•tanraRtvtfr Preis:
Zihrlich $ *.
Vierteljährlich 2 M 25 4.
W- auswärtige WMMenten mit dem
Betreffenden
Hostauffchlag.
MM
We einzelne
Nummer kostet
19 *
Zugleich
Im Reklamentheil die Zeile 20 sät »uSwärti 30 4-
«»fi4a»«>» «edühr
Mir Stadt- und Land« trete Hanau 10 4 Wi lzefpaltme Garmond« zeit« ober deren Raum, für Auswärts 15 4
Erscheint täglich mit AvsNahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
!HCl®Sti®f6ÄlB3ÜiÄli®**e«*«M0e«»»®M8MB!®t*!ti!ft*^^
Nr. 26
M
AL
MM
Hierzu
„Amtliche Beilage" Nr. 8
Amtliches, ^anö&rew ^anau.
Bekanntmachungen des Königlichen Landrathsamtcs.
In Hainchen, Himbach und zu Hof Conradsdorf, Kreis Büdingen, ist die Maul- und Klauenseuche erloschen und sind die Sperrmaßregeln aufgehoben worden.
In Gontershausen und Nieder-Ofleiden, Kreis Alsfeld, ist die Maul- und Klauenseuche amtlich sestgestellt und Gehöft- und Gemarkungssperre angeordnet worden.
Hanau am 31. Januar 1898.
Der Königliche Landrath
v. Schenck.
Dicnstiiachrichtcn aus dem Kreise.
Entlaufen: Ein kräftiger brauner Hühnerhund mit matt weiß gezeichneter Brust, m. Geschl.; dem Wiederbringer eine Belohnung. Ein großer gelber Metzgerhund m. Geschl.
Verloren: Ein Kouvert mit Versicherungspolicen.
Die Landwirthschaft im preußischen Abgeordnetenhanse.
Die Landwirthschaft ist Gegenstand unausgesetzter Fürsorge der preußischen Staatsregierung. Der Landwirthschaftsminister, Freiherr v. Hammerstein, hat mit Kraft und Geschick auf die Verwirklichung derjenigen Pläne zur Hebung der Landwirthschaft hingewirkt, die er bei seinem Amtsantritt entwickelte, und ist infolge der verständnißvollen Mitwirkung der andern, nächst betheiligten Verwaltungs-Behörden, in erster Linie des Finanzministeriums, bei seinen Bestrebungen von Erfolg begleitet gewesen. Leider gibt es kein Mittel — und auch in andern Ländern, beispielsweise Frankreich, Rußland, England und Oesterreich, ist keins angewandt oder in Aussicht genommen —, das die Noth der Landwirthschaft mit einem Schlage beseitigen kann; aber in den durchführbaren Mitteln finv wir, wie der Landwirtbschaftsminister am Freitage im Abgeordnetenhaus mit Genugthuung hervorheben konnte, den genannten Staaten voraus. Die Maßnahmen zur Hebung der Landwirthschaft, die dort erst ergriffen werden sollen, haben wir bereits durchgeführt. Hieran aber lassen wir uns keineswegs genügen.
