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Kraft der Präjudizien nicht mehr anwendbar ist. Diese Ent­scheidung hat die Eigenthümlichkeit, daß sie, wenn man ihre Be­gründung auch sonst bezweifelns wollte, gerade auf Grund der von ihr beseitigten Bestimmung über die bindende Kraft der Prä­judizien als^ letztes bindendes Präjudiz dasteht. Da aber das hessische Recht vorzugsweise auf bem durch die Entscheidungen des früheren Oberappellationsgerichts festgestellten Gerichtsgebrauche beruht, so sind wir durch die Beseitigung der bindenden Kraft der Präjudizien in einen vollständig schwankenden Rechtszustand gerathen, namentlich aber in allen Sachen unter 50 Thlr., in welchen nur Recurs oder Nichtigkeitsbeschwerde zulässig ist. Man hat in Hessen immer den Erlaß eines gemeinsamen deutschen Civilgesetzbuches gewünscht; nunmehr ist ein solches für Hessen ein unabweisbares, nicht schnell genug zu befriedigendes Bedürf­niß geworden. W ®wa.

DieN. Frkftr. Pr." schreibt aus Offenbach, 11. September: Daß die Offenbach-Hanauer Bahn, wie anfangs be­

absichtigt, am 1. k. M. eröffnet werde, davon ist nun schor längst keine Rede mehr; dagegen spricht man jetzt vom 15. No vember, Pessimisten aber gar meinen, vor dem 15. März 187^ werde sie auch noch nicht dem Verkehr zu übergeben sein. Wii Offenbacher sind in Eisenbahndingen nachgerade so anspruchs- los und resignirt geworden, daß wir uns wundern würden wenn jene Bahn vor dem jüngsten Tage überhaupt noch eröff net wird.

Fremden-Liste vom 13. September 1873. Höfel Adler.

1) Die Herren: Nathansohn, Bijoutier aus Jassy. 2) Clemond, Stein Händler aus Paris. 3) Külle, Regierungsrath aus Cassel. 4) Schlosser Kaufmann aus Offenbach. 5) Schmidt, Kaufmann aus Stuttgart. 6) Hoch Heimer, Juwelier aus Amsterdam. 7) Köllreuter, Hotelier aus Frankfurt 8) Berna, Gutsbesitzer aus Frankfurt. 9) Burmeister nebst Frau, Ingenien: aus Frankfurt. 10) Bonn, Banquier aus Frankfurt. 11) Kienen, Privatiei aus Frankfurt. 12) Ströhlein, Agent aus Berlin. 13) Küße, Post-Beamtei aus Brandenburg.

Bekanntmachung.

Aufhöreu des Beförderungsdienstes für Feldpost-Privatpäckereien.

Nachdem die deutsche Besatzung von Verdun und der dahin führenden Etappen­straße die Rückkehr nach der Heimath angetreten hat, können Feldpost-Privatpäcke­reien zur Beförderung nach Frankreich nicht mehr angenommen werden.

Von der Versendung gewöhnlicher und Geldbriefe an die betreffenden Truppen wird zweckmäßig so lange abzusehen sein, bis dieselben ihre Friedensgarnisonorte er­reicht haben.

Berlin den 10. September 1873.

________Kaiser!. General-Postamt.________

Dienstag den 16. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr ab, sollen die Kastanien und Wallnüsse von den um Hanau liegenden Alleen öffentlich meist­bietend verkauft werden.

Anfang vvrm Nürnbergerthor u. s. w. Fasanerie b. Hanau d. 13. Sept. 1873.

Der Hofgärtner (3349) Schröd er.

Bekanntmachung.

Dienstag den 16. d. Mts., von Vormittags 8 Uhr an, sollen in der Wohnung des Johannes Schäfer II. dahier die zu dessen Con- cursmasse gehörige Mobilien und Moven- tien namentlich ein Pserd, eine Kuh, Oekonomie-Geräthschäften und Haushal­tungsgegenstände io. versteigert werden. Bruchköbel den 11. September 1873.

Der Masse-Curator (3338)Schön meyer.

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