Unsere Heimat
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als erster landgräflich hessischer Verwaltungsbeam- ter in Schwarzenfels findet sich der im Schlüchterner Kirchenbuch zuerst im Jahre 1649 und später im Jahre 1654 noch einmal als Taufpate aufgeführte, zu Breitenbach am Herzberg geborene Kellerei-Verwalter Ludwig von Jossa*) bezeugt,' der in Kassel und Marburg seine juristische Rusbildung genossen hatte und dann in den hessischen Staatsdienst getreten war.
Heute dient das ehemalige Marstallgebäude des Schlosses Schwarzenfels im wesentlichen einem Rmts- gericht und seinem Richter als Dienst- und Wohnge- bäude.
In einem den westlichen Teil seines Erdgeschosses einnehmenden stattlichen und würdig ausgestatteten Raume wird den Bewohnern des Dorfs Schwarzenfels an Sonn- und Feiertagen das Wort Gottes verkündet.
Menschen verschiedensten Standes und verschiedenster art sind es nach alledem gewesen, denen das Schloß Schwarzenfels in dem mehr als 31/2 Jahrhunderte umfassenden Zeitraum seines Bestehens als fester Wohnsitz und sicherer Rufenthaltsort gedient hat.
Soweit es möglich ist, mögen sie nach ihrem Stande und der Zeit ihrer Rnwesenheit auf dem Schlosse geordnet hier am Ende unserer Rusführungen über das Schloß Schwarzenfels der Reihe nach namentlich auf- geführt werden.
1. Hanauische Amtmänner auf Schloß Schwarzenfels:
1. Ritter Gottfried, Schultheiß (advocatus) 1280— 1309 t
2. Ribrecht Kochmeister (Küchenmeister) 1316 1340
3. apd Küchenmeister 1327
4. Gtto Küchenmeister 1340—1346
5. Frowin von Hütten 1346—1364
6. Fritz von der Thann 1370—1372
7. Ludwig von Hütten, der Sohn Friedrichs von Hütten zu Burggronau 1384
8. Karl von Thüngen 1401
9. Heinrich von Merlan 1412
10. Ulrich von Hütten bis 1448
11. Lorenz von Hütten Ende 1448
12. Peter Focke 1456
13. Hans von Ebersberg 1466. 1472
14. Johann von Rordeck zur Rabenau 1484—1492
15. Philipp der Junge von Eberstein 1492. 1510
16. Ritter Konrad Schott von Hornberg 1510—1511
17. Ebert von Eberstein bis 1526
18. Hans von Lauter 1528—1550 amtmann zu Stei- nau und Schwarzenfels.
11. Kapläne der Margareten-Kapelle zu Schwarzenfels:
1. Hermann 1305
2. Hartmann 1378 f
3. Konrad Wibel 1378
4. Johann Heilmann bis 1. 2. 1433
5. Johann Besel 1433—1440
6. Berttzold Rosenkranz 1440—1479 f
*) Die von Nieder-Iossa im Kreije Hersfeld ihren Namen tragende Familie von Jossa, der dieser Keller Ludwig von 3ojja angehört hat, darf nicht mit der dem hohen Ndel angehörenden Familie von Iossa (Jazza) verwechselt werden, die im ersten Drittel bes114. Jahrhunderts in Lalmünster begütert war und wohl als ein Zweig der Familie der freien Herrn von Steckelberg anzusehen ist, dessen Glieder sich nach ihrer Burg Iossa dem heutigen Burgjoß im Kreise Geln- Hausen genannt haben.
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7. Friedrich Schatze 1479—?
8. Kaspar Wolfersheim — 26. 4. 1526
9. Johannes Roll 1526—?
111 Hanauische Burgmannen auf Schloß Schwarzenfels:
1. Ein Burgsitz der von Hutten-Steckelberg lag in der Vorburg des Schlosses Schwarzenfels. als Inhaber von ihm werden genannt: Fro- win von Hütten 1346. Ulrich von Hütten, der Vater des bekannten Kämpfers für die geistige Freiheit. Philipp Daniel von Hütten, der im Jahr 1643 auf den Burgsitz verzichtete.
2. Einen Burgsitz zu Schloß Schwarzenfels besaß auch das ursprünglich fuldische Ministerialen - Geschlecht Kochmeister, Küchenmeister, die sich zeitweise sogar Küchenmeister von Schwarzenfels nannten. Es werden genannt: Ribrecht K. 1316; Rppel K. 1327; Dietrich K. 1352; Gysel- brecht K. 1361; Hentze K. 1361; Gtto K. 1362.
3. Ein anderer Schwarzenfelser Burgsitz war im erblichen Lehenbesitz des hanauischen Rdelsge- schlechts der hohelin. Es werden als Burgmänner genannt: Johann hohelin 1330; Dietrich hohelin 1352; Die Brüder Rpel, Dyt- mar und Hentze hohelin 1361.
4. Ritter Johann von Limbach 1350
5. Berthold von Breunings 1362
6. Götze Marqkart, Hermann Marqkart 1371
7. Erben des hohslinschen Burgguts wurden später die von Eberstein zu Schloß Brandenstein. Mangold von Eberstein, Philipp I. von Eberstein —1473, Philipp d. I. von Eberstein bis 1473.
IV. Gräflich hanauische Keller. (Rentmeister): Keller Jordan 1370.
1550 wird ein Johannes Koch, Keller zu Schwarzenfels, als Torwart wird 1474 ein Hans Docket urkundlich genannt.
V. Aur dem Hause der Reichsgrafen von Hanau-Münzenberg:
1. Gräfin Helene von hanau, geb. 13. Juni 1532 als Tochter Johanns II., Pfalzgrafen zu Zimmern, vermählt 22. Rovbr. 1551 mit dem Grafen Philipp III. von Hanau-Münzenberg, Witwe am 14. Rovbr. 1561, bewohnte das Schloß Schwarzenfels, ihren Witwensitz, von etwa 1565 an bis 5. Febr. 1579, an dem sie nachts 11 Uhr in ihm verschied.
2. Gräfin Magdalene von Hanau, Tochter des Grafen Philipp IV. von Waldeck!, geb. 1558, vermählt am 6. Februar 1576 mit dem Grafen Philipp Ludwig I. von hanau, der am 4. Febr. 1580 starb. Bewohnte das Schloß Schwarzenfels, ihren Witwensitz, vom Jahre 1580 bis zum Ende des Jahrs 1581, in dem sie am 9. Dezember eine zweite Ehe mit dem Grafen Johann von Rassau-Katzenellenbogen entging.
3. Graf Ribrecht von Hanau-Schwarzenfels, geb. 12. 11. 1579 als jüngster Sohn des Grafen Philipp Ludwig I. von Hanau, gest. 20. 9. 1635, und seiner Gemahlin, der Gräfin Magdalene von Hanau. Er bewohnte mit seiner Familie das Schloß Schwarzenfels von 1604 an länger als zwei Jahrzehnte.