Der dem Landtage zur Berathung vorliegende Etat legt davon beredtes Zeugniß ab, ebenso wie die Bereitwilligkeit,
Widersprechende Gerüchte über ein angeb liches Duell des Grafen Wilhelm. Zu dem Duell zwischen dem Grafen Wilhelm Bismarck und dem Oberprä- stdenten Dr. Maubach in Königsberg, in dem Dr. Maubach verwundet sein soll, werden nachträglich noch folgende Einzelheiten vom „B. L.-A." mitgetheilt, die wir unter aller Reserve wiedergeben: Gras Bismarck hatte eine Gesellschaft gegeben, zu der auch Oberprästdialrath Dr. Maubach geladen war. AlS dieser, bevor er die Gesellschaftsräume betrat, sich noch für einen Moment in sein Arbeitszimmer begeben wollte, fand er dieses ausgeräumt und in ein Garderobenzimmer umgewandelt. Im Unmuts über dieses Arangement, von dem er vorher nicht verständigt worden war, that Dr. Maubach eine abfällige Aeußerung über die Gemahlin des Oberprä- sidenten. Dies hatte seine Herausforderung zum Zweikampf durch den ihm vorgesetzten Oberpräsidenten zur Folge. Die Gräfin Sibylle von Bismarck tst eine Tochter des Kammer- Herrn und Landrathes a. D. von Arnim auf Kröchlendorf. Andererseits wird gerade von dem Blatte, welches zuerst die Nachricht von dem Duell gebracht, jetzt gemeldet, daß ein Zweikampf nicht stattgefunden habe. Dies Dementi hat in der That die größere Wahrscheinlichkeit für sich.
Entflogtzü: Eine weiße englische Kropftäubin. Ein ber der Minister den bei der Verhandlung geäußerten rother Kropser (^aubm) mit weißer Brust. ; Wünschen entgegenkam. Mit ganz besonderer Freude wird in
Gesunden: Em baumwollener weißer Herrenhandschuh.Kreisen der Landwirthschaft die Erklärung begrüßt werden, Erne Elgarrenwickelform. Ein Auflagebuch der Hanauer - - - ■ - ........ -
Kranken- und Begräbnißkasse für Jean Noll. Hanau am 1. Februar 1898.
St^HMvors ^anau,
Ma-lMMüchnngen des Oüerbürgermeisteramtes.
Anleihru der Stadt Hanau.
Ziehung vom 30. (September 1897.
"Auszahlung am 31. März 1898.
I. Anleihe vom 30« September 1880 (Privilegium
vom 30. Juni 1880) t. Reihe zu 4% (XVII.
Lit.
M
Ziehung):
A. No. 103, 132, 148 ä 1000 Mk.
B.
„ 23, 77, 92, 98, 126, 221, 269, 290 ä 500 Mk.
daß die Staatsregierung gewillt sei, bei der Entscheidung über die Gestaliung unserer künftigen Handelsoertrags-Politik die Frage sorgsam und ernst zu erwägen, wie die Interessen der Landwirthschaft besser gewahrt werden können, als es bisher der Fall gewesen ist.
Die der Landwirthschaft freundlich gesinnten Abgeordneten haben es denn auch nicht an Anerkennung schlm lassen. Der Führer der konservativen Fraktion, Graf Limburg-Stirum, gab rückhaltslos der Ueberzeugung seiner Parteigenossen Ausdruck, daß seitens der Ressorts für Landwirchschaft und Finanzen im allgemeinen für die Landwirthschaft alles gethan werde, was sie thun können. Der freikonservative Abgeordnete Gamp drückte ebenfalls der Staatsregierung sein volles Vertrauen aus. In demselben Sinne sprachen die Redner des Centrums und der Nationalliberalen.
M
6. „
Eine abweichende Haltung nahmen nur die Freisinnigen 79, 123, 176, 254, 256, 297, 302, 333, ein. - Ihr Redner, der Abg. Gothein, hatte an den Maß- i nahmen zur Hebung der Landwirthschaft allerlei auszusetzen. ! Seine Rede darf als ein Beweis der Thatsache angesehen
470, 473, 581, 769 ä 200 Mk.
Rückständig: Lit. C. Nr. 760 L 200 Mk.
II, Anleihe vom 1« April 1888 (Privilegium vom werden, wie wenig diese Partei in landwirthschaftlichen Fragen
Politische und unpolitische Nachrichten.
(Depeschen-Bu'reau „Herold".)^
Berlin, 31. Januar. Wie die „Nordd. Allgem. Ztg." hört, ist dem Bundesrath ein Gesetzentwurf zugegangen, wodurch die in Aussicht gestellten Aenderungen der Bestimmungen über das Postwesen im Gebiet des deutschen Reiches eingeführt werden sollen.
