Seite 224 ^^/^^^^^^^^c^c^> Unsere
Heimat c^^s^^m^^^m^^ Nr. 7
Jn treuer Pflichterfüllung fielen ferner für das Vaterland -
aus Kressenbach:
2. Gefr. Ioh. Hopf, 26 Jahre alt, bei Leki (Galizien) am 9. Juni 1915, 3. Batt. des Garde-Feld-Art.-Reg (Brust- schuß).
aus Oberzell:
7. Musk. Daniel Walther, 4. Komp. Brig.-Ers.-Batl. 50 am 4. Mai 15 im Priesterwald.
aus Weiperz:
1. Landwehrmann August Kreß, geb. am 25. März 1883, Inf. Reg. 88, am 4. 2. 15 auf der Höhe 191 bei Cernay. Granatsplitter durch den Kopf.
2. Musketier Bernhard Kraft, geb. am 3. Dez. 1894, gefallen bei Kalwarja am 25. März 1915 (Bauchschuß).
3. Ersatz-Res. Wilhelm Klug, geb. den 11. Mai 1885, gef. am 1. Mai 1915 bei Hiesalkow. (Kopfschuß).
4. Ers.-Res. Otto Kraft am 24. Mai 1915 bei Cetuli in der Nähe von Iaroslau.
aus Steinau:
11. Unteroffizier Philipp Schäfer, Ritter des Eisernen Kreuzes. Er stand beim Garde-Reserve-Korps, wurde in Rußland schwer verwundet und starb am 6. Mai 15 im Feldlazarett zu Annaberg.
aus Hohenzell:
3. Nikolaus Lamm, Reservist Inf. Reg. Nr. 88, 6. Komp., geboren am 4. Juli 1891, am 12. Juni schwer verwundet (Bauchschuß), starb am Hauptverbandplatz Lubaczow (Galizien) am 13. Juni. Er war am 28. August v. I. schon einmal bei Bertrix verwundet worden. Um ihn trauern Eltern und Geschwister.
4. Heinrich Uffelmann, Füsilier im Res. Inf. Reg. Nr. 253, 5. Komp., geboren am 28. August 1892. Nach schwerem nächtlichen: Kampf wurde er schlafend im Schützengraben am Mittag des 15. Juni durch Schrapnellschuß in den Kopf sofort getötet. Er ruht am Waldesrand bei Suwalki. Um ihn trauern seine Mutter (Witwe) und Geschwister.
aus Gundhelm:
4. Heinrich Lamb, Inf.-Reg. 115./3. im Westen.
5. Johannes Höhn, Musketier im 223. Inf.-Reg., 10. Komp. bei Wolofianka.
aus Hintersteinau:
6. Res. Nik. Klöber, 1./116. gefallen am 24. 10. 14. bei Le Quesne.
7. Gefr. d. Res. Georg Rührig, 5./S8., verwundet am 28. 8. 14 gest, am 3. 9. 14 Lazarett Autricourt.
8. Reinhard Hagemann, gefallen in Belgien.
Vermißt: werden Res. August Löffert, Inf. Reg. 88, aus Gundhelm, Laudsturmmann Friedrich Lotz von Steinau seit dem 18. Mai, aus Hintersteinau Heinrich Horst seit dem 10. 10. 14, Nikolaus Weinbrenner seit dem 30. 10. 1914.
In Gefangenschaft geraten sind Christian Breitenbach aus Gundhelm (Depot de Prisonniers-de Sisteron-basses Alpes- France), Gardist Heinr. Löffert, Bruder des Vermißten, (Rjäsan, Rußland). Der seit dem 9. April vermißte Füsilier Fritz Bellinger befindet sich in Rußland (Tobolsk). Aus Hintersteinau befindet sich Iohs. Kreß in Biskra, Georg Hommel in Sibirien.
MsZeichnungen im großen Kriege erwarben ferner:
aus Elm: Das Eiserne Kreuz 1. Klasse und den Württembergischen Militär-Verdienstorden erhielt der Hauptmann im Generalstab der 3. Kavallerie-Division, zur Zeit im Osten, Graf Alexander von Brandeustciu-Zeppelin. Auch erhielt derselbe die silberne hessische Tapferkeitsme- daille.
Das Eiserne Kreuz 2. Klasse erhielten:
aus Elm: Der Gefreite bei den Schweren Minenwerfern, Abteilung 39, im Westen, H. Eckhardt.
aus Schlüchtern: Adam Föllcr und Friedrich Seibcrt. aus Vollmerz: Sergeant Konrad Bender.
aus G u n d h e l n:: Unteroffizier Peter B l u m, und Gefr. Nikol. Strott, zur Zeit schwer verwundet im Vereinslazarett Dr. Sack's Klinik in Heidelberg, Iohs. Zirkel. aus Oberzell: Melch. Maikranz, Konrad Lins, Iohs. Lins, der gleichzeitig zum Unteroffizier befördert wurde.
Leutnants geworden _finb : Kurt Steinmeyer aus Schlüchtern, Offizier-Stellv. u. Führer des Feldmaschinen
gewehrzuges 122 Friedrich Setbert aus Schlüchtern, Einj.-Unteroffizier Wilhelm Romeifer aus Steinau.
