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Seite 180 c^^c^i^i^(^i^c^c^>c^>c^c^ Unsere Heimat Gs2r^^c^^Gs2^^c^^^^

zur Verfügung hatte: Blitz- und Donnerworte, Ver­achtung und Hohn, Spott und Humor in allen nur denkbaren Formen. Es lebt in der Erinnerung vieler, als er auf dem Wege von der Klasse zum Amtszimmer allen zuvorkam und wortlos, aber mit einer unbeschreib­lichen Gebärde der Verachtung für die, die „nichts sehen", ein winziges Papierfetzchen aufhob und mit eleganter Bewegung in den Papierkorb versenkte. Wer es sah, schämte sich und ließ von da ab seine Augen nach den verhaßten Schnitzeln rund umgehen.

Es ist selbstverständlich, daß auch wir versucht haben — wie das alle Normalschüler tun — Schwächen an dem Manne zu finden, dessen Wesen uns nach jeder Richtung interessierte; auch manchen ein Rätsel geblie­ben ist; natürlich ahnten wir Schwächen, haben aber auch diese bewundert.

Daß er sehr temperamentvoll war, erfuhren wir täg­lich und stündlich; daß ihn sein Temperament mit einigen „Spitzen" in Konflikt brächte, ließ ihn in unserer Hochachtung nur noch höher steigen. Mit der Bürgerschaft kam keine Fühlung zustande. Das eiserne Türpförtchen am kleinen Ostausgang des Seminars, das den Kirchgängern vom Süden des Städtchens und den Niederzellern den Kirchenweg sperren sollte, wurde — mehrmals erneuert — immer wieder von hartnäckig Widerstrebenden zerschlagen und in die Kinzig getragen. Als anläßlich seiner Versetzung nach Erfurt die Poli­zeibehörde dem Schülerfackelzug Schwierigkeiten machte,

war es nahe daran, daß der Polizeigewaltige, der mit ihm auf gespanntem Fuße stand, von den Schülern Prü­gel bezog. Ohne jede Prüfung haben seine Schüler in jedem Konfliktsfalle für ihren Direktor Partei ergrif­fen, wie er auch seinerseits zornig oder spöttisch jeden Angriff auf seine Seminaristen zurückwies. Nach oben hat er häufig opponiert; widerwärtig war ihm alles, was nach Mechanismus roch. Erlasse und Verfügungen flogen an schlechten Tagen in den Papierkorb, ohne je­mals beantwortet zu werden. Autokrat in seinem kleinen Reich, wollte er kein Hineinregieren von oben und rea­gierte in vertrauten Kreisen auf manche Neuerungen mit grimmigem Spott. Als einst ein Geheimer Ober­regierungsrat aus den: Ministerium bei der Revision des Seminars seine Kritik der Methode der Herbart- schen Pädagogik mit den Worten schloß: „Wir wollen in den bewährten alten Bahnen weiterwandeln!", sagte er nachher: „Der kommt nicht wieder! Wir ma- chen's so weiter, wie wir's angefangen haben!"

Wer von diesem hochbegabten und als Lehrer und Erzieher außerordentlich befähigten Manne hören will, dem wünsche ich, daß er Zeuge sein dürfte, wenn Schü­ler ihr Jubiläum feiern und sich mit Freude und Ver­ehrung des seltenen Mannes erinnern. Nehmt alles nur in allem:

Er war ein Mann!

Fr. Walther.

^amiliengefchlchtUches aus dem Kreis Schlüchtern,

Zusammengestellt

^^ls Pfarrer der Klasse Schlüchtern wirkten 1839 in Schlüchtern Metropolitan Gg. Frdr. / Baist, 2. Pfr. Frdr. August Stamm daselbst. 1. Pfr. in Steinau: Joh. Hch. Rauch, 2. Pfr. Karl Will). Vömel. In Oberkalbach, Heubach und Uttrichshausen: Joh. Karl Schlee. In Wall- r 0 th, Kressenbach und Breitenbach: Karl Kreuter. In H i n t erst ei na u mit Reinhards: Joh. Adolf Horst. In E l m mit dem H a b e r t s- h o fe: Adolf Bode. In M a rj 0 ß: Joh. Hch. Glaß.

