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Hanauer Anzeiger

3L Dezember.

* Schulverein. Die hiesige Frauengruppe des Ver­eins zur Erhaltung des Deutschthums im Auslande veran­staltet am Dienstag Abend (11. Januar) im Saale der Cen­tralhalle eine Recitation und zwar wird Herr Dr. Presber aus Frankfurt a. M. eine Szene aus seinem LastspielDer Vicomte", das im Münchener Hoftheater mit großem Beifall aufgeführt wurde, sowie ferner ungedruckte Gedichte zum Vor­trag bringen. Wir verfehlen nicht, auf diese Veranstaltung auch an dieser Stelle besonders hinzuweifen und bitten, den weiteren Verlauf im Jnseratentheil nachlesen zu wollen.

* Alpenverein Wie im vergangenen Winter veran­staltet unsere hiesige Sektion auch dieses Jahr wieder ein Kostümfest, welches am 22. Januar statifindet. Die Vorbe reitungen dazu werden bereits mit Eifer betrieben, sodaß wohl anzunehmen ist, daß das Fest dem vorjährigen in keiner Weise nachstehen wird.

* Abendunterhaltung Morgen Abend veranstaltet der GesangvereinFröhlichkeit" in den Sälen der Central­halle eine Abendunterhaltung mit darauffolgendem Ball. Da, wie wir aus dem uns vorliegenden Programm ersehen, der Verein sowohl in Gesang als auch auf humoristischem Gebiet das Beste ausgeboten hat, um die Besucher dieser Festlichkeit einige Stunden angenehm und heiter zu unterhalten, so kann der Besuch derselbe nur empfohlen werden.

* Neujahr der Briefträger. Die Postboten und Briefträger haben in tiefen Tagen wieder ihre schwerste Zeit im Jahre. Von Haus zu Haus, treppauf, treppab, jahraus, jahrein, müssen die unentbehrlichen Vermittler eines sich im­mer mehr steigernden Verkehrs wandern, die treuen, uner­müdlichen Beförderer der Tausende und Abertausende von Packeten und Briefen. Aber gerade zu Weihnachten denkt Jedermann an seine Lieben und wie er sie überraschen soll, und zu Neujahr denkt Jedermann auch an seine Bekannten und Freunde und wünscht ihnen Glück; all' diese Ueber- raschungen, all' diese Glückwünsche werben unseren Postboten und Briefträgern avvertraut und mit Pflichtbewußtsein von ihnen bestellt. Da ist es angezeigt, sich auch ihrer zu er­innern.

* Die Wettervoraussage der Zukunft. Ange­regt durch die mit dem Aufstieg von Flugdrachen erzielten Beobachtungen wird das Wetteramt der Vereinigten Staaten mit Beginn des nächsten Jahres zwischen dem Felsengebirge und der atlantischen Küste 20 Stationen einrichten, an welchem täglich der Zustand der oberen Luftschichten in einer Höhe von 2 km und darüber durch eine mit Flugdrachen empor­gehobene Aufzeichnungsvorrichtung erforscht werden soll. Man wird die Ergebnisse dieser Untersuchung dann zu einer Wetter­karte der oberen Luftschichten zusammenstellen, ebenso wie jetzt Wetterkarten für die Erdoberfläche hergestellt werden. Die Witterung wird alsdann nicht nur der Fläche nacb, sondern auch in senkrechter Richtung beurtheilt weroen können, und ein dauernder Vergleich des Zustandes der Atmosphäre un­mittelbar über dem Erdboden und in höheren Luftschichten wird ohne Zweifel weitere wichtige Gesetze für die Aenderung der Witterung und damit für oie Wettervoraussage abgeben. Von besonderem Interesse wird es sein, auf diese Weise die Verschiedenheit der Temperatur in verschiedenen Gegenden eines Wirbelsturms zu beobachten und danach die wahrschein­liche Richtung des Vorschreitens zu bestimmen; dasselbe gilt von den in den Vereinigten Staaten besonders gefürchteten Kältewellen. So wird das ursprüngliche Kinderfpielzeug viel­leicht eines der wichtigsten Hilfsmittel werden, um die Witter­ung der kommenden Tage zu bestimmen.

