Seite 44 i^c&c&^c&t&i&^c&&^ Unsere Heimat ^^^^^^^^^Qs^t^s Nr. 7—12
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ie Mitglieder des Heimatbundes haben diesmal lange warten müssen. Vielleicht haben sie sich aber die Ursachen dieser auffallenden Verzögerung schon selbst gedacht. Als wir daran gingen, eine Oktobernummer vorzubereiten, waren wir gerade wieder einmal in einer so heftigen Preissteigerung, daß uns aller Mut entsank. Wir hätten nicht einmal jene Nummer bezahlen können, und was sollte dann Weihnachten werden? Die Verhältnisse sind seither freilich nicht bester geworden und unsere Finanzlage darum natürlich auch nicht. So werden unsere Mitglieder gewiß erwarten, daß wir einmal offen darüber reden. Der Heimatbund hat bei dieser maßlosen Geldentwertung auch für diese Nummer selbstverständlich nicht die Mittel. Alles Je ersparte Geld verschwindet nicht nur — wir müssen sogar Sachwerte entäußern oder Kapital aufnehmen um die Druckerei zu befriedigen. Da mag mancher sagen, nun sei es für den Heimatbund an der Zeit, seine Tätigkeit einzu- stellen. Wer das wirklich meint und nicht nur einmal so dahinsagt, wird seinerseits die Folgen daraus ziehen. Der Vorstand ist aber überzeugt, daß mit dem Heimatbund auch „Unsere Heimat" bestehen bleiben muß, schon um der Auswärtigen willen, denen jede Nummer, wenn auch leider zu selten, ein lebensvoller, mit Freude aufgenommener Gruß aus ihrer alten Heimat bedeutet, wofür sie ganz gewiß fast
ohne Ausnahme jedes Opfer bringen werden. Im Kreise Schlüchtern werden aber viele ebenso denken und handeln. Freilich müssen wir uns dann finanziell auf eine ganz andere Grundlage stellen. Von dieser Nummer kostet uns jedes Stück mit Porto ungefähr 40.— Mk. Der Mitgliederbeitrag war für dieses ganze Jahr 6.— Mk., für Auswärtige 8.— Mk. Da leuchtet es jedermann ohne weiteres ein, daß wir dabei nicht bestehen können und von Grund aus anders verfahren müssen. Zu einer Zeit, in der jede Tageszeitung monatliche Nachforderungen stellt und stellen muß, dürfte es billig, ja selbstverständlich sein, daß die Kosten der WeihnachtSnummer durch Nachzahlung gebecki werden. gür das neue Jahr hat es nun keinen Sinn, einen bestimmten, wenn audj erhöhten Beitrag festzusetzen, vielmehr müssen wir uuS darauf einigen, jede einzelne Nummer vorher gemeinsam zu finanzieren. Eine Osternummer wird also erscheinen bezw. nur denen zugehen, die uns die voraussichtlichen Selbstkosten, d. h. mindestens den Betrag für diese Nr. vorher einsenden. Dies Verlangen dürfte billig und recht sein. Füe beide Nummern wären das also 80—100 Mark (wie hoch wird im März das Porto sein? !) — zu einer Zeit, in der ein Ei im Dorf 50 Mark kostet, sollte man darüber nicht erschrecken und sich dabei nicht lange besinnen. Frischkorn, Pfr.
Zahlungen: Postscheck-Konto 80311 Frankfurt a. M.
