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12. Juni

Hanauer Anzeiger

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sHe Geschichte und Landeskunde findet am 21., 22. und 23. Juni 1697 zu Gudensberg statt. Tagesordnung: Am 21. Juni, naetmittogs 6Vé Ubr: Sitzung des Gesammtvor- stand^s. Abends: Geselliges Beisammensein in Stöimer's Garten. Am 22. Juni, vm mittags 8 Uhr: Besichtigung der Stadt. Um 10 Uhr: Vortrag des Herrn Bibliothekars Dr. Brunner:Ueber die Geschichte der Stadt Gudensberg und dis Landgerichts Maden." Tanoch Frübschoppen aus der W'Nigenbmg. Nackmittags 3 Uhr: Festessen im Roth­haussaale. Später Waldfist im Lamsberg. Am 23. Juni: Ausflug ju Wagen ncch dem Niedensteiner Kopf und der Ermetleiser Hute. Vortrag des Herrn Baron Heß von Wickdarf:Ueber die Geschickte von Niedenstein".

* Aerzte-Verein des Regierungsbezirks Castel.

Die 15. Generalversammlung des Aerztevereins für den Re­gierungsbezirk Cassel tagt morgen Vormittag llVs Uhr im Landkrankenhause dahier. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten finden Vortrüge und Demonstrationen der Herren Prof. Dr. v. Büngner-Hanau, Dr. Avellis-Frankfurt a. M. und Geh. Rath Prof. Küster-Marburg siatt. Daran schließt sich eine Besichtigung des neuen kommunalständischen Landkrankenhauses. Um 2 Uhr nachmittags ist gemeinschaft­liches Essen im Hotel Adler.

* Sänger-Jubelfeier. Der GesangvereinLieder­kranz" -Beckenheim - Frankfurt feiert Sonntag in acht Tagen (20. d. Mts.) sein 60jäbrices Jubelfest. Mit diesem ver­bindet der festgekende Verein ein deutsch-nationales Preissingen, an welchem Wettstreite sich 55 Vereine betheiligev, so 6 Ver­eine aus Mannheim, Vereine aus Köln, Darmstadt, Heidel berg, Frankfurt a. M., Homburg, Mainz, Eltville, Ansbach, Gießen re. Aus hiesiger Stadt nimmt der Gesangverein Sumsen" an diesem Wettstreite theil.

* Ein bemerkenswerther Fund ist, derOffenS. Ztg." zufolge, Donnerstag Nachmittag im Main gemacht worden. Der Kettenschlepper war bereits Mittwoch oberhalb der Offenbacher Mainbrücke auf ein Fahrhinderniß gestoßen, das sich als recht erheblich erwies, jedoch alsbald überwun­den werden konnte. Donnerstag mochte sich bei einer Berg­fahrt dasselbe Hinderniß wieder geltend und diesmal wurde dasselbe von dem Dampfer bis in die Nähe des alten Hand- krahns an der Karlsstraße geschleppt. Hier wurde nun der Versuch gemacht, das Hinderniß aus dem Fluß zu heben. Noch vieler Mühe wurde dann mit Hilfe des alten Krahns ein gewaltiger Baumstamm emporgewunden, der die respek­table Länge von 12 Metern und am Wurzelknoten einen Durchmesser von etwa l*/s Meter avfwcist. Ter Stamm, eine etwa 300jährige Eiche, ist braunschwarz, wie die Farbe des Manganschaumes oder der Braunkohle und die Außen­seite ist so weich, daß Stücke mühelos mit der Hand abge­bröckelt werden können. Ter Stamm dürfte etwa 3- bis 4(0 Jahre im Mainbelt gelegen hoben. Die Zersetzung ist anscheinend nur etwa 30 Gentimeier nach dem inneren Kern zu vorgeschritten, der Kern selbst ist fest und anscheinend ge­sund. Der Baum zeigt an den Seitenwurzeln kleine Hieb­flächen, während die fast 40 Centimeter starke Pfahlwurzel gebrochen ist; es scheint demnach, daß der Baum während des Fällens, vielleicht aber auch auf dem Transport, in den Main gerathen und versunken ist. Für die letztere Annahme spricht die Thatsache, daß der Baum auch an seinem oberen Ende behauen und also wohl für den Transport zurecht ge­macht worden ist.

