Her. 8u§„' Gehottet.
Veamtenperfonal-Nachrichten.
Ernannt: der Landrichter Offenberg zu Caffel zum Landgerichtsrath, die Amtsrichter Westrum zu Caffel, Etienne zu Meerholz, Lang zu Veckerhagen, Dr. Schu- lin zu Oberaula, Hempfing zu Hofgeismar, Kling en- biel zu Neustadt und Dr. von Spindler zu Langensel- bold Zi Amtsgerichtsräthen,
die Gerichtsass fforen Dr. LaveS zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht zu Gladenbach und Mumm zum Landrichter bei dem Landgericht zu Gleiwitz,
der außerordentliche Pfarrer Pörtje zum Gehülfen deS für 6 Monate beurlaubten Pfarrers S ch m e i ß e r zu Obern- lirchen,
die Rechtskandidaten Beyer und Freiherr v. Lyncker zu Referendaren,
der Regierungs - Sekretär M a m s ch zum Hauptkaffeu- Buchhalter bei der Regierung in Caffel,
der BüreauHülfsarbeiter Claus zu Aachen zum Polizei
jwmi vamueuu|i, Vierer zu zwei ^ayren »zucyiyans uno 3«u. ^»j
5 Jahren Ehrverlust verurtheilt; ferner wurde auf Stellung Sekretär bei der Königlichen Poitzeiverwaltung zu Hanau. unter Poliz iaufsicht erkannt. ----------
P
. 6' mehrtägigem Regen ist. • P-xfonalien. Zu Ortsschulinspektoren er-
^Karmmer Bergen heftiger Schneesall -in^tr^ |rannt: oet Pfarrer Körner zu Dörnigheim, Kr. Hanau, vatikanischen Kreisen wird ver- ^^ ^e schule ra’elbft, der Pfarrer Döbels zu Hauau sicher^ der Papst habe sich an den ost^ Anstaltsschule der Pulverfabrik bei Hanau, der
« V gemeudet, als erster katholischer Monarch der Welt Pfa^er Sopp zu Roßdorf, Kr. Hanau, über die Schule zu den Katholiken Spaniens seine Unterstützung zu gewahren. Niederissigheim, an Stelle S-s erkrankten Pfarre.s Krämer uno zwar iyen» umu, „rni-v»^ ™« .... 4 er in Verbindung Mit d^bst _ Ernannt: der Lehrer Lanz an den stä tischen
zeit, theils durch Regelung der Ruhezeit zwischen den Arbeits- ^ ^^^ ^ SS ^b^ebt sei, den prüden zu vermittln.; PEschulen zu Hanau zum Lehrer an der Knabenmittelschule
schichten. Der Reichskanzler forderte ein Gutachten darüber ^Z"^- ^°u «ailoS ertlarte gegenüber ^ — Versetzt: der Lehrer Möller zu Untersotz-
ein, für welche Erwerbe sonst noch der Erlaß ähnlicher Vor- 1 . "V Piesse. Trotzdem die endgültige ipanische Nieder-^^^ ^ G^nbauien. an die ev. Sckule ru Eichen. Sturm schriften sich als nothwendig herausge'iellt habe. Die Berichte ^remals ^ ser, ,o spreche er sich doch
befürworten für 50 Betriebsarten die Einführung eines Maxi- i» dE Frr den aus, so lange Spanien noch Truppen ins malarbeitstages, für 21 weitere Betriebsarten die direkte Em- - '^ wrt.,hl» « k , •
führurg einer täglich achtstündigen, für 8 Betriebsarten die- ' "^ Madri) wird gemeldet, in
eilige einer sechsstündige Arbeitszeit. Für Gumtuifabriket. i Sp'E sei die Revolution unmittelbar bevorste end wird eine fünf- und für diejenigen Gummifabriken, welche Berichterstatter des
mit Schwes Iko lenstoff arbeiten eine 1'/, bis 2stümige Ar- j «raph^drahtet, er habe erfahren, die spanische Regierung werde am Mittwoch ben Friedensantrag stellen.
