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Seite 248 ßiwßpß^ß^ß^^ß^ß^ß^ßs Unsere Heimat ß^ß^ß^ß^ß^ß^ß^ß^^ß^ß? Nr. 9

6. Unteroffizier Georg Röder, verwundet bei Chotylub am 18. Juni, gestorben im Feldlazarett Nr. 11. am 19. Juni 1915 (Lungenschuß). Er ruht im Heldenfriedhof des Schloßparkes in Olesko (Galizien).

aus Soden:

3. Mzefeldwebel Matthias Schippers, ausgezeichnet mit Kreuz 1. u. 2. Klaffe beim Sturmangriff auf Lodz am 8. Dezember 1914.

4. Reservist Alo.,s Ulrich, I. 21. 251/3, am 6. März 1915 bei Serafin in der Nähe von Kolno (Rußland).

5. Landwehrmann Karl Harnischfeger, Inf. Reg. 81 bei Ppern.

6. Reservist Aloys Wolf, verwundet bei der Sprengung auf Höhe 191 im Argonnemvald, gestorben im Lazarett in Plauen (Bogtl.) am 19. August 1915.

7. Andreas Klobedanz, starb an den Folgen eines Kopf­schusses am 10. Januar 1915 im La.arett zu Sechault. Das Eiserne Kreuz war ihm zugedacht.

8. Joseph Roll, Sohn des Lazarus Noll, am 14. Januar 1915 bei Bille für Tourbe.

9. Karl Simon, Inft. Reg. gestorben an einer schweren Verwundung im Lazarett zu Anderchy.

10. Ersatzreservist Max Breithut, Inf. Reg. 121, starb an den Folgen eines Rückenschusses im Feld-Lazarett Szel- kow-Szlachieki.

11. Cornelius Karl Grauel, Sohn des Lornel Grauel, Inf.- Reg. 168, am 2. August 1915 bei Wolka-Szulczycka (Warschau).

Auszeichnungen erhielten:

Heinrich Möller von Elm die Hess. Tapferkeitsmedaille, nachdem er das Eis. Kreuz schon erhalten. Nikolaus Böhm von Uttrichshausen erhielt das Eis. Kreuz, desgleichen Pionier Ioh. Georg Weining von Hinkelhos und Kanonier Theodor Nußbaum von Vollmerz, Karl Klobedanz, Ignaz Wolf, Adam Grauel, Georg Henrich, Feldwebel Karl Baron aus Loden, I. Ad. Rehbein, Heinrich Sperzel aus Mott- gers, L. Seclig (Sohn des Abr. Seelig) u.FrigFreuden- thal aus Schlüchtern, Max Goldschmidt, Wilhelm Müller, Unterzahlmeister Christ, Ioh. Heinrich Dorn, Kaspar Dorn, Ioh. Ad. Klüh.

Heinrich Lins aus Heubach, der lange Zeit als vermißt galt, ist als Kriegsgefangener in Rußland aufgetaucht.

In franz. Gefangenschaft (Marseille) geriet aus Ober- zell Lehrer Hämel.

In russischer Gefangenschaft befindet sich Hermann Ruppel aus Soden seit dem 20. Frbr. 15. (Karpathen).

Vermißt werden aus Soden Heinrich Neubert seitdem 26. Sept. 14. La Chapelle, Rudolf Noll seit dem 12. Febr. 1915 (Rußland), aus Oberzell Iohs. Klüh.

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Heimatpost,

Schlüchterner in Hausbceke. Die gewünschten Liederbücher erhalten?

H e ß l e r. Empfehle IhnenLicht und Leben" (Elberfeld). Gruß an die beiden Schlüchterner!

Die Geschäftsstelle desHaupt-Ausschuß für Kriegerheim­stätten" befindet sich in Berlin NW. 23., Lessingstraße 11.

In Roßford (Ohio) lebt eine Tochter Schlücherns Margarete Weyrauch, geb. Schlingloff, deren Briefe und Gaben in dieser Zeit der deutschen Not für alle, die darum wissen, Labsal sind. Wir können nicht davon schweigen, wie es ihr am liebsten wäre; alle Kinder Schlüchterns sollen es wissen und sich von Herzensgrund mitfreuen. Sie ist die Frau eines Arbeiters, leidend, aber in der fernen Fremde Tag für Tag tätig für ihr Heimatland, umgetrieben von einer unstillbaren Sorge um dasselbe in den Tagen der Ungewißheit, und ihre Briefe und Opfer offenbaren eine Liebe und Treue, die vor­bildlich sind. Hier einige Sätze aus ihrem letzten Schreiben an Frau Landrat Valentiner:Ich war in dem Glauben, daß mir in der Heimat nichts mehr eigne; aber das schreckliche Ringen hat mich eines andern belehrt. Meine Liebe für die Heimat und das Vaterland kann auch das Grab nicht verschütten. Nie in den 27 Jahren, die ich hier bin, habe ich freier und offener gesagt, daß ich von deutscher Geburt und stolz daranf bin. Die gemischte Gesellschaft darf und wird nicht gewinnen. Einer sitzt int Regiment den sie nicht im Bunde haben, denn die Narren glaubten sich stark genug ohne Ihn. Mögen auch die Dornen stechen und die Füße bluten; Er führt uns zum Siege, glauben Sie es nur!" Wir danken, Margarete Wey­rauch, vergelte Gott, was Du tatest für die verschiedenen Zweige der deutschen Kriegsfürsorge!

