wc^e^^c^^e^t^^^ Unsere Heimat c^c^c^t^t^c^c^^c^^c^Qs Seite 65
Nr. 2 und seine Anhänger eine Urfehde ausgestellt hatten, wurde er nach längerer Gefangenschaft wieder frei- gelaffen. Er starb noch vor dem Jahre 1552 und hinterließ 4 Söhne.
21. Loren; von Hütten war im Mai 1525 an der Verteidigung des bischöflichen Schlosses in Würzburg, des Marienbergs, gegen die aufständischen Bauern in hervorragender Weise beteiligt. Er starb 1542 und hinterließ einen Sohn Namens Peter, der bald nach dem Jahre 1549 in kaiserlichem Dienste sein Ende fand. —
22. Hans von Hütten, erst fuldaischer Amtmann in Saaleck, dann Würzburgischer Amtmann in Trim- berg, starb im Jahre 1552 kinderlos.
23, Ulrich Loren; von Hütten findet sich im Jahre 1549 als Amtmann in Orb, später als solcher in Meinberg. Um das Jahr 1560 entstanden ;wischen ihm und dem Kloster Schlächtern Streitigkeiten, in deren Verfolg er die Einkünfte des Klosters in Ram- hol; mit Beschlag belegte. Zu den Punkten, die er dem Grafen von Hanau gegenüber ;ur Rechtfertigung seines Schrittes verbrachte, gehörte auch wieder das unzulässige Verhalten des Klosters be;üglich der von Huttenschen Grabkapelle. Er beklagte sich bitter darüber, daß man im Kloster die Verpflichtungen, die es bei ihrer Stiftung eingegangen sei, nicht mehr erfülle und sogar die in ihr aufgehängt gewesenen von Huttenschen Wappenschilde ;um höchsten Schimpf für das gesamte von Huttensche Geschlecht habe herabwerfen lassen. Ulrich Loren; hinterließ ebenso wenig wie seine weltlich gebliebenen Brüder und Vettern Kinder, sodaß nach seinem Tode die Güter der Steckelberger Linie wieder dem Gronauer Hauptstamme ;ufielen.
24. Mangold von Hütten erwarb sich in Frankreich eine gute Bildung und große Fertigkeit im Gebrauche der fran;ösischen Sprache. Er war mit dem Ar;t und Dichter Petrus Lotichius Sekundus in Schlächtern, der öfters auf der Steckelburg sein Gast war, eng befreundet. Als ihn im kaiserlichen Kriegsdienste ein früher Tod ereilt hatte, dichtete Petrus Lotichius ;u seiner Verherrlichung eine längere Elegie.
25. Eitel Sebastian von Hütten erhickt von seinem Vater alle Güter der Familie in Altengronau. Da die hoch oben auf dem Frauenberg gelegene alte von Huttensche Burg bei ihrer Einnahme durch die Hanauer im Jahre 1492 schweren und kaum wieder gut ;u machenden Schaden erlitten hatte, erbaute sich Eitel Sebastian im Tale unterhalb von Altengronau ein neues geräumiges, durch breite Wassergräben geschütztes Schloß, das sog. neue Haus, und be;og es mit seiner Familie, nachdem er es 1527 unter hessischen Schutz gestellt hatte. Aus der Ehe Eitel Sebastians von Hütten mit Margarethe von Boyneburg-Lengsfeld gingen 3 Söhne mit Namen Wolf, Sebastian und Alexander hervor, von denen die beiden letzteren ihren Stamm in ;wei Linien fortsetzten.
Die beiden heimatlichen Hauptstämme der Familie von Hütten, sowohl der ;u Stol;enberg, als auch der ;u Altengronau, schloffen fich der Lehre Luthers an. Während aber der Stol;enbcrger Stamm in der Mitte des 17. Jahrhunderts in den Schoß der Katholischen Kirche ;urückkehrte, blieben die Herren von Hütten ;u Altengronau bis ;um Erlöschen ihres Stammes dem lutherischen Bekenntnis treu.
