Nr. 37/39
- Unsere Heimat
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4. Gräfin Ehrengard von Hanau, Tochter des Grafen Philipp II. von Jsenbürg-Büdingech geb. 1. Oktober 1577, Gemahlin des Grafen Albrecht von Hanau, gest. 20. Septbr. 1637.
Deren Kinder:
5. Gräfin Elisabeth von Hanau, geb. 14. 9. 1607 zu Schloß Schwarzenfels.
6. Gräfin Johanna von Hanau H 1673.
7. Gräfin Magdalene Elisabeth von Hanau f 26. Febr. 1687.
8. Graf Johann Ernst von Hanau, geb. 13. Juni 1613 auf Schloß Schw!arzenfels.
9. Gräfin Elisabeth von Hanau, geb. vermutlich 1615 auf Schloß Schwarzenfels.
10. Gräfin Marie Juliane von Hanau, geb. 15. Januar 1617, f am 28. Oktober 1643.
3 Söhne des Ehepaars starben kurz nach ihrer Geburt auf Schloß Schwarzenfels.
Zur Hofhaltung des Grafen Albrecht von Hanau- Schwarzenfels gehörig werden genannt:
1. Der Haushofmeister Burckhausen.
2. Der Stallmeister Rotleben. Sie werden im Oberstock des Marstallgebäudes ihre Wohnräume gehabt haben.
vi. In der Hessen - Kassel'schen geil der Burg Schwarzenfels letzte auf ihr:
Der Keller des hessischen Amts Schwarzenfels: Ludwig von Jossa. Er ist geboren in Breitenbad)i am Herzberg im Jahre 1616, wurde 1628 am Pädagogium in Marburg und im Jahre 1646 an der Universität zu Kassel immatrikuliert, von 1654 an hatte er als Keller des Amts Schwarzenfels seinen Wohnsitz in dem ehemaligen Marstallsgebäude der Burg. *
Berichtigungen
1. 3n der ersten Spalte der Seite 282 der vorigen Nummer ist als Schutzheilige der Schloßkapelle zu Schwarzenfels aus versehen die heil. Natharina angegeben worden. In Wirft« lichkeit ist die Kapelle der heil. Margarete geweiht gewesen, wie es von mir auch in dem bereits früher in diesem Blatte erschienenen Kussatz über die Burg Schwarzenfels ganz richtig angegeben gewesen ist. lvela^e von den verschiedenen heiligen Margareten in der Kirchengerichte im vorliegenden Falle in Betracht kommt, bleibt ungewiß.
2. Der durch gestrichelte Linien angegebene Standort des ehemaligen Torgebäudes auf dem Lageplan des Schlosses Schwarzenfels ist, wie ich in dankenswerter Weise von Herrn Lehrer Hämel in Schwarzenfels höre, nicht ganz zutreffend. Das Gebäude hat mit dem ehemaligen Torturm so in Verbindung gestanden, daß dieser den vor dem Tor liegenden Platz flankiert hat. Der Pranger hat jenseits des Schlotzwegs an der Kutzen- wand des Torgebäudes seinen Platz gehabt. D r. Lauer
Ludwig Grimms Gesuch in Steinau im Herbst 18]5 von Dr. Wilhelm Schoof, Hersfeld
<^>en Wickel^a) habe ich nicht mehr gesehen, aber der -X^alte Kupferschmied^) macht immer noch sein verdrießlich Gesicht. Die alte Lberhardin ^a) lebt noch und die Sümpfet Lauschern50) führt ihr den Haushalt. Der Storch hat jetzt sein Nest auf Rentmeifters Scheuer, es ist von unglaublicher Größe, sodaß die Frau Base anst?) mit Familie gut Platz hätte.
Heute früh bin ich die Gegenden vom Hundsrück ganz allein durchgangen und jhabej dann beiliegende schnelle, aber treue Zeichnung gemacht. Ich saß unter einem Birnbaum, wo der Vater einmal Birnen ab= geschüttelt hat, und gerad war die Zeit, wo sie reif waren. Wie ich so eine Weile saß, fielen 2 ganz reife, die wie Honig süß waren, vor mich nieder. Im Saugraben stehn noch die großen fdjiönen Eichen. Das Weisgerber Häuschen ist auch noch im Gang und man riecht es schon, wenn man in die Nähe kommt. Am alten Badplatz am Zwackelbäum hab ich auch gebadet und von dort die beiliegende Zeichnung von der Steinebach! gezeichnet. Den Forstigen- garten und Hemmerich hab icfy gesehn, bin aber nicht darin gewesen. Der Hollerbusch auf der Mauerwiese nach dem Biengarten steht noch. Ich habe meinen Namen noch an vielen Bäumen gefunden, aber groß gewachsen. Auf unserm Schieferacker bin ich auch gewesen, wo auch die Aussicht schön ist.
Heute war ich auf dem Kirchhof. Die Kirch ist ganz verwüstet, aber das Grabmal nebst Büste von Ritter Hans von Welsperg ist nody zu sehn. Der Grabstein des Großvaters steht noch unversehrt unter Bäumen, Gräutern und Blumen. Durch Zufall ist die alte Mänchin, seine Magd, zu seinen Füßen begraben warben. Auch nicht weit davon liegt der Jac. Denhard 50a). Vor dem Tor sind mehrere neue Häuser angebaut worden, wie auch für dem Brücken- tor einige. Heute waren wir bei dem Gottschalk
(Schluß) beim Kaffee und einer pfeife Tabacks Darnach sind wir um die Stadt spazieren gangen. Auf bis Samstag ist der Postwagen bestellt. Heut sind wir auch überall herumgegangen in den Gegenden. Abschied habe ich bei niemand genommen als bei Frau Base Lottche51), Buß, Gebels und Bürgerleuten, der Lies und dem Thatrinchen 52) habe ich 2 Bänder um die Kappe gekauft, jedes zu 1/2 f. (Die Lies hat mir unter andern gesagt, das Thatrinche hätte alles, was wir in der Haushaltung brauchten, gelernt und wäre sehr ordentlich und fleißig, und wenn Ihr einmal eine Magd brauchtet, so möchtet Ihr das Thatrinche nad) Tasse! nehmen), ferner habe ich burd} den Wilhelm D [ enhardj dem Müller 3 f., der Magd und Bedienten Trinckgelder geben lassen, welches er bann abrechnen wird zu seiner Zeit, aud) habe ich der Hoperspechen etc. etwas gegeben. Der Lotte hätte ich bald vergessen zu sagen, daß mir aud) die alte Aeller- frau, die als sonst zu uns kam, begegnet ist. Sie läßt das Lottche grüßen. 3d) habe ihr gesagt, sie sollte zu uns kommen, ich wollte ihr etwas geben, aber sie ist ausgeblieben.
Vetter Poppelmann hat mich gebeten, Tuch zu schreiben, wenn Tarl etwa nach London, ihm doch mitzubringen Hederici graecum Lexicon cura Ernesti nunc auctum a Th. Slorell (?) Londini 1778 in 4°, ferner will ich alles schreiben, was ich versprochen habe, nämlich dem Preusche 53). Es hätte 2 Söhne ausgestattet, die den Sd)lüd|temer Schutz genössen. Nun hätte es noch einen mit Namen Abraham Mar- tageq. Der Jüngste bittet auch um freien Schutz bei seiner Königl. Hoheit und daß er heiraten kann, um seinen Vater, der in 70zig ist, zu unterstützen. Es hat es mir noch vielmal wiederholt und mir Millionen Grütze an Luch aufgegeben zu bestellen. Es hat sich wenig verändert, kommt bei Hitze ober Kälte.