Berlin, 31. Januar. Der „Nordd. Allgem. Ztg." zufolge hat sich der Reichskanzler eine leichte Erkältung zugezogen, infolge deren er genöthigt ist, das Zimmer zu hüten.
Berlin, 31. Januar. Während das „Berl. Tagebl." die Gerüchte von einem Duell zwischen dem Grafen Wilhelm Bismarck und dem Oberprästdialrath Dr. Maubach dementirt, behauptet der „Lokal-Anz.", daß ein Pistolenducll zwischen beiden Herren stattgefunden habe, bei welchem Dr. Maubach verwundet worden sei.
Köln, 31. Januar. Die „Köln. Ztg." bespricht die Frage der Auflösung des Reichstages, wenn das Flottenge- setz fallen würde und sagt, die Regierung befände sich in einer so starken Position der Opposition gegenüber, daß diese sich wohl hüten werde, es zum Aeußersten zu treiben, werde aber das Gesetz muthwilligerweise zu Fall gebracht, so werde
die Regierung durch die Auslösung einen schlechteren Reichs -
30. Juni 1880) II. Reihe zu Wlo (VIII. als sachverständig gelten kann Stünnische Heiterkeit erwedtte tag als
^“^ . . dre Aeußerung des genannten Abgeordneten, die amenkaiufche bleiben und nickt naäaeben. und darauf verdorren, daü
Ziehung):
Lit. A. Nr. 5, 77, 134 ä 1000 Mk.
w B- #/
^ 6. „
j ‘**n VVt» ^VM^lQttl AHUji V* yUHvll» •%,’ IV V WV^ l frV VJ 14 • W | | V
fest bleiben und nicht nachgeben, und darauf verharren, daß
Fleischeinfuhr sei nicht gefährlich, denn es sei wissenschaftlich
. nachgewiesen, „daß die amerikanische Trichine nicht schädlich
79, 116, 285, 310, 349, 376, 400, 779 ist!" Auf die Erwiderung des Abgeordneien Gamp: „Wenn ; bie amerikanische Trichine nicht schädlich ist, nun so essen Sie । doch einmal trichinöses amerikanisches Fleisch, Herr Gothein,
97, 128, 260, 296 ä 500 Mk.
ä 200 Mk.
Rückständig: Lit. C. Nr. 54 ä 200 Mk.
III. Anleihe vom 1. Oktober 1889, II. Serie
SW (VIII. Zietmng):
Lit. A. Nr. 120 ä 2000 Mk.
zu
w
B.
C.
D.
w
157, 176, 182, 288 a 1000 Mk.
„ 291, 313, 329, 343 ä 500 Mk.
w
256, 265, 308, 395, 407, 417, 427,485 ä 200 Mk.
und sehen Sie zu, wie es Ihnen bekommt!" blieb dieser die Antwort schuldig. Ueberhaupt wußte der Abgeordnete Gamp den freisinnigen Redner trefflich zu widerlegen. Er unterzog i bei der Gelegenheit auch die Agitation des freisinnigen Bauernvereins „Nordost" einer Kritik, die jedem Landwirth eine ; Warnung sein dürfte, sich in das Fahrwasser der Freisinnigen
Rückständig: Lit. D. Nr. 372, 426 a 200 Mk.
IV. Dieselbe Anleihe, I. Serie (VI. Ziehung):
Lit.
M
A. Nr. 94 ä 2000 Mk,
B.
C.
D.
1/
Hanau den
4
76, 98 ä 1000 Mk.
113, 150 L 500 Mk.
40, 133, 155, 175, 211 ä 200 Mk.
4. Oktober 1897.
Der Stadtrath Heraeus.
