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Zugleich Amtliches Organ für KreiS und Stadt Hanau.
Erscheint t-äglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage, und Samstags mit der Berliner Provinzial-Correspondenz.
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Freitag den 27. Oktober.
187C.
BekauutWachuugr« Königl. Laudrathsamis datzier.
Heinrich Glaub zu Bruchköbel ist als Bürgermeister für die dasige Gemeinde vereidigt worden.
Hanau am 24. Oktober 1876.
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— Die Arbeiten des JustizauSschusses des Burdesrathes sollten in der Hauptsache am 23. Oktober schließen; jedenfalls schlössen an diesem Tage die wichtigsten und schwierigsten Berathungen über die Strafprozeßordnung. Man hatte, wie der Köln. Zta. geschrieben wird, diesen Theil zunächst erledigt, weil der württemb. Justizminister v. Mitt« nacht, welcher mit dem Referate darüber betraut war, in Stuttgart zur Erledigung von Landtagsgeschäften erwartet wird. Derselbe ist denn auch am 23. Oktober Mittags bereits abgereist. Ueber das Resultat der Berathung versichert man, daß die strmmführenden Justizminister, und an ihrer Spitze der preuß. Justizminister Dr. Leonhardt, sämmtlich mit lebhaftestem Eifer bemüht waren, auf das Zustandekommen der Justizgesetze hinzuwirken. Hinsichtlich der großen politischen Differenzpunkte, welche auf dem Gebiete der Strasp oz ßordnung zwischen dem BundeSrath« und der Kommission bestehen, möchte die Entscheidung von dem Reichskanzler abhängen, woher denn auch eine in diesen Punkten bei den Aussckußberathung n H riorgetretene Schwankung und Unsicherheit entstanden sein mag. Zunächst wird über diese jetzigen Arbeiten an das Plenum des BundesratheS berichtet werden. Der mehrfach erwähnte besondere Gesetzentwurf, welcher die St llung der RechtSanwälte regelt, ist in vorläufiger Fassung bereits abgeschlossen. — Die seit einigen Wochen in Berlin thätige Kommission zur Aufstellung eines bürgerlichen deutschen Gesetzbuches, in welcher der Präsident deS Reichs- oberhandelSgerichtS Dr. Pope den Borsitz führt, wird in wenigen Tagen ihre augenblicklichen Arbeiten beschließen. Als Ergebniß derselben wird die Verständigung über eine lange Reihe der wichtigsten prinzipiellen Punkte bezeichnet. <®**. stert.)
— Wie verlautet, wird im BundeSrath die Frage der Verlängerung der Eisenzölle über den 1. Jan. k. J. hinaus noch vor dem Zusammentritt des Reichstags auf Grund der eingegangenen P'titionen und Eingaben für oder gegen die Verlängerung zur Diskussion kommen.
— Die Erhebungen, welche die preußische Regierung behufs Beschickung der Patiser Weltausstellung angeordnet hatte, sind, wie die „Trib." hört, abgeschloss n; die Regierung dürfte sich nach Lage der Dinge ihrerseits für die Beschickung erklären und beim BundeSrathe die erforderlichen weiteren Schritte in Anregung bringen. ES herßt, daß auch die übrigen Bundesregierungen sich der Beschickung der Ausstellung geneigt zeigen, und so dürfte denn der BundeSrath noch einen Nachtrag zu dem Etat für das erste Quartal 1877 feststellen, so daß der kom- wende Reichstag auch diese wichtige Frage schon zu verhandeln haben wird.
— Ralph Stott wird die Leistungsfähigkeit seiner Maschine, sich mrt derselben über dem Erdboden, und zwar in der für Rekognoszirun» gen im Kriege erforderlichen Höhe, zu erhalten und mit Ueberwindung der Luftströmungen sich sortzubewegen, dem preuß. Kriegsministerium am 4. Nov. d. J., Mittags 12 Uhr, beweisen. Statt will von der Luft aus durch Werfen von gefüllten Bomben u. s. w. auch beweisen, gefahrbringend {feine Maschine für die Kriegsschiffe, wie für die Armeen in Zeiten eines Krieges werden kann.
— An den Erfinder der Flugmaschine, Mr. Ralph Stott, hat das KriegSmrmsterium folgendes Schreiben gerichtet: »Nachdem Sie sich unte^r 17. unb 18. d. M. bereit erklärt haben praktischen Beweis von der Brauchbarkeit Ihrer Flug-Maschine liefern zu wollen, hat Seine ^k""enz der Herr Kriegs-Minister daS Ingenieur-Tom,tS mit der tech« michen Prüfung Ihrer Erfindung beauftragen lassen. Sie werden deß« halb ergebenst ersucht, sich bezüglich aller weiteren mit der Mrlitärbe- erforderlichen Vereinbarungen an daS genannte ComitS, dessen.
1« der Kurfürstenstraße Nr. 63-69 b.finden, zu wenden. Ihrem Flugversuch persönlich beizuwohnen, behält stch Seine Excellenz
vor. — KnegS-Ministerium. — Allgemeines KriegS-Departement. Berlin, den 23. Oktober 1876. I. V. v. Caprivi. Meyer.