Jakob Röder (Beskidenkorps) freut sich, daß ihm durch Fräulein Schreiber das Heimatblatt übermittelt wird. Die Heimat grüßt! Auf Wiedersehen.

R. Grünebaum, Vollmerz. Der Brief ist nicht zuni Druck geeignet.

Adam B e ck. Besten Dank für die Zuschriften! Herzl. Gruß!

Heinrich B ö r n e r (Niederzell) hat aus Ostgalizien einen Prachtbrief geschrieben, der vieles sehr Wertvolle für uns ent­hält. Besten Dank und Gruß! Junge, schreib' bald wieder!

Auch Eduard W e b e r hat schöne Schilderungen geschickt, die später wohl zu verwerten sind. Für heute nur einige Sätze aus dem 16 Seiten langen Brief:Als wir in Cholm ein- rückten, riefen uns viele Leute deutsche Grüße zu. In einer Straße sahen wir eine Kirche, die eben zu brennen anfing. Es war die deutsch-evangelische Kirche der Stadt. Die Russen hatten vor der Flucht die Kohlen im Kirchenkeller mit Petro­

leum übergossen und angesteckt. Wir machten uns sofort an die Löscharbeit und retteten das schöne Gotteshaus mit seinem prachtvollen neuen Orgelwerk. Den Altar mit den Büchern krachte ich in Sicherheit. Nur der Fußboden ist vernichtet. Den Herrn Pfarrer haben die Russen gefesselt mitgenommen. Seine Frau weinte bitterste Tränen. In ihrem Haus ist alles in der rohesten, sinnlosesten Weise zerschlagen. Der Pfarrer stammt aus Kassel, hat in Berlin studiert und war schon 3 Jahre in Cholm tätig. Die deutschen Einsiedler wollten uns bewirten, wir aber mußten den Russen nach."

Die Kriegsdichtungen von Reinhold BraunWir sind stärker als der Tod" kann ich aufs beste empfehlen 20 Pfg. W. Moeser, Berlin S. 14. Reinertrag für blinde Krieger.

Die namenlose Zusendung (Poststempel Steinau) hätte verwertet werden können, wenn der Verfasser sich genannt hätte. Nun ist's zu spät. Wozu nur das?

Wer bis zum Schluß des Monats den rückstän- digenIahresbeitragnichtgezahlthat, erhältPost- nachnahme.

fürUnsere Heimat" an die feldgrauen

erhielten wir von:

Herrn A. M. in Schlüchtern 5 M., Frau Seminarlehrer Geisel 2 M., Füsilier E. 12.-358. 2 M., Herrn W. Kie­fer in Karlsruhe 2 M., Frau Lehrer Eucker in Frank­furt a. M. (2. Gabe) 3 M., Mathildchen Hadermann in Idstein 3 M., Unzen. in Neuengronau 1 M., Eduard Weber (aus dem Felde) 3 M., Fräulein F. G. 2 M., Frau Schlier in Frankfurt a. M. 3 M., Helmut Grau in Wiesbaden 5 M., Schwester Auguste Frischkorn in Wies­baden 3 M., Herrn Leutnant Friedrich Seibert 10 M. Frau Präparandenlehrer Zinnall 5 M., Herrn Seminar­lehrer Groß 4 M., Herrn Leutnant Wessendorft (aus dem Felde) 3 M., Ungenannt Schlüchtern (5. Gabe) 20 M., Herrn Domprediger Pfalzgraf in Bremen 5 M., Herrn Major Spangenberg in Köln 5 M., Herrn Bür­germeister Rehorst in Köln 3 M., Herr Leutnant Heinr. Seibert 10 M., Frau Gräfin v. Brandenstein-Zeppelin 20 M., Herr Leo Rotschild 3 M., Herr Hose in Kassel 2 M Herzlichen Dank!

Der Vorstand des Heimatbundes:

Medizinalrat Dr. Lauer.

Als Manuskript gedruckt: H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern. Schriftleitung: Lehrer Flemmig in Schlüchtern. Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern.