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werden möchten Z. Das betreffende Schreiben hat folgenden Wortlaut 5):
„Gottes gnade durch vnsernn Herrnn Jesum Christum, mit vermögen alles leibs vnnd guts zuuor Edele, Ehrnueste Hochgelahrte Wolachtbare liebe Herren vnd freundt. Dem nach die wolgeporne meine genedige Herrnn, die Herren Vormünder ß), sampt euch- für gut vnnd Rathsam angesehen, das die Kleynodien, so dem Closter Schlüchternn zusten- dig, zu Hanaw vnd Steinaw ein gute Zeyt verwart gehalten worden, zu gelt gemacht, vnnd solch gelt, dem Closter zum besten möcht angelegt, oder angewendet würde. Als hab ich den Erbaren Cun- radum diesen mehr gedachts Klosters itziger zeit Kellern, zu euch den Herrn Reth-en abgefertigt, vorgedachte Kleinodien, mit euherm gutten Rath, zu Franckfort zu verhandeln vmb phar geld: Hierauf an euch mein freundlich bit, wollet etwan ein Person (so es von notten sein wird) ihm zu ordenen, welche der suchen gut Bericht vnnd Verstandt habe, damit ehr viel gedachte Kleynodien vnnd sielber ges-chier wol vnnd nützlich möge verhandelt werden, vnnd siecht mich für gut vnnd rathsam an, das man oas gelöste gelt der schwarzen fellerin als balt gebe, deren whir zweyhundert thaler hauptg-elts zu sampt der Pension, so vngeferlich vff dreysigk thaler lauft, schuldig! sindt, ist etwas von dem gelösten gelt weitter vbrigk, sol alhier auch nützlich angelegt werden, auch samptlich vnnd sonderlich willige Dienste zu leisten byn ich alle zeit willigk.
Datum Schlüchtern den 7. Septembris Anno 68.
Sigefridus abbt des Stiefts vnnd Closters Schlüchtern.
Den Edelen, Ehrnuesten, hochgelarthsn vnnd wol- achbarn Herrn Hanaw - Müntzenbergifchen Beuel- habernn vnnd Rethen zu Hanaw, meinen günstigen lieben Herrn, vnnd gutten Freunden.
Hanaw."
Zu diesem Zwecke wurden die in Rede stehenden Kleinodien am 12. September 1568 in ein Verzeichnis ausgenommen und gewogen. Das darüber ausgestellte Aktenstück lautet 7):
„Verzeichnis der Monstrantz vnd Kelch oem Closter Schlüchtern gustendig, welche dem Closter zu gutten verkaufst werden sollen. Vnd sind den XHten Septembris Anno pp. 68. gewogen worden.
4) Brammerell, Fr. „Geschichte von der Kirchenreforma- tion in der Grafschaft Hanau-Münzenberg vom Jahr 1523 bis auf das Jahr 1610", Hanau 1781, S. 56.
5) Ebenda, „Beylagen", S. 41 u. 42.
“) Der Graf Philipp Ludwig I. (geb. 1553, gest. 1580) war beim Tode seines Vaters 1561 noch minderjährig, deshalb regierten an seiner Stelle als Vormünder die Grafen Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg und Johann zu Nassau- Dillenburg, denen der Kurfürst Friedrich 111. von der Pfalz als Obervormund v.rgeseht war.
7) Brammerell a. a. O. „Beilagen", S. 42—44.
Item ein verguelte Monstrantz wiegt - VIII mark V Loth.
Item ein weiß Monstrantz, darvon doch etzlich verguelte Bildnus genhemen und hernach sonder gewogen worden, hat das weise gewogen- III mark XI und ein halb Loth.
Item die drey vergultete Bildnuß, nemlich ein Hergott vnd sonst zwey verguelt bild von dem ge- melten Silber Monstrantz genomen, wigt- VI Loth.
Item die drey ganze vergueltete Kelch haben gewogen- IIII mark V Loth.
Item der ein zerprochen Kelch verguelt und das obertheill von einem Kelch haben gewogen - II mark I und ein halb Loth.
Item das verguelte Ostien Käntlein wiegt VI Loth III quinz.
Item das gross vergueltt Creutz mit seinem Hergott III mark V Loth.
Item ein verguelter Hergott wigt - I mark XII Loth.
Item ein vergultete Zeichen vorn an die Brust an einer Kchor Kappen wigt- I mark V und ein halb Loth.
Item die vier vergueltte Patenen off die Kelch-- I mark XIII Loth.
Item zwey Silberne vnd ein wenig verguelte Meßkäntlein wigen- I mark III und ein halb Loth.
Inn einer großen Laden so im gewelb allhie lange zeit gestanden vnd dem Closter Schlüchtern zugehörig, sind drey vergueltete Kelch mit drey Patenen gefunden und haben gewogen- VI mark X Loth.
Actum den 12—Septembris Anno pp. 68."
Ueber den Verkauf und den erzielten Erlös gibt folgender Zusatz Auskunft:
Nota das vergult ist verkaufst worden die mark vmb 10 sl. 3/4 eins gl. vnd der Käuffer will ein halben fl. inn Kaufs geben.
Aber vor das weyss will der Käuffer zalen die marckt mit 9 fl. alle zu 15 Batzen den gülden gerechnet.
Vnd hat das vergulkt alles zusammen gewogen 30 mark: thut an gelt 3221/2 fl.
Das weyss hatt gewogen 4 mark 14 Loth 2 quint: thut an gelt 44 fl. 9 Heller.
Summa Summarum das verguldt vnd vnuer- guldt ertregt an gelt zusammen 366 fl. 9. Batz. 3 hl.
Item noch 1/2 fl. so er inn dem Kauf durch- den Käuffer zugeben gewilligt worden."
Außer diesen Kleinodien erwähnt Rullmann 8) noch „11 silberne Kännlein", die später verkauft worden sind und deren Erlös in den Klosterrech^ nungen verzeichnet ist. Näheres darüber ist mir jedoch nicht bekannt.
E. Maldfeld.
s) A. a. O., S. 254.
Jn treuer Pflichterfüllung fielen ferner für das Vaterland:
aus Schlüchtern:
Der aus Frankfurt a. M. ausgezogene Adam Iöckel am 27. August in Ostgalizien.
aus Seidenroth:
4. Wehrmann Johannes Hopp ant 16. August in Rußland.
aus Herolz:
6. Landfturmann Wilhelm Falk, geboren am 6. März 1884, am 2. September 1915 bei dem Gut Mandzino, südlich von Grodno. Er ruht auf dem Gutshof mit 8 Kameraden in gemeinschaftl. Grabe.