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---Unsere Heimat

Nr. 48

O r e i Schlüchterner Zungen - die heute alle drei Gymnasialdirektoren find: H einrich Monzel, Direktor am Staatl. Gymnasium in Röln-Mülheim - Kurt Steinmeyer, Direktor am Staatl. Gymnasium Philippinum in Marburg - Dr. Friedrich Senner, Direktor am Staatl. Gymnasium in Weilburg a./L.

Der vierte folgt das nächstemal.

*

wie Ludwig Grimm u

Der Maler L. E. Grimm 1847 Lr hat den treuherzigen Brief­schreiber 1815 porträtiert; die Ra­dierung ist zu sehen in unserer Heimatsammlung.

Den nachfolgenden lustigen Brief verdanken wir Herrn General D. Kühne (Berlin). Der Steinauer Töpfer Cannes Heid, ein Ju­gendfreund der Grimmkinder, der Grimms treue Magd und Köchin Marie geheiratet hatte, hat ihn an £. E. Grimm, den „Malerbruder "ge­schrieben. (Er teilt darin entrüstet dem jungen Lud- wigmit, daß dieser einen in Kussicht stehenden „petter" an seinen eigenen Bruder Ferdinand verloren habe. Die Begründung der treulosen Zurück­

setzung ist eine Kleinstadtköstlich­keit ersten Ranges und hat den für Humor empfäng-

Ilchen Ludwig sicher herzlich erfreut.

Herrn Lutwig Grimm in Kassel

Steinau den 27 abr. 1806

Mein Lieber Herr Lug sLouisj

Sie haben mir geschrieben ich falte ihn« was neues schreiben ich walte ihne gerne Diele neuigs- keite Zuschreibe (Es wäre mier aber fiel lieber wen ich selbst mit ihne spreche honte nur ein fietelstunt

m einen „petter“ kam

da walt ich ihne Vieles erzehlen, sein H^er bruter fertnant jFerdinandj h>at einen päter späten — Pa­tenschaft bekomen Don dem schneiter ball *) er Hate ihne erst nehme wolle aber bei name war im und seine frau nicht recht er war ihm zu gereng ferntnant der wäre was fuhrnehmer sprach sie wie- ter all die leute wenn die teufe sie fragen wie heist dein Kind so spracht sie fertnant heist ich> hate honte lug sLouisj neh>me aber der name ist was fubr- nehmer wie lug Viele grüfe an seine Herrn bruter und (unser schwaster und mutier Mier wünsche ihne alle viel Glück und fegen Weiter weis i<f|| nichts zu schreiben als leben sie wohl. Johannes Heibt. Meine frau läst sie noch alle in gesaut [insgesamt] grüse und last sich nochmahl für alles .... [un= leserlich: bedanken?j

Es hat uns recht vertrossen mit dem schneiter

*) Schneider Chichofski (Thickofsky), ein Pole, der im Steinweg Nr. 194 wohnte.

Dirnen aus D o 1 1 m e r 3

Frankebirn — Schweizerhose — Wasserbirn — Muschke- deller — Mollebusch — Naboleonsbirn — Gäuilsbirn — Hasebirn - Furellebirn - Schulgrelle — (Vlutgrelle Hohen- zell) — Gafelbirn - Butterbirn — Ruhfuß — Rundber- garmott — Diehls Butterbirn — Hausbirn — Pasdorenbirn — Gute Graue — Mehlbirn — Schmalbirn — IDittgebirn. wichtig für die Sammler unserer Zeitschrift.

Mit dieser Nummer 48 schließt der achte Band (24. Jahr­gang) unserer Zeitschrift. Inhaltsverzeichnisse werden nur in beschränkter Anzahl gedruckt, wer eines wünscht, melde sich rechtzeitig beim Schriftleiter. Bitte 50 pfg. in Marken beifügen!

Der Iahresmindestbeitrag für die Mitglieder des „Heimat­bundes Schlüchtern" beträgt 2.— Mk. und ist im voraus zu entrichten. (Postscheckkonto unten.) Die Helfer werden freund­lichst gebeten, die gesammelten Grtsbeiträge auf unser Post­scheckkonto einzuzahlen.

AIs Manuskript gedruckt: H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern. Schriftleitung: Wilhelm Praesent, Breitenbach Auflage: 1000 Stück. Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern. Postscheckkonto 80311 in Frankfurt a. M.