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Hanauer Anzeiger.
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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Montag den 27. August
Nr. 200.
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Amtliches.
Bekanntmachung.
Bei den Postagenturen in Meimbressen und Calden werden am 11. August Telegraphenanstalten mit Fernsprechbetrieb eröffnet.
Cassel den 10. August 1888.
Der Kaiserliche Ober-Postdirektor Zur Linde.
Die Herren Bürgermeister werden erfaßt, nachstehende Bekanntmachung des Vorstandes des landwirthschaftlichen Kreisvereins in ihren Gemeinden veröffentlichen zu lassen.
Hanau am 6. August 1888.
Der Königliche Landrath
V. 4688 Gf. Bismarck.
Landwirthschastlicher Lreis-Verein Hana«.
Die diesjährige Bezirksausstellung für Thiere aus den Kreisen Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern findet am 29. August d. J. in Gelnhausen statt. Sämmtliche Einwohner der drei genannten Kreise sind berechtigt Thiere auszustellen und konkurriren an allen Preisen, welche von dem Centralverein für den Regierungsbezirk Cassel gestiftet sind, mit. Anmeldungen sind bei dem Vorsitzenden des Kreis-Vereins Gelnhausen Herrn Landrath Freiherr von Riedesel in Gelnhausen zu machen.
Der Vorstand.
Für den am 7. Juni 1872 geborenen Johann Georg Emil Ohl, Sohn des verstorbenen Metzgermeisters Johann Ludwig Ohl dahier, ist um Entlassung aus dem Staatsverband behufs Auswanderung nach Amerika nachgesucht.
Hanau am 22. August 1888.
Der Oberbürgermeister ______Westerburg.
Wiesen-Werpachtung.
Die am 20. Oktober d. Js. pachtlos werdenden Domanialwiesen: Karte Lit. C. Nr. 1 und la — 9,5849 ha Wiese, „die Herrnwiese"
in der Gemarkung von Windecken, sollen von da ab anderweit in den seitherigen 38 Pachtparzellen auf zwölf Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden.
Zweiter Termin hierzu ist auf
Donnerstag, den 3vten dieses Monats, Nachmittags 1 Uhr, in das Rathhaus zu Winde ck en anberaumt.
Pachtreflektanten werden hierzu mit dem Bemerken eingeladen, daß auf angemessene Gebote der Pachtzuschlag ohne Abhaltung eines weiteren Termins ertheilt werden wird.
Hanau am 23. August 1888.
Der Königliche Domainen-Rentmeister
8082 Bell.
ilnsfifireiGen âömgl. Staatsanwatffdiaft zu Frankfurt a. K.
13877 A. — M. 260/88. Ueber den Aufenthalt des Schneiders Joseph Anton Mathes von Groß-Gerau wird Auskunft begehrt.
B. 14456. — J. 2794/88. Ueber den Aufenthalt der Margaretha Mihm von Offenbach a/M., 22 Jahre alt, wird Auskunft begehrt.
8803 D. — M. 142/88, Ueber den Aufenthalt des Postillons Friedrich Martin von Warzendorf wird Auskunft begehrt.
3. 2767/87. Ueber den Aufenthalt des hier Schulstraße 56 wohn- |aft gewesenen Bäckers Scherer wirv Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 23. August 1888.
M. 165/88. Das am 17. d. Mts. gegen den Schreiner Johann Doll von München erlassene Ausschreiben ist erledigt.
14776 B. — J. 3337/88. Ueber den Aufenthalt des Backstein- arbeiters Christoph Krebs aus Horbach wird Auskunft begehrt.
Frankfurt a/M. den 24. August 1888.
1888.
Taaesschau.
Berlin, 25. August. Se. Majestät der König von Dänemark sind gestern Abend hier eingetroffen und im Königlichen Schlosse abgestiegen.
Berlin, 25. Aug. Kaiser Wilhelm empfing heute Vormittag den Staatsminister von Bötticher. Allerhöchstderselbe fährt Montag frühf8 Uhr über Dobrilugk nach Dresden, trifft um 11 Uhr Vormittags daselbst ein, und reist Abends über Röderau zurück. Die Ankunft auf dem Anhalter Bahnhof erfolgt um 11 Uhr Nachts.
Berlin, 25. August. Kaiser Wilhelm ernannte den König von Dänemark zum Chef des Thüringischen Ulanenregiments Nr. 6.