Der erste Reichskanzler, Fürst Bismarck, hat im Jahre 1879 richtig erkannt, daß Preußen und Deutschland nur durch eine großartige und weitschauende Politik des Schutzes der nationalen Arbeit befähigt werden, ihre im Schoße der Zeitgeschichte schlummernden Aufgaben aus eigenem Kraftgefühl zu erfüllen. Die thatkräftige Agrarpolitik der leitenden Kreise will unsere wichtigste Erwerbsgruppe stützen und heben.
Eine solche wahrhaft auf die Unterstützung
Es sollen für die Stadtverwaltung
58 Wiener Stühle
2 Wiener Sessel
beschafft und in öffentlichem Verding vergeben Werdern
Die Bedingungen liegen im Sladtbauamt I, Zimmer
Stärkung haben.
und nicht
nationale Politik darf mit Sicherheit aller derjenigen rechnen, welche die die Schwächung der Nation im Auge
g esf ch au
Von
der Marine. Laut telegraphischer Meldungen
Nr. 23, für Interessenten auf und werden verschlossene An- an das Oberkommando der Marine ist S. M. S. „Geier", geböte bis zum 8. Februar d I., vormittags 11 Uhr, Kommandant Korvetun-Kopi än Jacobsen, am 29. Januar in
bei obiger Amtsstelle entgegengenommen. <
Die Eröffnung der Angebote findet um obige Zeit im; wieder^ in See zu gehen; Beisein etwa erschienener Betheiligten statt.
Sanriaeo de Cuba angekommen und beabsichtigt, am 1. Februar
der Dampfer „Crefeld" mit der
Hanau am 25. Januar 1898.
Dr. Gebeschus.
Matrosin-Artillerie Kampagnie, Führer: Kapitän-Lieutenant Grapow (Franz), ist am 29. Januar in Hongkong angekommen und beabstchtigt, am 1. Februar nach Kiaoischau in 1392 See zu gehen.
sie eine sichere Gewähr dafür erhalte, in der angegebenen Frist einen Flotten-Mindeftbestand zu schaffen, den sie haben müßte.
Karlsruhe, 31. Januar. Die zweite Kammer des Landtages überwies mit 29 gegen 28 Stimmen die Petition der Friedensgesellschaft auf Reform des Geschichtsunterrichts in den Volks- und Mittelschulen der Regierung zur Kennt- nißnabme.
Wien, 31. Januar. Es verlautet, die Regierung sei entschlosstn, das Leitmeritzer Ultimatum unbeachtet zu lassen, da ohnrhin angekündigt ist, daß das Verbot des Farben- tragens mit dem Ende der Landtags session, also binnen wenigen Tagen aufhöre. Eine Schließung der Universitäten erfolgt, falls der Streik große Dimensionen annehmen sollte. Die Regierung dürfte heute in dieser Sache weiter berathen.
Rom, 31. Januar. Der gestrige Tag, an dem angeblich die schwersten Unruhen ausbrechen sollten, verlief völlig ruhig. Die Stadt befindet sich förmlich im Belagerungszu- stand und wird es auch heute bleiben, wo man anläßlich der sozialistischen Korn-Interpellation in der Kammer Straßen- demonstrationen befürchtet.
Wien 31. Januar. Ein orkanartiger Sturm richtete nachts in Wien und Umgegend großen Schaden an. Viele Telegraphen- und Telephonleitungen wurden zerstört. Mehrere Unglück fälle sind vorgekommen.
Paris, 31. Januar. SiScle bringt neue Enthüllungen in dem Drepiusprozeß und sagt, das Bordereau, auf Grund dessen der Kapitän Dreyfus verurtheilt worden sei, sei nicht beschlagnahmt, sondern ' aus der Pförtnerwohnung eines fremden Gesandten gestohlen worden. Der fremde Botschafter, an den die Dokumente gerichtet waren, erhielt nur einige unbedeutende Aktenstücke, denen das Bordereau beige-
legen hatte.
Paris, 31. Januar. Der neue russische Botschafter trifft am 15. Februar hier ein.