Ueber die deutsche Tabakproduktion hat der ^Warscha«, 6. Juli. Zwischen beit'Stationen Knmkow „Deutsche Tabakverein", der seine Generalversammlung am, '"'^. E ^^ r uiepr-Brucke nnolge falscher
Sonntag in München abhielt, eine Produktionsstatistik auf ; ^eichensteUnng zwei Zuge zusammengestoßen. Eine Lokomo- gestellt. Nach derr mitgetheilten Ergebnissen vom Jahr 1897 und 8 Personenwagen wurden Zertrümmert 10 Per- wurden in Deutschland 61/« Milliarden Cigarren fabrizirt, ^'cu wurden gelobtet, 8 schwer und mehrere leicht verletzt, zum Fakturenwerth von 250 Millionen Mark, ferner V/io j Milliarde Cigaretten im Werth von 11 Millionen Mark,! Untergang eines Dampfers. 270,000 Doppelzentner Rauchtabak im Werth von 40 Mil- !
und zwar theils durch Festsetzung einer wöchentlichen Arbeits-
schichten. Der Reichskanzler forderte ein Gutachten darüber ein, für welche Erwerbe sonst noch der Erlaß ähnlicher Vor-
hoch, Kr. Gelnhausen, an die ev. Schule zu Eichen, Sturm zu Pfaffenhausen, Kr. Gelnhausen, an die städtischen Bolks- ' schulen zu Hanau, R ö m h e l d zu Windecken und Bach zu Dörnigheim an die ev. Schule zu Fechenheim, Heilmann zu Hillartshausen, Kr. Hersfeld, an die ev. Schule zu Dörnig- heiw. — Endgültig an gestellt: der einstweilig ange- stekte ev. Lehrer Bührmann zu Hanau. — E i n st weil i g angestellt: die Schulamtsbewerber Rohn zu Kesseo:a-t an der ev. Schule daselbst, Passow zu Langenselbold an ier ev. Schule daselbst, Schönmeyer zu Bruchködel an der ev. Schule zu Enkheim. - Peusionirt: die Lehrer Eichenbera zu Hanau, Stoppel zu Langenselbold, Kling zu Ostheim, Zinkhan zu Fechenheim und Klein-
feller zu K'ffelstadt.
* Kreisthierarztstelle. Die Kreisthicrarztstelle des
_____________ —.....Kreises Hofgeismar mit dem Wohnsitz daselbst wird durch
z#u,uuu ^oppeizeniircr enmmjiuuiu im > Newyork, 6. Juli. Aus Halifax wird der Zusammen- Versetzung des bi?h-rignlStellerinhabeis e.l igt und soll
lionen Mark, 42,500 Doppelzentner Kautabak im Werth , stoß des Dampfers „Cremarty Shire" mit dem transatlan- Zum 1. ^ " oes^ht werden.
von 13,175,000 Mark und 41,500 Doppelzentner Schnupf-! tischen Dampfer „La Bourgogne" gemeldet. Letzterer sank BeztrrsattsftyUtz. oe Ferien des Bezirksaus- tabak im Werth von 10,821,000 Mark. Zu diesen Fabri- >it 600 Passagieren an Bord; 200 wurden davon gerettet. schuffes zu Caffel beginnen. mit dem 21. Juli und endigen taten wurden im Ganzen 815,000 Doppelzentner Rohtabak iDie Katastrophe ereignete sich am 4. ds. früh und zwar 601 mit dem 1. ©ep ember 0. J. Wahrend der Ferien dürfen verwendet. Meilen von Sable Island 'Termine zur mündlichen Verhandlung der Regel nach nur in
von 13,176,000 Mark und 41,500 Doppelzentner Schnupf-: tischen Dampfer „La Bourgogne" gemeldet. Letzterer sank
Meilen von Sable Island.