26. Sebastian von Hütten, der mit Elisabeth von Küchenmeister ;u Wächtersbach verheiratet war, be
wohnte in Altengronau die von seinem Vater ererbte Wasserburg. Er ist am 5. Mai 1577 in ihr gestorben und in der ehemaligen Kapelle in Altengronau beigesetzt worden. Sein Grabstein befindet sich heute in der aus der alten von Huttenschen Kapelle hervorgegangenen Kirche in Altengronau.
27. Georg Friedrich von Hütten hat bis ;u seinem Tode die von seinem Vater erbaute Wasserburg in Altengronau bewohnt. Er ist in Altengronau beerdigt worden, wo sich sein leider nicht mehr vollständig erhaltener Grabstein noch befindet.
28. Cyriar Eitel von Hütten war ;weimal verheiratet, ;uerst mit Eva Faulhaber von Wächtersbach, alsdann mit Dorothea von Lauter. Im Jahre 1613 findet er sich im Besitze der Steckelburg. Ob er sie auch bewohnt hat, läßt sich nicht mehr feststellen. Noch ;u seiner Zeit nahm ein heftiger Streit ;wischen den Lutheranern, ;u denen die Herren von Hütten gehörten, und den Reformierten um die Kirche in Ramhol; seinen Anfang. Im Verlaufe dieses Streits legte Cyriax Eitel gelegentlich in einem seiner Briefe sein Glaubensbekenntnis ab, indem er, durch die Vorgänge in Ramhol; sicher stark verärgert, schrieb: Er halte dafür, daß die rechte, wahre Religion noch nicht auf der Welt sei und daß, wenn diese komme, alle Menschen sie annehmen müßten; darauf wolle er mit den Seinigen warten. Den Wappen nach, die ihn schmücken, muß von ihm der Taufstein gestiftet sein, der heute noch in der Kirche ;u Altengronau aufbewahrt wird.
29. Johann Philipp von Hütten war zweimal verheiratet. Seine erste Frau war Anna Marie Löwe von Steinfurt, seine ;weite Susanne Truchseß von BelderSheim. Trotzdem hat er keine Erben hinterlassen. Ob er das adlige Haus in Ramhol; bewohnt hat, steht nicht gan; fest; doch spricht manches dafür.
30. Johann Gottfried von Hütten erhielt 1613 von seinem Vater das ausgebrannte Schloß in Vollmer; als HeiratSgut. Als Wohnsitz wurde ihm gleichzeitig das adlige Haus in Ramhol; angewiesen. Er blieb kinderlos.
31. Philipp Daniel von Hütten erhielt das feste Haus in Sanner;, das er mit seiner Ehefrau Susanne, einer geborenen von Lehrbach, bewohnt hat. Er geriet infolge des 30 jährigen Krieges in eine so große Not, daß er, um das für ihn unerschwingliche Heiratsgut für seine Schwester Marie Magdalene aufbringen ;u können, 1642 seinem Schwager von Landas Ramhol; und Vollmer; für 6735 Gulden verkaufte. 1645 verpfändete er demselben auch noch die bis dahin bewohnte Steckelburg für 500 Gulden. Nachdem er aber 1648 da;u auch noch seine Güter in Altengronau an Hessen für 28 500 Gulden veräußert hatte, löste er die Steckelburg wieder ein.
32. Marie Magdalene von Hütten heiratete den Major und Kommandanten von Hanau Kasimir Karl von Landas. Die Nachkommen aus dieser Ehe wurden später die Erben deö Altengronauer Stammes der von Hütten.
33. Johann Hartmann von Hütten bewohnte mit seiner Ehefrau Sophie, einer geb. Schenck ;u Schweinsberg, das feste Haus in Sanner;. Er starb daselbst am 14. Januar 1704 als letzter des Altengronauer Stammes der von Hütten.
Bereits viel früher, im Jahre 1627, war der von Alexander, dem Bruder Sebastians von Hütten in Altengronau begründete Zweig der Familie von Hütten