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dann seine Entlassung aus dieser Stellung nehmen werde und zum Rich­ter ernannt werden würde.

Lokales, Provinzielles und Umgegend.

Hanau, den 26. September 1884.

(Pfänder.) Bis spätestens im Laufe des nächsten Dienstag müssen die in der Zeit vom 1. September 1883 bis Ende Februar d. J. bei der Leihbank versetzten Pfänder eingelöst sein oder erneuert wer­den, falls sie nicht am 1. Oktober der Leihbank anheimfallen und gegen Ende dieses Monats zum Verkauf gebracht werden sollen.

(Saison vorüber.) Mit süßsaurer Miene sehen enragirte Badelustige, wie die Besitzer der Main - Badeanstalten soeben mit dem Abbruch der letzteren begriffen sind, um sie vor Eintritt ungünstiger Witterung in's Trockene zu schaffen. Kein Billigdenkender wird ihnen dies bei den + 12 13° R. Wasserwärme verargen, denn auf seine Kosten zu kommen war jedem Abonnenten was in den letzten Jahren nicht der Fall gewesen satt und genug Gelegenheit geboten; genom­mene 100 Mainbäder und mehr zählen Heuer nicht zu den Seltenhei­ten.

(Die Katze gesucht.) In einen Garten nahe der Stadt trat gestern eine Frau während die Eigenthümerin in demselben beschäf- tigt war angeblich um ihre entlaufene Kotze zu suchen. Die Katze fand sich zwar nicht vor, dafür aber ganz vorzügliche Weintrauben; da die Frau jedoch nicht vergebens auf der Suche gewesen sein wollte, so botanisirte sie eine Anzahl dieser wohlschmeckenden Früchte, labte sich auch schon im Seifte an deren köstlichem Geschmack. Die Rechnung war jedoch ohne den Wirth gemacht, denn beim Weggehen wurde ihre Bota- nirsirbüchse, wollte sagen ihr Körbchen, untersucht und mit einigen wicht schmeichelhaften Worten dessen Inhalt entleert.

(Fisch feinde) In einer Erinnerung an sämmtliche königl. Oberförster des Regierungsbezirks Kassel von Seiten der Regierung, die Anwendung fischerpolizeilicher Vorschriften betreffend, heißt es:Es ist nicht genug hervorzuheben, wie gerade die Enten durch massenhafte Ver- tilgung der Fischbrut, junger Fische und Krebse, und der auch von den Fischen ausgesuchten Nahrung, und durch mechanische Zerstörung der von den letzteren zur Eierablage benutzten Gewächse rc. zur Verminderung des Fischbestandes beitragen und alle anderen zur Hebung desselben an« geordneten Maßregeln illusorisch machen."

Bockenheim, 25. Sept. Der einige Tage vermißte Musiker hat sich wieder eingefunden. Gambrinus hatte demselben ein Bein ge- stellt, ihn zu Falle gebracht und ihm so erst auf Umwegen seine Rückkehr möglich gemacht.

Kassel, 25. Septbr. Das Offizierkorps,des 2. Garde>Feld- Artillerie Regiments hat einen herben Verlust erlitten. Der Major und Kommandeur der 2, Abtheilung v. Heppe (Kurheffe) war am ver­gangenen Sonnabend mit Reinigung seines noch geladenen Jagdgeweh­

res beschäftigt, als sich dasselbe entlud und der Schuß den Major zu Boden streckte.

Kassel, 25. Septbr. Gestern Vormittags hat sich ein Husar in einem Zimmer der Kaserne auf dem Garde du Corpsplatze erschossen. Die Motive, die den Mann dazu bewogen haben, sind uns nicht bekannt geworden. Er hatte seine Zeit abgedient und sollte gestern Nachmittags entlassen werden. (K. Tpst.)

Die 16. Generalversammlung deS deutschen Buchdruckervereins, welcher kürzlich in Köln getagt, hat ^um nächstjährigen Versammlungs­ort Kassel ausersehen.

Eschwege, 25. Sept. Die Chronik unserer Stadt ist um ei­nen interessanten Fall vermehrt worden, nämlich durch einen ca. 4 Wochen andauernden Bierkrawall. Ein hiesiger Gastwirth hatte sich mit einem Inhaber der Dampfbierbrauerei Bergschlößchen, Otto Brill u. Co. hier überworfen, seinen Bierbezug von dieser Brauerei eingestellt und dieses seinen Gästen damit erklärt, daß er glaube, genanntes Bier wäre nicht rein, daß eS möglicherweise mit Glycerin rc. versetzt sei, und das Bier zur amtlichen Untersuchung fortschicken werde, welches dann auch auf seine Veranlassung durch das hiesige Bürgermeisteramt am 23 /8. ge- schah. In ganz kurzer Zeit bildete das allgemeine Stadtgespräch, daß das Bier von Otto Brill u. Co verfälscht sei. Die Aufregung war in Folge dessen unter dem biertrinkenden Publikum aus dem Grunde eine sehr große, weil gerade das Bier aus genannter Brauerei sehr beliebt ist und mancher Biertrinker versagte sich den Genuß dieses Bieres auS Angst vor üblen Folgen. Das vor einigen Tagen vom amtlichen Le­bensmittel - Untersuchungsamt Marburg eingetroffene Resultat hat indeß konstatirt, daß aus allen Zahlen der Untersuchung hervorginge. daß die Zusammensetzung des Bieres eine normale sei und daß hiernach die An­wendung von Malzersatzmitteln, wie Glycerin, Stärkezucker oder sonstiger Zusätze dieser Art nicht stattgefunden hätten. Die Befriedigung über diesen Ausfall ist nun ebenso allgemein als das Bedauern, daß genann­ter Brauerei eine derartige Situation geschaffen worden ist. Wie man hört, haben die Inhaber der Brauerei die Untersuchung gegen die Ur­heber und Verbreiter des Gerüchts eingeleitet und werden dieselben hoffentlich nicht straflos ausgehen. (H. M.)

Fulda, 25. September. Versetzt sind vom 1. Oktober d. I. Herr Pfarrer Gigrich von Gersfeld nach Somborn als Hilfspfarrer. Herr Kaplan Zimmer von Somborn nach Geismar, Großherzogthum Sachsen-Wrimar, als Pfarrer. Dem heutigen Viehmarkt waren 1055 Stück Rindvieh zugetrieben. (Fld. Ztg.)

g^ Fortsetzung dieser Rubrik in der Beilage,

Thermo meterstand.

25 Septbr. Mittags 2 Uhr + 14°,' Abends 7 Uhr + 12^;

26 Septbr Morgens 7 Uhr H 7°, Vormittags 10 Uhr 4-11

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