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Nr. 9 x^^^i^^^^^^ß^r^w Unsere fjeimnt c^c^^c^i^^c^c^c^c^2£^^£v2ß^ß^ (Sexte 239

Die Schwalben im Vreumngser Schuchaus, Schwalben haben im Schulhaus eine Tat vollbracht, die doppelt besungen wurde, was wohl verdient war. Hier die beiden Gedichte und ein Bildchen dazu:

Die Geschichte eines Hausbaus.

Zwei Schwalben schwirren ums Lehrerhaus

Und suchen sich einen Bauplatz aus.

Herr Gabelschwanz fliegt aufs Türsims und äugt, Sagt zu der Gattin: „Sieh', Liebe, mich deucht, Im Flur an der Wand dort hängt ein Gewehr, — Sein Hahn gefällt mir als Bauplatz sehr!" — Frau Quiddelina hält ein im Flug: „Ach, Gabelschwanz, du bist wohl nicht klug! Wie kann man so unvernünftig sein! Denk' nur an die künftigen Kinderlein.

Sind die mit Mühen und Sorgen bald groß, Dann geht am Ende das Ding da los Und schießt uns unsere Kinder tot.

Wär' das ein Jammer, wär' das ’ne Not!" — Der Schwalberich lacht mit zwitscherndem Klang. „Die Weiberleute sind ewig bang'!

Denkst du, im ganzen deutschen Land Hing' heut' ein Gewehr so faul an der Wand, Wo jeder Jüngling und jeder Mann Zur Büchse greift, der nur schießen kann? Quidd'lina, dann kennst du die Deutschen schlecht! Das Ding da, glaub's mir, geht nicht mehr recht." — Sie: „Wenn du nur nicht eins vergißt: Wenn nun der Lehrer auch Jäger ist--?" Herr Gabelschwanz wird ernst und spricht: „Nein, Lehrer und Jäger, — das reimt sich nicht!" Sie halb besiegt: „Da fällt mir ein, Der Mann wird sicher sehr reinlich sein, Und unsere Kleinen,--bedenke nur, Es wäre mir leid um den sauberen Flur!" —

Er überlegen: „Ich kenne den Herrn, Er hat das Schwalbenvolk sehr gern. Wird's ihm zu bunt, so nagelt der Mann Gar unter das Nest ein Brettchen an!" S i e noch: „Wie kommen wir aber hinaus? Die Menschen verschließen doch abends ihr Haus." Er überzeugt: „Ich glaube es fest, Daß der ^Lehrer ein Schlupfloch uns offen läßt." Nun ist Frau Quiddelina besiegt. — Das Schwalbenpaar fliegt, trägt ein und fliegt, Und Gabelschwanz und die kleine Frau Sind so geschäftig bei ihrem Bau, Sie zimmern am Gewehr an der Wand Einen bombensicheren Unterstand.

Der böse Hahn wird ganz eingebaut, Und als das Paar sein Werk beschaut, Sagt Gabelschwanz so froh und lacht: „D i e Büchse ist nun unschädlich gemacht! Baute man jede so kunstvoll An, Wie würde auf Erden schnell Friede sein!" — Frau Quiddelina hat Eilein gelegt, Vier Kinder haben sie bald gehegt, Da waren die Nahrungssorgen oft arg, — Im Kriege werden die Mittel karg —.

Da sprach zur Brut die sparsame Schwalbe: „Statt einer Fliege kriegt jedes ’ne halbe." Er sagt: „Wir wollen auch Mücken spalten, Bei deutschen Schwalben wird durchgehalten!'

Helene Brehm.

Breunings.

für

Weil kein Mensch die Hand zum Frieden rühren will in dieser Welt, haben Schwälbchen ihre Kräfte in des Friedens Dienst gestellt.

Oben auf der Flinte Lauf, wo der Hahn auf Abdruck lauert, haben sie mit Fleiß und Kunst ihn ins Nestlein eingemauert.

den

frieren.

Nimmer kann des Todes Blei Eilen aus dem Flintenrohre, daß es auf der schnellen Bahn eines Menschen Brust durchbohre. Schwälbchen, mauert so die Waffen unsrer Feinde alle ein!

Helft, die Fluten einzudämmen, Dann wird endlich Friede sein.

Karl Zinkhan.