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Nr. 173.
Montag den 28. Juli
1890
Amtliches.
Bekanntmachungen Königl. Landrathsamis.
Nach Verfügung Königlicher Regierung vom 23. d. M., B. 8736, ist der Pfarrer Kausel in Marköbel auf sein Nachsuchen von dem Kreisschulinspektionsamte entbunden und der Pfarrer Limbert zu Ostheim mit der einstweiligen Wahrnehmung der Kreisschulinspektion des Bezirks Windeckcn vom 1. August d. Js. ab beauftragt worden.
Hanau am 26. Juli 1890.
Der Königliche Landrath.
V. 5081
In Vertr. : Baabe.
Nach einer Mittheilung des Königlichen Landstallmeisters
in Dillen-
bürg sind einzelne Gemeinden des hiesigen Kreises mit Einsendung der bescheinigten Abfohlungslisten für das Jahr 1889 noch rückständig.
Ich bringe die schleunige Absendung dieser Listen hiermit in Erinnerung.
Hanau am 27. Juli 1890.
V. 5084
Der Königliche Landrath.
In Vertr.: Baabe.
&
Dienst-Nachrichten aus dem Kreise.
Gefunden: Eine Peitsche am 25. ds. Mts. in der Haingasse.
Ein Säckchen mit Samen. Ein Armband.
Hanau am 28. Juli 1890.
Tagesschau.
^ Berlin, 26. Juli. Wie der „Reichsanz." aus Ostende meldet, werden zum Empfange Sr. Majestät des Kaisers dort großartige Vorbereitungen getroffen.
Berlin, 26. Juli. Generalfeldmarschall Graf v. Blumenthal wird den 30. Juli, den Tag, an dem er sein 80. Lebensjahr vollendet, in stiller Zurückgezogenheit auf seiner Besitzung Quellendorf bei Köthen verleben.
Berlin, 26. Juli. (K. Z.) Infolge der Mac Kinley-Bill gedenken Textilindustrielle in Gera und Greiz mit tüchtigen Arbeitskräften nach Amerika überzusiedeln, um dort eigene Fabriken anzulegen.
Berlin, 26. Juli. Das große Loos der Klassen - Lotterie von 600,000 Mark ist aus Nr. 92738 gefallen.
Spandau. Ueber das bereits gemeldete Unglück in dem Dorfe Grünfeld macht der „A. f. d. H." weitere Mittheilungen: In Grünfeld, im Kreise Osthavelland, ist eine furchtbare Verwüstung angerichtet worden. Das halbe Dorf ist abgedeckt. Die Mühle soll vollständig zerstört sein. Scheune und Ställe sind besonders in Mitleidenschaft gezogen. Die rechte Seite des Dorfes hat vornehmlich gelitten, während die linke Seite weniger Schaden gelitten hat. In der Nähe des Dorfes sind Getreidegarben vom Winde fortgeweht worden und auf hohen Bäumen sitzen geblieben. Men- schenlebeu sollen glücklicherweise nicht zu beklagen sein. — Der Wirbelsturm hat, dem „Reichsanz." zufolge, außer in Grünfeld auch noch in verschiede- t neu anderen Ortschaften des Osthavellandes Verheerungen angerichtet. Allenthalben wurden Dächer abgedeckt, Höfe und Gärten verwüstet, hundertjährige Eichen mit den Wurzeln ausgerissen. Auch in mehreren Gemeinde- und Staatsforsten wurden große Verwüstungen angerichtet, sodaß eine Neu- | aufforstung nothwendig ist. Der Schaden wird auf 300 000 Mark be- ziffert.
* Wilhelmshaven, 26. Juli. Der Kaiser wird am Montag 8 Uhr Morgens auf hiesiger Reede erwartet. Der Stapellauf des neuen ^rausportd^mpfers wurde auf Dienstag verlegt.
■ Bremen, 26. Juli. Admiral von der Goltz besichtigte, nach der 3-\ heule die Abtheilung der Kriegsmarine auf der Handelsausstel- Heute Abend kommen zum gleichen Zwecke die kaiserlichen Flügel- «dMantm Frhr. v. Seckendorfs und Oberstlieutenant von der Lippe hierher und begeben sich dann nach Wilhelmshaven. *
, . .rnncn, 25. Juli. Die Gesellschaft „Neptun" in Bremen, welche ' ® Angerer Zeit eine direkte Verbindung zwischen Bremen und DmfietdorpKölst mit ihren Seedampfern unterhält, hat neuerdings einen
weiteren Dampfer eingestellt, welcher heute eine Reise von Düsseldorf nach Hamburg antritt.
Koburg, 29. Juli. Prinz Ferdinand von Bulgarien ist hier eingetroffen.
München, 26. Juli. Das Ministerialblatt bringt die Bekanntmachung, daß die in den Diözesen Regensburg und Eichstätt wohnenden Altkatholiken seitens der Staatsregierung nicht mehr als Mitglieder der katholichen Kirche betrachtet werden. Der Regensburger Bischof hatte sich am 9. Juli, der Eichstätter Bischof am 19. Juli mittelst Jndikatsschreibens der Erklärung der übrigen bayerischen Bischöfe betreffs der Ausschließung der Altkatboliken aus der Papstkirche angeschossen.
München, 26. Juli. Der Regierungspräsident für Mittelfranken, Frhr. v. Herman in Ansbach, ist gestorben.
Das bairische Kriegsministerium hat angeordnet, daß die nicht in der Front stehenden Generäle, Stabsoffiziere u. s. w. sowie die Aufsichtsoffiziere an den Militärbildungsanstalten an den Manövern theilzunehmen haben, und zwar die höhern Offiziere bei den Kommandostellen, wo dieselben als Parteiführer, Schiedsrichter u. s. w. Verwendung finden. Unmittelbar nach den Manövern werden an höherer Stelle die Berichte eingcreicht über die Erfahrungen, welche nach nunmehr zweijährigem Gebrauch mit dem neuen Exerzier-Reglement gemacht wurden. Wie die „Allg. Ztg." hört, sind diese Erfahrungen die günstigsten und dürften Abänderungen im Reglement nur nach Maßgabe der Ladungsweise des neuen Gewehrs stattfinden.
Wien, 26. Juli. Admiral Baron v. Sterneck hat von Kaiser- Wilhelm eine Einladung zu den deutschen Land- und Seemanövern erhalten; er wird in Kiel das Oberkommando des österreichischen Geschwaders bei der Vorführung vor denz Kaiser übernehmen. Das Geschwader besteht aus den drei neuen Schlachtpanzern „Rudolf", „Kaiser Franz Joseph" und „Stephanie", außerdem aus einem Torpedo. Auf dem „Franz Joseph" kommandirt Erzherzog Karl Stephan.
Prag, 27. Juli. Das Exekutivkomitee der deutschen Abgeordneten Böhmens erklärte gestern nach vierstündiger Debatte einstimmig, den deutschen Industriellen die Theilnahme an der Prager Landesausstellung unter der Voraussetzung zu empfehlen, daß die Verhandlungen des böhmischen Landtages im Herbst günstig verlaufen. (Fr. I.)
Brüssel, 26. Juli. (K. Z.) Der Kaiser wird in Ostende am 2. August Mittags auf der Hohenzollern ankommen und tags darauf um 3 Uhr Nachmittags abreisen, wobei er dem Vernehmen nach vom Prinzen Balduin bis Antwerpen begleitet werden wird. Der König wird seinen Gast offiziell empfangen und ihm den rechten Flügel der königlichen Wohnung zur Verfügung stellen. Um 4 Uhr wird im Kasino ein Festmahl von 84 Gedecken stattfinden.
Brüssel, 26. Juli. Gestern wurde, nach den „Fr. N.", zwischen Deutschland und dem Kongostaat ein Vertrag unterzeichnet, welcher die Auslieferung von Verbrechern, sowie die Gewährung sonstiger Rechtshülfe in Strafsachen zwischen den deutschostafrikanischen Schutzgebieten und dem Kongostaat regeln.
Paris, 26. Juli. Man erwartet, daß der Minister des Aeußern, Ribot, demnächst der Kammer Mittheilung über die, wie verlautet, günstig verlaufenden Verhandlungen mit England betreffs Afrika machen wird. Indessen ist noch kein Austausch mit Unterschriften zu erwarten, obwohl über das Prinzip Uebereinstimmung herrscht. Ribot wartet die Regelung wichtiger Details ab. (RH. K.)
Cherbourg, 26. Juli. Der russische Botschafter Baron v. Mohrenheim hat der Einfahrt des Manövergeschwaders in den hiesigen Hafen beigewohnt.
London, 26. Juli. Die dritte Lesung der Helgolandbill findet am Montag statt. — Die heute in Newcastle projektirte Versammlung von Mitgliedern des Seeleutevercins und Vertretern der Rhedercicn fand nicht statt. Die dänischen Seeleute, welche in den nördlichen Häfen verkehren, sollen sich vollständig zufrieden mit der Lage erklärt haben und behaupten, es bestehe in Dänemark keinerlei Streik. (Fr. N.)
Konstantinopel, 26. Juli. Die „Ngence de Constantinople" meldet: „Der von Rußland in Angelegenheit der Ernennung der bulga rischen Bischöfe unternommene Schritt bei der hohen Pforte bestand nich'