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J^182.

Freitag den 8. August.

1873.

Bekanntmachungen Königl. Landrathsamts dahier.

Für den Johann Isaak Friedrich Schüßler von hier, geboren am 25. August 1856, welcher nach Amerika ausgewan­dert, ist um Entlassung aus dem Preußischen Unterthanenverbande nachgesucht worden.

Hanau am 26. Juli 1873.

Tagesschau.

Zwischen der Preußischen und Russischen Regierung finden, das ist thatsächlich, seit einiger Zeit lebhafte Verhandlungen über Erleichterungen des Verkehrs an der Preußisch-Russischen Grenze statt. Daß der bisherige Zustand unerträglich war, ist auf al­len Seiten längst anerkannt worden und Abhülfe oft, namentlich durch Petitionen an das Abgeordnetenhaus, Interpellationen rc. gewünscht worden. Es heißt, Fürst Bismarck habe bei seiner letzten Anwesenheit in Petersburg persönlich Schritte gethan, um diese Angelegenheit zu fördern und stände deshalb deren gün­stige Erledigung in naher Aussicht.

Die Behörden richten jetzt ein wachsames Auge auf die Anpreisung und den Verkauf der sogenannten Präservativ- und Universalmittel gegen die Cholera. Es scheint, daß man bei näherer Prüfung dieser Wunder-Medicamente hinter allerlei Spuk gekommen ist und wer weiß, ob die gemachten Ent­deckungen nicht dahin führen werden dem Treiben der soge­nanntenwilden Apotheker", d. h. der Droguen-Händler, welche Arzeneien anfertigen, überhaupt ein wenig mehr als bis­her auf die Finger zu sehen. Auch auf diesem Gebiete ist, wie wir mit Bestimmtheit erfahren, eine Revision der Gesetzgebung beabsichtigt. <Trib.)

Berlin, 6. August. DieProvinzialkorrespondenz" konstatirt die Erledigung desVigilante"-Fülles durch die er­folgte Abberufung des Kapitäns Werner, und sagt, seine Abbe­rufung bestätige die Auffassung, daß derselbe ohne Ermächtigung handelte und die Reichsregierung die Verantwortlichkeit für ei­nen Vorgang ablehne, welcher eine thatsächliche Anerkennung der Madrider Regierung hätte involviren können. DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Das bisherige Verhalten desselben fand nicht die Genehmigung der Regierung. Da nunmehr seine Rück­kehr bereits ungeordnet ist, wird die Verantwortung desselben abzuwarten sein. Der neue Kommandant des Geschwaders wird etwa am 12. August in Gibraltar eintreffen. Die für die Hal­tung des deutschen Geschwaders geltenden Grundsätze bleiben selbstverständlich unverändert. Die Aufgabe des Geschwaders sei, unter Vermeidung jeder Einmischung in die inneren Kämpfe Spaniens lediglich für den Schutz deutschen Lebens und Eigen­thums zu sorgen.

Für die Vertheilung eines größeren Vorraths von Denk­münzen ist es dem Cultusminister wünschenswerth, zu wissen, welche Münzsammlungen und Sammlungen anderer Art, die zu­gleich Münzen und Medaillen aufzunehmen bestimmt sind, inner­halb der Monarchie bestehen. Durch Ministerial-Rescript vom 24. Juli d. J. sind deshalb die Regierungen und Landrosteien veranlaßt, ein Verzeichnis der in ihren Bezirken bestehenden Sammlungen der Art einznreichen und gleichzeitig zu bemerken, unter welcher Verwaltung dieselben stehen. (Hann. Cour.)

Herr Professor Dr. v. Schulte in Bonn als zweiter Vor­sitzender der altkatholischen Synodal-Repräsentanz erläßt im Deutschen Merkur" eine auf die Bischofswahl bezügliche Be­kanntmachung, deren wesentlichsten Inhalt wir in Folgendem mittheilen: Zufolge der Feststellung Seitens des hochwürdigsten Hrn. Bischofs von Deventer, Hrn. Hermann Heykamp, findet die Konsekration unseres am 4. Juni d. J. erwählten Bischofs, Professors Dr. Joseph Hubert Reinkens, am 11. August d. I. zu Rotterdam in der altkatholischen Kirche St. Laurentius statt. Indem ich nun dies hiemit bekannt mache, erlasse ich die erge­benste Einladung an Alle, deren Verhältnisse es gestatten, der für uns so wichtigen feierlichen Bischofsweihe beizuwohnen, bei welcher der hochwürdigste Hr. Bischof von Harlem, Kaspar Jo­hann Rinkel, dessen Konsekration am 6. August stattfinden wird, und der Generalvikar (Kapitularvikar) von Utrecht, Domherr Johann Verhey, assistiren werden. Insbesondere bitte ich die Herren Mitglieder der Synodal-Repräsentanz, deren Verhältnisse dies znlassen, zu erscheinen; deßgleichen bitte ich die verehrten Central-Comitâs von Köln und München, Delegirte abzuordnen, diese Einladung im Hinblick auf meine in Anspruch genommene Zeit als genügend ansehen zu wollen. Es ist dieser Moment abgewartet worden, um die Konstituirung der Synodal-Reprä- sentanz öffentlich kundzumachen. Am 4. Juni wurden in Köln zu deren Mitgliedern gewählt: die geistlichen Herren Professoren Knoodt und Reusch in Bonn, die Laien Herren Sanitätsrath Dr. Hasenclever in Düsseldorf, Appellationsgerichtsrath Rottels in Köln, der Unterzeichnete. Diese wählten mit dem erwählten Hrn. Bischof den Unterzeichneten zum zweiten Vorstand und nahmen sodann durch Kooptation die Herren Geistlichen Pro­fessor Friedrich in München und Michelis (aus Braunsberg), derzeit in Zürich, und die Laien HH. Professoren Cornelius in München und Gengler in Erlangen als Mitglieder auf. Mit Gottes Hilfe werden wir demnach am 11. August d. Js. das Werk der Konsolidirung unserer kirchlichen Verhältnisse vollendet haben. Das Einschreiten um die staatliche Anerkennung unseres Bischofs von Seiten der k. preußischen Regierung ist bereits er­folgt, und wird hoffentlich in kurzer Zeit seine günstige Erledi­gung finden. Es tritt nun die Aufgabe an die Synodal-Reprä- fentanz heran, die staatliche Anerkennung in den übrigen Län­dern herbeizuführen, an die Gemeinden und Vereine die Konsti­tuirung in der Weise vorzunehmen, wie solche durch diePro­visorischen Bestimmungen" angebahnt ist und in der dem Kon­gresse vorzulegendenSynodal- und Gemeinde-Ordnung" aus- geführt wird.

D arm st ad t, 7. August. Der Großherzog ist heute Vormittag zu einem mehrwöchentlichen Landaufenthalte nach Friedberg abgereist.

Der in Dresden domizilirtcn Muldethal-Eifenbahn- Gesellschaft ist bezüglich des diesseitigen Staatsgebiets die Er­laubniß zur Anfertigung genereller Vorarbeiten für eine Eisen­bahn von Eilenburg über Bitterfeld nach Cöthen ertheilt worden. .

Dresden, Donnerstag, 7,. August, Vormittags. Zu­folge des neuesten aus Pillnitz eingetroffenen Bulletins hatte der König eine weniger gute Nacht. Im klebrigen ist der Zu­stand unverändert.