— Für die.Turnlehrerinnen-Prüfung, welche in Gemäßheit des Reglements vom 21. August 1875 im Herbste d. J. in Berlin abzu- halten ist, hat der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten Termin auf Dienstag, den 28. und Mittwoch, den 29. November d. I. anbe- raumt. Wenn die Meldungen so zahlreich eingehen, daß nicht alle Bewerberinnen gleichzeitig geprüft werden können, wird ein zweiter Prüfungsterwin im Anschluß an den ersten festgesetzt und hiervon den Betheiligten Nachricht gegeben werden. Meldungen sind spätestens drei Wochen vor dem angegebenen Termine bei dem Minister anzubringen, und zwar von den in einem Lehramts stehenden Bewerberinnen durch die Vorgesetzte Dienstbehörde, von den andern unmittelbar bei dem Minister.
— In Folge der bei der Bergisch Märkischen Eisenbahn einge- tretenen organisatorischen Aenderungen sind innerhalb deS Verwaltungsbezirks der Königlichen Eisenbahn-Direktion zu Elberfeld folgende Beamten versetzt worden, und zwar die Eisenbahn-Bau- und BetriebS- inspektoren von Gabain von ArnSberg nach Caff l, Dulk von Caffel nach ArnSberg und Ernst Schmidts von Elberfeld nach Hagen, sowie die Eisenbahn-Baumeister Bechtel von Arnsberg nach Hagen, Heinrich ArndtS von Marburg nach Arnsberg, EverSheim von Bochum nach M.Gladbach, Joseph König von Elberfeld nach Marburg, Alexander Siewert von Rotenburg nach Marburg, Wilhelm Masberg von Aachen nach M. Gladbach, Brewitt von Broich nach Düsseldorf, Hattenbach von Essen nach Elberfeld, Arthur Schneider von Elberfeld nach Hagen, Jungbecker von Hagen nach Elberfeld, Seick von Unna nach Hagen und Wollanke von Düsseldorf nach Elberfeld.
— In Berlin hat ein Dienstmädchen sich das Leben genommen, weil sie den Schmerz über den Tod ihrer Herrschaft nicht ertragen konnte, wie aus einem an ihre Schwester gerichteten Brief hervorgeht.
— Aus Hessen, 24. Oktober. Ä en Verhandlungen der Dele- lirten der hessischen Fortschrittspartei, welche am Sonntag in Frankfurt tagten, entnimmt die „N. Fr. Pr." Folgendes über die Kandidaturen für die nächste Reichstagtwahl. Im Wahlkreis Darmstadt-Großgerau wird Obersteuerrath Wclcker wieder aufgestellt werden. Im Odenwald gilt die Wiederwahl Martin-, in Bingen die L. BambergerS für sicher. Auch SchroederS Wiederwahl im Kreis Friedberg-Büdingen erscheint zweifellos. Lebhaft bestritten wird voraussichtlich DernburgS Wahl im Kreise Offenbach-Dieburg, wo die Sozialdemokraten Liebknecht als Gegenkandidaten ausgestellt haben. In Mainz ist eS noch zu keiner festen Kandidatur gekommen, da dieselbe von dem AuSgange der Unterhandlungen mit den dortigen Demokraten abhängt. ReichStagLabg. für WormS war bisher Fabrikant Corn. H-Yl. Derselbe ließ erklären, seine Geschäfte erlaubten ihm nicht, nochmals eine Wahl anzunehmen^ aber die Versammlung sprach einstimmig den Wunsch aus, Heyl möge ersucht werden, im Interesse der Partei daS Mandat nochmals zu übernehmen. Im Kreise AlSfeld-Lauterbach hat Pros. Oncken eine Wiederwahl entschieden abgelehnt. Von der Versammlung wurde der Hess. Abg. Wadsack als Kandidat vorgeschlagcn und derselbe erklärte, eine auf ihn fallende Wahl annehmen zu wollen. Schulze von Mainz erklärte, daß er ebenfalls aufgefordert sei und dort fanbibiren werde.
— Mainz, 21. Oktober. DaS zweite mittelrheinische Schützenfest hat in diesen Tagen feinen definitiven Abschluß in der Abrechnung deS ZentralkomiteS erhalten. Dasselbe überwieS der Unternehmerin des Festes, der hiesigen Schützengesellschaft, einen Ueberschuß von 24,000 Mark, welche von derselben zur Ablösung ihrer auf dem Schießhaus rc. haftenden Hypothrk-nschulden und der älteren Obligationen bestimmt wurden. — Aus dem Bericht ist noch zu bemerken, daß auf dem Fest, abgesehen von den um den Festplatz gruppirten zahlreichen KonsumtionS-- gelegenheiten, 2600 Liter weißer, 750 Liter rother Wein, 1672 Flaschen Champagner, 4533 halbe und 2788 ganze Krüge (l1/* Liter) Selter- Wasser, 23 500 Flaschen Sodawasser, 200 Hektoliter rheinisches, 2198 Hektoliter Mainzer Aktienbier vertilgt wurden. Daneben sind 97,000 Schinkenbrödchen und noch vieles andere den Weg allen Fleisches ge-