Einzelbild herunterladen
 

Nr. 48

Unsere Heimat

Seite 349

Das alte Gymnasium zu Schlächtern Quellenstücke und Berichte aus seiner Geschichte Don Hieb.»Rat D r. Lauer, Lchlüchtern

VI. Die Rektoren und Lehrer des alten

Schlüchterner Gymnasiums.

44. Rektor Johann Georg Hopf(ius) aus Heidelberg. 1624 : 28; 1632.

3. G. hops ist, wie Rektor Heinrichs Rppelius mit- geteilt hat, von 16241628 Ronrektor des Gymna- smms zu Schlüchtern gewesen. Nach der Besetzung des Klosters Schlüchtern durch Würzburg im Jahre 1628 wurde ihm das Pfarramt in Marjotz übertragen.

1 Als im Jahre 1632 die Möglichkeit bestand, den Schulbetrieb im Kloster zu Schlüchtern wieder aufzu- nehmen, wurde Pfarrer Hops in Marjotz mit dem Rektorat des Gymnasiums in Schlüchtern betraut. Bm 29. Juni 1632 wurde der Schulbetrieb im Kloster in feierlicher Weise wieder eröffnet und Rektor Hops hierbei als neuer Rektor eingeführt. Rektor Hops scheint später aber noch einmal nach Marjotz zurücke gekehrt zu sein, denn in einem Eintrag in das Eimer Rirchenbuch heißt es:Im abgelaufenen September (1632) ist dieser [Rektor Hopfj von Marjotz aufge- brochen vndt in desNewe Haus" im Kloster einge­zogen, die Schule der Gebühr na^ zu informieren."

Wie lang Rektor Hops die Schule in Schlächtern geleitet hat und was aus ihm geworden ist, findet sich nicht berichtet.

45. Präzeptor Johann Kaspar Schmid(ius).

1624: 1629.

Präzeptor 3. Kaspar Schmid findet sich in den Jahren 16241629 als Lehrer der Massen Quarta und Tertia des Schlüchterner Gymnasiums bezeugt. [Am 30. Juli 1629 heiratete er in Schlüchtern Re­gina Romeiser, die Tochter eines Schlüchterner Bür­gers und siedelte bald nachher nach Bergen in der unteren Grafschaft Hanau über, um dort eine Präzep- torfteile zu übernehmen. Weiteres über ihn ist nicht bekannt.

46. Konrektor Nikolaus Jimmermann. 1631:1634

Er ist geboren zu Rreuznach an der Nähe als Sohn von Friedrich Simmermann, dem später das Pfarr­amt zu Hochheim am Rhein übertragen wurde.

Ueber seinen Bildungsgang finö wir nicht unterrich­tet. Wir wissen nur, daß er von 1632 bis 1634 Ron­rektor am Gymnasium zu Schlüchtern gewesen ist. Aus dieser Seit finden sich im Rirchenbuch folgende aus ihn bezügliche Einträge:

! 1634 Aprilis 9 schreibt Pfarrer Feylingius in das Eimer Kirchenbuch:Denn ich zuvor auch in patria jSchlüchternj des Ehrenhaften unb Wohlgelehrten Herrn Zimmermann Tonrectoris Töchterlein getauft" und 1634 Mai 1:Gestorben Dom. Tonrectoris Zim- Mermanni filiola jTöchterchenj Anna Tatharina."

Nach Diehl Hassia sacra III, S. 239, ist N. Zimmer­mann gegen Ende des 30jährigen Kriegs Rektor der gelehrten Schule in Rreuznach, von 16491651_Rek= tor in diene und von 16511657, seinem Todes­jahr, Rektor in Oppenheim gewesen.

47. Präzeptor Sebastian Marx. 1631 :1635.

Sebastian Marx stammte aus Schlächtern, wo sein Vater Bierbrauer war. Nach dem Besuch des Gymna­siums in Schlüchtern wurde er im Jahre 1628 zu-

(Sortje^ung) sammen mit Joh. Denhard und Joh. Konrad Gaul, die beide auch aus Schlüchtern stammten, am Gymna­sium illustre in Bremen immatrikuliert.

Am 21. August 1631 heiratete Sebastian Marx zu Schlüchtern eine Witwe namens Barbara Niclaß. 3 m Timer Rirchenbuch findet stch unter dem 3. Juli 1635 von Pfarrer Feylingius eingetragen:

dobem die [an demselben Tages ist auch der Lr- bare Heinrich Marx, D. Sebastiani Marci praecep- toris hanovici pirotempore pater [bet Vater des der­zeitigen ha iranischen Lehrers Herrn Sebastian Marxs ehrlich zur erden bestatt worden. Bierbrauer Hand­werks."

Daraus ist zu ersehen, daß der Präzeptor Sebastian Marx nach seiner Tätigkeit am Gymnasium zu .Schlüchtern ein Lehramt in Hanau bekleidet hat.

48. Kantor und Präzeptor Gottfried Kappes.

1631 : 1632.

Ueber die Herkunft und die Rrt der Ausbildung des Präzeptors Kappes liegen Nachrichten nicht vor. Es findet fi^ von ihm nur berichtet, daß er bei der Wiedereröffnung des Unterrichts im Schlüchterner Gymnasium am 29. Juni 1632 zu dessen Lehrern gehört hat. Er wird Lehrer der untersten Klaffe des Gymnasiums gewesen sein.

49. Präzeptor Anton Riccius aus Bilbel.

1631 : 1632.

A. Riccius ist im Februar 1609 zu Bilbel als Lohn des dortigen Pfarrers Johannes Riccius gebo­ren. Er ist in der Zeit von Nov. 1631 bis 1634 als Pfarramtskandidat Lehrer am Gymnasium zu Schläch­tern gewesen. Im Jahre 1634 hat er das Pfarramt in Roßdorf angetreten. Er hat dieses Amt bis in das Jahr 1641 verwaltet. Gestorben ist er 1677 als Pfarrer in Bruchköbel, wo er sich 1658 bereits als Pfarrer bezeugt findet.

50. Präzeptor . . . Peter Denhard aus Schlüchtern. 1631.

In Bezug auf den Geburtsort und den Bildungs­gang Peter Denhards liegen urkundliche Nachrichten nickst vor. Er findet sich lediglich für den November des Jahres 1631 als Lehrer des Gymnasiums zu Schlüchtern urkundlich bezeugt.

Nach der Matrikel des Gymnasiums illustre zu Bremen ist an dieser Hochschule im Jahre 1628 ein Johannes Denhard aus Schlüchtern als Studiosus der Theologie immatrikuliert worden. Es wäre denk­bar, daß Peter Denhard, wie es zu seiner Zeit in Schlüchtern allgemein üblich gewesen zu sein scheint, als ersten Vornamen auch den Namen Johannes ge­führt habe und daß er mit diesem allein in die Ma­trikel des Bremer Gymnasiums eingetragen wor­den sei.

51. Rektor Georg Konrad Scheuermann aus Eberstadt am Neckar 1634:1635.

Ueber den Bildungsgang Scheuermanns und die näheren Umstände, unter denen er Leiter der ge­lehrten Schule zu Schlüchtern geworden ist, sind wir nicht unterrichtet. Schon bald, nachdem er im Jahre 1634 sein Schulamt in Schlüchtern angetreten hatte,