Berlin, 25. August. Die Anwesenheit des Königs von Dänemark in Berlin hat heute durch das Brigade - Excerciren auf dem Tempelhofer Felde vor dem Gaste des Kaisers der Schaulust der Berliner besonders reichen Stoff gegeben. Das selten schöne Wetter kam dazu, um zahlreiche Menschenmassen auf die Straße zu führen, welche beiden Monarchen, wo sie sich zeigten, mit lautem Jubel empfingen. In dem Gefolge des Kaisers zeigte sich eine sehr zahlreiche Menge fremdherrlicher Officiere, deren Kreis sich mit dem Beginn der Herbstmanöver, also mit der am 1. September stattfindenden großen Parade, noch erweitern soll. (K. Z.)
Berlin, 25. August. S. M. Kreuzer „Habicht", Kommandant Korvetten - Kapitän v. Schuckmann II., ist am 24 August er. in St. Thomä eingetroffen und an demselben Tage wieder in See gegangen.
Die Nachricht, daß von den Fünf- und Zweimarkstücken mit dem Bilde des Kaisers Friedrich noch ein weiteres Quantum zur Ausprägung gelangen werde, bestätigt sich, wie man der „M. Z." schreibt, nicht. Es ist bereits das Ptodell zu einem neuen Stempel mit dem Kopfe des jetzigen Kaisers in Angriff genommen.
Eine hochoffiziöse Auslassung, die in ganz Europa Aufsehen erregen wird, bringt heute die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung". Die englische „Times", das Allerwelts-Klatsch-Blatt, hatte in einem Leitartikel über die großen Wahlerfolge Boulangers ausgeführt, daß dieses Wiederaustauchen des Boulanger-Sternes, den man bereits untergegangen ge- wähnt hätte, in Berlin unangenehm berührt habe. Darauf antwortet nun die „Nordd. Allg. Ztg.": Dies ist ein vollständiger Irrthum. In Berlin wird man stets mit Genugthuung jeder Entwickelung Frankreichs gegenüberstehen, die geeignet scheint, dem benachbarten Lande Ruhe zu verschaffen und es wiever zu einem zahlenden Abnehmer unserer Produkte zu machen. Unter welcher Regierungsform dies geschehen möge ist eine Frage, die für uns gar feine Bedeutung hat. Wir haben keinerlei kriegerische Velleitäten und jede französische Regierung, die den Frieden nicht bedroht, ist uns recht und wird uns willkommen fein. General Boulanger hat hinreichende Versprechungen gegeben, daß auch ihm, im Interesse Frankreichs, die Aufrechterhaltung des Friedens am Herzen liege, und es ist deshalb gar kein Grund vorhanden, uns wegen der Eventualitäten zu beunruhigen, die an die Wahl des Generals geknüpft werden: Wir können mit einem boulangistischen Frankreich ebenso gut in Eintracht leben wie mit einem bonapartistischen; es ist zum mindesten fraglich, daß General Boulanger, falls derselbe zu gesteigertem Einfluß kommen sollte, denselben in antideutschem Sinn verwerthen werde, und es ist im Gegentheil in hohem Grade wahrscheinlich, daß der General vorsichtig vermeiden werde, eine errungene hohe Stellung den unberechenbaren Zu- ^llen eines Krieges preiszugeben. Wir sind nach allem, was General Boulanger in jüngster Zeit gesagt und geschrieben hat, berechtigt, ihn für friedfertig zu halten, und wenn wir darin auch keine Bürgschaft für die Aufrechterhaltung des Friedens erblicken, so sind wir uns doch ganz klar darüber, daß es bei der augenblicklichen in Frankreich herrschenden Stimmung überhaupt keine französische Regierung gibt oder geben kann, die uns in dieser Beziehung vollständig beruhigen würde. Aber General Boulanger beunruhigt uns sicherlich nicht mehr als irgend ein anderer, und wenn er hält, was er versprochen hat, wenn es ihm gelingt, Ruhe und Ordnung in Frankreich herzustellen, so werden seine Ersolge uns und ganz Europa sicherlich willkommen sein.
Wilhelmshaven, 25. August. Die Kreuzercorvette Ariadne ist nach längerer Reise wohlbehalten auf hiesiger Reede eingetroffen. —
München, 25. August. Ein Handschreiben des Prinzregenten an den Münchener Erzbischof Dr. v. Steichele anläßlich des fünfzig-