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Hamuer An^eigtr.

Zugleich Amtlicher Orgau für Kreis und Stadt Hauau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Vrovinzial-Correspondenz.

Dienstag den 29» Februar.

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Die UpaM», ®armoub;elle 5*. beten Rau»

10 $fg.

Sie afpalt. Zei» 20 Wg.

SteSfpalttgeßetle

80 $fg.

1876.

Bestellungen auf den Hanauer Anzeiger pro Monat März werden von allen Postämtern, sowie von der Ex­pedition (Waisenhaus) Hammergasse Nr. 9, entgegengenommen.

Die Expedition.

Das Sommer-Semester am Königlichen pomologischen Institute zu Proskau in Schlesien beginnt den 1. April.

Der Unterricht umfaßt während des zweijährigen Cursus aus dem theoretischen und praktischen Gebiete:

Mathematik, Physik, Chemie, Mineralogie, Botanik (Anatomie, Morphologie, Physiologie, Geographie, Krankheiten der 'Pflanzen, mi­kroskopische Uebungen rc.), Zoologie, Allgemeinen Pflanzenbau, Obst- kaltur, insbesondere Obstbaumzucht, die Lehre vom Baumschnitt, Obst­kenntniß (Pomologie), Obstbenutzung, Weinbau, Gemüsebau Treiberei, Blumenzucht, Gehölzzucht, Handelsgewächsbau, Landschaftsgärtnerei, Plan- und Früchtezeichnen, Feldmessen und Nivelliren, Buchführung, Bienenzucht und Seidenbau mit Demonstrationen.

Anmeldungen zur Aufnahme haben unter Beibringung der Zeug­nisse schriftlich oder mündlich bei dem unterzeichneten Director zu er­folgen, der auch bereit ist, auf portofreie Anfragen weitere Auskunft zu ertheilen.

Proskau, im Februar 1876.

Der Direktor des Königlichen pomologischen Instituts.

S t o l l.

Tagesschau.

Der ,,R.- u. St.-A." enthält: 1) Gesetz, betreffend die zur Erwerbung und Herrichtung eines Schießplatzes für die Artillerie- Prüfungskommission, zur Erweiterung des Dienstgebäudes des General- stabes der Armee zu Berlin, und zu Kasernenbauten in Leipzig und Bautzen ferner erforderlichen, aus der französischen Krieaskostenentschä- digung zu deckenden Geldmittel, vom 18. Februar 1876; 2) Gesetz, betreffend die weitere geschäftliche Behandlung der Entwürfe einer Deutschen Konkursordnung und des dazu gehörigen Einführungsgesetzes, vom 20. Februar 1876; 3) Gesetz wegen Abänderung des Gesetzes vom 23. Mai 1873, betreffend die Gründung und Verwaltung des Reichs- Juvalidenfonds, und des Gesetzes vom 18. Juni 1873, betreffend den außerordentlichen Geldbedarf für die Reichseisenbahnen in Elsaß- Lothringen und für die im Großherzogthum Luxemburg belegenen Strecken der Wilhelm-Luxemjburg-Eisenbahn, vom 23. Februar 1876.

Berlin, 28. Februar. In der heutigen (16.) Sitzung des Hauses der Abgeordneten verkündigte der Vize-Präsident Dr. Hänel unter anderen geschäftlichen Mittheilungen, daß vom Finanz-Minister die Rechnungen über Einnahmen und Ausgaben der vom Jahre 1876 ab auf den Etat der Domänenverwaltung übernommenen Seebadeanstalt zu Cranz für die zehn Jahre 1865 bis 1874 inkl. eingegangen sei. Dieselben wurden der Budgetkommission überwiesen. Vom Handels- Minister ist eine Uebersicht über den Fortgang und Stand der Staais- echnbahnbauten im Jahre 1875 eingegangen. Darauf wurde die erste Be­rathung des Gesetzentwurfs, betreffend die evangelische Kirchenverfassung w den acht älteren Provinzen der Monarchie fortgesetzt, und .rgriff das Wort gegen die Vorlage der Abg. Richter (Sangerhausen). Nach einer kurzen Erwiderung des Regierungskommlssacs, Ministerial-Direktor Förster, hatte der Abg. Schumann das Wort.

(Fortsetzung folgt.) (aL w Z^Anz.)

Der Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten Dr. Achenbach macht unterm 22. Februar folgendes bekannt: Nach §. 64 alin, 6 des BetriebsreglementS für die Eisenbahnen Deutschlands haben Die Eisenbahnverwaltungen in allen Verlust- und Beschädigungs-

(von Frachtgütern) die eingehendsten Recherchen anzustellen und auf Erfordern der Berechtigten aktenmäßige und genaue Mittheilungen über das Resultat der Nachforschungen zu geben.

Ich finde mich veranlaßt, den Eisenbahnverwaltungen die genaue Beachtung dieser Vorschrift in Erinnerung zu bringen.