Für heute. Kunstverein: In der Aula Kgl. Zeichen- akademie ; Ausstellung von Oelgemâlden (das BildAsrael" sowie die Lithographien und Zeichnungen sind in der Aus­stellung inbegriffen); geöffnet von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags; Eintritt für Nichtmitglieder 20 Pfg. Männerabtheilung der Turngemeinde: Abends von 78 Uhr Turnen. Evavg. Männer- und Jünglingsverein: Abends 8 Uhr: Unterhaltungsabend für Jünglinge, Flick- und Nâh abend für die Jungfrauen (Eo. Vereinshaus). Turn- u. Fechtklub: Abends von 8Va10 Uhr Fechten. Abends 9 Uhr: Freie Vereinigung Hanauer Radfahrer: Zusammen­kunft imRömischen Kaiser"; Radfahrerverein Hanauer Radsport 1895; Vereinsabend im Gasthauszum deutschen Haus"; Verein für Homöopathie und Naturheilkunde in dergroßen Krone"; Vorlesung. AthletenklubGermania": 910 Uhr: Riegenstemmen, 1011 Uhr: Ringen der 1., 2. und 3. Klasse (Gasthauszum Schwarzen Bären").

Barometerstand

mittags 12 Uhr am 30./12. 31./12.

Sehr trocken Beständig

Schön Veränderlich

Regen (Wind)

Viel Regen

Sturm

* Hanau, 31. Dezember. (Lebensmittelpreise.) Hülsenfrüchte: Bohnen 3035 Pfg., Erbsen 3035 Pfg., Linsen 4045 Pfg. daS Doppelliter ; Geflügel: Tauben, das Pärchen 11,10 Mk.; ein alter Hahn 1,30

bis 1,60 Mk.; ein junger Hahn 1,201,70 Mk.; ein Huhn 11,40 Mk.; eine Gans 3,50-5 Mk.; Gans, gerupft, das Vt kg 6070 Pfg.; Fische: gewöhnliche Sorte 2530 Pfg., bessere Sorten 40 Pfg., Hecht 1 bis 1,10 Mk., Bresem 6070 Pfg., Barben 60-70 Pfg., Barsch 5070 Pfg. Va kg; Gemüse: Merrettig, die Stange 1025 Pfg.; Blumenkohl das Stück 3050 Pfg.; Kopfsalat, das Stück 1215 Pfg.; Endivien, das Stück 8 10 Pfg.; Ober-Kohlrabi, das Stück 1015 Pfg.; Unter- Kohlrabi, das Stück56 Pfg.; Wirsing, das Stück 1520 Pfg.; Weißkraut, das Stück 2030 Pfg.; Rothkraut, das Stück 1525 Pfg.; Sellerie, das Stück 1020 Pfg.; gelbe Rüben das Bund 810 Pfg.; Braunkohl, die Portion 3035 Pfg.; Rosenkohl, die Portion 4050 Pfg.; Schwarz wurzeln, die Portion 2530 Pfg.; Spinat, die Portion 3040 Pfg.; Schmalzkraut, die Portion 1520 Pfg.; Kar­toffel 1215 Pfg. das Doppelliter ; Obst: Trauben 1 Mk. das Vs kg; Aepfel, das Pfund 2030 Pfg.; Birnen, das Pfund 2530 Pfg.; Nüsse, das Hundert 3040 Pfg.; Zitronen, das Stück 810 Pfg.; Apfelsinen, das Stück 610 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pfund 1,101,25 Mk.; Käse, das Stück 45 Pfg.; Eier, das Stück 910 Pfg.; Zwiebel, das Doppelliter 2224 Pfg.; Welschkorn, das Doppelliter 2426 Pfg.; Radieschen, das Bündel 5 Pfg.; Kastanien, das Vs kg 1820 Pfg.; Weizenmehl, 1. Sorte 24 Pfg., 2. Sorte 22 Pfg., 3. Sorte 20 Pfg., 4. Sorte 18 Pfg. ~ Va kg.; Stroh 2,302,60 Mk. und Heu 3,503,90 Mk. 50 kg.; Buchenholz, der Meter 9,50 Mk., Tannenholz, der Meter 7,50 Mk.

