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Wilhelmine Friederike, des Beisitzers und Zinkarbeiters basier Ludwig Bettenhau­sen, T.

Den 11. Februar. Johann Friedrich Karl, des Goldarbeiters dabier Friedrich Wil­helm August Klohs, S.

Den 11. Februar. Luise Amalie Karolina Maria, des Bürgers und Kaufmanns dahier Wilhelm Emil Gelhaar, T.

Den 17. Februar. Wilhelmine Henriette, des OrlSbürgers zu Gebern und Gold­arbeiters dahier Johann Christian Hof, T. Den 22. Februar. Katharina Wilhelmine, des Beisitzers zu Fischborn und Schrei­ners dahier Johannes Reisschneider, T-

Den 22. Februar. Anna Maria Luise, des Bürgers zu Dintelsheim und Goldar­beiters dahier Johann Heinrich Krebs, T.

Den 24. Februar. Johanna Katharina, des Goldarbeiters dahier Johann Jakob Bär aus Rinzenberg, T-

Ev. Militangemeinde.

Den 19. Februar. Johanna Katharina Au­guste Therese, des Kanoniers im Hess. Felv-Artillerie-Regiment Nr. 11 Johann Friedrich Busch, T.

In der ev. Gemeinde der Jobanneskirche.

Den 20. Februar. Lidia, des Wilhelm Fer-

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dinand Häfner von Steinbach-Halleuberg, Hausburschen dahier, T.

In der niederländischen Gemeinde.

Den 18. Januar. Friedrich Eugen, des Bürgers und Bierbrauermeisters Karl Beck, S.

In der katholischen Gemeinde.

Den 9. Februar, Karl Friedrich, des Aus­läufers Lorenz Weigand von Somborn, S.

Den 16. Februar. Bertha Katharina, des Schreiners Markus Hack von Hauswurz T.

Den 8. März. Des Taglöhners Theodor Henkel von Dorfborn, todtgeb. S.

Gestorbene.

In der ev. Gemeinde der Marienkirche.

Den 4. März. Peter Karl Franz, des Bür­gers und Graveurs dahier Heinrich Emil Schmidt S., alt 1 I. 5 M. 15 T.

Den 7. März. Johann Heinrich, des Bür­gers und Glasermeistres dahier Karl Heinrich Fischer, S., alt 5 M. 13 T.

Den 10. März. Franz Ferdinand Göbel, Goldarbeiter dahier, alt 26 J. 4M. 10 T.

In der ev. Gemeinde der Johannrskirche.

Den 6. März. Johannes Lilienfein, Bür- I ger und Schreinermeister von hier, alt 64 I. 2 M. 15 T. '

Berlin, 10. März. Die königlich italienische Regierung hat durch gesandtschaftliche Vermittlung das den ehemaligen päpst­lichen Soldaten deutscher Nation aus dem früheren Dienstverhält- nisse in dem vormals päpstlichen Heere noch zustehende Restguthaben an das auswärtige Amt zur Aushändigung an die Empfangsbe­rechtigten überwiesen. Wie man hört, wird das Geld den ihrem Aufenthalte nach bekannten Empfängern zugehen, und die noch nicht Ermittelten werden durch öffentliche Aufforderung zur Empfangnahme veranlaßt werden.

Berlin, 11. März. Wir haben vor einiger Zeit mit­getheilt, wie die Erfahrungen, welche auf dem Gebiete der Feldpost im letzten Kriege gemacht worden, auf höhere Anordnungen durch eine Conferenz von Militair- und Postbeamten festgestellt worden find, um an der Hand der gewonnenen Resultate für die Zukunft Verbesserungen aus diesem Gebiete zu machen. In ähnlicher Weise werden alle Zweige der militairischen Verwaltung einer Revision unterzogen, die hervorgetretenen Mangel festgestcllt und, wo irgend thunlich, Verbesserungen angcbahnt. Nach dieser Richtung hin hat man, wie wir hören, den gesammten MobilmachungSplan jetzt einer Revision unterzogen und hofft zu Resultaten zu gelangen, durch welche die getroffenen Anordnungen noch schneller als dies bisher zum Staunen der Welt geschah, ausgeführt werden können. Es sind zu diesem Zwecke den sämmtlichen Behörden, welche dabei in Be­tracht kommen, bereits die bezüglichen Weisungen übermittelt worden.

Berlin, 11. März. Da stellenweise an einzelne Re­gimenter noch immer Gesuche von Verwandten eingestellter Solda- :en um Versetzung der letzteren aus einer Garnison in die andere ohne triftige Gründe gelangen, so soll, wo es erforderlich ist, durch die Ortsbehörden bekannt gemacht werden, daß derartige Gesuche nur in sehr dringenden Ausnahmefällen und auch nur dann berück­sichtigt werden können, wenn die darin gemachten Angaben durch die Vorgesetzten Civilbehörden amtlich bestätigt sind. Letztere sollen bei Prüfung der Gesuche die größte Strenge beobachten, da häufige Bersehungen den Dienst benachtheiligen. Übrigens können laut §§. 127 und 128 der Militairersah-Jnstruktion diejenigen, w-lche nach einer bestimmten Garnison zu kommen wünschen, sich vor Erreichung des militairpflichtigen Alters freiwillig zur Ableistung ihrer dreijäh­rigen Dienstpflicht bei dem entsprechenden Truppentheile melden, um den Vortheil der eigenen Wahl der Garnison zu haben.