* Ofakka-Sakka. Aus der Messe trifft auch die oll- beliebte Konditorei Ofakka-Sokka (Ed. Jukes aus Dresden, gelbe Mauer) wieder ein und dürfte trotz der vorangegange- nen Festwoche auch dieses Mal wieder den gewohnten Zu­spruch finden.

* Sehenswürdigkeiten.Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädter Schloß, eine Stiege ho ch);

Nur was das Fest uns all' gekostet

Das gibt's uns leider nicht zurück.

Vielleicht empfindet mancher noch diese Ungerechtigkeit mit mir, derauf dem letzten Loche ein trauriges Schwanenlied pfeift", wie unser Festtichter treffend sagt. Chico.

Aus Kunst und Leben.

Todesfall. Wie aus Mainz gemeldet wird, ist dort Karl Voltz, einst ein Intimus von Richard Wagner und sein Vertreter den Bühnen gegenüber, gestorben.

Richard Wagn er-Muse tim. Demnächst wird in Eisenach in einem Theile derReuter Villa", wo sich das Fritz Reuter-Museum" befindet, von Freunden und Ver­ehrern Richard Wagners das dessen Andenken gestiftete Richard Wagner-Museum" eröffnet werden.

Ein Rich Wagner Theater? In Brüssel planen mehrere reiche 'belgische Kunstfreunde die Errichtung eines französischenRickard Wagner-Theaters" nach dem Muster der Boyreuther Festbükne.

Neue Oper Tie komische OperDas Unmöglichste von Allem" von Anton Urspruch, deren erste Aufführung auf der Karlsruher Hofbühne demnächst fiaiifinbtn wird, ist von dem Hoftheater in Weimar zur Aufführung angenommen worden.

Ein höchst zeitgewätzes Buch gedenkt der Schrift­steller Howe Bancroft lerarszugeben; es ist nur für Jene bestimmn, die nenigsters über einen Vermöginsbestand von einer Million verfügen. Das Buch wird den Titel führen Thee Book of Wealth" und eineKrösus-Galerie" bringen, d. h. die Geschichte und die Bildnisse der Millionäre in der alten und in der neuen Welt.

Geöffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis Vsl Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet.

* Städt. Bibliothek. Zur kostenlosen Verleihung und Benutzung der Bücher geöffnet Sonntags, Mittwochs und Samstags von 11 bis 1 Uhr (Bangertstraße 2, eine Treppe hoch, im sogen,alten Stadthaus").

Für heute. Turngemeinde: Abends von 7Vs9 Uhr: Kürturnen und Vorturnerstunde. Evang. Männer- und Jünglingsverein: Abends 8Vs Uhr: Unterricht im Schreiben und Rechnen (Allst. Rathhaus). Christlicher Arbeiterverein: Ebenfalls abends 8^8 Uhr: Gemüthliche Zu- sammenkunit im VereinslokalBrauerei Weismantel". Abends 9 Uhr: KasinoEintracht" (VereinslokalGoldene Gerste"): Vereinsabend; VereinEinigkeit": Vereins abendzur großen Krone"; Dramatisch - litterarischer VereinMelpomene" (Brauerei Kaiser): Lesung. Fuß­ballklubViktoria": Abends von 910 Uhr: Vereinsabend imDeutschen Haus". AthletenklubGermania": Eben­falls abends von 910 Uhr: Vereinsabend (Koch's Bier­keller).

Versteigerungs- & Verpachtung re. Kalender für Montag den 14. Juni.

V ormittags 9 Uhr soll im Rathhause zu Langenselbold der diesjährige Grasauswuchs auf den Gemeindewiesen (Heu und Grummet) meistbietend versteigert werden.

