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Uns ere Heimat

Nr. 40/42

wurde er erst Domherr und dann 1554 Rektor der Universität in Erfurt. Er starb daselbst im Jahre 1554.

2. Magister Bonifatius Helph .... aus Grüningen in der Wetterau.

Sein Zuname ist nur in der abgekürzten Form, in der er sich aus einem erhalten gebliebenen Schrift- stück unterzeichnet hat, überliefert worden. Er lehrte in der Zeit von 1539 bis 1540 an der gelehrten Schule zu Schlüchtern.

3. Christophorus 3m Hoff (Aulaeus) aus Erfurt.

Er fand alsgekrönter Dichter" im Spätherbst 1541 einen Unterschlupf im Kloster Schlüchtern, wo er bis in den späten Sommer des Jahres 1542 an der gelehrten Schule unterrichtete.

4. Thomas Mysenius.

Mysenius kam im Herbst 1542 von Wittenberg, wo er sich längere Zeit aufgehalten hatte, als fahren­der Lehrer nach Schlüchtern und lehrte an der dorti­gen Rlosterschule. Da er ein studierter Theologe war, ließ sich auch Abt Lotichius von ihm in der theologi­schen Wissenschaft unterrichten. Wie lange er in Schlüchtern ausgehalten hat, steht nicht fest. Schiele sagt über ihn:An des Erfurters Im hoff Stelle trat im herbste 1542 Thomas Mysenius, der sich in Wittenberg längere Zeit ausgehalten hatte. Aber er glaubte zu größeren Dingen berufen zu sein, als zum Ludimagister [Schulmeister] in Schlüch­tern und nahm die Stelle nur an, bis ihm Lhristus eine Tür in größere Erfolge auf tun werde und strebte bald weiter. Als Ende 1542 in Schlüchtern die Pest ausbrach, rettete er sich nach dem benachbarten Steinau."

5. Johannes Xenantopoeus.

Tenantopoeus unterrichtete 1543 in Hanau wäh­rend der weit und breit herrschenden Pest 6 Dillen- burger Rinder und war bann brotlos geworden. Emp­fohlen nom. hanauer Kanonikus Johann bat er im Laufe des Jahres 1543 um Anstellung als Ludi­magister an der Schule in Schlüchtern. Db er vom Abte angenommen worden ist, steht nicht sicher fest. Schiele möchte es glauben.

K. Magister Johannes Pedionaeus Rheins.

Magister Pedionaeus stammte aus Konstanz am Bodensee. Er wirkte in der Zeit 1543/1544 als Leh­rer an der Lateinschule des Abts Petrus Lotichius zu Schlüchtern.

Später wurde (e r Professor der Dicht- und Rede­kunst zu Ingolstadt.

Er war ein sehr gelehrter Mann, an den sich der Reffe des Abts, Petrus Lotichius II., besonders eng anschloß.

7. Adam Mylius aus ?

In einer die Geschichte des Gymnasiums zu Schlüch­tern behandelnden Niederschrift sagt Dr. Philipp L. M. Lotich: Zu den ersten Lehrern des Gymnasiums gehörten Thristian Lotichius, Johannes Hettenus und A b a m Mylius. Auf welche urkundliche Nachricht sich diese Angabe des Dr. Lotich stützt, ist uns nicht bekannt, ebensowenig etwas weiteres über diesen Lehrer Mylius.

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8. Magister Michael Beuterus aus Karlstadt (bei würzburg).

Michael Beuther wurde im Jahre 1522 zu Rarl- stadt bei Würzburg als Sohn eines Bürgers dieses Städtchens geboren, der im bald darauf ausbrechen- den sog. Bauernkrieg sein Leben einbüßte. Dom sei­nem Pflegevater Michael Seubolt sehr sorgsam er­zogen, begann er sein Studium in Marburg, wo sich sein Rarlstädter Landsmann, der evangelische Huma­nist Johann Drach (Vraconites), seiner besonders an= nahm. Er setzte dann sein Studium in Toburg fort und begab sich 1536 nach Wittenberg, wo er von Melanchthon besonders auch in das Studium der Ge­schichte eingeführt wurde.

Im Jahre 1543 wurde M. Beuther von Abt Pe­trus Lotichius als Lehrer an die Rlosterschule zu Schlüchtern gezogen, wodurch die Beziehungen dieses Abtes zu Philipp Melanchthon in wittenberg wesent­lich gestärkt wurden. Eine Folge davon war der mehrmalige Aufenthalt Nelanchthons im Kloster Schlüchtern zu dieser Zeit.

Durch den Bruch des Abts Lotichius mit dem Bi­schof von Würzburg entstand im Kloster Schlüchtern zwischen den älteren Ronventualen des Klosters auf der einen und dessen jüngeren Insassen auf der ande­ren Seite heftiger Streit, sodaß es damals hieß, Mi­chael Beuther habe deshalb Schlüchtern schleunigst den Rücken gekehrt.

Im Jahre 1546 wurde M. Beuther Professor der Geschichte, der Poesie und der Mathematik, später auch Rektor an der Universität Greifswald. Im Jahre 1548 war Magister Beuther Rat des Bischofs Melchior Zobel in Würzburg, machte dann in der folgenden Zeit eine längere Reise durch! Frankreich! und hielt sich im Jahre 1551 wieder in Würzburg auf. Im Jahre 1553 begab er sich auf Melanchthons Rat nach Italien, studierte in Padua und Rom Medizin und erwarb zu Ferrara den Grad eines juristischen Doktors. Im Jahre 1559 war er Bibliothekar in Heidelberg, dann Rirchenrat des dortigen Kurfürsten. Drei Jahre später, im Jahre 1561, wurde er Pro­fessor der Mathematik und Poesie in Greifswald und endlich im Jahre 1566 Professor der Geschichte in Straßburg. Im Jahre 1587 ist er als solcher in Straßburg gestorben.

9. Lornius, Arzt unb Dichter, weilte im Jahre 1543 einige Zeit im Kloster zu Schlüchtern und mag sich in dieser Zeit auch als Lehrer an dessen gelehrter Schule betätigt haben. Siehe Nr. 11.

10. 3obocus Petrus Neithard aus Ulm.

1545 : 1546.

I. p. Neithart kam im Oktober 1545 als fahrender Lehreretwas bloß und arm" in das Kloster Schlüch­tern und wurde daselbst vom Abte Petrus Lotichius bis zu Ostern 1546 als Lehrer für die Rlosterschule gedungen.

11. Georgius Fabricius Solitariensts. 1579.

Dieser aus Schlüchtern stammende Dichter von Elegien muß zum minbeften im Jahre 1519, dem Todesjahr der Gräfin Helene von Hanau-Münzenherg, noch gelebt haben, denn in einer alten Handschrift, deren Verfasser nicht feststellbar ist, heißt es:Als der Abt Petrus Lotichius um das Jahr 1543 mit der Reformation des Klosters jSchlüchternj umging und