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VLtte,
er eine oder andere Leser der „Schlüchterner Heimat" dürfte wohl schon von dem Heffen- Nassauischen Wörterbuch gehört haben, das in
Marburg eifrig mit der Sammlung des heffen- nassauischen Wortschatzes beschäftigt ist. Frenndliche Helfer aus Stadt und Land, aus den verschiedensten Teilen der Provinz haben seine Arbeit durch Mitteilung von Dialektworten bestens gefördert. Und doch bleibt noch manche Lücke auszufüllen. So fehlt es uns im Kreise Schlüchtern z. B. ;ur Zeit ganz an Helfern aus der älteren Generation. Die Hilfe der Jugend, d. h. des Schlüchterner Seminars, hat in dankenswerter Weise Herr Seminarlehrer Schneider vermittelt. Aber diese „Jungen" zwitschern durchaus nicht mehr im allen so, „wie die Alten sungen." Manches ist ihrem Wortschatz verloren gegangen, was den Aelteren noch geläufig ist. Daher wäre das Wörterbuch dankbar, wenn auch 2—3 Schlüchterner mittleren Alters dem großen Heimatwerk ihre Hilfe gewähren wollten. Wir würden sie bitten, unser allmonatlich ausgehendes Fragebogenpaar auszufüllen. Es ist dazu nnr Dialektkenntnis sowie etwas Zeit und guter Wille nötig. Unkosten entstehen nicht. Wer uns helfen will, melde sich freundlichst mit einer Postkarte, die wir gern ersetzen, bei dem Hessen-Nassauischen Wörterbuch, Marburg a. L.. Gieselhergerstr. 19.
Als äonöergnben für „Unsere Heimat" sandten Herr Bürgermeister Richter, Marjoß 2 M., Herr Forstmeistrr Richter, Marjoß 14 M., Ungenannt 4 M., Un- *4 genannt 14 M., Ungenannt 1 M., Herr Kaspar Schäfer,
Marjoß 2 M., Herr Förster Zilch, Marjoß 2 M., Herr Karl Sonnewald, Marjoß 4 M., Herr Georg Röll, Marjoß 1 M., Herr Peter Schreiber, Marjoß 4 M., Frau Bretthauer, Marjoß 4 M., Herr Förster Blonigen, Marjoß 20 M., Frau Heinbuch, Marjoß 10 M., Herr Lehrer Schmidt, Mittelbuchen 10 M., Frau Gerlach, Großenbußeck 20 M., Frau H. Schmidt, Userin 30 M., Herr E. Simon, Dresden 40 M., Herr Oberstudienrat Hafner, Hersfeld 10 M, Frl. Brehm, Rinteln 20 M., Schwester E. Frischkorn, Hagen 50 M, Schwester Lina Frischkorn, Barmen 20 M., Frau Wolf, Frankfurt 200 M., Frl. Marie Schultheis, Wiesendheid 100 M., Herr Lehrer Zipf, Griesheim 100 M., Herr Lehrer Feick, Fechen- Heim 50 M, Frau Gretel Wantel, Wellrichstadt 100 M., Frau Lehrer Schmidt, Lahr 20 M., Frau Flora Weyer, Bitlid 50 M., Frau Wegrauch, Roßford 2000 M., Frau M. Fehl, hier 100 M., Frl. Fanny Noßbaum, hier 100 M., Ungenannt 200 M., Zugführer A. Möller, Hanau 50 M.
Herzlichen Dank!
Der Vorstand des Heimatbundes: Medizinalrat Dr. Sauer.
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Haupt-Versammlung des Heimatbundes am Sonntag, den 7. Januar, nachm. . 3 Uhr in der Aula des Seminars in Schlüchtern.
Tagesordnung:
1. Jahresbericht und Jahresrechnung.
2. Vortrag des Herrn Pfarrers L i z. Schafft aus Kassel: Ausbauende Kräfte in der Heimat. (Besprechung.)
3. Wahlen.
4. Verschiedenes.
' Wir bitten unsere Helfer dringend und herzlich, an der Versammlung teilzunehmen und alte Freunde unseres Heimatbundes in Stadt und Land zu ihrem Besuche auffordern zu wollen.
Dr. Cauer. v. Trott zu Solz. Frischkorn, Pfr. >
Als Manuskript gedruckt: H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern. Schriftleitung: Pfarrer Frischkorn, Wallroth. Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern. Postscheck-Konto 80311 in Frankfurt a. M.