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Unsere
Heimat
Nr. 46/47
Ein weitberühmter „S ch w a r z e n f e l s e r" ist der am 6. Nov. 1929 in Frankfurt a. IR. verstorbene Altgeschichtr- forscher Prof. Dr. G e o r g Wolfs, der in diesen Blättern unsere Bergecke, obwohl er nicht in ihr geboren ist, seine „früheste Heimat" genannt und zu ihrem Lobe gesagt hat: „Ueber- blicke ich im Geiste die Gesamtentwickelung meiner alten Heimat während der letzten beiden Menschenalter, so drängt sich mir die Ueberzeugung auf, daß ich meine Uindheit und frühe Jugendzeit kaum an einem schöneren Orte und unter günstigeren Verhältnissen hätte verleben können, als es dort in und nach der Mitte der vorigen Jahrhunderts der Fall gewesen ist". Die Domäne in Schwarzenfels war von 1852-76 sein und seiner Eltern Heim; auf dem dortigen Friedhof liegt seine jüngste Schwester begraben, von der schönen Gegend rühmt er, daß sie sein Interesse für die Dinge geweckt habe, deren einzigartige Be- meisterung ihm später wissenschaftlichen Ruf über Deutschland hinaus eintrug Nur bedauerliche Zufälle (wie er selbst einmal an den Schriftleiter schrieb) waren schuld daran, daß er gerade im Kreis Schlüchtern nicht dazu kam, mit dem Spaten die Geheimnisse der Früh- und Vorgeschichte aufzuhellen. — Die Heimat gedenkt an seinem Todestage in Treue des begnadeten Mannes, „dessen Seele zu groß war, um je einen Feind gehabt zu haben."
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Sondergaben für „Unsere Heimat"
Frau Gerlach, Großenbuseck 2.— MK. Herr Leo Seelig, Nienburg 1.— MK. Frau Sack, Gießen 2.- MK. Herr M. Schudt, Magdeburg 2.- MK. Herr Zahnarzt Freuden- thal, Hamborn 1.— MK. Frl. M. Schnegelsberg, Homburg 14.— MK. Frau M. Schwammberger, Ffm. 3.— MK. Herr Pfr. Slenczka, Kassel 1.— MK. Herr Rechtsanwalt Heintz, Godesberg, 2.— MK. Herr Förster Lzarneki, Weilers 1.— MK. Frau Godds, Langenselbold 1.— MK. Frau Prof. Wolff, Ffm. 1.- MK. Herr Rektor Weitzel, Wolfhagen 1.— MK. Frl. Marie Schäfer, Ffm. 1.- MK. Frau Gretel Mantel, Mellrichstadt 3.— MK. Frau 3eil, Ffm. 1.— MK. Herr Fabrikant Max Wolf, Schlüchtern 20.— MK. Herr Rbolf Müller, Ffm. 1.— Herr Lehrer Müller, Magdeburg 1.— MK. Frau Baronin v. Stumm, Ramholz 18.— MK. Excellenz v. Rühlmann, Ramholz 18.- MK. Herr Dr. Schuster, Hohenroth 6.- MK. Frl. Johanna wiedemann, 2.— MK. Herr Lehrer a. d. Dillenburger, Kassel 2.- MK. Herr Apotheker Grebe, Schreiberhau 2.- MK. Herr Rektor Zinnall, Hersfeld
2.- MK. Frau Merian Genast, Weimar 2.— MK. Herr Pfarrer i. R. Goebels, Hanau 4.- MK. Graf v. Branden- stein, Biberach 8.— MK. Herr Lehrer Euler, Nordhausen 2.— Herr Oberstudiendirektor Annaker, Wiesbaden 3.— MK. Frau Schröder, Hannover 4.- MK. Herr H. Scherf, Hofheim i. T. 1.— MK. Herr Dberregierungsrat Leimbach, Kassel 1.— MK. Frl. wiedemann, Marburg l.- MK. Frau Lehrer Rohde, Marburg 1.— MK. Herr Lehrer Werner, Wächtersbach 1.- MK. Herzl. Dank! Der Vorstand
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Heimatpost
Am Hause Nr. 140 auf den Barackenhöfen bei Marjotz kann man einen Holzschuh sehen, der im Sommer als Schwalbenwohnung gedient hat. Das eigentliche Nest hatte sich von der Hauswand gelöst und war mit den Jungen herabgefallen. Die tierfreundlichen Hausbewohner betteten die unverletzten Vögel in das Ersatznest und hingen es auf, mit dem Erfolg, daß die Riten ruhig weiterfütterten. — Eine ähnliche Merkwürdigkeit hing im Juni 1927 an einer wand im Schloß zu Hausen b. Salmünster, ein Stahlhelm nämlich, in dem ein Hausrotschwanzpärchen sieben Junge großzog.