Aus der Provinz und den Nachbargedieteu.

Gelnhausen, 30. Dezbr. Ungefähr 10 Minuten von dem Punkte, wo die Gemarkungen L.chenroth, Ober-Moos und Salz Zusammenstößen, am Fußpfad von Lichtenroth nach Salz, liegt eine Stelle im Felve, die im Volksmunie den NamenKirchenschell" führt. Dieselbe wurde seither durch einen Erd- und Steinhaufen gekennzeichnet, der mit einem riesigen Busche bewachsen war. Von diesernicht sauberen" Stelle gehen verschiedene Sagen im Munde des Volkes um, und manchem sind schon die Haare zu Berg gestiegen, wenn ihn sein Weg hier nächtlicherweise vorbeiführte. Der Be­sitzer des Grundstücks, Pf. in Lichenroth, suchte nun den gen. Hügel einzuebenen. Beim ersten Spatenstich kam er schon auf Mauerwerk und Sandsteinplatten. Leider wurde von den Arbeitern nicht erst der Grundriß des einst hier gestandenen Gebäudes bloßgelegt und der Schutt beiseite geschafft, sondern die Steine wurden, wie sie eben zum Vorschein kamen, ab­gebrochen, um als Bausteine u rd dgl. Verwendung zu finden. Soviel sich jetzt noch erkennen läßt, batten die Umfassung^ mauern des Gebändes eine Dicke von 34 Faß u -d eine Länge von ungefähr 5 und 10 Meter. Es läßt sich ver­muthen daß das um das einstige Gebäude liegende Grund­stück ungefähr in Kreisform von einer Mau'r um­friedigt war. Dies alles, sowie der oben genannte Name Kirchenschell" berechtigt wohl zu der Annahme, daß die auf- gefundenen Mauerreste das Fundament einer Kapelle sind, welche ringsum von einem Friedhof ungeben war. Unze sâhr 100 Meter von diesem Orte, auf der linken Seite des hier vorbeifließmden Sälzerbachs, liegen Wiesen, die manim Herchenrod" benennt. Etwas weiter thalabwärts kommen wir dann andie Hercheneich" (Herchenbach). So mochte wohl der vor Jahrhunderten aasgezangene OrtHerchenrode" in der Nähe diesesKirchenschells" gelegen haben, und das Kirchenschell" selbst die Stelle bezeichnen, wo die Kapelle bieses Dorfes stand.

Bebra, 29. Dezbr. Heute Abend gegen 9 Uhr brach bei dem Metzger G. ein großes Feuer aus, dem u. A. auch eine große mit Erntevorräthen gefüllte Scheune zum Opfer fiel. Da sich die Brände in letzter Zeiter in hiesigem Orte sehr häufen, so wird Brandstiftung vermuthet, wofür auch noch andere Zeichen sprechen. In Cassel eingetroffene Reisende, welche in Bebra längeren Aufenthalt hatten, theilen Einzelheiten über den Verlauf des am Mittwoch Abend dort ausgebrochenen Feuers mit, welche einen Begriff von der ernsten Gefahr geben, in welcher sich auch Menschenleben be­fanden. Das meistens von Beamtenfamilien bewohnte Haus konnte nur mit größtmöglichster Beschleunigung von diesen verlassen werden, wobei noch wirklich als ein besonderes Glück anzusehen ist, daß es gelang, einen kranken Lokomotivführer zeitig in Sicherheit zu bringen. Dem Bürgermeister des Ortes soll einige Tage vor dem Brande ein anonymer Brief zugegangen sein, worin der Brand angekündigt wurde.