Vizefeldwebel Ludwig Leinberger wurde zum Offizier- Stellvertreter ernannt.
für „Unsere Heimat" (Kriegsnummern) übersandten ferner:
Herr K. hier 3 M., Herr H. Noßbaum 1 M., Herr L. S. (2. Gabe) 5 Mk., Herr Sch. (4. Gabe) 20 M., Herr Pfarrer Heilmann in Göttingen 3 M., Herr Amtsgerichtsrat Hengsberger (2. Gabe) 10 M., Fräulein M. Schultheis Frankfurt a. M. 5 M., Ungen. (2. Gabe) 10 M., Frau M. Haderumnn 3 M., Herr E. Simon in Dresden (2. Gabe) 5 M., Herr Dr. Fenner 3 M., Herr Dr. Schnegels- berg 3 M., Ungen.-Eisenach 5 M., Herr Leutnant Steinmeyer 5 M., von einer Bittkollekte in Hohenzell 5 M., Fräulein A. Schreiber-Hohenzell 2 M., Frau Lehrer Bodenburg - Hohenzell 2 M., Herr Rechnungsrat Schade 10 M., Frau Jakob 2Bolf 3 M., Ungen. 1 M., Herr Leutnant Bauer (aus dem Felde) 15 M., ein Lands- mann in Wiesbaden 5 M., Herr Lehrer Zipf-Breitenbach
3 M., Frl. Ios. Grau-Fulda 1,50 M., Ungen. 5 M.
Herzlichsten Dank für alle freundliche Hilfe!
Der Vorstand des ßseimatbundes: Medizinalrat Dr. Lauer.
Preimatpoft
Die Freunde unseres Heimatbundes haben es uns durch die gütige Darreichung von Geldmitteln möglich gemacht, die Juli- und wohl auch eine August-Nummer von „Unsere Heimat" ausgehen zu lasten. Wir hoffen weiter — Mit Ablauf dieses Jahres schließt der 2. Band von „U. H." Wer die Blätter gesammelt hat und binden lassen möchte, kann ein Inhaltsverzeichnis haben, das aber nur nach Bedarf gedruckt wird. Ich bitte um frdl. Mitteilung, an wen ich's senden soll. — Es sind viele zur Veröffentlichung geeignete, hochinteressante Feldbriefe eingelaufen, deren Druck aber aus gewissen Gründe erst später erfolgen darf.
F. Kahl schreibt: „Einen herzlichen Feldgruß der lieben Heimat mitten aus Kampf und Todesnot! Die Seele möchte Flügel haben, um nach all bem Graus uud Kriegsgetümmel einen Blick in das sommerlich-friedliche Kinzigtal zu tun." Die Heimat grüßt von Herzen wieder! Gott mit euch!
Seemann, Hoßfeld, W. Thaler, Karl Strauß, (La Capelle) K. Voith v. Voithenberg, Karl Alt und Karl Pauli, H. Katz, H. Wellner, A. Flemmig, Th. Killmer, A. Schmidt:
Herzlichen Dank für die Sendungen und besten Gruß von daheim!
Die Königliche Universitätsbibliothek in Marburg i. H. sucht fehlende Nummern des 1. Bandes von „Unsere Heimat." Wer gibt solche ab? Nr. 2—9 sind bei uns vergriffen.
Leutnant Kurt Steinmeyer schreibt von Fresnoy „in dankbarer Freude über die L Grüße aus der Heimat, die das Heimatblatt regelmäßig bringt. Wir bedürfen der Grüße und Nachrichten aus der Heimat immerfort und immerzu." Herzensdank und Gruß! Bitte herzlich um den versprochenen langen Brief.
Wohin doch der Krieg Schlüchterns Kinder führt! Jetzt kommen sogar Briefe aus Slavonien, und im „Extrastüble" des Wirtshauses all der Mahr sitzt ein Niederzcller vor den Kompagnie-Akten und ein Ulmbacher hat die Führung. Leider dürfen wir metjr noch nicht sagen. Aber später, so Gott will. Alles zusammen muß ein prächtiges Buch werden für die, welche nach uns in unserm lieben Bergwinkel wohnen.
Schwester Philippine Schmidt sendet von Chauny ein Zweiglein, das im Wasser wieder auflebte, und schrieb dazu: „Sie glauben gar nicht, wie ich am Ende des Monats auf das Heimatblatt warte. Wann werden wir wieder Heimatglocken hören? Seit dem 19. Okt. habe ich kein Glockengeläute gehört. Nun, unser Gott wird uns, wenn Seine Zeit gekommen ist, Sieg, Friede und Heimkehr schenken."
Auf verschiedene Anfragen: Das älteste Kirchenbuch im Kreise ist das in Mottgers. Es beginnt mit dem Jahre 1556. Schlüchtern fängt an aufzuzeichnen 1577, Hintersteinau 1596, Elm 1603, Neuengronau 1650, Gundhelm 1653, Oberkalbach 1654, Ramholz 1660, Marjoß 1661, Uttrichshausen 1683, Steinau 1689. Flg.
Als Manuskript gedruckt: H. Steinfeld Söhne, Schlüchtern. Schriftleitung: Lehrer Flemmig in Schlüchtern. Verlag des Heimatbundes in Schlüchtern.