Durch die Überschwemmungen sind mehrfach erhebliche Stö­rungen im Postenlauf und in den telegraphischen Verbindungen einge­treten, auch einige Transporte verunglückt. Wenngleich von den be- theiligten BehörLen überall die erforderlichen Maßregeln ohne Verzug getroffen worden sind, so lassen sich zeitweise Verzögerungen in bet Uebertuaft der Postsendungen und der Telegramme in den betreffenden Fällen nicht immer vermeiden. Zur Vorbeugung zeitraubender Be­

schwerden und Anfragen wird hierauf aufmerksam gemacht.

Weltausstellung in Philadelphia 1876. Die deutschen trans­atlantischen Dampfschifffahrtsgesellschaften haben nach demR.- u. St.- A." für deutsche Aussteller auf der Weltausstellung in Philadelphia den Gehülfen und Arbeitern folgende Passage Ermäßigungen bewilligt:

Norddeutscher Lloyd in Bremen:

Von Bremen nach Baltimore und zurück:

Kajüte 500 Mark, Zwischendeck 200 Mark.

Hamburg- Amerikanische Packetfahrt-Aktiengesellschaft:

Von Hamburg nach New-Dork, bezw. soweit direkte Dampfer gehen, nach Philadelphia:

1. Kajüte. . . 371 Mk.

für die Hinfahrt

für die Hin- und Rückfahrt 687 Mk.

2. Kajüte.

225 Mk.

414 Mk.

Zwischendeck.

90 Mk.

175 Mk.

Magdeburg, 26. Febr. Die Noth in der Stadt Schöne- beck, welche von der Ueberschwemmung am härtesten betroffen wurde, ist sehr groß. Von den 700 Häusern des Ortes waren 600 mehr oder weniger unter Wasser gesetzt, viele sogar bis an das Dach von den Fluthen umgeben, so daß die Bewohner durch das Dachfenster das nackte Leben retten mußten. Dreißig Häuser sind eingestürzt, viele andere total verwüstet. Die Obdachlosen sind einstweilen in Schulen, in der Kirche und im Rathhaus untergebracht. Von hier und der ganzen Nach­barschaft sind Liebesgaben zur Linderung der Noth gesendet, auch die Regierung und Privatvereine trugen ihr Möglichstes zur Unterstützung der Nothleidenden bei. Die Ueberschwemmung läßt jetzt allmälig nach, der verursachte Schaden ist noch gar nicht zu übersetzen. In der Magdeb. Ztg wird ein Aufruf zur Hülfe veröffentlicht. 27. Febr. Der Schaden an den Häusern in Schönebeck, von denen noch viele tin» zustürzen drohen, wird auf 300,000 Thaler geschätzt. Das meiste Haus- geräth ist vernichtet. Von Magdeburg und der Nachbarschaft sind reich­lich Lebensmittel gespendet worden, dagegen fehlte es noch sehr an Geld. Man meint, daß noch 14 Tage vergehen werden, bevor das Wasser völlig abgelaufen ist. Obgleich dasselbe bereits 2Vs Fuß ge­fallen ist, so ist der Verkehr in den Straßen doch nur vermittelst Käh­nen möglich. Die Nachbardörfer von Schönebeck, Pömmelle und Glinds sind von dem gleichen Unglück heimgesucht, ebenso Barby. Die Veran­lassung zu der Ueberschwemmung wird zum Theil in der trotz Anwei­sung zu spät erfolgten Herausnahme der Schützen des großen Wehrs im neuen Umfluth-Canale bei Pressien gefunden Die Schönebecker Saline hat den Betrieb eingestellt und sind an 40,000 Centnir Salz vernichtet. <3r- an3->

Dresden, 22. Februar. Der hiesige VereinUrne" hat so eben an sämmtliche Vereine im D. Reich, in Oesterreich und der Schweiz, welche gleichfalls die Einführung der Leichenverbrennung an- streben, einen Aufruf gerichtet. In demselben wird Gotha, da nuamchr dort alle gesetzlichen Hindernisse beseitigt worden seien, als Vorort für die Agitation empfohlen, und zugleich die Bitte ausgesprochrn: die Vereine möchten 1) berathen, ob es im allgemeinen Internste liege, den Bau eines Ofens in Gotha durch Gewährung prkumärer Beiträge zu fördern, sowie in geeigneter Weise forschen, welchen Betrag einzelne Mitglieder beizusteuern geneigt sein würden, und 2) ihre Vorstände bevollmächtigen, eine zur weiteren Berathung der Angelegenheit einzu- berufende Delegirtenversammlung zu beschicken. Als Ort für diese Versammlung w-rd nach derA. Z." Dresden, als Tag der 12. Apr.l d. I. in Vorschlag gebracht.

München, 27. Febr. Einige Blätter enthalten die Notiz, daß die bayerische Bevölkerung nach dem Ergebnisse der jüngsten Zäh-