A Seligenstadt, 30. Dezbr. Der kürzlich hier fest­genommene Fahrraddieb scheint ein geriebenes Bürschchen za sein. Er nennt sich nämlich Joseph Heilmann und gibt als Geburtsort Diebach in Bayern an, während seine bei der Behörde deponirten Militärpapiere auf einen gewissen Klein lauten. Das entwendete Veloziped gehört dem Verwalter des HofgutesTrages" bei Alzenau. Der Dieb wurde heute durch die Gendarmerie gefesselt nach Aschaffenburg eskortirt.

Aschaffenburg, 29. Dezbr. Die Kosten der hier kürzlich vorgenommenen Hausverschiebung stellten sich auf 7000 Mark, erheblich weniger, als das Niederreißen und Wiederaufbauen erfordert hätten.

Für die durch Unwetter Geschädigten

Deutschlands I 4 W

ist als weitere Gabe aus der Gemeinde Kilian st âdte» durch Herrn Pfarrer Hestermann der Betrag einer Samm­

lung von 38.50 Mk. bei beizesteuert:

Wittwe Gärtner 1,50 Mk.

Frl. Sus. Gärtner 2, Wirth Zeh . . 3, Wittwe Koeppel. 3, Friedr. Zeh . . 3, Heilmann, Rechuf. 3, Johannes Rohn,50 Pf. I. Ph. Schmisst 1, Mk. N. N. ... 1,- Schneider Sauer,50 Pf. Bäcker Weisenstein 1, Mk. Heinrich Karl . 1, Hrinr. Heilmann 1,50

uns eingegaugen.

ES haben hierzu

Konrad Schneider 3, Mk. W. Weisen stein . 1, Weisenstein,Schuhm. 1, Wollenberg, Lehrer 3, Karl Zeh, Krämer 2, Ehefrau Kropp . 1, Äensdarm Brocksch 2, Förster Ullrich,50 Pf. W. Baumann ,50 Philipp Kahn . 1, Mk.

L. Schmidt . .,50 Pf.

N. N. . . . 1, Mk.

Summa 38,50 Mk.

Braut- und Gesindemärkte.

Eigenartige Mârkce haben sich aus alter Zeit in der Eifel, in Lothringen, im Großherzozthum Luxemburg und besonders in der belgischen Provinz Luxemburg erhalten; es sind die sogenannten Märkte der Verliebten in Arlon, der Hauptstadt der Provinz. Sie finden um die jetzige Zeit statt.

Aus Bastnach, Neufchateau und den anderen Ortschaften der Provinz begeben sich die Landleute, zum Theil auf den merkwürdigsten Wagen, nach Arlon, um diesem Markte bei­zuwohnen. Festlich gekleidete Burschen treffen mit den schmucken Bäuerinnen zusammen. In bestimmten Wirthschaften findet man sich ein, trinkt und scherzt miteinander. Die Eltern der jungen Leute besprechen sich, und die Burschen kaufen denjenigen jungen Mädchen, die ihnen gefallen haben oder deren Hand sie begehren, einenNiklos", ein Nikolausgeschenk. Diesem ersten Markt der Verliebten folgt am ersten Donnerstag des Monats Januar der zweite Markt. Hat man sih in der Zwischenzeit unter den Familien geeinigt, so findet auf diesem Markte die Verlobung statt. Die Vermittelung unter den Familien übernehmen die sich eines allseitigen Vertrauens er­freuenden sogenanntenHelegsmänner" (Hüligmänner", Heirathsvermittler), die alle Verhältnisse genau kenien, die Bedingungen feststellm und die Verlobung zum Abschluß bringen. Zu diesem Zwecke verleben sie die Zeit zwischen den beiden Märkten in den betheiligten Familien, essen und trinken aufs Beste und führen überhaupt ein flottes Leben. Kommt die Hsirath zu Stande, so erhalten sie bestimmte Prozente von der Mitgift und nach alter Landessitte ein Paar Stiefel und einen Cylinderhut. Letzteren tragen sie die ganze Woche hin­durch und sind daher auf dem Lande leicht zu erkennen. Die Stiefel bekommen sie, weil sie meistens weite Gänge übers Land zu machen haben. Schm auf dem ersten Markte kann man an der Menge der mit Geschenken beladenen Bauern­mädchen sehen, ob viele Verlobungen in Aussicht stehen. Ob­wohl bereits manch: Mittel versucht wurden, diese Sitte ab- zuschrffen, halten di; Bauern doch an diesem Markte fest, auf dem seit Menschengedenken die Verlobungen stattfinden.

