Einzelbild herunterladen
 
  

(Seite 288 Q££^Q£Q£Q£Q££^££^^Q££^Q£Q£ Unsere Heimat ^ß^^ß^ß^^^ß^ß^^ß^ß^ Nr. 12

Deutschland steht!

Vernimm, o Herr, das Dankgebet: Dein Deutschland steht!

Sie können's nicht zwingen und bringen zu Fall:

Es steht! steht im Völkerprall!

Solchen heiligen Mutes und solchen Gottes- gefühles voll sind wir längst ins zweite Kriegsjahr geschritten. Und wieder ist Kamps jeder Tag, und wieder ist Sieg des deutschen Schwertes an jedem Tage. Deutschland steht! Was das heißt! Unge­beugter Mut in den Millionen Kämpfern da drau­ßen aus Feld und Meer, das herrliche Starksein der vielen Wunden und Wehen, das heldische Stillsein Millionen deutscher Frauen in Bangen und — wenn sie das Schwerste traf. Wunderbare Kräfte lassen ein ganzes Volk aufrecht stehn in Brandung und Sturm, im zähen Ringen mit seinen Feinden rund­um. Niederwalzen wollten uns die Frevler in ihrem Haß und ihrer Eier, und sie sehen dieses Volk stehen in unüberwindbarer Geschlossenheit, und um sein Haupt fließen die Strahlen des Sieges. Das Hindenburgwort, dieses Stahlwort aus Heldenseele: „Sie können uns nicht unterkriegen!" ist Ueberzeu­gung und Kraft in jedem deutschen Herzen.

Und nicht wahr: dieses große deutsche Aufrecht­stehen ist keines in Prahlerei und Ueberschwang? Es ist das Aufrechtstehen Siegfrieds, Luthers, Bis- marcks, einer Königin Luise! Es ist das Aufrecht- stehen der deutschen Eiche im Heimatgrund. Jeder

Zoll ist aus innen herausgebaut. Das Ganze ist durchblutet von der heiligen, opserseligen Liebe: Vaterland! Und ein Aufrechtstehen ist es mit dem Blick zu Gott! So, Feinde, kömmt an!

Ach, deutsches Volk, bewahre dir diese große, starke Art! Schreite so von Sieg zu Sieg und in den Sonnenmorgen deines Friedens! So aufrecht- stehend wie jetzt, lebe deine künftige deutsche Zeit! Lebe sie auch so brüderlich zusammenstehend — ein Felsendeutschland, eine Friedensburg des Höchsten!

Komm, Bruder, komm, Schwester, laßt uns wei­ter aufrechtstehen! Gott im Himmel, sieh darein! Und dauert's abermals ein Jahr — du wollest es verhüten —, der deutsche Schlag bleibt unermüdet.

So bleibt's,

bis wir sind die begnadeten Sieger

und sie alle, alle die Unterlieger!

Du bist die Kraft und die Zuversicht:

Einst kommt ein Morgen mit goldenem Licht!

Du ließest dein Volk nicht von Feinden zer­malmen,

und es singt dir selige Friedenspsalmen....

Noch muß es kämpfen! Wir kämpfen's zum Ende!

Halt' über uns, Vater, die segnenden Hände!

Reinhold Braun.

<SjJ>

G Zeddelfe für die deftämm onn daus.

(Dismo aus de Linsegasse.)

Mr hattet onns so schö gedoacht: Ehns mindert, werrn noch Krenz gemoacht — Onn nu, ihr Läut, fiel's Laab eroa, Die Wäll onn Heng stenn gritzegroa, Der Göcker ömmer später kräht, Die Vögel honn Adjeh gesäät, Die Schoaff nur suche ihr Blesier Noch daus im Freie; gleich noach vier Do stecke mer die Lambe „ann", Banns leidt die leer Bedroljumskann, Aach Dalglicht is niet zu veroachte.

De Heinrich onn es Schaaje schloachte, Die Schullkenn woarte schonn off Schnee, Die Iöchter schisse schöne Reh- Böck, Hoase onn dergleiche Sache, Bu Dienstoags, Freitoags niet ze mache. Der Schlüchtener', bu doas lääst, hürt, Doaß me dehämm de Minder spürt, Niet im Kalenner, äwer doa, Bu mancher Händsche möcht gehoa, Weil murjens früh die Pötsche krache Onn sich die Kenn schonn Rötsche mache. Die Weihnoachte sein in de Näh,

Doas kannste heut die sonst gesäh Führsch Hüniches, Fehls, Sichels Loade. Durt stennse alle Doag onn roate Onn wönusche, männsche frösch drauf los, Doagsüwer klää onn oawends groß. „Ach, diss Ioahr!" — Schweig onn mach kä Witz!! Nohch lebt die Lieb! Onn äbbes gitt’s'l Die klänne Henn sein ball gefällt, Etz lernstes, häst's schonn längst gesollt. Ioa, äbbes gitt's, banns noch so wenk, Frääd mecht heut aach e klää Geschenk, Bann nur Genügsamkeit regiert Onn niet de „Hätt' ich" se verstürt.

Onn aach die Ahle mit de Herze Voll Bange, Brast onn dausend Schmerze, Für die hoatt Chrestoag aach gesurft, Sogoar de Herrgott ohgeburjt, Es brengt enn grosse Sack voll Hoffe, Doas heut erscht gaanz frösch eigedroffe, Onn gut Geduld onn neue Mut: Gott helft seim Deutschland, onn, ihr Kenn, Doa lei't onns Schlüchter medde denn!

IFlg-

Puffer onn SuulZ,

Allerhand woahre Geschichte, bu mer drü muß lach.

(Marjoßer Mundart.)

Kürzlich! foß ich emol schön bei meiner Erwet — ich har e wenk ze schreiwe — do kloppts on, on erein koom der Märjößer Bürjemaster. Bann ich der seän, fraa ich mich ömmer. Der waß ömmer äbbes Schönes onn kanns aach so schön hingebreng. Mir önnerhiele ons e wenk, off aanmol seegt'e:

„Ons Suldore daus frae sich! ömmer, bann se es Heimatbleetje krieje; sie schreiwe als emol devon Ich! maan äwer, es müßt ewenk monderer denn zu- geh. Trauriges seän on hürn die oarme Kerle daus genungk; die wann aach emol lach. Söge Sie mok dem Herr Flemmig, hä soll aach e boar schöne Späh enei loß setz, daß se aach emol urdelich könne gelach.