In den Pfarreien der Klaffe Schwarzenfels waren die Stellen in MottgerS, Schwarzenfels mit dem Blau­farbenwerke (und andern Dörfern), in Oberzell und in Ramholz unbesetzt. In Sterbfritz stand Johannes Schmid, in G u n d h e l m und Hütten: Joh. Adam Ebert, in Neuen- und A l t e n g r 0 n a u: Karl Fa- ber, in Mittel- und O b e r s i n n : Christian Hch. Will). Hagen. Kath. Pfr. zu Salmünster: Aloys Merz, zu H e r 0 l z: Hch. Joh. Stumpf. Das Amt eines Land-, Straßen- und Wasserbaumeisters für den Kreis Schlächtern versah Ernst Florus Spangenberg in Schlächtern. Zu den Mitgl. des Landwirtschnft- Vereins gehörten aus dem Kreis: Amtmann Hildebrand aus Ramholz. Ökongm Carl zu HundSrück, Kreisphyst Dr. Zinkhan, Schlüchtern, Pfarrer Faber in Neuengro- nau, Kreistierarzt Lampert, Schlächtern, Ökonom Kel­lermann zu Schwarzenfels.

Fabrik- Inspektor Witte zu Schwarzenfels und Kauf­mann Schäfer in Schlächtern gehörten zum Handels­und Gewerbs-Verein.

Die VerwaltungS-Kommision des Evang. Schullehrer- SeminarS in der Kreisstadt Schlächtern bildeten

von Helene Brehm.

Landrath Wachs u. der Seminardirektor. Die Stelle eines solchen scheint im I. 1839 offen gewesen zu snn. Pfarrer Will). Bang, Lehrer der Anstalt, versah einst­weilen die Geschäfte des Schulleiters. Außerdem unter­richteten im Seminar Lehrer Karl Weber u. auftrags- weise der Pfarrer Karl Willich. Musik- und Zeichen­unterricht erteilte, gleichfalls auftragsweise, Heinrich Weber. Rechnungöführer war der Kreisamtö-Erpedient Ringler.

Der Schulvorstand der Schlächterner Stadtschule setzte sich, zusammen aus dem Landrath, den beiden Pfarrern, dem Seminarlehrer Pfarrer Bang, dem Bür­germeister u. einem Stadtrathsmitglied. Als Lehrer wirkten an der Progymnasial-Klaffe Rektor Creß, in der.Bürgerschule Gg. Bernstein, Wilh. Zinkhan, Gg. Hilberg, der Elementar-Lehrer Kaspar Wagner. — In Salmünster unterrichtete als erster Lehrer Peter Bonifacius Diebel, als zweiter der Rektor Christoph Zahn, als dritter Cantor Danz. — Lehrer von Soden war Joh. Adam Pfaff. In Steinau wirkte als Rektor Pfr. Vömel, als Lehrer Karl Gelhaar, Philipp Lotz, Hch. Quehl u. der Elementarlehrer Joh. Hufnagel. Zum dortigen Schulvorstand gehörte auch ein Johannes Merz.

Wege- u. Brückengeld erboben in Schlüchtern Konrad Fischer, in Steinau Hermann Pfleger, in Salmünster Peter Frisch, in Altengronau Joh. Lauch. (Brückengeld-Erheber.)

Rentmeister der Renterei Schlüchtern, die die Ämter Schlüchtern u. Ramholz umfaßte, war Joh. Gg. Weitzel, Fruchtgegenschließer Gg. Pauli in Elm. Der Rentmeister des Amtes Schwarzenfels, Wilhelm