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Gerte 166 m x)^i^c^c^c^i^K^)c^?c^>i^) Unsere Heimat i^t^^^^^^^^t^t^ xt. 11—12

Weitsnachtssreude - Wethnachtsklage!

^^"Weihnachtsfreude — ja, die kennt jeder. Wenn wir erst wieder mit J L/ den Kindern vor dem brennenden Christbaum stehen, wenn erst wieder der Duft angesengter Tannenzweige uns umweht, wenn erst wieder die alten lieben Weihnachtölieder mit Hellen Kinderstimmen an unser Ohr dringen — dann huscht Freude über das Gesicht, ja dann wird ein Freudenschimmer auch in unser Herz fallen. Will's ja doch schon im vor­aus, da wir nur daran denken, uns ganz eigen zu Mut werden.

Wir alle kennen solche Weihnachtsfreude. Aber es fehlt dabei noch etwas; das, was einem auch in schwerer Zeit, auch unter allerhand Trübsal und Trauer dennoch Weihnachten feiern läßt: die große Freude, die allem Volk widerfahren ist: „Euch ist heute d e r H e i l a n d g e b 0 r e n !"

Weil dieser Kern und Stern der Weihnachtsfreude so vielen fehlt, deshalb hebt Klage an am Weihnachtsfest. Die Weihnachtsgeschichte steht zweimal im Neuen Testament. Zuerst im Lukasevangelium, Kapitel 2: „Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging. . . ." Das andere Mal steht sie — in einen Satz zusammengedrängt — im 1. Kapitel des Johannesevangeliums und lautet: „Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf!" Heute ist es — auf das große Ganze gesehen — nicht anders als vor 1900 Jahren.

Menschen, die daran verzweifeln, jemqls hinter die Wahrheit zu kommen — die innerlich darunter zerbrechen, daß solch ein Unterschied bleibt zwischen ih­rem Wollen und ihrem Vollbringen — die unter den Verwürfen ihres Ge­wissens leiden — — gehören die nicht zu ihm? Menschen, die es müde sind, Papierscheine zusammenzuraffen — die einen Ekel bekommen haben an dem, was die Welt so „Vergnügen" nennt — die sich sehnen nach Reinheit und Frieden — — gehört er nicht zu ihnen? Ja, all die anderen, die ge­dankenlos in den Tag hineinleben, die arbeiten und ruhen, ohne zu fragen woher? wohin? warum? wozu?, Menschen, denen man nichts Böses und nichts Gutes nachsagen kann — — haben Sie ihn nicht nötig, damit in ihr Leben ein Ziel kommt und eine Kraft von oben? Sie alle gehören zu ihm, weil sie ihn brauchen; und er gehört zu ihnen, weil er sie lieb hat. Aber: die Seinen nehmen ihn nicht auf! Einst hatte man für ihn keinen Rauin in der Herberge, jetzt hat man für ihn keinen Raum im Herzen und keinen Platz im Leben. Und deshalb ist das „Friede auf Erden!" aus der Weih- nachtsbotschaft immer noch nur eine Verheißung und noch keine Erfüllung.

Soll das auch unsere Weihnachtsgeschichte, die Geschichte eines Weih- nachtsfestes in unserem Herzen und unserem Hauö sein ? Oder wollen wir nicht Ueber zu den wenigen gehören, von denen es nach der WeihnachtS- klage so tröstlich weiter heißt: „Wie vieleihn aber auf nahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden?"

Ein Kind Gottes zu werden — welch ein Ziel! Und der Weg dahin so einfach: Jesus Christus aufnehmen als Herren und Heiland. H. F.. F.

Des Hauses Krone.

Unter allen Segnungen Gottes ist doch der Segnungen größte ein alter treuer Mensch. Die Krone des Hauses sind seine alten Eltern, und wären dieselben auch noch so kränklich, eigen und wunderlich.

Sie, diese Alten, arbeiten wenig mehr und tun doch hundert Geschäfte ab, bald mit leiser Hand und Nachhilfe, bald mit dem stets wachen Auge, bald mit er­fahrenem, klugen Rat. Sie, die Aeltesten des Hauses, weihen die Jüngsten in des Hauses alte Sitte ein; während die Rüstigen draußen an der Arbeit sind, spielen die Kleinen um die Knie jener greisen Frau, schauen empor in ihre treuen Augen, lauschen ihrer sinnigen Rede. Sie, die Eltern des Hauses, halten allein noch die immer weiter sich verzweigende Familie zusammen, eonen Schwierigkeiten, stiften Frieden. Was man sonst verschweigt, ihnen offenbart man es, kommt ihnen zu klagen und geht getröstet von bannen ; denn sie diese alten Leute, sind ohne viele Worte eine viel bessere Predigt, als man sie je vom Pfarrer hört oder in Büchern findet. Sie predigen durch ihr still teilnehmendes Auge, durch das, was sie selber durch­gemacht, getragen und überwunden, durch die Sanftmut, mit der sie die Men­schen, durch die Ergebung, damit sie das Kreuz ihres Alters tragen.

Gib mir selber Zeugnis, mein Leser! Bildet nicht die liebste Erinnerung aus deiner Jugendzeit ein Ofentritt, ein Sorgenstuhl mit daran gelehnter Krücke, eine stille Dämmerstunde und durch sie hin eine Stimme, die du nimmer hörst und doch immer hörst. Ward dann später am Sorgenstuhl ane Bett im kleinen Stübchen gerückt, auf den Sorgenstuhl setztest du dich selbst, auf dem Bette lag sterbend dein liebster Mensch auf Erden. Du lauschtest seinen leisen Atemzügen, du sähest seine Wünsche ihm an den Augen a\ Und einftmat — es war tiefe Nacht —■ da streckte sich eine magere schwache Hand zum Betteheraus und ergriff die deine und dankte dir durch leisen Druck für so viele Lieb» und Treue und legte sich auf dein Haupt, und durch dasStübchcn klangs wie ein Gebet zu Gott für dich, ein Gebet um Segen über dich. Bitzius.