Rm 8. September wurde die Rirche in Breitenbach 150 Jahre alt. Eine kleine Feier in dem von den Schulkindern geschmücktes Gotteshaus, bei der wie bei der Einweihung des Baues der Jugend wecke ausgeteilt wurden, und ein Gedächnisgottesdienst am 11. September stellten der Gemeinde die Bedeutung des Tages vor Rügen.
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Studenten und Studentinnen der Frankfurter pädagogischen Akademie machten im vergangen Oktober in unserem Kreise ihr Landschulpraktikum, d. h. sie versuchten durch Zuhören und Unterrichten in weniggegliederten Schulen Einblick in die besondere Arbeit des Dorflehrers zu gewinnen. Ueber die Erfahrungen dieses Aufenthaltes, der mit einem vorbereitenden Studienlager auf dem Habertshof begann, äußerte sich die leitende Dozentin, Frau Professor Dr. Simons, abschließend : „Das harmonische Zusammenarbeiten, das sich überall entwickelt hat, läßt uns hoffen, daß — sofern die pädagogischen Akademien bestehen bleiben — der Kreis Schlüchtern für die schulpraktische Ausbildung der Frankfurter Studenten ein fester Stützpunkt wird."
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Der verein für jüdische Museen in Bayern besitzt ein geschnitztes Holzfigürchen, das „Preußje von Schlüchtern" darstellend; ein Lichtbild davon hat er unserem Heimatbund frdl. gestiftet. wer hilft, daß wir es veröffentlichen können?
Der Universitätskurator in Göttingen, Herr Geh. Regie- rungsrat Dr. Valentiner, ist zum Ministerialdirektor im preußischen Unterrichtsministerium ernannt worden. Er übernimmt die Leitung der Abteilung für Wissenschaft und Kunst. Der Heimatbund gratuliert feinem Mitbegründer und dem unvergessenen Landrat unseres Heimatkreises herzlichst!
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Noch 1? einheimische Sinnen
Schulgrelle — Rölleiche — Frankebirn — Zockerbirn — Rotebirn - Schneiderschbirn — perlemottebirn — Herbstbirn — Eierbirn - Mehlbirn — Salzbirn — Gäulsbirn - Abe- degerbirn — Butterbirn — würzbirn — wasserbirn — Fleischbirn. KI. Vögler, Heubach
Der Iahresmindestbeitrag für die Mitglieder des „Heimatbundes Schlüchtern" beträgt 2.— MK. und ist im voraus zu entrichten. (Postscheckkonto unten.) Die Helfer werden freundlichst gebeten, die gesammelten Ortsbeiträge an Herrn Kon= rektor Sckäfer, Schlüchtern, abzuführen.
Das Bild auf dieser Seite verdanken wir Herrn Arckiv- direktor Dr. Ruppertsberg, Frankfurt a. M. Das Klischee zu dem Bilde auf Seite 343 lieh uns der Berliner Tierschutzverein.
Als Manuskript gedruckt: H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern. Schriftleitung: Wilhelm Praesent, Breitenbach Auflage: 1000 Stück. Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern. Postscheck-Ronto 80511 in Frankfurt a. M.