Der Gesindemarkt findet in Laxemâarg jetzt am Feste der Unschuldigen Kinolein statt. Er ist jedes Jahr stark besucht. DerKmnercheâ M rrkt" (Kinrlein-Markt) wird auf dem Wilhelmsplatz veranstaltet, in der Umgebung des Reiterstand­bildes Wilhelms II. von Holland. Auch, wenn er auf einen Sonntag fällt, wird er abgeh alten. Die Landwirthe des Großherzozthums, Lothringens und des belgischen Luxemburg komme« auf diesen Markt, um ihre änlichen und weib­lichen Dienstboten und Arbeiter zu miethen. Der ganze Platz ist von den von ihren Eltern begleiteten Stellensuchen- den und von den Herrschaften, die Dienstboten wün'chm, an­gefüllt. Wer sich einige Zeit in den bunten Menschenmassen umherbewegt, merkt aber bald, daß es nur wenige städtische Herrschaften sind, die dort ihre Dienstboten auswählen, son­dern meistens Bauern und Eigenthümer vom platten Lande. Die Eltern oder der Dienstbote selbst, mit seinemlivret" (Gesindebuch) in der Hand und im Sonntagsstaat gekleidet, geben den verlangten Jahreslohn an, der Dienstherr feilscht, während er den Dienstboten vom Kopf bis zu den Füßen mustert.Wie alt bist Du? Wie lange hast Du schon ge­dient? Kannst Du pflügen, mähen, sähen, dreschen? Kannst Du melken, waschen, kochen?" so schwirren die Fragen durch­einander. Außer luxemburgischen Dienstboten findet man dort auch deutsche, französische und belgische.

Man könnte vielleicht glauben, es sei demüthigend für die Burschen und Mädchen, sich auf einem Markte aufzu- stellen und sich gleichsam feilzubieten. Dem ist aber keines­wegs so; der alte Brauch hat sich derart eingebürgert, daß man ihn ganz natürlich findet. Während die Burschen meistens ziemlich wortkarg sind, geht es bei den Weibern lebhafter zu, und es dauert zuweilen lange, bis die holde Maid einwilligt. Auch manche Zwischenhändler wandern umher und schließen hier und dort ein Geschäft ab, das ihnen natürlich von beiden Seiten Trinkgelder einbringt. Willigt der Dienstbote ein, so schlägt er in die ihm dargebote Rechte des Dienstherrn, und dann wandert man gemeinschaftlich in eine nahe gelegene Wirthschaft, um dort bei einem Glase Bier oder Wein sich näher kennen zu lernen. Manche Bauern sind auch so klug und vereinbaren dort erst den Lohn, weil die Dienst­boten gefügiger sind, wenn sie etwas getrunken haben. Da steht man an einem Tische einen jungen Landwirth, der mit seiner neuen Magd, derMarre" (Marie), eins trinkt. Sie mahnt zum Heimweg, weil der Weg weit sei, aber er läßt sich im Reden nicht stören und erzählt von seinem Gut, von den großen Scheunen und den geräumigen Ställen, in denen sie von nun an de« Besen, bezw. die Gabel schwingen soll. Dort ist ein Großbauer und feilscht noch mit seinem neuen Knecht, an einem anderen Tische ist man bereits einig, und es geht hoch her. So verstreicht die Zeit, und allmählich