* Hanau, 12. Juni. (Lebensmittelpreise.) Hülsensrüchte: Bohnen 3035 Psg., Erbsen 3035 Pfg., Linsen 4045 Psg. daè Doppelliter ; Geflügel: Tauben, das Pärchen 90 Pfq. bis 1 Mk.; ein alter Hahn 1,501,70 Mk.; ein Huhn 1,601,80 Mk.; eine Ente 2,202,50 Mk.; eine Gans (junge) 2,803,50 Mk.; Fische: gewöhn­liche Sorte 2530 Pfg., bessere Sorten 3540 Psg., Aal 11,10 Mk., Hecht 1,101,20 Mk., Bresem 6070 Pfg., Barben 6070 Pfg., Barsch 50-70 Pfg. = Vs kg; Gemüse: Merrettig, die Stange 1520 Pfg.; Spar geln, 100 Stück 2,50-3 Mk.; Blumenkohl das Stück 30 bis 50 Pfg.; Kopfsalat, das Stück 46 Pfg.; Rettig, das Stück 68 Pfg.; Ober-Kohlrabi (neue), das Stück 1012 Psg.; Wirsing, das Stück 2025 Pfg.; Weißkraut, das Stück 3040 Pfg.; Sellerie, das Stück 56 Pfg.; Gurken, dos Stück 1040 Pfg.; Gurken, zum Einmachen das Hun­dert 12 Mk.; gelbe Rüben das Bund 10 Pfg.; neue Erb­sen, die Portion 30 Pfg.; neue Bohnen, die Portion 40 bis 60 Pfg.; Spinat, die Portion 20 Pfg.; Kartoffel, 810 Pfg. das Deppelliter; Obst: Kirschen, das Vs kg 2530 Pfg.; Erdbeeren, das 1 's Liter 1 Mk.; Pfirsiiche, das Stück 610 Pfg.; Zitronen, das Stück 810 Pfg.; Apfelsinen, das Stück 610 Pfg.; Paradiesäpfil, baâ < tuet 10 Pig.; Verschiedenes: Butter das Pfund 90 Pfg. bis 1,25 Mk.; Käse, das Stück 45 Psg.; Eier, das Stück 67 Pfg.; Gänseeier, das Stück 1115 Pfg.; Zwiebel, das Doppelliter 2022 Pfg.; Welschkorn das Doppelliter 2224 Psg.; Radieschen, das Bündel 35 Psg.; Kasta nien, das V» kg 1820 Pfg.; Weizenmehl, 1. Sorte 20 Pfg., 2. Sorte 18 Psg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Corte 14 Pfg. Vs kg.; Stroh 2,403,20 Mk. und Heu 3,50 bis 3,80 Mk. - 50 kg.; Buchenholz, der Meter 9,25 Mk.

MainwastetWärme gestern Mittag 15 Grad.

Aus der Provinz und den Nachdargebieten.

P. Castel, 11. Juni. Die Kolonialousstellung zu Cassel, die während der Pfingstfiiertage von Tausenden besucht wurde, hat die Erwartungen, die men von ihr hegte, weit übertroffen. Das Orongerieschloß, das von den Tagen des Königs Je­rome bis auf bin heutigen eine nunderbare Reihe von Festen und Ausstellungen gesehen bat, ist aber auch ganz prächtig gerate für eine solche Ausstellung geeignet. Ueberall zeigen sich bei der Fülle von Licht selbst die kleinsten Gegen­stände klar und deutlich. Will man sich einige Minuten von dem rielen Schauen, das etwas ongieift, erholen, so tritt man durch die geöffneten Flügelthüren auf die Ser rosse, die, dank dem so freundlichen Entgegenkommen der Regierung, ganz mit der Ausstellung verbunden ist und einen unver­gleichlich schönen Platz für die Konzerte obgibt. Die Waffen, Geräthschaften, u. s. w. der Gingt boienen sind nach den einzelnen Kolonien, Togo, Kamerun, Südwestafiika, Ostafrika, Neu-Guinea u. s. w. geordnet und stets mit Et quetten ver- sehev, auf denen die Bedeutung betreiben angegeben ist. Auch der östlicke Flügel enthält unter seinen Exportartikeln sehr viele Gegenstände, die so proktisch ane gedacht sind, laß man sie gern in das eigene Heim importirt. Ferner ist die Lite­ratur über Afrika recht reich ausgestellt, wie tausende von schönen Photographien, on Ort und Stelle ausgenommen, einen sehr belehrenden Blick in Land und Leute unserer Kolonien gewähren. Die Ausstellrng ist noch bis zum Mittwoch den 16. Juni einschließlich r er länger! worden, sodaß dadurch Allen, namentlich ober den Schulen, die wegen der Ferien die Ausstellung noch nicht in größeren Gruppen besuchen kennten, ein größerer Spielraum zum Besuche bleibt.