München, 10 März. Heute und morgen finden die Gedächtniß Trauerfeierlichkeiten für den vor acht Jahren verstorbe­nen König Max II. Statt Wie viel hat sich seitdem in Baiern verändert! Der Kampf zwischen Cu ie und Staat ist brennend

geworden, die oft geträumt- falsche Mittelmachtstellung Baicrns ist ersetzt worden durch eine wahrhaft einflußreiche, hohe Stellung im nationalen Reiche und das baierische Heer fühlt sich begeistert als ein Theil des deutschen Volkes in Waffen. Daß zu allem dem der junge König mu'hig und entsagend zugleich zum Wohle Baiernö und Deutschlands seine entscheidende Zustimmung gegeben hat, wird ihm die Geschichte ewig dankm. (e6ln. gtg.i

'Sebru f< mb ner'e.tf in der itiuSbtuiferfi ^-^ oeretn:.,ten euanqel. Wali'nba^es.

Hierzu die Nr. 11 der Provinzial-Correspondcnj als Beilage.

Den 12. März. Karl Konrad, des Bür­gers und Goldarbeiters Johannes Roth- ermel von hier S., alt 1 M. 9 T.

Den 12. März. Johannes Greb von Kirch« bracht, alt 52 J.

Den 13. März. Antonnette Elisabeth Mar- garelha, des Bürgers und Eisenbahn- CondukteurS Anton Philipp Lüttgenroth von hier, T., alt 8 M. 11 T.

In der wallonischen Gemeinde.

Den 16. Februar. Jeanne Marie, des ver­storbenen Andre Bertram, nachgelassene T., alt 80 J. 8 M.

In der niederländischen Gemeinde.

Den 8. März. Henriette Kathinka, des Bürgers und Goldarbeiters Johann Karl Krug, Ehefrau, geb. Wenzel, alt 29 J. 4 M. 18 T.

In der katholischen Gemeinde.

Den 1. März. Susanna Sophie, des ver­storbenen Zimmermanns MathäuS Kuhn- münch von Horbach, T., alt 5 I. 4 M. 21 T.

Den 6. März. Emma, des Lehrers Wil­helm Hausmann dahier, T., alt 5 I. 9 M. 5 T.

Den 8. März. Des Taglöhners Theodor Henkel von Dorfborn, todtgeb. S.

Mit Mazzini, schreibt dieBerl. Tribüne" in ihrer Tagesschau Nr. 31, ist einer derjenigen Männer aus dem Leben ge­schieden, die Jahrzehnte lang einen sehr bedeutenden Einfluß auf die Geschicke der Nation übten, der sie angehörten, und deren Name erblich, als das in Erfüllung ging, was sie angcstrebt hatten, aber mit anderen Männern und anderen Mitteln, als sie es gewünscht. Schon in den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts trat Mazzini (geboren 1808) in Wort und Schrift für die Einigung Italiens auf, gehörte den Carbonari an, gründete aber später einen eigenen Bund, weil ihm die Carbonari nicht weit genug gingen und ihnen ein ausgesprochener republikanischer und sozialistischer Charakter fehlte. Wegen seiner republikanischen Gesinnungen inö Ausland vertrieben, wurde Mazzini das, was man als den Typus eines ächten Ver­schwörers bezeichnen kann. Er konspirirte gegen alle Welt, zuerst gegen Karl Albert, dann gegen Victor Emanuel und den Papst, gegen Louis Napoleon, Deutschland, selbst gegen England, das ihm Gastfreundschaft bot. Sein Ideal war eine republikanische Umge­staltung Europas. Zu diesem Zwecke unterhielt er Verbindungen mit allen unruhigen Köpfen, nahm Anleihen auf, die von der künf­tigen Republik gezahlt werden sollten, organisirte Aufstände in Ita­lien, die aber sämmtlich mißglückten. Als Cavour und Victor Ema­nuel die Einheit Italiens vollzogen hatten, war allerdings der eine Theil deS Mazzini'schen Progamms erreicht, aber nicht der zweite, die Republik. Um diese herbeizuführen, begab er sich oft in allerlei Verkleidungen nach Italien und schürte Putsche an, wußte aber stets mit heiler Haut davon zu kommen. Da sich inzwischen die Italiener zu der Ueberzeugung bekehrt hatten, daß nur ein starker Regent Italiens Einheit schützen und die Unabhängigkeit des Landes sichern könne, so verlor Mazzini einen großen Theil seines früheren Ein­flusses ; nur noch die jüngere republikanische Richtung ließ sich von ihm leiten. Im vorigen Jahre wurde er auf italienischem Boden verhaftet, erlangte aber in Folge der Amnestie seine Freiheit wieder. Körperlich leidend war er schon seit vielen Jahren und sein Tod hat Niemand überrascht.

Mühlhaufen, 9. März. Nicht wenige unserer LandS- leute, welche, ohne dem deutschen Bürgerrecht entsagt zu haben, nach Frankreich gegangen waren, kehren wieder zurück, nachdem sie ge­kostet wie das Leben dort schmeckt. Das auffallendste Beispiel bürste wohl ein junger Maun aus der hiesigen Gegend, NamenS K. sein, der im vorigem Jahre wegen Widersetzlichkeit vom Kriegsgericht zu dreimonatlicher Gesängnißstrafe verurtheilt wurde und, um sich der Strafe zu entziehen, nach Frankreich entflohen war. Dort unter die für Afrika bestimmten Truppen cingereiht, kam er nach Algier; bald war ihm indeffen daS dortige Leben und die Behandlung so uner- tiäglich geworden, daß er mit tausend Mühen und Gefahren deser- thte und nach Mühlhausen zurückkam, wo er sich sofort den Behör­den stellte. In der Wahl zwischen Freiheit in Afrika und Gefängniß im E saß optirte er für daS letztere. Er sitzt jetzt eben seine drei Monate ab.