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Opfermut und Heldensinn; wir wissen auch: Ihr tuts, setzt Leib und Leben ein für das Liebste, was Ihr auf Erden habt, für Vater und Mutter, Weib und Kind, für die Heimat. Diese Liebe zur Heimat giebt Kraft und Mut und hilft über vieles hinweg. -
Und wir daheim wollen auch aushalten, wollen nicht nachlassen, für Euch zu arbeiten und zu sorgen, so gut wir können; wollen nicht nachlassen und nicht müde werden, Euch täglich in Gebet und Fürbitte
dem zu befehlen, der seine Hand ausgebreitet hält über Heimat und Fremde, und vor dessen Angesicht wir uns täglich zusammen finden können, auch wenn wir räumlich noch so weit voneinander getrennt sind. Zu ihm latzt uns kommen mit allen unseren Anliegen, in dem Bewutztsein: „Es kann mir nichts geschehen, als was Er hat versehen und was mir selig ist." Drum Gott befohlen!
Mottgers. Ehringhaus, Pfarrer.
Nach Phot. v. C. Zinnall.
Mottgers, rechts Schwarzenfels.
Was gibts Neues Daheim?
enen, die nun schon seit Monaten oder gar seit einem ganzen Jahr die Heimat nicht oder nur während eines kurzen Urlaubs gesehen haben, wirb’s wohl nicht als Merkwürdigkeit vorkommen, wenn ich beim Erzählen vom Neuen mit dem Dreschen anfange. Denn ich denke mir, datz die Männer in Feindesland, die daheim mit der Scholle ihr Wesen haben, eben doch in Gedanken und Sorgen bei der Arbeit daheim sind; baff sie in ihren Nacht- und Tagesträumen jetzt grade das Bildchen von der Tenne daheim sehen; daß sie dabei den Drei- und Mertakt der Drescher hören; datz ihnen das Trommeln des Göpels und der eintönige Gesang der Dreschmaschine in den Ohren liegt. Also: Hier wird gedroschen! Damit wären wir schon halb zufrieden nach den schweren Sorgen, die wir wochen- und monatelang getragen haben, als der Himmel Tag um Tag ein um so freundlicheres Gesicht aufsetzte, je mehr wir wünschten, er möge es
verfinstern und Regen geben. Manche redeten schon scheu von der Hungersnot und von unserer Vernichtung durch unsere Feinde. Die fröhlichen Gemüter hofften weiter. Und manche von diesen fanden neue Lehre und neuen Trost in dieser Sorge und meinten: „Abwarten! Das patzt in's Ganze ! Es wird uns diesmal nichts geschenkt! Genug Leute haben den Krieg noch gar nicht am eigenen Fell gespürt und leben in dulci jubilo. Haben die kein Herz zum Mitfühlen und Opfern, dann kriegen sie's wenigstens mit der Angst um den Mag en zu tun; und das soll ja für manche Menschen ein ganz besonders wirkendes Erziehungsmittel sein!" — Dann kam doch der Regen noch vor Torschlutz; nicht viel, aber ein Tropfen für den Durst! Und dann wieder mal da und dort, hier mehr — dort weniger; jedem noch zu wenig und doch für alle genug. Die ausgedörr- ten Wiesen bedeckten sich mit frischem Grün und die Kartoffelsträucher reckten sich in die Höhe und sag-