BHC. Rüdesheittt, 10. Juni. Heute Morgen spielte sich auf dem Wege von Aßmannsbausen hierher eine auf­regende Szene ab. @in Frauenzimmer, die ohne Geldmittel war, suchte sich solches dadurch zu erschwindeln, daß sie unter der Angabe, sie sei die Schwester eines Frankfurter Pfarrers, bei btm Kaplan in Aßmannshausen vorsprach und letzteren um 10 Mark ansprach. Die angestellten Recherchen ergaben jedoch die Unrichtigkeit dieser Angabe, woraus die Verhaftung der Schwindlerin erfolgte. Auf btm Wege nach dem Ge­fängniß in Rüdesheim sprang dieselbe in den Rhein, wurde jedoch von dem sie begleitenden Schutzmann, bir ihr sofort

nachsprang, ans Land gebracht und nunmehr ihrem Be­stimmungsort zugeführt.

H. Darmstadt, 11. Juni. Der Zug. welcher um 4.53 von Frankfurt a. M. Heer eintrifft, überfuhr den Ob­mann der Bahnarbeiter des hiesigen Mainncckar-Bahnhofes, Kaltwasser aus Bietteubach, derartig, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Nach der einen Version soll dem Verun­glückten beim Ausrangiren die nachfolgende Lokomotive über die Brust gefahren sein, nach einer andern Version soll Kalt­wasser auf dem letzten Wagen gestanden haben und mit dem Kops wider einen Block gerannt sein, wobei er herunter fiel und seinen Tod fand. Der Körper des Verunglückten war mitten entzweigeschnitten. Kaltwasser hinterläßt eine Wittwe und 6 unmündige Kinder.

^ Seligenstadt, 11. Juni. Ein junger Radfahrer aus dem Rorgau hatte gestern das Unglück, hier das 4jährige Töchterchen eines Geschäftmannes in der Hauptstraße zu über­fahren. Das Kind erlitt mehrfache, dem Anscheine nach auch innere Verletzungen. Der Radfahrer selbst stürzte auf das Straßenpflaster und erlitt dieAuskugelung" des rechten Armes. In einem Gasthause mußte derselbe ärztlichen Bei­stand anrufen. Dem Vernehmen nach wollte der Radler dem unbeaufsichtigten Kinde, das aus der Straße spielte, aus- weichen, als das Kind plötzlich nach derselben Richtung davon­zulaufen versuchte.

^ Seligenstadt, 11. Juni. Am 25. Juli er. feiern die Cäcilienvereine des Mairrgaues ihr Bezirksfest in unserer Stadt.

2 Dudenhofen im Rodgau, 11. Juni. Das dies­jährige Gustav-Adolf Fest für die evangelischen Gemeinden des diesseitigen Bezirks wird nächsten Sonntag Nachmittag hier gefeiert.

cf Münster bei Dieburg, 11. Juni. Ein hiesiger, nahezu 70jähriger Streckenarbeiter, welcher schon seit der Er­öffnung der Bahnstrecke Darmstadt-Aschaffenburg im Bahn­dienste steht, wurde heute Früh gegen 6 Ubr bei Dieburg von dem Darmstädter Personenzuge überfahren. Dem Unglück­lichen wurde ein Fuß abgequetscht; überdies erlitt er schwere Kopfverletzungen. Wegen des dichten Nebels konnte der alte Mann den heranbrausenden Zug nickt rechtzeitig wahrnehmen. Zwei Mitarbeiter stürzten vor Schrecken nieder, erlitten aber nur unbedeutende Hautabschürfungen.

+ Groß-Umstadt, 11. Juni. Im benachbarten Semd fiel in einem Wrrthssaale eine brennende Petroleumlampe herab und setzte die Kleider mehrerer Gäste in Brand. Einige beherzte Männer löschten mittelst Tücher die brennenden Klei­der, während alle übrigen in wilder Flucht die Haustreppe hinuntereilten, wodurch mehrere zu Fall kamen. Schwere Brandwunden erlitt ein junger Mann an beiden Beinen.

Von der Frankfurter Rosenausstellung. Frankfurt a. M., 10. Juni.

Ein Rundgang während der Haupt- tz l ü t h e z e i t.

Wer jetzt seine Schritte zur Frankfurter Rosenausstellung lenkt, der findet ein Bild von ungeahnter Schönheit und Pracht. Die Königin der Blumen, die dort in Tausenden auserlesener Sorten ausgepflanzt ist, steht im Zenith ihrer Blüthe. Das leuchtet und glüht, schimmert und glänzt und erfüllt die Luft mit balsamischem Wohlgeruch. Man hat großartige Eindrücke von einem Rundgang durch diese blühende und duftende Gartenwelt und abends, wenn blendend elek­trisches Licht über all die herrliche Blüthenfülle niederrieselt, glaubt man sich in ein Märchenland aus Tausend und Eine Nacht versitzt. Es ist in der That ein Stückchen Paradies, das durch rastlosen Fleiß an der Forsthausstrahe aus kahlem Boden emporgezoubert wurde, und heute steht dieses ent­zückende Eden in vollendeter Pracht. Namentlich sind augen­blicklich die WildrosenSortimente in voller Blüthe. Wir erwähnen vor allem die Kasanliker Oelrose, jene seltene Spezialiiät, die schon im Alterthum als Da­mas cener-Rose bekannt und gewürdigt war. Man gewinnt heute im Orient aus ihrer Blüthe das kostbare Rosenöl. Auch in Deutschland hat man Anbauversuche gemacht, so u. A. in Stein furt, doch wurde das Experiment wegen Un­rentabilität anfgegkben. Gegenwärtig macht Herr Schimmel- pfeng in der Gegend von Leipzig Anbauversuche mit der Kasanliker Oelrose, mit welchem Erfolg ist noch nicht festzu- stellkn. Die aus Persien stammende Rosa berber P f o 1 i a, von welcher die Ausstellung wohl das einzige in Deutschland vorkommende Exemplar beherbergt, wird ebenfalls in der Abtheilung für Wildrosen dieser Tage im Flor zu sehen sein. Die Blüthe ist gelb mit braunem Stern, die Belaubung blaugrün. Nichlkeuner würden niemals vermuthen, hier eine Rose vor sich zu haben. Neben dieser exotischen Seltenheit sei gleich eine einheimische Rarität erwälnt; die fast ganz ausge- j.orbenc Rosa Francofurtensis, Frankfurter- oder Tapetenrofe. Früher in der Umgegend unserer Stadt sehr häufig, ist die Rosa Francofurtensis heute daselbst überhaupt nicht mehr aufzufinden. Neben ihrer bescheidenen Blüthe finden wir in der Ausstellung dann hauptsächlich die Moosrosen und die roth und weiß gestreiften französischen Rosen, Rosa versicolor, in Blüthe. Sehr interessant sind ferner die üppig blühenden Kletterrosen (rosa mul- tiflora), wie sie zur Bekleidung von Villenfronten benutzt werden, an denen sie sich mit ihrem Blüthenreichthum un­muthig emporranken. Allerliebst ist Ro sa burgundica, das Burgunderröschen. Dieses niedliche Miniaturblümchen hat eine kirschrothe Blüthe von Form und Größe einer Ko­karde. Wenden wir uns zu den Edelrosen, so ist besonders die Theerose, welche in den großartigsten Spielarten und wundervollsten Sortimenten unsere Aufmerk­samkeit fesselt. Ebenso sind die H y b r i d e n, die N o i-